Frage von MarkoSchna, 419

Brief von TeschInkasso (Betrug), wie soll ich mich verhalten?

Hallo Zusammen!

Habe seit Beginn des Jahres mehrere Briefe der Inkassofirma TeschInkasso erhalten mit einer aberwitzigen Forderung über einen Betrag von über 800 Euro. Wofür genau die Forderung ist, wird aus dem Schreiben nicht deutlich aber die fordernde Partei sei angeblich eBay Europe S.à.r.l. Die ganze Angelegenheit ist offensichtlicher Betrug oder eine sensationelle Verwechslung:

  1. Mein Vorname ist in dem Brief falsch geschrieben
  2. Mein Nachname ist in dem Brief falsch geschrieben
  3. Der angebliche Benutzername ist totaler quatsch (existiert zwar bei Ebay aber wird dort als "kein angemeldeter Nutzer" angezeigt. Ich besitze eine Ebay-Account, dieser ist nicht allerdings nicht im Entferntesten ähnlich zu dem in dem Brief genannten.)

Kann mir jemand vielleicht Hinweise geben, wie ich mich verhalten soll bzw. mit was habe ich zu rechnen? In dem Brief heißt es am Ende immer "Sollten wir bis zum o.g. Datum keinen Zahlungseingang verzeichnen können werden Ihnen zusätzliche Verzugszinsen in Rechnung gestellt. Wir bitten Sie dies in Ihrem eigenen Interesse zu vermeiden." Ich hätte gerne Gewissheit und auf Dauer vor allem gerne Ruhe. Wäre jedem für seinen Ratschlag in dieser Sache super dankbar!

Liebe Grüße

Phil

Antwort
von kevin1905, 390
  • Negative Festellungsklage.
  • Beschwerde beim zuständigen Aufsichtsgericht
Kommentar von MarkoSchna ,

Ich mache mich mal schlau, danke für die schnelle Antwort!

Antwort
von spottdrossel69, 329

Hallo Phil Das hört sich tatsächlich ganz und gar nach Betrug an. Wenn Du Dir sicher bist, keinerlei Käufe getätigt zu haben, die das rechtfertigen könnten... Ich nehme an das bist Du. In diesem Fall brauchst Du nichts weiter zu tun! Eine solche Forderung hat keinesfalls Konsequenzen für Dich! Eine seriöse Mahnung sieht definitiv anders aus. Ich habe ebenfalls mal so etwas ähnliches bekommen. Leider passiert sowas immer häufiger... Der Anwalt hat mir damals einen Brief verfasst, was aber nicht nötig gewesen wäre. Diese Leute haben keine Handhabe gegen Dich! Also ruhig Blut. Du müsstest erst reagieren, wenn Du einen gerichtlichen Mahnbescheid bekommen solltest. Dann geht man zum Anwalt. Das ist aber extrem unwahrscheinlich!! Keine Bange. So weit gehen solche Betrüger normalerweise nicht. Du kannst auch über die Auskunft bei der Verbraucherzentrale anrufen. Die haben Fachleute für alles Mögliche und auch Anwälte. Das ist im Grunde kostenlos. Es werden lediglich ein wenig höhere Telefongebühren fällig, für die Dauer des Telefonats. Dort wird man Dich vernünftig beraten und beruhigen können, falls Dir diese Antwort (en) nicht reicht (reichen). Bleib cool Phil!

Kommentar von MarkoSchna ,

Many thanks!!!

Kommentar von Eichbaum1963 ,

Du müsstest erst reagieren, wenn Du einen gerichtlichen Mahnbescheid bekommen solltest. Dann geht man zum Anwalt.

Nö, erst  wird dem Mahnbescheid (innerhalb von 14 Tagen!) widersprochen. Ein Anwalt wird frühestens dann benötigt, wenn die danach doch Klage einreichen sollten, was aber eher unwahrscheinlich ist. ;)

Kommentar von mepeisen ,

Ein Detail als Anmerkung neben dem von Eichbaum schon genannten:

Man sollte exakt ein einziges Mal schriftlich der Forderung widersprechen. "Wertes Inkasso. Ich weise die Forderung vollumfänglich zurück. Ich untersage die Speicherung meiner personenbezogenen Daten und die Meldung an Auskunfteien. Offenbar liegt hier eine absichtlich durch Sie begangene Personenverwechslung vor., weshalb ich ankündige, bei fortdauernder Belästigung durch ihre Mitarbeiter Strafanzeige wegen Nötigung zu erstatten,"

Ob man wirklich Strafanzeige erstattet, sei dahin gestellt. Solch ein Widerspruch (per Einschreiben verschickt) hat exakt die eine Konsequenz: Es landet nichts bei der Schufa und Co. (=Auskunfteien). Zumindest darf dann nichts mehr landen, bis ein Gericht die Forderung bestätigt hat.

Kommentar von spottdrossel69 ,

Der Satz ist gut -den merke ich mir für das nächste Mal. Danke!

Bei uns hat halt damals der Anwalt das so erklärt. Daher meine Aussage. Ich meinte mit Anwalt eben den Widerspruch - weil ich den nämlich nicht selbst schreiben wollen würde... Wobei ich jetzt ja das Schreiben vom Anwalt als Vorlage hätte... :-)

Kommentar von Eichbaum1963 ,

Das mit dem Widerspruch, der Vordruck, ist doch beim Mahnbescheid dabei. ;)

Kommentar von spottdrossel69 ,

Ah so :-)   ... zum Glück noch nie einen bekommen... :-)  

Antwort
von bikerin99, 310

Wende dich an den Verein für Konsumentenschutz.

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