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Braucht man um die Bibel zu verstehen Sekundärliteratur?

gefragt von drtod1 am 27.10.2009 um 4:51 Uhr
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daddysdearest
beantwortet von daddysdearest am 27. Oktober 2009 16:59
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Nein. Aber die Hilfe des Heiligen Geistes.


heureka47
beantwortet von heureka47 am 27. Oktober 2009 05:09
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Nicht unbedingt. Wenn die rechte Hirnhälfte voll funktioniert und mit der linken konstruktiv-kooperativ kommuniziert, kann differenziert wahrgenommen werden: Die Handlungsanweisungen von der linken Hirnhälfte und die symbolischen Darstellungen von der rechten.

Der typische Normalneurotiker der zivilisierten Gesellschaft weiß üblicherweise von seiner Beeinträchtigung nichts und steht meist ratlos vor den Texten und weiß nichts rechtes mit ihnen anzufangen: Ist alles metaphorisch, symbolisch? Hat es Sinn - und wenn ja, welchen - und wie findet man ihn??

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Die Bibel ist "Das Buch Gottes". In ihr steht "Das Wort Gottes". Soweit ist das allgemein bekannt. Was nicht allgemein bekannt ist: In welcher Sprache die Bibel geschrieben ist. Ich meine jetzt nicht deutsch oder lateinisch oder griechisch. Ich meine "Die Sprache Gottes".

Die Sprache Gottes ist dieselbe wie die des "Unterbewußtseins": "Symbolisch".

Kommentar von 32c7c22e7733cc0bbb939c0e1dbe0271smallminister am 27. Oktober 2009 14:17

So ein Quatsch. Die Sprachen, in denen die Bibel geschrieben ist, sind zunächst einmal Hebräisch, Aramäisch und Griechisch. Eine tiefenpsychologische Deutung bietet sich für manche Texte durchaus an; dies ist theologisch unumstritten.

Zu behaupten, die gesamte Bibel sei so zu verstehen, deutet auf nichts als auf die Ignoranz des Behauptenden. Die Bibel ist zu komplex, zu vielfältig, als dass man sie über einen einzigen Kamm scheren könnte.

Kommentar von 244b649b0a5c5aa4206df374b9222f20smallheureka47 am 27. Oktober 2009 21:36

@ minister:

Sehr entgegenkommend von dir, daß du dich gleich zu Anfang offen zu erkennen gibst und selbst für deine Disqualifizierung sorgst.

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Ich wollte nicht behaupten, daß die Bibeltexte ursprünglich in den von mir genannten Sprachen geschrieben ist, sondern nur Beispiele für "Sprachen" geben.

Voreilig "So ein Quatsch" darauf zu antworten, läßt also tief blicken.

Nachweislich nicht behauptet habe ich, daß die gesamte Bibel "so zu verstehen" sei. Du reißt da etwas aus dem Zusammenhang, wenn du mir das in deinem Übereifer unterstellst. Im ersten Absatz schreibe ich deutlich von differenzierter Wahrnehmung und nenne Handlungsanweisungen als Beispiel für die linke und Symboldarstellungen für die rechte Hirnhälfte.

Ich bitte für die Zukunft um mehr Achtsamkeit, wenn du dich meinen postings näherst. Vielen Dank.


anonym
beantwortet von Bucer am 27. Oktober 2009 07:35
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zum größten Teil nicht da viel davon aus Berichten und Lehrtexte besteht. Anders ist es wenn man die Propheten liest. Da kann man nicht so gut verstehen, wenn man nicht mehr weiß über die Zeit in der sie gelebt haben und in welche Situation hinein sie sprachen. Aber da wurde auch keiner beginnen mit Bibel lesen. Man beginnt eher normaleweise mit dem neuen Testament (Die zweite Hälftem die mit der Geburt Jesu beginnt). Persöhnlich find ich es aber auch gut wenn man die ersten 2 Bücher des Alten Testaments auch liest um zu verstehen woher Jesus stammt und warum er überhaupt gekommen ist.


2beers
beantwortet von 2beers am 29. Oktober 2009 00:40
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Ja, ein Wörterbuch - zumindest bei den Originaltexten ;-) Nein, im Ernst: Ich denke, von Natur aus hat man tatsächlich Schwierigkeiten, die Bibel zu verstehen. Sie ist sehr alt, für unsere Begriffe an vielen Stellen zäh und langatmig und unserem modernen, europäischen Denken fremd. Die Schriften stecken voller Dinge, für die man den kulturellen Background ein bisschen verstehen muss. Doch es lohnt sich!
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Allerdings würde ich statt Sekundärliteratur eher empfehlen, dass Du eine moderne Übersetzung heranziehst ("Gute Nachricht", "Hoffnung für alle" oder "Neues Leben") und Dir jemanden suchst, der Dir die Bibel erklären und auslegen kann, wo das nötig ist. Jemand mit ein bisschen Überblick. Behelfsweise ist auch http://www.nikodemus.net/ eine gute Anlaufstelle. Außerdem kannst Du Gott bitten, dass er Dir die Bedeutung dessen, was Du liest, verständlich macht. Und zuguterletzt wirst Du damit leben müssen, zunächst viele Dinge schlichtweg nicht zu verstehen. Doch wie hat es Mark Twain formuliert: "Mir bereiten nicht die unverständlichen Bibelstellen Bauchschmerzen, sondern diejenigen, die ich verstehe!"


