Frage von xXwhatXx, 49

Buch mit viel Action?

Ich schreibe gerade ein Buch, in dem es sehr viel Action und auch viele blutige und brutale Szenen gibt. (Bin 17) und mir ist aufgefallen, dass in den Büchern die ich lese, blutige Aktionen sehr verharmlost werden und vermieden werden. Mein Buch könnte von der Menge und Vielfalt der Gewalt auch ein Film mit Bruce Willis, Jason Statham, oä sein.
Jetzt frage ich mich, ob es anderen auch so geht, dass die Leute unter euch, die auch Agenten Bücher und so Zeug lesen, es etwas langweilig finden, dass so zurückhaltend geschrieben wird und ob euch euch Buch indem viel Action und blutige Szenen mehr interessieren würden als eins, das nur ansatzweise Gewaltszenen enthält?

Antwort
von Bethmannchen, 5

"Blutige Aktionen" und "grausameste brutale Gewalt" will niemand wirklich genau und detailliert geschildert bekommen. So etwas ist als Splatter-Literatur bereits geoutet. Ganz im Gegenteil sind die Verlage eher an dezent geschilderter Gewalt interessiert, weil sie ja "für die Masse" veröffentlichen.

An Splatter findet nur eine ganz kleine Randgruppe unserre Gesellschaft Gefallen, und mit so wenig Lesern kann man nicht viel verdienen. Wer so etwas schreibt grenzt seine Leserschft stark ein und kann kaum auf Veröffentlichung durch Verlage oder viele Leser hoffen.

Mehr Brutalität bedeutet auch nicht mehr Spannung. Die entsteht noch viel besser und nachhaltiger aus dem subtil vom Autor nicht Erwähnten, weil des Lesers Kopfkino viel mehr Interpretations-Spielraum hat. Leser wollen nicht alles gezeigt bekommen, sondern sich das Geschriebene in ihrer Fantasie in eigenen Bildern vorstellen können. z.B.

Störtebeker wird geköpft - zack - sein Kopf landet im Gras und starrt die Zuschauer aus wei aufgerissenen Augen an. Aus dem auf dem Block liegenden der Torso spritzt pulsierend in hohem Bogen hellrotes Blut heraus, das sich im Gras ausbreitet -

Der Kopf hat inzwischen such seine letzte Farbe verloren, und aus dem bleichen Gesicht mit scherzverzerrter Fratze starren die toten Augen... Dann erhebt sich der immer noch Blut verspritzende Körper langsam vom Block und beginnt erste Schritte...

Wie werden die Zuchauer der Hinrichtung auf dem Grasbrook wohl reagieren? Wahrscheinlich so ähnlich wie Zusachauer bei einem Zombifilm. Wird es zu schlimm guckt man weg wird es nur noch eklig, schaletet man aus. Leser wollen aber nicht halbe und ganze Seiten übergblättern, bis der Text wieder ohne Schreck und Ekel zu genießen ist.

Restaurant: Küchenhilfe schneidet sich in den Finger - Kellner bekommt das mit, ich geh lieber raus, ich kann keib Blut sehen - Lehrlig fällt ein: wasch das blos gut wenn du mit Fleisch... Koch kommt mit Erstehilfekoffer - lass mal sehen, nein, Pflaster reicht nicht, da brauchen wir eine Mullbinde.

Hier kann sich der Leser selbt im Kopf ein Bild davon machen, er  muss den Schnitt nicht geschildert bekommen - Pflaster - Mullbinde - Krankenwagen; also Mittelschlimm. Ds genügt dem Leseer.

Antwort
von RiotReimar, 14

Es gibt durchaus Bücher, dir hohe Spannungskurven mit sehr detaillierter Gewalt vereinen und dabei absolut gut lesbar sind. Im Bereich der Thriller sei hier  Chris Carter als Beispiel genannt. Auch im Actionbereich gibt's sowas, zum Beispiel dir Bourbon Kid-Romane Von Anonymus (wenn auch mit Fantasyschlagseite). Pures Gemetzel wie Die Festa Extrem-Reihe sind aber eher für ein kleines Publikum ausgelegt, das wird wohl kaum ein Publikumsverlag veröffentlichen. Da hättest du höchstens als Selfpublisher oder bei einem Kleinverlag Chancen.

By the way sind die Actionszenen im Film gemeinhin stark überzeichnet.

Antwort
von IsaSparkle, 23

Ich persönlich finde es durchaus viel ansprechender bei einem Buch, wenn das, was geschieht (sei es jetzt Gewalt oder sonstiges) auch entsprechend beschrieben wird. Wenn es immer nur leicht angehaucht wird, kann es auch schnell langweilig oder fad werden. Das aus einem Buch dieser Art dann aber kein Kinderbuch wird, ist klar.

Ich würde mal vermuten, dass die Autoren eher weniger die blutigen Szenen beschreiben, weil sie eventuell etwas vorsichtiger sind, mit dem, was auch andere lesen können/könnten; Die Autoren haben vielleicht die Sorge, als gewaltverherrlichend zu erscheinenn.                                          Ich finde nicht, dass das stimmen würde. Es ist ein Buch, eine Geschichte, das heißt nicht, dass man sich soetwas in echt wünschen würde.

Es ist deutlich interessanter zu lesen, wenn alles wunderbar in Farbe gesetzt wird.

Antwort
von uncutparadise, 11

Ich persönlich finde es eher langweilig, wenn sich die Handlung eines Buches in ausufernder Beschreibung von Gewalt ergießt. Sowas darfst du dann gern dem Festa-Verlag senden. Gerade Filme mit Statham oder Willis leben auch nicht nur von Gewalt und eine Szene von 5min bei Willis oder 5 Seiten im Buch...

Expertenantwort
von xrobin94, Community-Experte für Film, 7

Ich bin da offen.

Wenn mir das Buch gefällt, dann les ich es.
Egal ob King oder auch ganz hartes Zeugs wie Edward Lee, Richard Laymon oder Tim Curran.

LG

Kommentar von xrobin94 ,

Aber nichts geht über Lovecraft.

Antwort
von ponter, 11

Wenn du ein Buch schreibst, in dem die Gewaltszenen mit äußerster Brutalität bis ins Detail geschildert werden, wirst du kaum einen Verlag finden, der das Buch veröffentlichen wird.

Weniger ist mehr.


Antwort
von Simle, 21

Die Kunst des schreibens liegt in der Spannung, die hauptsächlich durch das verwenden eines Minimums an Brutalität erreicht wird.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community