Brexit - Aufklärung?

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10 Antworten

Man müsste nun wieder Zölle zahlen, man braucht wieder ein Visum/Aufenthaltsgenehmigung für EU-Länder, es gibt keine Schüleraustausche mehr, es wird kein Geld mehr aus der EU kommen, Waren werden Teurer -> niemand will mehr in GB produzieren, Geldwert sinkt, keine sonstigen EU-Vorteile in Wirtschaft und Gemeinschaft

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Kommentar von Narutooooo
27.06.2016, 00:20

Super ! dankeschön 

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Wenn es denn überhaupt zum Brexit kommt, denn das ist alles andere als sicher. Momentan wissen wir nur, dass wir nichts wissen.

Das Votum ist nicht bindend. Der Brexit müsste daher vom Parlament beschlossen werden. Die aktuellen Abgeordneten werden das nicht tun, denn sie sind mit breiter Mehrheit für den Verbleib.

Cameron hat daher seinen Rücktritt auf den Oktober verschoben und angekündigt, dass sein Nachfolger das Austrittsgesuch einreichen werde. Es gibt nur einen logischen Grund für diese Handlungsweise. Cameron will Neuwahlen ansetzen. Wer diese Wahl gewinnen wird, ist völlig offen. Wir können aber davon ausgehen, dass das Thema Brexit das zentrale Wahlkampfthema sein wird. Diese Wahl ist praktisch einem neuen Referendum gleichzusetzen. Was danach kommt, weiss heute noch niemand.

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Genaues kann niemand sagen. Schon gar nicht in exakten Zahlen. 

Im Wesentlichen wird es aber darauf hinauslaufen, dass ...

  • ... EU-orientierte Unternehmen aus Kostengründen in EU-Staaten wechseln werden.
  • ... Schottland (und möglicherweise Nordirland) sich von Großbritannien lösen und zur EU (Nordirland wohl zu Irland) wechseln werden.
  • ... Banken in London nur noch kleinere Filialen unterhalten und stattdessen auf Finanzplätze in der EU ausweichen werden.
  • ... deutsche Unternehmen, die mit Großbritannien handeln (in Abhängigkeit vom Ausgang der Verträge zwischen Großbritannien und der EU), sich nach anderen Um- und Absatzmärkten umschauen werden.
  • ... Großbritanniens Wirtschaft zukünftig höhere Kosten haben wird.
  • ... britische exportorientierte Unternehmen (vor allem im Fahrzeug- & Maschinenbau) das Land in Richtung EU verlassen werden.
  • ... Konzerne, die Standorte in Großbritannien haben, aber mit der EU handeln, ihre Standorte wieder in die EU verlegen (und die Arbeitsplätze mitnehmen).
  • ... das britische Pfund abgewertet wird, um die höheren Kosten aufzufangen.
  • ... die Abwertung des Pfunds den britischen Auslandstourismus einschränken wird.
  • ... Ratingagenturen das Land abwerten werden (was Kredite verteuert)
  • ... die Staatsfinanzierung neu geordnet werden muss, um die bisherigen EU-Zahlungen zu berücksichtigen.
  • ... die 90%-Staatsverschuldung schleunigst reduziert werden muss, um weiteren Abwertungen durch Ratingagenturen vorzubeugen.
  • ... massive Sparmaßnahmen im sozialen Sektor (Arbeitslosengeld, Sozialleistungen, Renten, etc.) erfolgen müssen, um die Staatsverschuldung reduzieren zu können.
  • ... 

Wenn Großbritannien all das einigermaßen zeitnah in den Griff bekommt, kann es sich in den nächsten 10, 20, 30 Jahren erholen. 

Wenn es das allerdings nicht schafft, droht dem Land eine gewaltige wirtschaftliche und soziale Krise. (Die wird aber sowieso kommen, denn schon die nächste Finanzkrise wird wesentliche Teile der Versuche, jetzt auf die Füße zu kommen, aushebeln.)

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Kommentar von kingbongo
27.06.2016, 01:23

Soweit die Theorie, es wird aber nichts von dem oben genannten eintreten. Die führenden Köpfe GB aus der Finanz-, Wirtschafts-, Rechtswelt sind gegen den Brexit  gewesen und werden sich daher nicht selbst den Ast absägen. Die Brexit Antreiber sind jetzt auf einmal sehr Wortkarg,- grosse Sprüche, nix dahinter, wie bei uns die AFD... Brüssel und GB werden Sonderregelungen finden.