minister
beantwortet von minister am 27. Oktober 2009 09:40
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Schon Thomas von Aquin hat gesagt: "Fides quaerens Intellectum" - Glaube verlangt nach Wissen.

Bei der Lektüre der Bibel müssen durchschnittlich zwei Jahrtausende überbrückt werden. Die Veränderungen an Wissen, Weltbild, Moralvorstellungen, Traditionen und Alltag sind immens. Gleichzeitig ist die Bibel das wissenschaftlich am genauesten bearbeitete Buch der Welt.

Bibelauslegung ist eine hohe Kunst. Wer aus Gründen von überhöhtem Selbstbewusstsein, fundamentalistischer Einstellung oder esoterischem Weltbild auf all dieses angehäufte Wissen verzichtet, handelt schlicht ignorant - sowohl in Bezug auf die Menschen die die dieses Wissen bereitstellen als auch in Bezug auf seinen Schöpfer, der den Mensch mit Vernunft ausgestattet hat.

Kommentar von 244b649b0a5c5aa4206df374b9222f20smallheureka47 am 27. Oktober 2009 14:00

"Wissen" in Form von rationalen Begriffen, von Wort-Sprache, Texten, Regeln, usw., zieht die Aufmerksamkeit(senergie), den Fokus des Bewußtseins, einseitig zum rationalen Denken, in die linke Hirnhälfte.

Wahrer Glaube braucht vor allem die eigene spirituelle Erfahrung, das mystische Erlebnis, die unio mystica, die Begegnung mit der göttlichen Dimension im eigenen Bewußtsein.

Das ist dem intellektdominierten Menschen schwerlich bis gar nicht möglich. Und wenn doch, endet es in der Psychiatrie als "Schizophrenie" bzw. "Psychose". Ich kenne genug solcher Fälle!

Um ein ganzer, heiler, spirituell bewußter und kompetenter Mensch zu werden, braucht man beide Hirnhälften - und die müssen auch konstruktiv-kommunikativ kooperieren, damit das richtige Wissen erworben und Gewißheit entstehen kann.

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Was die zivilisierte Gesellschaft und die große Mehrheit der Menschen braucht, ist die Therapie der "Kollektiven Zivilisations-Neurose" / "Krankheit der Gesellschaft". Siehe mein TIPP dazu hier bei GF oder bei gesundheitsfrage.net - zu finden übe mein Profil.

Kommentar von 32c7c22e7733cc0bbb939c0e1dbe0271smallminister am 27. Oktober 2009 14:12

Reichlich esoterisch dieser Kommentar - und vor allem völlig unzutreffend.

Die hohe Bewertung von Glauben und Wissen ist ja gerade eine Leistung christlicher Theologie. Das Herumreiten auf neurowissenschaftlichen Erkenntnissen trägt für den Glauben und seine kontingenzbewältigende Funktion überhaupt nichts aus.

Kommentar von 244b649b0a5c5aa4206df374b9222f20smallheureka47 am 29. Oktober 2009 00:16

Ja, ich halte viel von esoterischem Wissen - dem Wissen, "das den Menschen wandelt". Und das will doch der christliche Glaube.

Mit der Bemerkung "völlig unzutreffend" disqualifizierst du dich aufs beste.

Schönes Leben noch!

Kommentar von 32c7c22e7733cc0bbb939c0e1dbe0271smallminister am 29. Oktober 2009 08:38

Esoterisch bedeutet erst einmal "innerlich" und sonst gar nichts. Das heißt, Sie machen Ihre Einsichten und Gefühle zur einzigen Richtschnur theologischen Urteilens. So funktioniert das aber nicht - nicht im aktuellen Diskurs, nicht in der Geschichte der Christenheit und nicht einmal in der Bibel selbst.

Theologie und auch Bibelauslegung sind Diskurs, innerhalb der Quellen und innerhalb der Auslegung; und dieser Diskurs ist eben nicht qualifiziert ohne reflektiertes Wissen zu führen.

Dies alles mit dem Hinweis auf neurowissenschaftliche Hypothesen abzutun, ignoriert die menschlichen Möglichkeiten und auch die Ursprünge der heiligen Texte.

Kommentar von MAUPA am 29. Oktober 2009 06:20

@minister

"Die hohe Bewertung von... Wissen ist ja gerade... eine Leistung christlicher Theologie."

