Hallo 3juli3,
die Verantwortlichen für diese Aktion denken sich sicherlich so ungefähr:
Es ist immer traurig, wenn jemand stirbt, doch könnte dieser Tod vermieden worden sein, hätten genaue Warnungen stattgefunden.
Diese Warnungen erfolgen nun, vielleicht können andere dadurch wirklich wachgerüttelt werden, denn es ist sehr viel, das da angerichtet wird:
Der Kinder- und Jugendgesundheitssurvey (KiGGS) des Robert-Koch-Instituts zeigte: Bei etwa einem Fünftel aller 11- bis 17-Jährigen in Deutschland liegt ein Verdacht auf eine Essstörung vor. Bei den jüngsten Befragten ist der Anteil von auffälligen Jungen und Mädchen etwa gleich hoch. Mit zunehmendem Alter nimmt jedoch der Anteil der auffälligen Mädchen zu, der der Jungen ab. Bei jedem dritten Mädchen zwischen 14 und 17 Jahren gibt es Hinweise auf eine Essstörung, bei den Jungen sind 13,5 Prozent auffällig. Einzelne Formen der Essstörung wurden im Rahmen von KiGGS nicht erfasst.
(Quelle: http://www.bzga-essstoerungen.de/index.php?id=44)
Es gibt bei dieser Information natürlich drei Seiten:
Die erste ist die Seite der Eltern:
Wahrscheinlich finden sie es nicht so gut, dass öffentlich wird, was ihre Tochter hatte. Genau kann man das nicht sagen, denn woher hätten wir die Ansicht darüber her?
Die zweite ist die Seite der Schule:
Es ist für eine Institution wie die Schule, der Kinder anvertraut werden, ein Horrorszenario, wenn ein Schüler stirbt, wie in dem Fall das Mädchen.
Natürlich kann jemand auch schon viel früher sterben, doch genau bei dem Mädchen war es so, dass die Essstörung Schuld war.
Dies sollte in Zukunft verhindert werden, das war sicher die Meinung der Direktion.
Noch eine dritte Seite ist zu beachten:
Die der anderen Schüler nämlich. Hier wird es natürlich Für und Wider geben.
Einen Schock werden alle haben, denn mit jungen Jahren mit dem konfrontiert zu werden, ist schon heftig.
Manche werden sagen, das ist schon in Ordnung, dieser Brief, manche sagen Nein.
Wenn aber allein durch den Schock den der Brief auslöst, nur EIN Leben gerettet wird, weil das ein Mädchen nicht macht, dann ist es in Ordnung, der Brief hat
seinen Zweck erfüllt.
Hoffentlich werdet ihr bald den Schock überwinden.
Gruß Alfred
Hallo 3juli3,
vielen Dank, dass du die Antwort als hilfreich bewertet ist.
Gruß Alfred