Frage von Hardy1968, 55

BTR-Vorsitzender untersagt mir, anhand von Hinweisen auf die gesetzlichen Regelungen, meine Rechte einzufordern. Mehrarbeit Samstag/Arbeitssicherheit?

Hallo Zusammen,

seit drei Jahren, bin ich als 2. Hausmeister in einer Matallfabrik beschäftigt. Angefangen habe ich über eine Zeitarbeitsfirma, die mir sagte, dass ich 14 tägig Samstags einen Schließdienst zu tätigen hätte. Mein AV läuft über 35 Std./Wo, 5 Tage. Ich arbeite, seit Anfang an 40 Stunden die Woche + 1-2 mal Schließdienst Sa, meist 1 Stunde. An den Schließdienst-We wird eine "Rufbereitschaft" erwartet, ebenso im Winter, inkl Sonn und Feiertage.
Es wird nur, die Zeit bezahlt, die auch gestempelt wurde.

Das diese Vorgehen, nicht korrekt ist, war mir bewusst, aber ich brauchte dringend den Job und habe mich drum nicht gewehrt. Innerhalb der letzen drei Jahre, war ich aus betrieblichen Gründen 5-6 mal Krank, 1 mal Knie OP ( 12 Wochen). Da ich diesen Winter, durch die schlechten Wetterbedingungen und meiner echt miesen "Schutzkleidung", (bestehend z.B. aus so einer gelben Gummijacke, in der du schwitz wie Bolle) wieder eine 3 monatige Grippe davon trug, hab ich eingesehen, diesen Job kann ich mir gesundheitlich nicht leisten. Bei der Knie-Geschichte, sagte mein Vorgesetzter während eines Gespräches, "So Peanuts, so ein Aufstand", ein anderer Abteilungsleiter, hat mich aufgefordert, die mäharbeiten Samstags zu erledigen. Also habe ich mich entschieden im Oktober den Betrieb zu verlassen. Die Geschäftsleitung, ist darüber Informiert und wir haben besprochen, dass ich die Urlaubsvertretung für meine Kollegen noch mache. Nun bin ich aber nicht gewillt, mich weiterhin mit schlechter Kleidung Wind und Wetter auszusetzen und auch nicht Samstags zu arbeiten. Heute war zu dem Thema "Schließdienst" eine Besprechung mit dem Betriebsrat. Er ist freigestellter Betriebsrats Vorsitzender und hat uns zu einem Gespräch geladen. Mein Vorgestezter, ein Maler und Ich. Auf meine Frage, wie diese Samstagsarbeit definiert wird, wurde mir gesagt, als "Bereitschaftsdienst", Ich habe dann gefragt, nach Welchen Gesetzen und Regelungen dies geschieht und ob er diese kenne. Er wusste nichts darüber und wollte nun von mir wissen, ob ich es wüsste. Ich hatte mich etwas vorbereitet und gesagt, dass in dem entspr. Texten steht, dass es die Aufgabe des Betriebsrates sei aufzuklären und zwar Uns. Das hat Ihn sichtlich verstimmt, worauf Er in einer sehr Dominate Art, mich als streitsüchtig und Unruhestifter bezeichnete und das so Menschn wie ich, immer gleich mit Gesetzen kommen. Gesetze wären erstmal egal Jetzt und um mich ging es ja eh nicht mehr, da ich in 3 Monaten ja gehe. Und da es mir nur darum ginge Alles Besser wissen zu wollen, sollte ich nun aufhören damit. Daraufhin, hat er sich zu meinen Kollegen gewendet und mir gesagt, da ich ja eh nicht will, sollte ich nur noch die 35 Std /Wo leisten. Wie soll ich mich nun verhalten? Mein direkter Vorgesetzter und der Maler, waren Zeugen des Gespräches. Es darf mir doch niemand verbieten, für meine Gesundheit und Freizeit zu kämpfen. Danke

Antwort
von HansXDampf, 22

uii... hier sind wohl gleich mehrere Gesetzesbereiche und Verordnungen betroffen.

Grundsätzlich solltest du dich erst mal informieren, ob es bei euch eine Betriebsvereinbarung gib und was darin, wie Geregelt wird.

Dann ist zu prüfen, was sagen nun noch ergänzend 

1.) das Arbeitszeitgesetz (http://www.gesetze-im-internet.de/arbzg/), 

2.) das Betriebsverfassungsgesetz (https://www.gesetze-im-internet.de/betrvg/), 

3.) das Arbeitsschutzgesetz und hier insbesondere der zweite Abschnitt (www.gesetze-im-internet.de/arbschg/) und evtl. 

4.) die einschlägigen UVV 's (Unfall-Verhütungs-Vorschriften, https://de.wikipedia.org/wiki/Unfallverh%C3%BCtungsvorschriften#Arten\_von\_UVV) der jeweils zuständigen Berufsgenossenschaft (hier ist jeder Arbeitgeber Zwangsmitglied) dazu.

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