Brüchige Hufe, ein Problem bei Barhuf?

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8 Antworten

Es liegt an mangelhafter Hufbearbeitung, wenn ein Barhuf ständig ausbricht. Ein fachgerecht bearbeiteter Barhuf macht das nicht. Ich sehe aber auch viele, die ausbrechen. Diese haben meist sowieso gesundheitsgefährdende Hebel. Da ist das Ausbrechen des Tragrands noch das geringste Problem der Pferde, die unphysiologischen Belastungen auf die Gelenke des Beins ist viel schlimmer, das ist ähnlich als müsse man ständig mit einem Schuh laufen, der an der Außenkante höher ist als an der Innenkante oder sowas. Auf Dauer führt das unweigerlich zu Arthrosen, sowie Sehnen- und Bänder, wie auch Muskulaturproblemen. Schmiede sind oft nicht sehr firm in der Barhufbearbeitung - zumindest habe ich noch keinen funktionalen gesunden Schmied-Barhuf gesehen. Von Huforthopäden, die ihr Handwerk ordentlich gelernt haben, habe ich noch keinen so schlimmen Huf gesehen, wie die besten Schmiedhufe aussehen.

Huffett und Huföl ist übrigens ein reines Marketingprodukt. Dem Pferdehuf hilft es in keiner Weise, im Gegenteil, es verhindert, dass der sich auf die Umgebungsbedinungen einstellen kann. JEDER halbwegs vernünftige Hufbearbeiter rät davon ab, wenn er nicht drauf spekuliert, dass er an den gefetteten Hufen mehr Arbeit hat und somit mehr Geld verdient. Mir hat mal ein Schmied gesagt, bevor er langfristig ein Barhufpferd bearbeiten muss, rät er lieber zum Fetten oder Ölen, dann erledigt sich das mit dem Barhuf schnell von selber. Fand ich heftig, aber immerhin ehrlich.

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Kommentar von ponyfliege
27.09.2016, 16:13

ungeeignete fütterung tut ein übriges.

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Kommentar von Salomchen
27.09.2016, 16:17

Also ich habe einen Staatlich geprüften Schmied.

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Ich finde es absolut nicht normal dass Barhufe ständig ausbrechen und spröde sind.

Ich kenne das eigentlich nur von falsch bearbeiteten und zu langen Hufen. Bei Hufen bricht eigentlich immer nur das ab was stört/zu viel/zu lang ist. Der Huf versucht sich so selbst zu helfen.

Bei meiner Stute bricht nur etwas am Huf aus wenn die letzte Bearbeitung schon länger her ist und der Huf schlichtweg zu lang ist. Aber auch dann sind es nur Stücke im mm-Bereich.

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nein, das ist ein problem schlechter hufbearbeitung, oft in kombination mit faulen reitern.
wir haben hier bei uns auch ständig die diskussion, da wir unsere isis ohne eisen haben(und ja, sie tölten trotzdem;)
die umstellung auf barhuf kann über ein jahr dauern.
ein jahr, in dem man u.u. 10 mal den Hufbearbeiter wechseln muss, in dem man sich selber zum thema hufmechanismus informieren muss, in dem man anderen reitern , schmieden und sonstwem ständig erklären muss, warum man gegen den strom schwimmt anstatt einfach stumpf den weg mitzugehen, den alle gehen. und ein jahr , in dem man sein reiten/arbeiten mit dem pferd extrem anpassen muss.
das halten nicht viele leute durch.
das horn wird mit eisen immer weicher und bröseliger weil es keinen abrieb mehr erfährt. sobald es auf hartem boden steht, bröselt es also aus. wenn man dem pferd/huf nun die benötigte zeit geben würde, um sich zu regenerieren, dann würde es auch nicht mehr ausbrechen.

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Hallo,

meine laufen alle barhuf. Bis auf früher die Zeit der Turniersaison. Es gab nie, wirklich nie Probleme, dass die Hufe brüchig oder spröde wurden, geschweige denn im Großen weggebrochen sind.

Einmal hatte unser Alter eine Art aufgeplatzte Stelle im Huf, wohl einen Tritt auf den Kronrand bekommen, ist so nachunten gewachsen, ohne das irgendeine Beeinträchtigung zu sehen war.

 Meine Pferde laufen auf Asphalt, Schotterwegen, Kies, Sand, Erde, Kopfsteinpflaster, auch vor der Kutsche längere Wege über harten Untergrund - Probleme wegen zu viel Abrieb gab es nie.

