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Brief mit genauen informationen ...gut oder zu schokierend und unangebracht?

Frage von 3juli3 3juli3

hey leute heute in der schule wurden wir informiert, dass eine schülerin (ein jahrgang über mir) über das wochenende gstorben ist. dazu bekamen wir ein brief, wo genau drin stand, dass sie an einer esstörung litt und notfallmäsg eingeliefet wurde. sie konnte zuerst stabilisiert werden, doch infolge einer lungenenzündung hatte sie dann einen Herzstillstand. ich bin natürlich schokiert und sehr traurig darüber, obwohl ich das mädchen nicht kannte.

nun zu meiner eigendlichen frage: ich finde es unangebracht, dass sie allen schüler einen brief mit diesen genauen informationen geben. die wenigsten kannten das mädchen und wussten das sie eine esstörung hatte. ich finde, dass das zu weit in ihre privatssphäre eingreift. ich fand es gut das man uns informierte, aber gerade so??? was denkt ihr?

10 Abstimmungen
Abstimmungen
es ist gut so wie sie es gemacht haben. 8
nur bei jahrgangsstufe mit diesem brief, dem rest mündlich mitteilen 0
allen mündlich mitteilen wäre am besten 1
ganz verschweigen 1
allen ein brief, aber nicht mit so vielen details 0
sonstiges, nähmlich... 0
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Antworten (14)

  • 2
    Hilfreichste Antwort ausgezeichnet vom Fragesteller
    Antwort von asteppert asteppert
    Abgestimmt für: es ist gut so wie sie es gemacht haben.

    Hallo 3juli3,

    die Verantwortlichen für diese Aktion denken sich sicherlich so ungefähr:

    Es ist immer traurig, wenn jemand stirbt, doch könnte dieser Tod vermieden worden sein, hätten genaue Warnungen stattgefunden.

    Diese Warnungen erfolgen nun, vielleicht können andere dadurch wirklich wachgerüttelt werden, denn es ist sehr viel, das da angerichtet wird:


    Der Kinder- und Jugendgesundheitssurvey (KiGGS) des Robert-Koch-Instituts zeigte: Bei etwa einem Fünftel aller 11- bis 17-Jährigen in Deutschland liegt ein Verdacht auf eine Essstörung vor. Bei den jüngsten Befragten ist der Anteil von auffälligen Jungen und Mädchen etwa gleich hoch. Mit zunehmendem Alter nimmt jedoch der Anteil der auffälligen Mädchen zu, der der Jungen ab. Bei jedem dritten Mädchen zwischen 14 und 17 Jahren gibt es Hinweise auf eine Essstörung, bei den Jungen sind 13,5 Prozent auffällig. Einzelne Formen der Essstörung wurden im Rahmen von KiGGS nicht erfasst.


    (Quelle: http://www.bzga-essstoerungen.de/index.php?id=44)

    Es gibt bei dieser Information natürlich drei Seiten:

    Die erste ist die Seite der Eltern:

    Wahrscheinlich finden sie es nicht so gut, dass öffentlich wird, was ihre Tochter hatte. Genau kann man das nicht sagen, denn woher hätten wir die Ansicht darüber her?

    Die zweite ist die Seite der Schule:

    Es ist für eine Institution wie die Schule, der Kinder anvertraut werden, ein Horrorszenario, wenn ein Schüler stirbt, wie in dem Fall das Mädchen. Natürlich kann jemand auch schon viel früher sterben, doch genau bei dem Mädchen war es so, dass die Essstörung Schuld war.

    Dies sollte in Zukunft verhindert werden, das war sicher die Meinung der Direktion.

    Noch eine dritte Seite ist zu beachten:

    Die der anderen Schüler nämlich. Hier wird es natürlich Für und Wider geben. Einen Schock werden alle haben, denn mit jungen Jahren mit dem konfrontiert zu werden, ist schon heftig.

    Manche werden sagen, das ist schon in Ordnung, dieser Brief, manche sagen Nein.

    Wenn aber allein durch den Schock den der Brief auslöst, nur EIN Leben gerettet wird, weil das ein Mädchen nicht macht, dann ist es in Ordnung, der Brief hat seinen Zweck erfüllt.

    Hoffentlich werdet ihr bald den Schock überwinden.

    Gruß Alfred

    Kommentar von asteppert asteppertasteppert

    Hallo 3juli3,

    vielen Dank, dass du die Antwort als hilfreich bewertet ist.

    Gruß Alfred

  • 1
    Antwort von Alfredodori Alfredodori
    Abgestimmt für: es ist gut so wie sie es gemacht haben.

    eigentlich ist es gut euch zu informieren,damit soetwas nicht noch einmal vorkommt.

