Frage von aexwell, 88

Brexit ja oder nein?

Moin Leute In den letzten Wochen, Tagen habe ich mich mit dem Thema Brexit auseinander gesetzt. Nach langer Recherche haben ich trotzdem keine eigene Meinung zum Ausstieg. Ich kann beide Partein verstehen wüsste aber selbst nicht wie ich wählen würde. Was meint ihr sollten Die Briten dem Brexit zustimmen oder nicht ? Mfg

Antwort
von Vegas77, 39

Schwierig zu sagen. Beide Parteien überzeichnen natürlich durch Extremszenarien, die so aber nicht eintreten müssen/werden.

Auch GB als Handelspartner/Verbündeter der EU wird nicht wegfallen. Es wäre halt ein schlechtes Zeichen, falls ein bedeutendes Land austritt und andere es diesem gleichtun.

Jedoch ist die EU - politisch wie finanziell - aktuell eben ein wackliges Konstrukt. Man sieht ja, dass zunehmend extremere Randparteien, Populisten und EU-Gegner an Rückhalt in den Bevölkerungen gewinnen. Also handelt es sich hier nicht um ein rein britisches Phänomen( nur diese können eben einfacher austreten).

Im Endeffekt wird die Entscheidung aber wohl so knapp, dass man bei beiden Szenarien nicht von Einstimmigkeit sprechen kann. Zumal es durch mehr Transparenz/bessere PR seitens Brüssel sicherlich leichter wäre die EU auf Kurs zu halten.

Von einheitliche(re)m Verhalten in vielen Fragen z.B. "Flüchtlingskrise" mal ganz zu schweigen.

Antwort
von HijaDeDios, 46

Ich wäre eher dafür, dass sie in der EU bleiben, weil sobald sie rausgehen bei ihnen und in der EU Probleme bzw. ein Chaos entstehen können. Ich bin aber auch sehr gespannt, wie die Briten sich entscheiden...

Antwort
von Phill97, 41

Ich halte das aus Britischer sicht nicht erstrebenswert. Man isoliert sich richtiggehend in der EU, man geht die Gefahr ein, dass Schottland und Wales aus de UK austreten. 
Mit dem Wirtschaftlichen Aspekt kenne ich mich nicht wirklich aus aber ich vermute, dass es dem Land nicht besser gehen wird. 

viele Iren hoffen übrigens auf den Brexit, obwohl England deren wichtigster Handelspartner in der Eu ist, da angeblich englische Firmen nach Irland auswandern könnten.

Kommentar von bastidunkel ,

Man isoliert sich? Das haben die Briten schon immer gemacht. Und ohne EU lief die Wirtschaft doch auch rund. Im Gegenteil. Die EU ist ein Luxus, den sich keiner mehr leisten kann. Die MIlliardenbeiträg, die die reichen Länder zahlen müssen, sind verschwendet.

Kommentar von Phill97 ,

Ich geb dir damit recht, das die Briten schon immer einen Sonderstatus gewollt haben, aber das toppt das ganze doch nochmal.

Damals bevor die EU sich etabliert hat vielleicht.
Aber sich in der Globalisierten Welt mit Arbeitsteilung zwischen verschiedenen Firmen die sogar über Ländergrenzen hinausgeht von den wichtigsten Handelspartnern distanzieren? 

Du hast mit den Beiträgen schon Recht, allerdings überleg dir mal wie gigantisch der Verlust wäre, wenn sämtliche firmen und BANKEN aus England auswandern würden, dass kann man überhaupt nicht vergleichen. 
Ich denke auch das du nicht Recht mit den zahlen hast die du in deinem Post aufgefahren hast, da die Ausgaben der Eu durch einen Austritt der Briten langfristig sinken würden. 