Ich habe übrigens einen Hufschmied (ja, ja ich weiß, ganz schlecht, der will nur Eisen verkaufen und so), seit 20 Jahren. Bis jetzt hat er alles hinbekommen und tatsächlich immer gesagt, das ohne Eisen besser ist ;-)

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Kommentar von Salomchen
27.09.2016, 20:19

Ja nur geht meiner turniere, da ist barhuf bzw mit hufschuhen ungünstig bzw mir zu gefährlich. Wenn die beim springen verloren gehen und somit die Stollen drunter weg sind, besteht die gefahr dass er wegrutscht.

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Richtig bearbeitete und gepflegte Hufe sind nicht brüchig. Der Huf bricht eigentlich nur aus wenn er zu lang oder schlecht bearbeitet ist. Wenn die Hufe auf verschiedenen Untergründen laufen und regelmäßig bearbeitet werden, bricht garnichts aus

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Fette 2-3 mal pro Woche die Hufe ein , dann wird es besser .

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Kommentar von Viowow
01.10.2016, 18:19

sicher nicht

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Kommentar von HasiAmelie21
05.10.2016, 22:42

Hat bei meinem auch geholfen

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Eigentlich tritt es bei guter Pflege nicht auf, brüchige und trockene Hufe können aber auftreten, wenn zum einen das Hufhorn trocken ist und zum anderen ein Mangel an Mineralien und Vitaminen herrscht. Sorg mit Mineralfutter (Fütterungsempfehlung des Herstellers beachten) für ausreichende Mineral/Vitamin Zufuhr und fette die trockenen Hufe täglich gut mit Huffett ein (du kannst vorher noch die Hufe mit Wasser befeuchten), dass sollte zu einer Besserung führen.

Mit freundlichen Grüßen
SgtBaracus

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Kommentar von Salomchen
27.09.2016, 15:33

Nein tut es nicht. Ich Pflege ja die Hufe regelmäßig. Wasche sie, mache sie nass, und behandel sie mit eibem bestimmten Fett. Außerdem bekommt mein Pferd jeden Tag Mineralfutter.

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Kommentar von SgtBaracus
27.09.2016, 15:40

Komisch, meine Pferde sind nicht beschlagen und hatten/haben noch nie ein Problem mit brüchigen Hufen gehabt, obwohl sie über verschiedene Untergründe gehen  (Weide,Pflaster,Asphalt,Schotter etc.).

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Kommentar von SgtBaracus
27.09.2016, 15:49

Das einzige was mir dazu noch einfällt, ist den Tierarzt zu fragen ob der ein Blutbild machen kann, um Mangelerscheinungen festzustellen, denn wie schon gesagt wurde, bei richtiger Haltung/Pflege kann sowas eigentlich nicht vorkommen, höchstens wenn die Tiere lange Zeit über Schotterwege laufen, dann kann mal etwas Huf abbrechen, ein größeres Problem sollte es aber nicht geben, zumindest, wenn es nur kleine Bruchstücke sind.

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Kommentar von Baroque
27.09.2016, 16:03

Huffett führt grundsätzlich zu einer Verschlechterung. Die Optik ist nicht die Funktion, nur weil's außen glänzt, ist der Huf noch lang nicht gut. Fett sorgt dafür, dass der Huf sich nicht mehr durch Wasseraufnahme und -abgabe an die Umgebungsbedinungen anpassen kann. DANN bekommt er Probleme. Am besten geht's dem regelmäßig gut bearbeiteten und ansonsten in Ruhe gelassenen Barhuf, der sowohl in taufeuchten Wiesen als auch auf Schotter und Asphalt unterwegs ist.

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Also ich würde nicht sagen, dass barhuf grundsätzlich schneller spröde wird. 

Allerdings können die Hufe schneller auf Schotter oder Ähnlichem einreißen, weil zu viel Abrieb die Hufe natürlich belastet. 

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Kommentar von Baroque
27.09.2016, 16:04

Zu viel Abrieb hat keines unserer hiesigen Pferde. Da müsst man schon mehrere Tage am Stück große Strecken auf befestigten Wegen zurücklegen. Alles andere ist eine Ausrede inkompetenter Hufbearbeiter. Bei uns leben viele Barhufer glücklich und zufrieden mit klasse Hufen 24 Stunden im Aktivstall mit großteils gepflasterter Fläche.

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