Frage von Yaylou, 107

Brexit, was kommt nun auf England zu?

Und was passiert mit Europa dann?

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Antwort
von voayager, 35

Es ist eine irrige Annahme jener Brexit-bejahenden Briten zu glauben, dass nun wieder der alte "Glanz und Gloria" der Kolonialzeiten anbrechen könnte. GB wird nie wieder die Großmacht sein, die es bis ca. 1960 war. Auch die wohl mehr zurückzugewinnende Eigenständigkeit der Insel wird den Brexit-Briten keine müde Pfund mehr ins Portemonnaie reinbefördern. Nichts wird sich bessern, das werden die Briten erst mühsam begreifen lernen, so wie die Griechen nur langsam von ihrer Illusion runterkommen Syriza mit samt ihrem Tsipras wäre ein Gewinn für Hellas.

Es wäre sehr viel besser gewesen, wenn die britische Regierung mehr auf die sozialen Belange innerhalb der EU verwiesen hätte, um da Rweformbedarf anzumelden. Gleiches gilt für den oftmals undemokratischen Charakter der EU( und ihres Apparates. Doch zu solch Überlegungen und Handlungen ist eben eine konservative Partei sowie eine moderne Labour-Party eben nicht fähig, folglich setzen sie alles auf die nationale Karte. Was kommt jetzt dabei raus? Außer Nationalstolz rein garnichts an Vorteilen. 

Kommentar von FordPrefect ,

Leider sehr wahr. DH!

Antwort
von FordPrefect, 50

Tja, das ist die große Frage.
Grundsätzlich hat das Vereinigte Königreich sich primär selbst geschädigt - denn die Kosten und die wirtschaftlichen Folgen werden dort teilweise dramatisch sein. Denn so, wie die Leave-Befürworter das in ihrer Lügen-Kampagne behauptet haben, wird es in keinem Fall werden - dass nämlich man draußen sein und dennoch die Vorteile des Binnenmarktes ohne Akzeptanz der Regeln behalten könnte. Nimmt man sich Norwegen als Beispiel (das ja kein EU Mitglied ist), dann bedeutet das, dass UK weiterhin 95% aller Gesetze erfüllen und zudem weiter in den EU Haushalt einzahlen müsste. Genau das zu verhindern aber war ja eines der wesentlichen Ziele der Brexit Befürworter. Es wird aber keine Zugeständnisse seitens der EU geben ohne Akzeptanz der Freizügigkeit für EU Bürger und der Spielregeln der Gemeinschaft.

Die Zeche werden bequemerweise die Jungen zahlen - durch schlechtere Jobs, schlechtere Bezahlung und im Alter niedrigere Renten. Im Vereinigten Königreich sind nämlich erhebliche Teile der gesetzlichen Altersversorgung in Pensionsfonds angelegt, die wiederum in Aktien und Anleihen investieren. Bei absehbar dauerhaft schlechteren Kursen sowohl für das britische Pfund als auch britische Aktien fallen auch die Renditen niedriger aus als berechnet. Und dann gibt es auch niedrigere Renten.

Antwort
von Zaadii, 73

Nix großes. Die Wirtschaftskraft verschiebt sich ein wenig von England nach Europa. Z.B. gibt es ein wenig mehr Jobs in der EU und ein wenig weniger in England. 

Der Brexit an sich ist überhaupt kein großes Problem. Die Politik mach nur ein großes Problem daraus weil man Angst hat das jetzt noch mehr Länder raus wollen, was ab einem gewissen grad dann in der Tat ein großes Problem wäre.

Kommentar von BenniXYZ ,

Na du hast Humor. Das britische Pfund erlebt grad eine beispiellose Talfahrt.

Antwort
von atzef, 45

Die wirtschaftliche und soziale Situation wird sich in England drastisch und dauerhaft verschlechtern. Viel Arbeit, um neue Abkommen mit der EU zu schließen. Verfall der Währung. Austritt Schottlands aus GB und damit dessen weiterer rasanter Bedeutungsverfall zu "Little England".

Antwort
von BenniXYZ, 18

Die kneifen den Schwanz ein und wiederholen die Wahl.

Noch reiben sie sich die Augen und staunen über das angerichtete Chaos.

Antwort
von stubenkuecken, 60

Über 800 internationale Verträge die von der EU mit nicht EU Ländern abgeschlossen wurden müssen von GB neu verhandelt werden. EU Bürger die in GB leben, vom Erntehelfer bis zum Fußballprofi, müssen eine Aufenthaltsgenehmigung und Arbeitserlaubnis beantragen und natürlich auch die vielen Briten die in EU Ländern leben und arbeiten.

Die To-Do-Liste ist für GB noch unüberschaubar groß. Man hat aber einige Jahre Zeit alles zu regeln.

Kommentar von FordPrefect ,

Einige Jahre nicht. Es sind genau 24 Monate ab Zugang des Austrittsgesuches gemäß Artikel 50 des Lissabon Vertrages. Einigt man sich bis dahin nicht, erfolgt der ungeregelte Austritt mit sofortiger Wirkung. Das bedeutet im worst case, dass am nächsten Tag britische Bürger nicht mehr ohne Visum in die EU einreisen könnten, und sämtliche vertraglichen Vereinbarungen, soweit sie sich auf den Rechtsrahmen der EU beziehen (und das sind faktisch alle seit 1975) ungültig sind.

Kommentar von stubenkuecken ,

Man kann sich innerhalb der zwei Jahre eben auch auf eine anderen Termin einigen, und das ist das wahrscheinlichste.

Kommentar von FordPrefect ,

Irrtum. Das müssen alle anderen 27 einstimmig beschließen - und das ist de facto aussichtslos.

Antwort
von robi187, 62

ähnliches wie CH oder normwegen mehr nicht?

Antwort
von hunos, 3

The final Countdown.

Antwort
von kat612, 78

England kackt ab, genau wie die EU früher oder später. LG

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