Frage von Nimrox, 65

Braucht man mehr Energie, wenn man die Heizung durchgehend für ein temperaturniveau laufen lässt oder enn man sie nur anschaltet, wen man da ist?

Ich kann mir vorstellen, dass es biĺiger ist, wen man sie laufen lässt, wenn man nur kurz weg ist. Aber ab welchen Zeitraum ist es besser sie nur auf Frostschutz zu stellen?

Man müsste doch wissen wie schnell die Wohnung auskühlt und wieviel Energie sie braucht um konstant gehalten zu werden. Diesen Wert muss man mit den Stunden in denen man weg ist multiplizieren.

Als zweites müsste man doch die Energiemenge heraus finden, die man braucht, um die Wohnung nach der auskühlung wieder auf zu heizen.

Wenn man beide Werte hat, sollte man leicht ausrechnen können, ab wann es sich lohnt die Heizung nicht durchgängig laufenbzu lassen.

Ich wüste gerne wie genau man das ausrechnet und ob es dafür ein par Formeln gibt, in die man die gewünschten Werte eintragen kann.

Antwort
von dompfeifer, 26

Die Rechnung kannst Du Dir sparen! Unter energiewirtschaftlichen Gesichtspunkten führt jedes unnötige Heizen zu unnötigen Energiekosten und jedes Abschalten zu Einsparungen! Mir scheint Du bist hier der modernen Sekte zum Opfer gefallen, die mit Ihrer verrückten Parole

„Spart Energie durch Energieverschwendung!“

seit Jahren fanatisch den Energieerhaltungssatz leugnet (Die "postfaktische" Ära lässt wieder grüßen!) und dem gesunden Menschenverstand genauso wie den elementaren physikalischen Gesetzmäßigkeiten den Kampf ansagt.

Die erforderliche Energie zum Aufheizen der Wohnung samt Möbel und Gemäuer hängt von den jeweiligen baulichen Gegebenheiten (Wärmebedarf)ab, und das ist hier auch völlig unwichtig. Die bei der Aufheizung zuzuführende Wärmemenge ist nämlich genau so groß wie jene Wärmemenge, die nach Abschaltungder Heizung an die Wohnung schon abgegeben wurde. Jeder Körper gibt bei derTemperaturabsenkung von b nach a die gleiche Wärme ab, wie er bei der Temperaturerhöhung von a nach b aufnimmt. Siehe dazu bei Wiki „Wärmekapazität“.Für die Zeit der Heizungs-Abschaltung werden die Betriebskosten im vollen Umfang eingespart, bei Temperaturabsenkungen der entsprechende Anteil.

Nun treten aber leider die Kosteneinsparungen in der Abschaltphaseauf, die angestrebte Temperaturabsenkung dagegen einige Stunden später unter Berücksichtigung der Aufheiz- und Abkühlphase. Aus dieser Zeitverzögerung zwischen technischer Regelung und thermischer Wirkung ergeben sich gelegentlich praktische Probleme mit dem manuellen oder maschinellen Steuerungsmanagement der Heizung bei Abwesenheit, über die hier ggfs. zu reden wäre. Hilfreich sind dabei z.B. Zeitschaltuhren.

Antwort
von herakles3000, 26

Du brauchst mehr Energie wen die Wohnug ausgekühlt ist aber es gibt eine vernünftige Lösung zb wen du arbeiten gehst stelle sie nur auf 1 oder 2  dann wird weder die Wohnung auskühlen noch wird es zu warm sein wen du wieder kommst. Die Wärmeverluste fangen schon direkt nach dem heizkessle an durch die Strömung und das Kupferrohr wird es alleine schon Verluste geben wen die Rohre  nicht isoliert sind sind diese natürlich größer als  mit Isolierung.

Das Leicht ausrechnen kamst du vergessen   nur um den richtigen wärme bedarf ist schon Minimum eine DINA4 Seite Notwendig.,Und viele tabbelenwerte und Material werte usw das kannst du als Laie nicht  ausrechnen. Im grunde msut du sämtliche  verbauten Materialien kennen .

Antwort
von Ursusmaritimus, 39

....und um diese Werte alle komplex miteinander zu verbinden braucht man sehr ortsspezifische und umgebungsspezifische Parameter. So ein kleines Studium ist da sehr hilfreich.......

Als Faustregel sagt man die Temperaturdifferenz (bei zwöfstündiger Abwesenheit) sollte drei Grad Celsius nicht übersteigen da sonst das Wiederaufheizen mehr Energie kostet als der Erhalt des Temperaturlevels.

