Frage von Jennele, 49

Buch schreiben, Vorgehensweise?

Hallo, mich würde interessieren wer von euch schon ein Buch geschrieben hat? Und wie ihr vorgegangen seid?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von FluffyBlade, 4

Ich habe ein Buch (fertig)geschrieben und will demnächst, nachdem ich es überarbeitet habe, schauen, ob sich ein Veröffentlichungsversuch lohnen würde. 

Ich bin so vorgegangen:

  • Idee (ohne die geht gar nichts)
  • Notizen zur Idee, Details (worum geht es denn jetzt genau?)
  • Personen (am besten, du denkst dir schon mal alle Charaktere aus, machst Steckbriefe oder ähnliches, was immer du brauchst, um sicher zu sein, dass du ihre gesamte Persönlichkeit bestimmt hast - ich beispielsweise habe sogar eine Art "Fragebogen" entworfen, um selbst herauszufinden, wie sie auf bestimmte Fragen und in bestimmten Situationen reagieren würden; so habe ich mehr über ihre Geheimnisse und ihren Charakter, ihre Offenheit und ihre Art erfahren)
  • Plot (und damit meine ich nicht die Details zu deiner Idee, sondern eine genaue Handlung. Die Reihenfolge der Geschehnisse ist hier besonders wichtig. Schreibe dir möglichst genau auf, was alles passiert (in einer Liebesgeschichte kann das das erste Kennenlernen sein, der erste Kuss, der erste Streit, als er sie betrügt oder als sich herausstellt, dass alles ein grosses Missverständnis war), sodass die einzige Schwierigkeit nachher noch darin besteht, es richtig zu formulieren. Liste es auf (du kannst entweder einfach nur die Ereignisse gliedern oder bereits bestimmen, in welchem Kapitel was passieren wird) oder schreibe eine Zusammenfassung, scheue dabei nicht vor Details, es kann auch mal so lange wie eine Kurzgeschichte werden)
  • Schreiben, schreiben und nochmals schreiben (viel zu sagen gibt es dazu nicht, das grösste Problem könnten hier Schreibblockaden, Probleme bei Formulierungen, zu wenig Details im Plot oder Mangel an Motivation sein. Wenn beim Schreiben etwas plötzlich anders läuft, als es geplant war, sich etwas anders entwickelt, dann ist das übrigens gar nicht schlimm, du kannst auch einfach schauen, was dabei herauskommt, und den Plot ignorieren - falls du das so gut kannst, manche können es nur mit genauer Vorgabe, andere eben nicht)
  • Korrektur und Korrekturlesen (lies es dir selbst durch, achte auf Fehler in Rechtschreibung sowie Logik, ob es spannend ist, was du ändern könntest, und gib es Freunden oder Verwandten zum Lesen, damit du konstruktive Kritik bekommst)
  • Buchtitel (dieser kann auch schon vorher entstanden sein, den meisten kommt der vor oder während des Schreibens), falls du es im Internet veröffentlichen willst, wäre auch ein Design nötig
  • evtl. Verlag suchen (dabei musst du darauf achten, dass dein Buch zum Programm des Verlags passt und was die Bedingungen sind)

Ich hoffe, das war jetzt nicht zu lange. Vielleicht hilft es dir ja. Viel Spass und Erfolg bei deinem Buch!

Kommentar von Jennele ,

vielen Dank für die Antwort

Kommentar von FluffyBlade ,

Vielen Dank fürs Sternchen :)

Antwort
von Andracus, 20

Ich bin dabei, sagen wir so. Meine Erfahrung deckt sich mit zahllosen Autorenzitaten die irgendwie in diese Richtung gehen: 90 Prozent der Zeit, die man an einem Buch arbeitet, verbessert und verwirft man Dinge. Generell gehts mir so dass ich mir gar nicht vorstellen könnte, eine Geschichte einfach so zu "konstruieren". Ich weiß, dass es Leute gibt, die das können, die sich so ein Gerüst machen und es dann mit irgendwelchen Events "auffüllen", die ihren Charakteren hier und da noch etwas mehr Würze verleihen und die das ganze planen können wie ein Schulreferat. Bei mir geht das gar nicht. Ich "entdecke" die Geschichte nach und nach, die Charaktere entwickeln ihr Eigenleben und tun Dinge, die ich gar nicht wollte. Natürlich muss man auch logische Verknüpfungen schaffen, einen roten Faden, das Wesentliche vom Unwesentlichen trennen, aber die Geschichte hat ein dynamisches Eigenleben. Das kostet natürlich nochmal extra Zeit und Geduld. Aber falls es dir auch so geht, ich kann dich beruhigen - auch vielen erfolgreichen Autoren geht das so. Einen hab ich mal sagen hören, in einer Geschichte sei einer der Charaktere gestorben, obwohl das gar nicht geplant war. Und er war so verzweifelt, weil er dass nicht wahrhaben wollte, dass er verkrampft versuchte, die Geschichte so zu verbiegen, dass die Figur am Leben blieb, aber irgendwann musste er sich eingestehen, dass die Geschichte nur dann "echt" und "wahr" sein würde, wenn er es dabei beließ. Ich glaube ehrlich gesagt diese Art Geschichten zu schreiben macht viel mehr Spaß.

Antwort
von Tibizx, 27

Mal kurz zusammengefasst:

Thema suchen, Gliederung, Schreiben, Korrektur, Korrekturlesen, Korrektur, wenn ebook zwischendurch Design anpassen, Verlag suchen oder selbst auf Amazon stellen

Antwort
von Altenberger, 22

http://www.schreibplattform.de/15-fakten-kennen-bevors-ans-buch-schreiben-geht/

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