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Braucht man neben einem Architekten noch einen Bauleiter, wenn man ein Haus baut?

gefragt von jojo1 am 03.05.2007 um 13:07 Uhr

Der Architekt plant und überpüft den Baufortschritt. Sollte man aber noch einen Bauleiter haben, der die Baustelle betreut und alle Handwerker koordiniert oder übernimmt das der Architekt? Der ist sicher nicht oft vor Ort. Hat jemand Erfahrung?


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solf1
beantwortet von solf1 am 3. Mai 2007 13:09
8x
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Aber ganz sicher.. Der ist der Wichtigste Mann ( Frau ) am Bau. Wirklich gute und erfahrene Bauleiter sind sehr dünn gesät !


anonym
beantwortet von wiele am 3. Mai 2007 13:13
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Ja. Der Bauleiter ist für die Koordination der Gewerke etc. zuständig.
siehe auch:
http://de.wikipedia.org/wiki/Bauleitung
Die Bauleitung kann natürlich auch vom Architekten durchgeführt werden, vermutlich wird er dafür aber auch entsprechendes Honorar verlangen.
Gut ist, wenn der Bauleiter nicht vin der ausführenden Firma ist.
Gruß wiele


Kolibri
beantwortet von Kolibri am 3. Mai 2007 13:26
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Ich hab auch schon ein Haus gebaut und weder Architekt noch Bauleiter gehabt! Mein Ex-Mann und damaliger Bauherr ist Statiker und hat das haus nach meinen Wünschen geplant - die Pläne habe ich (nach Einführung durch meinen Ex) selbst gezeichnet!

Ich war auch jeden Tag von morgens bis abends auf der Baustelle (mein Mann hat gearbeitet und kam dann nach) und die "Bauaufsicht" und Koordination selbst übernommen!

Wir haben aber auch alles, was irgendwie ging, selbst gemacht und nur wenig Handwerker gebraucht. Damals konnte ich auch noch Steine und Gipssäcke schleppen - heute wäre mir das nicht mehr möglich...

Allerdings ist der Hausbau eine nervenaufreibende und stressige Angelegenheit und ich könnte ein Buch über meine verschiedenen Erfahrungen während dieser Zeit schreiben!

Kommentar von 45b54a18f2f3b57a3d5b58a6ec9c02basmallKolibri am 3. Mai 2007 13:30

Mein Ex-Mann übernimmt als Statiker übrigens auch die Bauleitung - ist aber auch nicht jeden Tag auf jeder Baustelle. Da werden nur verschiedene Bauabschnitte kontrolliert (Bodenplatte bzw. Fundament, dann die verschiedenen Geschosse etc.) Das wird vorher festgelegt und die Bauherren können natürlich bei Problemen und Fragen auch jederzeit anrufen!

Kommentar von wiele am 3. Mai 2007 16:51

Dann habt Ihr die Funktion des Bauleiters übernommen - irgend jemand muss es machen...
Gruß wiele


holzloewe
beantwortet von holzloewe am 3. Mai 2007 15:11
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Ein guter Architekt hat kaum Zeit sich um den reibungslosen Ablauf des Baugeschehen zu kümmern und zu koordinieren. Auch ist es Viel zu teuer den Architekt mit der Bauleitung zu beauftragen. Der Bauleiter überwacht den Bau im Interesse des Architekten und Bauherren. Die meisten EFH werden auch nicht mehr von Architekten entworfen.

Kommentar von C3a2c4fdcd2dd7dbecab8571604787c5smallBorrmann am 7. Mai 2007 12:30

Ein guter Architekt macht genau das, was Sie ihm nicht zutrauen. Nur der schlechte Architekt kümmert sich nicht um den reibungslosen Bauablauf. Auch stimmt es nicht, dass er teurer ist, als ein Bauleiter, da beide (normalerweise) nach der für solche Leistungen verbindlichen HOAI (Honorarordnung für Architekten und Ingenieure) abgerechnet werden (müssen!) Und dann stellt sich mir abschließend noch die Frage: Wer plant denn die meisten EFHs, wenn sie nicht vom Architekten geplant werden?


Andrea1204
beantwortet von Andrea1204 am 3. Mai 2007 13:21
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Es gibt auch beides in einem!!! Das hatten wir zum Beispiel...


Borrmann
beantwortet von Borrmann am 7. Mai 2007 12:20
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Was soll man nach all den schlauen Antworten noch dazu sagen? Natürlich ist es absoluter Quatsch, die Bauleitung als Nicht-Baufachmann/frau selber zu machen, es sei denn, man hat Geld zum Aus-dem-Fenster-werfen und man verzichtet darauf, sein Gebäude nach den geltenden DIN-Normen und Vorschriften zu errichten. Ein guter Bauleiter, egal, ob es der planende Architekt oder ein separater (unabhängiger) Bauleiter ist, verdient dem Bauherrn das auf ihn entfallende Honorar auf jeden Fall wieder. Alles andere ist meines Erachtens Harakiri und da hilft es auch überhaupt nichts, wenn man(n)/frau sich hinterher nur über sich selbst ärgert. Wenn ein leistungsgerecht bezahlter Architekt/Bauleiter einen Fehler macht, dann kann er dafür auch verantwortlich gemacht und letztlich in Regress genommen werden. Das scheidet bei der "Selbstüberwachung" ja wohl aus und kann erhebliche negative finanzielle Auswirkungen haben. Ich kann daher nur davon abraten, auf fachliche Unterstützung sowohl bei der Planung als auch bei der Ausführungsüberwachung (=Bauleitung) zu verzichten. Es geht ja auch keiner zum Arzt und operiert sich anschließend aufgrund von dessen Diagnose selbst.....

Kommentar von wbode am 13. Mai 2007 11:47

Ich danke, für diesen kompetenten Beitrag. Die zu vor geschriebenen Beiträge von "Kolibri", "Domestos" + "Holzlöwe" sind so bauherrenschädlich, dass man sie dafür in Regress nehmen sollte. Die haben keine Ahnung und zu viel Geld.


demosthenes
beantwortet von demosthenes am 3. Mai 2007 20:26
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Ich habe mein Haus selbst entworfen, ein Statiker hat dann die nötigen Berechnungen gemacht und der Rest war dann wieder mein Job - ich hatte weder Architekt noch Bauleiter.

Kommentar von 45b54a18f2f3b57a3d5b58a6ec9c02basmallKolibri am 4. Mai 2007 09:39

Du warst also auch der Ansicht, dass Du Dich lieber über Dich als über einen Architekten ärgerst? ;))

Denn das war MEIN Beweggrund!

Ein Architekt kann mir sagen, was "normalerweise" gemacht wird - aber er kennt mich und meine Logik bei den Arbeitsabläufen nicht! :))

Kommentar von 5f6812a7b0109fb9a1df11c834332c2csmalldemosthenes am 4. Mai 2007 14:01

So etwa.

Der Architekt denkt an meinen Bau und vielleicht an meine Wünsche - falls er sie denn wirklich kapiert hat - wenn er auf der Baustelle ist, ich dachte in der Bauphase aber Tag und Nacht in jeder freien Minute daran!


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