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Das ist etwas, das kann man nicht vorhersagen. So etwas gab es bisher noch nicht. Die Märkte sind auch nicht darauf ausgelegt, daß das passiert. Wie weit man sich dann anpaßt, was das für den Außenhandel bedeutet, und ob es dann einen Gewinner und einen Verlierer gibt, muß man abwarten. Es hängt auch davon ab, wie gut geregelt der Brexit abläuft und wie sich dann die Schotten und Iren verhalten usw. Ich denke, die sollen (möglichst bald) erst mal den Antrag stellen, damit der Austritt verhandelt werden kann. Und wenn man dann weiß, zu welchen Bedingungen das ablaufen wird, kann man erst über mögliche Folgen spekulieren.

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sie müssten zb mit jedem handels partner in jedem bereich neue verträge aushandeln

import und export geht nichtmehr ohne steuern

irland wäre von einer EU-aussengrenze geteilt da irland nicht zu gb gehört, nordirland schon

schottland will unsbhängig werden

spanien will gibraltar zurück

wirtschaft stürzt ein

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die frage kommt hier mindestens 5 mal in der minute seid ihr so faul um selbst nachzulesen ?

http://www.zeit.de/politik/ausland/2016-06/brexit-eu-referendum-definition-folgen-faq

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Kommentar von michi57317
27.06.2016, 00:21

du scheinst kein leben zu haben, da du mehrmals in der Minute auf "neue fragen" gehst

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Kommentar von azeri61
27.06.2016, 00:24

bin in der letzten stunde auf 3 brexit fragen eingegangen und auf eine frage zu enthaarubgscremes ? aber ich denke ich bin am sonntag abend nicht der einzige der am handy mit der app spielt ?

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Liebe(r) Narutooooo, Ihre Frage ist dahingehend, Antwort zu finden, was geschehen könne. Das weiß angesichts der Komplexität eines derartigen Sachverhalts natürlich niemand. Wir können hier bei gutefrage.net viele Überlegungen anstellen. Was ja auch schon hier von vielen Antwortgebern gemacht wurden. Aber es bleibt alles im Bereich des "Denkbaren"; mehr nicht.

Ich möchte einen Aspekt dennoch ins "Spiel" bringen: es gibt erste Signale, dass die Brexit-Propagandisten Angst-vor-der-eigenen-Courage haben und vielleicht auch die Abspaltung Schottlands fürchten und sich auf vor ihrem eigenen Volk fürchten. Denn die Mehrheit der Austrittsbefürworter war ja so gering (2 %-Punkte), dass daraus vielleicht gar kein wirklicher "Austrittswille-der-Bevölkerung" zu erkennen ist.

Vielleicht wird ein Austritt deshalb seitens der britischen Regierungen gar nicht "beantragt" werden?!?

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Für England wird sich gar nichts zum Negativen verändern. Die EU wird die Verträge exakt so aushandeln, dass sich für die Engländer keinerlei Nachteile ergeben werden. Mit Sicherheit werden keine Einführverbote, Strafzölle o. Ä. verhängt werden.

Verändern wird sich nur, dass das Land wieder souverän wird und sich von der EU nicht verschiedene Pflichten aufbürgen lassen muss.

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Kommentar von BIoodMoon
27.06.2016, 00:21

Was für ein Schwachsinn, England hat sogar jetzt schon Nachteile, dass zu Beispiel der Geldwert für den Pfund gesunken ist!

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Kommentar von Unsinkable2
27.06.2016, 00:32

Träum weiter! :)

Da auch die USA, Kanada und zunehmend Australien Großbritannien fallengelassen haben, bleibt für die Briten nur noch die Hoffnung, dass die EU nicht allzu hart mit ihnen ins Gericht geht.

Doch das kann sich die EU gar nicht leisten. Stattdessen ist sie gezwungen, weiteren Austritten vorzubeugen. Und deshalb wird sie notgedrungen Großbritannien massiv bluten lassen. 

Sollten sie das nicht machen, ist die EU bald Geschichte. Und das gibt sich schon allein Merkel nicht: Sie wird ums Verrecken nicht als die Kanzlerin in die Geschichte eingehen wollen, die Europa zerstört hat...

Und wenn du wissen willst, was die Briten erwartet, dann schaue dir die Verhandlungen der EU mit Griechenland an. Ähnlich gelagerter Fall. Auch hier ging es um "exemplarische Strafgerichte", weil das Volk eine falsche Entscheidung getroffen hatte...

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Es entsteht gegenseitig ein Visum zwischen den beiden Parteien, geschäftliche Vorteile des vereinigten Königreichs in der EU werden beschränkt werden. 

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