O. ja! Der beste Beweis dafür ist ist die Tatsache, daß Galileo Galilei schon (!) nach 370 Jahren von dieser Theologie rehabilitiert wurde.


cornyriegel
beantwortet von cornyriegel am 31. Oktober 2009 13:19
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Meine Erfahrung seit 23 Jahren ist, dass ich durchaus Literatur benötige, um die Bibel richtig zu verstehen. Da ich aber infolge meiner sehr persönlichen Ansichten auch diese durchaus falsch verstehen könnte, benötigte ich ebenso Menschen, die mir halfen, das richtige Verständnis zu bekommen. Als Bestätigung dafür durfte ich erkennen, wie harmonisch und logisch alles in der Bibel zusammenpasst. Das kann nur geschehen wenn man die "Wahrheit erkannt hat und sie frei macht" (Johannes 8:32)die gemäß Jesus das Wort Gottes ist (Johannes 17:17)


anonym
beantwortet von MAUPA am 30. Oktober 2009 08:24
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Hi! Im Prinzip nicht; Gesunder Menschenverstand sollte da schon reichen. Allerdings sehr nützlich sind: "Brief an ein christliches Land"(Sam Harris) "Der Gotteswahn" (Richard Dawkins) "Der Gott ist kein Hirte" (Christopher Hitchens) Grüßchen aus der hauptstadt. Maupa


Gritti
beantwortet von Gritti am 29. Oktober 2009 22:39
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Sekundärliteratur vielleicht nicht, den Heiligen Geist aber schon. Außerdem ist es falsch, einzelne Stellen aus ihrem Zusammenhang zu reißen. Wenn du die Bibel gut kennst, vor allem das Neue Testament und die Propheten, wirst du merken, dass wenn du bezüglich einer Stelle Fragen hast, du die Antwort durch eine andere Stelle erkennen kannst.

Ich wünsche dir viel Freude beim Bibellesen.


anonym
beantwortet von Imera am 28. Oktober 2009 22:52
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nicht unbedingt


gottesanbeterin
beantwortet von gottesanbeterin am 27. Oktober 2009 08:24
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Hat ein suchender Mensch Glück und bekommt das große Geschenk der "Selbstverwirklichung", der "Geburt im Geiste", des echten großen Yoga, dann beginnt sich in seinem Wesen das Höchste Absolute Bewußtsein zu manifestieren. Er wird dann zum Beispiel während einer Meditation ganz spontan und mühelos den Zustand des Samadhi erleben können. Durch diese Erfahrung und den Zugang zum Höchsten Absoluten wird es ihm überhaupt erst möglich, zu verstehen, was das bedeutet, was in der Bibel geschrieben steht und er wird auch deutlich erkennen können, wenn es dort Fälschungen gibt, er hat eine ganz simple und sichere Methode, das herauszufinden.Ausschließlich die, die mit dem Geist Gottes erfüllt sind, können die Bedeutung der Bibeltexte wirklich verstehen und erkennen, was die Wahrheit ist, und was ihr nicht entspricht.

Kommentar von Bucer am 27. Oktober 2009 08:51

Kann ich nicht bestätigen. Die ganze Welt ist auf Selbstverklichung hinaus. Die Bibel ist ganz anders. Wir sind nicht Mittelpunkt der Welt. Gott ist es. Es soll uns nicht um Selbstverwirklichung gehen sondern darum Gottes Wesen in unserem Wiederzuspiegeln. Wie das auszusehen hat sehen wir an Jesus und in der Bibel. Wenn ich mich ihm im Gebet hingebe und bitte ihn sich mir zu offenbaren dann wird er das auch tun. Dazu brauche ich kein Yoga. Jakobus 1,5 " Wenn es aber unter euch welche gibt, die nicht wissen, was sie in einem bestimmten Fall tun müssen, sollen sie Gott um Weisheit bitten, und Gott wird sie ihnen geben."

Kommentar von 97adadcc054eb9520f333308387ac44dsmallgottesanbeterin am 27. Oktober 2009 09:17

Das, was du unter "Selbstverwirklichung verstehst, ist doch die "Ego-Verwirklichung" Ich empfehle dir, dich ernsthaft mit der Materie zu beschäftigen, wenn du dabei mitreden willst.

Kommentar von 244b649b0a5c5aa4206df374b9222f20smallheureka47 am 27. Oktober 2009 13:50

@ Bucer:

Das Selbst, die Seele, ist von göttlicher Qualität, ist göttliche Bewußtseins"substanz" im Menschen.

Wahre, wirkliche, Selbst-Verwirklichung ist Verwirklichung Gottes.

Gottesanbeterin hat Recht: Was allermeist in der zivilisierten Gesellschaft praktiziert wird, ist nur Ego-Verwirklichung...


Igitta
beantwortet von Igitta am 27. Oktober 2009 05:19
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