Frage von TeAmoXVII, 52

Buch schreiben - aus welcher Sichtweise?

Guten Tag Community! Ich schreibe zurzeit eine Mittelalter-Fantasy Serie, die bisher elf Bänder umfasst.

Doch folgendes Problem stellt sich mir; Es gibt mehrere Protagonisten, wobei eine kleinere Anzahl gleichzeitig die Antagonisten bildet (es kommt hierbei auf die Interpretation des Lesers an, da der Antagonist (der Böse) gute Beweggründe hat für die Taten,die er vollstreckt.)

Aus welcher Perspektive soll ich erzählen? Im einem Buch aus Sicht eines Protagonisten (bzw. aus Sicht der "Guten" und im nächsten aus der Sicht des Bösen)? Oder immer wieder Gemischt?

Ich hatte auch schon den Gedanken (da es ja Krieg gibt) dass vier Bänder die Geschichte der "Guten" erzählen und dann das fünfte die Geschichte aus Sicht der "Bösen" erzählt (damit man beispielweise erkennt, wie dieser vorgeht).

Auf Eure Hilfe hoffe ich :)

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von DeathMagicDoom, 52

Gerade bei einem so langen Werk sollte unbedingt die Erzählperspektive und die Erzählstimme wechseln. Weiterhin sollten auch unterschiedlich Handlungsstränge (zeitlich different und von der Person her) eingearbeitet werden.

Im Übrigen heißt es "Bände" und nicht "Bänder"

Kommentar von TeAmoXVII ,

Haha okay danke :D
Mir geht es wie gesagt darum, ob ich nun in einem Buch beispielsweise die Erzählperspektive der "Guten" (gibt ja schließlich mehrere von denen) schreiben soll und die der "Bösen" im anderen dann. Oder ob ich beide Parteien im selben Buch einbinde.

Ich dachte mir, dass ich beispielsweise die ersten drei Bände aus Sicht der "Guten" beschreiben werde, also der gesamte Verlauf des Krieges bis zu einem bestimmten Punkt vor der "entscheidenden Schlacht/dem enstcheidenden Akt", dann das vierte Buch aus der reinen Sicht des Antagonisten und seiner Begleiter beschrieben wird und im fünften Buch dann abwechselnd zwischen beiden Seiten hin und hergewechselt wird.

Kommentar von DeathMagicDoom ,

Gut, nochmal ausführlich. Bei einem so umfangreichen Werk ist es unabdingbar, die Geschichte in mehreren Handlungssträngen und aus verschiedenen Perspektiven zu schreiben.

Du kannst zwischen Bösen und Guten wechseln, und auch die Perspektive wechseln. Du kannst beispielsweise einen Bösen in der Ich-Form erzählen lassen (das kommt sicherlich gut, da man so einen Einblick in seine Gedanken bekommt) und einen Guten in der dritten Person.

Die restliche Geschichte erzählst du als "neutraler Erzähler" (ich hoffe, du weißt, welche Perspektive das ist) und baust immer wieder Handlungsstränge in der Ich-Form ein.

Wenn du ein mehrbändiges Werk nur aus einer Perspektive schreibst, ist das für den Leser unglaublich anstrengend! Denke auch an die richtige Wahl der Handlungsstränge. Hier gibt es viele verschiedene Formen:

Die kommunizierenden Röhren, das chinesische Kästchen oder die parallel laufenden Flüsse.

Als Autor solltest du wissen, was ich damit meine. Ansonsten empfehle ich dir das Buch "wie man Romane schreibt" von Mario Vargas Llosa. Er ist Literaturnobelpreisträger und weiß somit, wie man es richtig macht.

Viel Erfolg

Kommentar von TeAmoXVII ,

Top, danke !!!

Antwort
von Eglan, 18

Ich schreibe auch gerade eine Story und ich überlege mehrere Protagonisten zu nehmen, d.h. in dem ersten drittel der Story ist Max Mustermann Protagonist, aus seiner Sicht wird geschrieben. Dann im 2. Drittel: Melanie Mustermann, die eventuell im 3 Dritel stirbt, dann Thomas Maxmusterlan der das Ding zuende bringt.

Antwort
von SoVain123, 40

Wie waren denn die anderen Bücher? Ich würde den Stil nicht ändern.

Kommentar von TeAmoXVII ,

Habe die Geschichten noch nicht geschrieben, will nun damit ja anfangen. Ich habe aber bisher alle Ideen für die elf Bücher schon genauestens ausgearbeitet.

Kommentar von SoVain123 ,

Dann würde ich aus der Sicht der jeweiligen Charaktere schreiben. Wenn deine Bücher nämlich gut sind, dann werden die Leser an bestimmten Carakteren mehr Gefallen finden und dadurch weiterlesen wollen. Wenn du es aus einer Sicht von außen schreibst musst du nämlich mit Handlung überzeugen.

Kommentar von TeAmoXVII ,

Stimmt... danke :)

Antwort
von nowka20, 11

nehme deine eigene sichtweise

Antwort
von Himmelsschaf, 51

Das verstehe ich nicht. Wenn die Serie elf Bände umfasst musst du doch schon was geschrieben haben?

Kommentar von TeAmoXVII ,

Elf Bände sind in Plannung ;) Genügend Stoff gibt es ja.

Kommentar von Himmelsschaf ,

Ach so :) kennst du die "the banned and the bannished"-Reihe von James Clemens? Da wechseln die Perspektiven in jedem Kapitel innehalb der Gruppe, zwischendurch erzählen auch immer wieder die aktuellen Gegner. Fand ich sehr spannend so :) Das hat auch den Vorteil das du alles zeigen kannst was du möchtest, aber auch Dinge verbergen kannst die der Leser nicht wissen soll. Und wenn du dann noch Charaktere dabei hast, die sich langsam zur gegnerischen Seite hin entwickeln, ohne das die anderen Charaktere es merken, ist die Spannung garantiert :D

Kommentar von Himmelsschaf ,

Allerdings sind viele der Antagonisten hier auch wirklich "böse" also mit wahnsinnigen Gedankengängen und auf Rache aus. Deine Idee mit dem Perspektivwechsel vor der großen Schlacht ist auch nicht schlecht, dann würde ich allerdings in den ersten Bänden zwischen den Perspektiven von mehreren "guten" Gruppenmitgliedern wechseln, damit es nicht langweilig wird, und möglicherweise schon da Kapitel aus der Sicht der Antagonisten mit einstreuen, aus denen aber deren eigentliche Beweggründe noch nicht klar werden. Nur so viel das der Leser neugierig wird :)

Kommentar von TeAmoXVII ,

Auch dir vielen dank (y)

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