Außerdem welche nachteile haben die Briten den bitte durch die EU? Ihr sonderstatus erlaubt ihnen doch sowieso sich die "Teile" der EU auszusuchen die sie wollen während alle anderen das komplettpacket nehmen müssen

Die Reisefreiheit und auch die Einheitswährung(Hat durchaus Nachteile) sind (für mich) absolut Gold wert und ich würde auf gar keinen Fall darauf verzichten wollen

Die EU ist außerdem einer der Hauptgründe aus dem  es die letzten 70 Jahre keinen Krieg mehr in Europa gegeben hat.

Kommentar von theFIST ,

Die Abneigung gegen Kriege nach zwei derart destruktiven ist der Grund, warum wir die EU tolerieren, nicht umgekehrt. Wir hätten auch ohne EU keinen Krieg, nur ginge es uns wirtschaftlich bedeutend besser

Europa hat sich noch immer nicht von den wirtschaftlichen Schwierigkeiten vor 8 Jahren erholt, kein Wunder wenn man bedenkt wie die Wirtschaft zu Tode reguliert wird, und EU Zentralplaner Geld von produktiven, konsumentengewählten Unternehmungen zu ihren Hobbyprojekten abzweigen.

Mittlerweile macht Kontinentaleuropa eine Minderheit des britischen Außenhandels aus, was nach dem Fall des britischen Imperiums noch nie der Fall war, und das aus gutem Grund

Banken siedeln sich in England, Schweiz usw. an um nicht Instrumente staatlicher Bürokratie, sondern funktionierende Unternehmen zu sein. Freiheit von der EU wäre für die britische Finanz, nach einer kurzen volatilen Phase, ein whar werdender Traum

Kommentar von bastidunkel ,

TheFist und ich hatten Recht: Die Briten sind ausgetreten und die nächsten Länder stehen schon in den Starlöchern, ihnen das nachzumachen. In maximal 10 Jahren ist de EU Geschichte. 

Kommentar von Phill97 ,

Ja du hast Recht, 
Zum Glück sind die Bürger nicht auf populistische Aussagen hereingefallen. 

Überleg dir mal wer für den Austritt gestimmt hat? 

Zum größten Teil die Arbeiterklasse, die sich (leider) mal wieder als vollkommen Unfähig erwiesen hat. 
Wenn etwas in seiner momentanen Form nicht funktionier muss man immer gleich extreme Parteien wählen. 
Und hier ist exakt das selbe passiert, nur mit einer Volksabstimmung. 

und jetzt klär mich mal bitte auf: 
Wo hab ich behauptet, dass England in der EU bleibt? 

Ich habe nur gesagt dass es ein Ökonomischer Selbstmord wäre die EU zu verlassen 
By the way habe ich bewusst England geschrieben, weil vom UK nicht mehr viel übrig bleiben wird. 

Ein Austritt Schottlands ist so nicht mehr zu verhindern (fast 70% der Schotten haben gegen den Austritt gestimmt, deshalb ist eine erneute Abstimmung über den Staat mehr als wahrscheinlich) 
Nordirland überlegt sich ebenfalls ob sie nicht lieber einen unabhängigen Staat gründen, da der komplette Staat praktisch von der EU finanziert wird und die Handelsbeziehungen/offenen Grenzen zur Republik wegfallen können. 

Es wurde bereits angekündigt, dass HBO (Game of thrones) sich wahrscheinlich aus Nordirland zurückzieht, da sie dort nicht von der EU subventioniert werden. Ähnlich wird es auch anderen Unternehmen gehen. 

Falls das der englische Staat nicht dazu bereit ist ähnliche Subventionen zu bieten wie die EU, was den Staat ein Vermögen kosten würde, verliert man ein großes Unternehmen nach dem anderen. 

