Frage von bettyboob1989, 78

Bringe ich mich selber zu Fall?

Das mag etwas seltsam klingen am Anfang, aber ich erklär die Frage ausführlich. Ich kann mit niemandem so wirklich über die Sache reden, ich hoffe auf freundliche Fremde die mir vll gute Ratschläge geben können.

Ich habe die Chance auf einen unbefristeten Vertrag in meinem aktuellen Job (Büro) ausgeschlagen, um eine neue Stelle anzutreten (Gastronomie).

Nun arbeite ich neben meinem Bürojob noch einen Monat als Aushilfe in dem Restaurant, bevor ich dort Anfang Juni fest anfange. Vertrag etc ist alles schon erledigt und geregelt.

Heute wäre das zweite Mal, dass ich dort abends hingehe. Und ich habe alle zehn Minuten eine Panikattacke.

Es ist beim ersten Mal nicht schlimmes passiert, was diese Angst ausgelöst haben könnte. Aber ich setze mich selbst sehr stark unter Druck. Ich darf nichts falsch machen, sonst verlier ich den Job direkt wieder (was wohl wirklich schnell geht bei denen).

Nun ist meine eigentliche Frage, die ich mir stelle:

Mache ich einen riesigen Fehler, dass ich wieder in die Gastronomie möchte? Diese Ungerechtigkeit, der Stress, der Druck, die Einschränkungen. In der Ausbildung (Hotel) hatte ich einmal wegen diesen Faktoren einen Zusammenbruch.

Wie klingt die Geschichte für Außenstehende? Habe ich mir selbst was vorgemacht? Ist das doch nicht der Weg, den ich gehen sollte? Bin ich einfach nur nervös oder sollte ich auf die Zeichen hören und rechtzeitig die Notbremse ziehen?

Danke schonmal an alle, die bis hierhin gelesebn haben :)

Antwort
von NosUnumSumus, 14

Es ist Deine innere Einstellung, die die Panikattacken auslöst. Es sind nicht zwingend die äußeren Umstände.
Du sagst ja selbst von Dir, dass Du Dich selbst unter Druck setzt, da Du nicht entlassen werden möchtest.
Aber die Frage ist, ist es das wert?
Was wäre denn so schlimm daran wenn der Worst Case eintreffen würde?
Sind nicht die Panikattacken das Schlimme, die durch extrem negative Gedanken(gänge) ausgelöst werden?

Das hört sich nach Versagensangst an. Das haben viele Menschen und es ist therapierbar.
Und Du kannst es selbst tun.
Du musst Dich nur dazu überwinden, Dein Ding durchzuziehen.
Und mal auf die Schnauze fallen, ist halb so wild.

"Hinfallen, aufstehen, Krone richten, weitermachen."

Liebe Grüße und viel Erfolg! :-)

Antwort
von TlGER, 28

Hallo bettyboob,

das ist eine schwierige Situation. Wenn ich es richtig verstanden habe, bekommst du Panikattacken an deinem Arbeitsplatz, weil es zu viel Stress dort gibt?

Da musst du dich für was entscheiden. Eine Entscheidungshilfe kann u.a. auch ein Psychologe sein. Das hat etwas mit der Psyche zu tun.
Deine Panikattacken müssen einen Grund haben. Wenn du dort arbeiten möchtest, musst du dafür sorgen, dass die Panikattacken aufhören. 

Hab noch einen schönen Tag und eine noch schönere Woche! ヽ(^o^)丿

Antwort
von Moothie, 23

"Es ist beim ersten mal nichts schlimmes passiert, was diese Angst ausgelöst haben könnte."

Ich denke, das stimmt nicht, da der Zusammenbruch in Deiner Ausbildungszeit diese Angst ausgelöst haben kann. 

Vielleicht bist Du aber auch einfach grundlos panisch und nervös zurzeit. Ich würde nicht nach einem Tag sofort die Notbremse ziehen, sondern erst noch ein paar weitere Probetage in der Gastronomiestelle absolvieren, bevor Du eine Entscheidung triffst.

Antwort
von Lumpazi77, 20

Du hast während Deiner Ausbildung in der Gastronomie schlechte Erfahrungen gemacht, die jetzt zur Panik führen. Das aber ist ein völlig anderer Betrieb. Lasse es locker auf Dich zukommen.

Allerdings verstehe ich nicht, wieso Du eine Festanstellung im Büro ausgeschlagen hast bei dem Wissen, wie es in der Gastronomie zugehen kann (nicht muss) !

Kommentar von bettyboob1989 ,

Kommt jetzt vll komisch rüber, aber ich will Erfahrung in der Gastronomie sammeln, da der Traum von etwas Eigenem im Raum steht.
Und deswegen hab ich mich auch bei einer guten Adresse beworben. Was das in der Gastro bedeutet weiß man ja ^^

Antwort
von kreuzkampus, 14

""Diese Ungerechtigkeit, der Stress, der Druck, die Einschränkungen. In
der Ausbildung (Hotel) hatte ich einmal wegen diesen Faktoren einen
Zusammenbruch."""

Wenn ich nur diesen Satz lese, antworte ich Dir: Ja, Du machst einen Fehler; noch dazu einen ganz großen. Das weißt Du im Grunde Deines Herzens auch selber.

Kommentar von bettyboob1989 ,

Ja, ich befürchte auch. Ich würde gerne die Person sein, die das alles locker wegstecken kann, aber ich glaube, das bin ich einfach nicht. :(

Kommentar von kreuzkampus ,

Du sollst doch nicht "jemand anders" sein. du bist, wer und wie Du bist-oder, da ich an Gott glaube, könnte ich auch sagen, Du bist so, wie Gott Dich geschaffen hat. Allerdings kannst Du (in Maßen) selbst entscheiden, Dinge zu tun oder zu lassen, die Dir guttun oder die Dir schaden. Zu dieser Freiheit gehört allerdings auch, sich gegen einen Beruf oder für einen anderen Beruf zu entscheiden; selbst wenn es bei einem z.B. weniger Geld gibt. Der alte Spruch "Geld macht nicht glücklich" hat schon seinen Hintersinn; auch bei Menschen mit wenig Einkommen. Vielleicht habe ich mit meinen Worten im Trüben gefischt, weil nichts auf Dich zutrifft. Falls doch, bringt Dich meine Antwort vielleicht zum Nachdenken. Alles Gute!

Antwort
von Xaxoon, 20

Aus meiner Lehrzeit (Parkhotel Schönbrunn) sind alle Lehrlinge über kurz oder lange ausgestiegen (waren damals 14 Lehrlinge) und haben umgelernt, weil das Gastgewerbe ein Ka*k Job ist. Auch ich bin dann bald ausgestiegen. Entbehrungen, Illegalität, rauer Umgangston, Unsicherheit (bist schnell raus wenn du nicht funktionierst) usw.

ICH würde die Gastronomie nur für Leute für zwischendurch empfehlen. Wenn man eine "dicke Haut" hat und wegstecken kann, psychisch und physisch. 

Antwort
von teutonix1, 17

So, wie sich deine Beschreibung anhört, würde ich an deiner Stelle jetzt die Notbremse ziehen. Eigentlich sollte gebranntes Kind das Feuer scheuen, aber überlege nochmals, ob du dir das wirklich antun willst. Hör auf dich, das hat in den seltensten Fällen geschadet.

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