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Braucht man zum Anschließen eines Herds wirklich einen Elektriker?

gefragt von sternschnuppe am 29.03.2007 um 23:58 Uhr

Ich ziehe gerade um und ein Bekannter hat mir angeboten den Herd anzuschließen, er meinte, dass sei kein Problem, er habe das schon zig Mal gemacht. Ein anderer Bekannter hat mir dringend davon abgeraten, ich sei nicht versichert, falls der Herd nicht von einem Fachmann angeschlossen würde. Stimmt das? Und wieviel mag das kosten? Ich meine den Elektriker, nicht falls die Versicherung wg. eines Unfalls nicht zahlt!


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Horatius
beantwortet von Horatius am 30. März 2007 00:04
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Der Einwand mit der Versicherung stimmt bedingt. Keine Versicherung kann verlangen, dass man den Beleg eines Elektrikers jahrelang aufbewahrt, um ihn dann vorzeigen zu können. Die Kosten für einen Elektriker schwanken je nach Wohnort schätzungsweise zwischen 50 und 100 Euro für einen Herdanschluß.

Kommentar von Simple_avatar5smallMismid am 30. März 2007 00:07

Handwerkerrechnungen müssen aber mindestens 2 Jahre aufbewahrt werden. Nachweis gegen Schwarzarbeit


waldgeist
beantwortet von waldgeist am 30. März 2007 00:25
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Also wenn der Bekannte das wirklich schon zig mal gemacht hat, würde ich ihm vertrauen. Wenn man sich etwas mit der Materie auskennt ist das kein Problem. Ich habe es auch schon mehrmals gemacht.

Kommentar von 1d41d8a61d5dfffa20a6dc0aca7735e3smallkrueschahn am 15. Juli 2007 00:40

Selber anschließen, wenn man/frau es weis ist OK, aber Check, Abnahme und Freigabe durch einen konzessionierten Elektriker bitte!


lalab
beantwortet von lalab am 30. März 2007 08:53
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Hej,

also wir haben das aus Versicherungsgründen auch nicht selber gemacht - stell dir vor, es läuft was schief und du stehst unversichert nach einem Unfall da. Wir haben einige Elektriker angerufen, gefragt, was es kostet und 20 Euro bezahlt. Dauert ja auch nu drei Minuten... Liebe Grüße!


anonym
beantwortet von SieFis am 30. März 2007 05:57
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Kraftstrom liegt zur Zeit bei 380 V. Anvisiert wird 400 V. Es gab in letzter Zeit einige Veränderung betreffs Kennzeichnung der Kabel und Verfahrensweise bei Anschluß eines Herdes. Kosten ca. 80 €. Auf der sicheren Seite, wenn Fachmann anschließt. MfG SieFis

Kommentar von 5d45023d3e5d9393f73d0d9d4e0e38a9smallJoGerman am 14. Dezember 2007 01:34

Wohl nicht mehr auf dem Laufendem! Seit der Zeit des Europäischen Verbundnetzes haben wir ein 230/400 Volt-Netz. Als Drehstrom noch Kraftstrom hieß, waren es noch 220/380 Volt. Das ist jetzt 17 Jahre her!!!!

Kommentar von chipC am 21. November 2009 09:28

Gute Info!


Knowledge
beantwortet von Knowledge am 22. September 2007 11:03
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Also, auch ich traue mir als promovierter Ingenieur durchaus zu, einen Elektroherd anzuschliessen, ohne dass ein "konzessionierter Elektriker" mir die sachgemässe Ausführung bestätigt. Ich hatte in der Vergangeheit eher die Erfahrung, dass "konzessionierte Elektriker" oft gefährlich improvisieren, ohne das in entsprechenden Bau-Unterlagen zu dokumentieren.



anonym
beantwortet von Zwiebelring am 30. März 2007 08:20
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ich selber habe meinen Herd schon 3x angeschlossen. da die adern alle farblich markiert sind, sollte es absolut kein problem sein, ausser man ist farbenblind...