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    Antwort von TorBal TorBal
    Abgestimmt für: es ist gut so wie sie es gemacht haben.
  • 0
    Antwort von Wolke286 Wolke286
    Abgestimmt für: es ist gut so wie sie es gemacht haben.

    Hallo,

    ich gehe mal davon aus, dass die Eltern mit dieser Aktion einverstanden waren. Es soll euch aufzeigen, dass Magersucht tödlich sein kann! Die Aktion finde ich gut, man kann gar nicht genug davor warnen.

  • 0
    Antwort von Krolline Krolline
    Abgestimmt für: es ist gut so wie sie es gemacht haben.

    Denke, es wird in Absprache mit den Eltern so offen damit umgegangen . Find ich gut !!! Damit es keine wilden Spekulationen über die Todesursache/ die Umstände gibt, und um alle wachzurütteln, damit so etwas nicht noch mal passiert, damit vielleicht jemand sensibler reagiert, wenn er den Verdacht auf eine Essstörung bei jemand hat, oder für Betroffene selbst ! Und schließlich auch für die, die das Mädchen nicht so gut kannten, um begreiflich zu machen: Hier war jemand in Not, war krank, jemand von euch. Und der ist jetzt nicht mehr. Das kann, darf und soll euch betroffen machen.

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    Antwort von Schokolinda Schokolinda
    Abgestimmt für: allen mündlich mitteilen wäre am besten
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    Antwort von TorBal TorBal
    Abgestimmt für: es ist gut so wie sie es gemacht haben.

    Hi,

    Ich möchte davon ausgehen, dass dieses Vorgehen mit den Eltern abgesprochen wurde. Woher sollte die Schule sonst Informationen über den genauen Ablauf erhalten haben?

    Wenn ein solcher Brief dazu führt, dass Essstörung als ernstes "Problem" und Gefahr von Schülern gesehen wird und dadurch weitere Todesfälle verhindert werden finde ich es angebracht.

    Für den Fall, dass es ohne Mitwirkung/Einverständnis der Eltern geschehen ist stimme ich deinen Bedenken in Bezug auf die Privatsphäre zu. In diesem Fall würde ich sogar ein "dagegen Vorgehen" befürworten. Wer will schon auf einer Schule sein die so mit dem Persönlichkeitsrecht umgeht.

    Mein herzlichstes Beileid.

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    Antwort von remmy62 remmy62
    Abgestimmt für: ganz verschweigen
    Kommentar von Wolke286 Wolke286Wolke286

    warum ganz verschweigen?

    Kommentar von remmy62 remmy62remmy62

    Sorry, hab das falsche Feld angeklickt und konnte es nicht mehr ändern. Wollte eigentlich abstimmen für Brief find ich gut!!! Sorry!!!

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    Antwort von hauseltr hauseltr

    Schocktherapie.

    Hilft vielleicht mal anderen "Hungerhaken"!

    Aber wahrscheinlich nicht, sieht man ja bei den Rauchern.

  • 0
    Antwort von ratzenlady ratzenlady

    Ich denke nicht, dass dieser Brief ohne das Einverständnis der betroffenen Eltern verfasst wurde. Deshalb denke ich, dass er vielleicht so detailliert geschrieben war, um eben anderen Eltern dieses Schicksal zu ersparen und den ganzen Kids aufzuzeigen, wohin eine Essstörung führen kann. Als Abschreckung quasi.

    Das ist aber nur eine Vermutung. Sollte er aber tatsächlich ohne Wissen der Eltern geschrieben worden sein, dann wäre das eine tiefgreifende Verletzung der Privatsphäre, und eine absolute Grenzüberschreitung der Verfasser!

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    Antwort von Kyokushinkai Kyokushinkai
    Abgestimmt für: es ist gut so wie sie es gemacht haben.

    Damit wollten die Eltern bestimmt eindringlich alle anderen davor warnen, diesem Modelmagerwahnsinn zu verfallen!

    Scheint ja gewirkt zu haben!

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    Antwort von Apollonea Apollonea
    Abgestimmt für: es ist gut so wie sie es gemacht haben.

    Dieser Brief soll vorallem die Mädchen und Jungs mit der gleichen Störung kurieren und alle andere davor bewahren auch so zu enden.

  • 0
    Antwort von Hanskrampf Hanskrampf

    Ich denke mal, dass die Eltern die Informationen freigegeben haben.

  • 0
    Antwort von CookieIP CookieIP
    Abgestimmt für: es ist gut so wie sie es gemacht haben.

    Ja. Damit Leute die auch an Essstörungen leiden oder Leute die andere Leute kennen die Essstörungen haben , wissen was passieren kann.

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