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Bringt Trimmradfahren überhaupt etwas? Habe davon nichts beim echten Fahren gemerkt

gefragt von emule am 13.05.2007 um 22:14 Uhr

Ich fahre fast jeden Tag Trimmrad, ungefähr 10 Km laut Digitalanzeige. Aber nun habe ich an den sonnigen Tagen wieder das Fahrrad rausgeholt und bin losgefahren und dachte schon nach ca. 3km dass ich gleich vom Sattel falle. Es kam mir fast 100mal so schwer vor wie auf dem Trimmrad (wo ich schon die schwerste Stufe eingestellt habe). Warum ist das so? Bringt das Trimmrad dann überhaupt was?

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pooky
beantwortet von pooky am 14. Mai 2007 10:05
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Ein einfaches Trimmrad kann die Körperbelastung, die beim "echten" Radfahren entsteht, nur sehr rudimentär abbilden. Es fehlen zum Beispiel die von ArianeHD genannten Einflüsse wie Steigungen und Wind.

Aber viele verwenden auf einen Trimmrad auch die falsche Methodik. So ist es falsch, den höchsten Widerstand einzustellen. Auf diese Art entwickelt sich vielleicht ein Kraftzuwachs aber keine Ausdauer. Radfahren ist aber eine Ausdauertätigkeit. Hier helfen nur, wie mein Trainer sagt, Umfang, Umfang und Umfang, das heißt, lange Zeit mit relativ geringem Widerstand, aber mit hoher Trittfrequenz (90 pro Minute) fahren.

Besser als ein Trimmrad sind übrigens Spinningräder. Durch den fehlenden Freilauf wird man immer gezwungen, mitzutreten. Außerdem hilft beim geführten Spinning eine Choreografie bei der Verbesserung der Fähigkeit, hohe Trittfrequenzen mit bis zu 120 pro Minute zu fahren.

Ansonsten trainieren Radsportler mit ihrem eigenen Rad auf einer speziellen freien Rolle. Das allerdings will geübt sein, weil sich das Rad frei auf den 50 cm breiten Rollen befindet. Passt man nicht auf, und gerät links oder rechts mit dem Hinterrad auf den Boden, dann ist man im Nu an der nächsten Wand (das tut nicht nur weh, sondern gibt auch hässliche Flecken :-) ).

Deshalb gibt es seit einiger Zeit auch Trainingsgeräte, in die das Rad mit dem Hinterrad fest eingespannt wird. Diese Trainer (z.B. Tacx) arbeiten zum Teil mit elektrischen Wirbelstrombremsen und automatischen Programmen, die durch variable Widerstände auch Steigungen simulieren. Durch die hohe Bremsleistung sind sie auch klassischen Trimmrädern, die nur einfache Schleifbremsen haben, überlegen.

Aber wie gesagt, die Ausdauer steht im Vordergrund, deshalb rate ich dir, wirklich zu versuchen, lange Zeit mit hohen Frequenzen zu treten. Du wirst merken, dass das ungeübt gar nicht so einfach ist wie man zunächst glauben mag. Aber hohe Trittfrequenzen, das ist auch das erste, weil wir unserem Nachwuchs im Radsportverein beibringen. Denn wer zunächst nur auf Kraft trainiert, der ist an der nächsten Ecke außer Puste.


ArianeHD
beantwortet von ArianeHD am 13. Mai 2007 22:35
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Vielleicht hast Du einfach nicht das richtige Fahrrad? Simulieren kann man an einem einfachen Trimmrad auch keine Berge oder Windeinflüsse.


anonym
beantwortet von belly am 14. Mai 2007 10:36
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man sollte nicht vergessen, daß es beim outdoor fahhradfahren noch den Sauerstoff Faktor gibt. An der frischen Luft ist es natürlichg soweiso gesünder, aber auch wesentlich intensiver, z.B. 10 Kilometer zurückzulegen, als auf dem Heimtrainer. Das hat wohl auch mit der Sauerstoffumwandlung des Körpers zu tun haben, so zumindest ein Kollege in meinem Fitnesscenter. Vielleicht gibt es ja einen Biologen hier, der daß genau erklären kann?


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