Jetzt drehst du morgens bei etwa 0 Grad Außentemperatur die Heizung auf Frostschutz und schaust welche Temperatur abends noch vorhanden ist......die Differenz morgends Abends sollte drei Grad nicht überschreiten sonst wird es teurer.....


Kommentar von Nimrox ,

Du meist die Formel müsste also eine Angabe über die Außentemperatur beinhalten. Das macht Sinn. Bei höherer Außentemperatur sinkt die Temperatur in der Wohnung nicht so schnell, als wenn sie niedriger wäre. 

Kommentar von Nimrox ,

Und ab wann kann man über die Differenz von den drei Grad hinweg sehen? Wenn ich einen Monat nicht zu Hause bin, kann ich mir vorstellen, dass das erneute Aufheizen billiger wäre, als wenn ich die ganze Zeit durchgeheizt hätte.

Kommentar von Ursusmaritimus ,

Da gibt es bestimmt Vergleichsrechnungen dazu, persönlich denke ich das ein Vollaufheizen ab 4 tägiger Abwesenheit günstiger ist. Zu Bedenken bleibt aber die Gefahr das sich Feuchtigkeit/Schimmel im Wohnraum einnistet.

Antwort
von bartman76, 35

Da scheiden sich die Geister. Es kommt nämlich ganz darauf an. Insbesondere darauf, wieviel Energie das Heizungswasser in den Rohrleitungen verliert.

Grundsätzlich kann man sagen: Je wärmer etwas ist, desto mehr Energie geht verloren. Das gilt für die Wohnung und das gilt auch für das Heizungswasser.

Je weiter die Wohnung runterkühlt - bei ausgeschalteter Heizung - desto weniger Energie geht auch verloren, wenn man die beheizte Wohnung in der gleichen Zeit damit vergleicht.

Dagegen muss man sehen, dass die kürzeren Heizintervalle und längere Heizphasen beim Aufheizen einer kälteren Wohnung mehr Energie verbraucht. Hier ist der Verlusst aber rein auf die Rohrleitungen begrenzt. 

Also: Bei einer kühleren Wohnung geht weniger Energie verloren. Je besser die Dämmung der Rohrleitungen desto weniger Energie geht beim Aufheizen verloren.

Die Zeiträume sind von Wohnung zu Wohnung unterschiedlich.

Kommentar von Ursusmaritimus ,

Die Wärmeenergie der Heizrohre ist irrelevant, es geht vor allem um die Wärmespeicherkapazität der Wände/Möbel etc. und die Abstrahlung an die Umwelt (Dachwohnung/Kellerwohnung/Mittelwohnung)

Kommentar von bartman76 ,

Nein, im Gegenteil. Die Rohre sind alles andere als irrelevant.

Die Speicherkapazität der Wohnung zögert nur die Abkühlung hinaus. Da ist es beispielsweise egal ob ich 1 Woche oder 2 Wochen weg bin, die Energie, die ich zum erneuten Aufheizen brauche ist die gleiche.

Wenn ich nur kurzzeitig weg bin, kühlt da auch nicht viel aus. (Wenn ich nicht grad ein Fenster offen habe.)

Kommentar von Ursusmaritimus ,

Es geht dem Anschein nach nicht um eine Ferienwohnung für drei Wochen im Winter sondern um eine tagtäglich genutzte Wohnung welche zur Arbeit verlassen wird. Das sind die Grundparameter!

Kommentar von bartman76 ,

Eben! Und da spielt die Inneneinrichtung kaum eine Rolle. Diese kann nämlich die Wärme erst abgeben, sobald die Wohnung abkühlt. Und eine warme Wohnung gibt mehr ab, als eine Kühle.

Bei kurzer Abwesenheit spielt die Einrichtung keine große Rolle.

Antwort
von erobine, 25

Formel hin oder Formel her. Niemand kennt weder Deine Heizung, noch das Heizverhalten. Gleichmäßig ist sinnvoll!

Kommentar von Ursusmaritimus ,

Ein ganz deutliches und unabhänges Jein!

Kommentar von Nimrox ,

Desshalb frage ich allgemein. Ich will diese Werte nicht festlegen, weil ich mit den Rechnungen verschiedene Möglichkeiten ausprobieren will. Und mit der Heizung sollte es nicht viel zu tun haben. Es geht mir erst einmal nur um den Wärmeverlust der Wohnräume diese ganzen Verlustbeiwerte interessieren mich noch nicht.

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