anonym
beantwortet von kbra01 am 30. März 2007 22:33
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Als gelernter Elektroniker kann ich nur dringend davon abraten, sich auf die Farbenkennzeichnung der Anschlüsse/Kabel zu verlassen. Ich messe immer die Spannungen und die Phasenbeziehungen bei Dreiphasenstrom. Die örtlichen Anschlüsse sind keineswegs genormt. Auf der Rückseite jedes Elektroherdes sind die korrekten Schaltungsvarianten angegeben. Wird falsch angeschlossen, brennt ein 5-adriges Kabel unter Umständen durch, da man oft Adern parallel anschließen muß. Auch muß der Drehsinn mithilfe eines Drehfeldrichtungsanzeigers überprüft werden, da sonst ein Backofen-Lüftermotor unter Umständen rückwärts läuft, dies hätte fatale Folgen, Brandgefahr. Meist laufen aber die Ventilatoren einphasig, da sollte man sich aber nicht drauf verlassen. Auch muß zwingend die Funktion des Schutzleiters überprüft werden. Dazu wird eine Messung zwischen Wasserleitung/Heizung in der Nähe des Herdes und allen leitfähigen Metallteilen des Gehäuses und der Verkleidungen bei Vollast, also alle Platten auf Stellung drei und Backofen auf volle Hitze durchgeführt. Ergeben sich Potentialdifferenzen, die besonders stark lastabhängig sind, unbedingt den Hauselektriker mit der Überprüfung der elektrischen Anlage beauftragen. Es kann auch in der Hausverteilung ein Fehler vorliegen, der tödliche Folgen mit sich bringen kann. Ein Elektroherdanschluß ist kein Bastelobjekt. Fehler können sich auch erst im Laufe eines längeren Betriebes herausstellen, wurde nicht gemessen und das Ergebnis protokolliert, hat man keinerlei Regreßansprüche. Die Hausratversicherungen gehen von grober Fahrlässigkeit, wenn nicht gar Vorsatz aus in solch einem Falle.

Kommentar von kbra01 am 31. März 2007 15:15

Letztens konnte ich feststellen, daß ein Elektriker im Sicherungskasten eine der drei Leitungsschutzschalter nicht angeschlossenn hatte, da die zugehörige Ader verschmort war. Am Herdanschluß an der Wanddose konnte man dies nicht erkennen, dort schien alles korrekt.Der Elektroherd lief statt auf drei Phasen nur auf zwei, die eine Ader war einfach gebrückt worden, was zur Überlastung des Neutralleiters führt, wenn alle Kochplatten auf Stellung drei stehen.

Kommentar von 1d41d8a61d5dfffa20a6dc0aca7735e3smallkrueschahn am 15. Juli 2007 00:38

Sorry, aber selbst wenn es einen 3Ph-Backofen-Lüftermotor geben sollte, dann müßte es ein Großküchen-Gigant sein, und sollte dann das Drehfeld verdreht sein, würde er trotzdem umwälzen, eben nur nicht z.B. zentral angesaugt und zu den Seiten geblasen, sondern umgekehrt. Hier sehe ich keine Brandgefahr.

Kommentar von 5d45023d3e5d9393f73d0d9d4e0e38a9smallJoGerman am 14. Dezember 2007 01:42

Ich habe in den letzten 25 Jahren bestimmt 100 E-Herde angeschlossen. Ein Lüftermotor mit Drei-Phasenanschluss ist mir dabei nicht untergekommen. Das ist bei geschätzten 100 Watt auch höchst unwahrscheinlich. Abgesehen vom viel höheren Preis, den sich die Hersteller der Herde auch nicht selber schenken.


demosthenes
beantwortet von demosthenes am 30. März 2007 15:04
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Man braucht zwar keinen Elektriker, ABER:

Bei unserem Sohn hatte der Schwiegervater den Herd angeschlossen - was er angeblich schon mehrfach gemacht hatte - nur hatte er dieses Mal nicht beachtet, dass der Herd 230 V brauchte, der Anschluss aber 400 V lieferte und das war dann gar nicht witzig, sondern hochgefährlich!


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