Antwort
von theFIST, 32

Hoffentlich ja

menschliche Freiheit ist nur möglich, wenn die Macht der Staaten beschränkt wird, was sie nur dann dauerhaft sein kann, wenn Staaten nicht nur als Anteil der Wirtschaftsleistung, sondern auch in physischer Größe so klein sind, dass sie gar nicht gegen die Interessen der Bevölkerung wachsen können, bevor diese abwandert

Selbst das vereinigte Königreich ist viel zu groß, und umspannt einen zu großen Anteil der Gegenden mit britischer Kultur, um die Konkurrenz zwischen Staaten zu fördern, die nötig ist, um sie an die weitgehende Wahrung der Interessen ihrer Bürger zu halten

Brexit ist ein guter Anfang, allerdings sollte nach und nach eine weitere Aufspaltung zu Kleinststaaten nach Liechtensteiner Vorbild folgen

Kommentar von LordPhantom ,

Nein!

Kommentar von LordPhantom ,

Ich bin eher für ein Weltweites Bündnis aller Länder, dass sich im Laufe der Zeit zu einem einzigen Land entwickelt.

Kommentar von theFIST ,

Der Traum jedes Tyrannen

Antwort
von LordPhantom, 19

Die sollen drin bleiben. Es wäre zwar interessant zu sehen, wie es sich entwickelt, wenn sie aussteigen, aber mehr auch nicht

Antwort
von bastidunkel, 40

Sie sollten das tun. Dann folgen sehr wahrscheinlich noch andere Länder. Die EU ist definitiv ein Auslaufmodell. Und wenn die Briten austreten, müssen die anderen Länder den Differenzbetrag zahlen. Das wird uns teuer zu stehen kommen. Die EU ist eine Geldvernichtungsmaschine. Jedes Land wäre besser dran ohne diesen Verein.

Kommentar von AntwortMarkus ,

Da hat aber jemand mal überhaupt  nichts verstanden. 

Kommentar von bastidunkel ,

Ich lese Zeitung. Da stand gestern auf der Titelseite, dass die übrigen EU-Länder den fehlenden Mitgliedsbeitrag der Briten ausgleichen müssen.

Hier kannst du das lesen. Ich glaube, DU bist derjenige der absolut keine Ahnung hat.

Margret Thatcher hat für Großbritannien in den 80er Jahren mit dem legendären Slogan „I want my money back“ einen Rabatt für ihr Land bei den EU-Beiträgen ausgehandelt. Auch mit Rabatt ist das Land bis heute ein Nettozahler der EU. Großbritannien zahlte 2014 noch knapp fünf Milliarden Euro mehr ein, als aus Brüssel überwiesen wurden. 2013 lag dieser Wert bei 8,64 Milliarden, 2012 bei 7,3 und 2011 bei 5,6 Milliarden Euro. Bei einem Brexit würden diese Gelder nicht mehr fließen. Das heißt: Die restlichen Länder müssten das ausgleichen. Dies gilt unter der Voraussetzung, dass die Ausgaben der EU gleich blieben: Auf Deutschland würden nach Schätzung der Bertelsmann Stiftung dadurch Mehrausgaben von 2,5 Milliarden Euro zukommen, Frankreich müsste sich auf 1,9 Milliarden im Jahr zusätzlich einstellen, Italien 1,4 Milliarden und Spanien 0,9 Milliarden Euro.

quelle: tagesspiegel.de

Kommentar von bastidunkel ,

AntwortMarkus: Wie du siehst, habe ich das sehr gut verstanden. Die Briten sind ausgetreten und das zu Recht. Und nach den aktuellen Meldungen sind schon weitere Länder in Überlegungen, ebenfalls auszutreten. Ich bin mir sicher, dass in 5 bis 10 Jahren die EU Geschichte ist.

Antwort
von soissesPDF, 22

Wenn sie klug sind werden die Briten für den Brexit stimmen.
Sie blieben Mitglied im EWR https://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ischer_Wirtschaftsraum, sie brauchen die EU nicht.

Die europabesoffenen Politiker wären gezwungen sich endlich auf die Verfassungswirklichkeit zu besinnen, der sie verpflichtet sind.

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