Frage von Silkbrother, 131

Braucht man für Linux Mint 17.3 eine Firewall und ein Antivirusprogramm?

Hi Leute, hab auf meinem Laptop Linux Mint 17.3 draufgeklatscht und bin mir nich sicher ob ich ne firewall und antivirus brauch. Habn paar Foren abgeklappert aber die meinen alle:"Ne nicht unbedingt" is da was dran?

Antwort
von MatthiasHerz, 107

Eine Software Firewall ist ein ziemlich unnützes Ding, im Normalfall hast eh schon eine in der Hardware, nämlich im Router.

Für Unix-Systeme, wie Linux oder OS X benötigst keinen permanenten Virenscanner, solange Dich an die Regeln hältst, nämlich nicht mit dem Administrator bzw. Root zu arbeiten, sondern mit einem Nutzer mit eingeschränkten Rechten.

Ein Admin oder Root wird nur benutzt zur Einrichtung oder Installation von Programmen oder Geräten.

Ein gelegentlicher Virenscan kann aber nicht schaden, solange noch Berührpunkte mit Windowssystemen hast und darüber hinaus einfach, um sicherzugehen (;

Kommentar von Silkbrother ,

Yo super habs auch genau so gemacht danke

Kommentar von guenterhalt ,

Eine Software Firewall ist ein ziemlich unnützes Ding, im Normalfall hast eh schon eine in der Hardware, nämlich im Router.

Eine Firewall im Router ist auch nur "Software" .

So unsinnig ist eine Firewall doch nicht, kann sie doch doch Zugriffe von außen verhindern. 
Auch hat nicht jeder einen Router zwischen Modem und PC.

Vor einiger Zeit musste ich ohne Router ins Netz (Router defekt).
Die versuchten ( und durch meine Firewall abgewiesenen) Zugriffe waren nicht mehr zu zählen.
Das waren aber auch fast 99% Dinge, die nur Windows betrafen.

  

Kommentar von MatthiasHerz ,

Es geht gerade um ein Linux-System.

Solange die Schadsoftware das Rootpasswort nicht kennt, ist das System recht sicher, und selbst dann ist es schwierig wegen der restriktiven Rechtevergabe.

Wenn diverse Schadsoftware an Deinem Netzwerkzugang Schlange stand nach Abwesenheit der Firewall des Routers, solltest Deine Internetpraktiken ernsthaft überdenken, statt die Anwendung einer Personal Firewall anzupreisen.

Antwort
von MarcHuebner, 107

Ja da ist was dran man kann es machen braucht es aber nicht da Linux nicht oft genutzt wird bzw. von wenig Menschen genutzt wird werden eigentlich keine Trojaner und Viren für Linux entwickelt und dadurch bist du Save

Kommentar von gonzo1233 ,

Diese beiden Fehlinformationen geben bisweilen selbst gern "Windows-Fachleute" von sich, da es sich einfach plausibel anhört. Es ist schon bemerkenswert wie die Dominanz von unsicheren Windows-Betriebssystemen die Nutzer manipuliert.

Installiere doch Linux einfach mal neben deinem Win, das geht recht einfach, schau mal zu Youtube unter z.B. "Dualboot".

Nutze Linux dann für alles wo du früher ein Win Programm benötigt hast.

Nach Kurzem kommst du an den Punkt, wo du sagst, "warum geht das unter Linux (z.B. Mint) einfacher, günstiger und sicherer".

Kommentar von MarcHuebner ,

Und was hat das jetzt mit meiner Antwort zu tun ? Ich bin selber zertifizierter Debian Admin und kenne die Vorteile von Linux aber das hat hier nichts mit der Antwort von mir zu tun :D

Expertenantwort
von ninamann1, Community-Experte für Computer, 95

Das ist richtig so , es gibt da weniger Viren , schaden kann es aber trotzdem nicht 

Kommentar von guenterhalt ,

kennst du einen Virenscanner für Linux-Viren?

Das was ich kenne sind Programme unter Linux, die Windows-Viren suchen. Das hat aber nur Sinn, wenn man Dateien weiterleiten will oder Linux als Virenfilter benutzt, bevor man Dateien an Windows weiter gibt.
Es hat keinen Nutzen, einen Virus zu finden, der ohnehin unter Linux unwirksam bleibt.

Kommentar von guenterhalt ,

von einem Virus kann ich da nichts lesen!

Kommentar von ninamann1 ,

Es gibt ja auch nicht viele Viren , aber je mehr Verbreitung Linux hat , desto mehr werden es werden 

Kommentar von LemyDanger57 ,

Aber auch der scannt nur nach Schadsoftware für Windows, OS X und Android, siehe auch diesen Artikel: https://linuxundich.de/gnu-linux/sophos-antivirus-basic-fur-linux-kostenlos/

Kommentar von ninamann1 ,

dann ja offensichtlich sinnlos . Ich kenne ehrlich auch keinen Virus namentlich , der in Linux aufgetreten ist  

Antwort
von gonzo1233, 60

Die Experten vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik sagen in der leicht zu findenden Publikation "Sichere Nutzung von PCs unter Ubuntu" auf Seite 2: "Die Installation eines Virenschutzprogramms ist, basierend auf dem aktuellen Stand der Bedrohungslage in Bezug auf Schadsoftware für Linux, unter Ubuntu nicht notwendig", das will heißen, es gibt keine funktionsfähigen Schädlinge für Ubuntu (den Vater von Mint).

Das BSI ist die einzige Instanz, die sichere Betriebssysteme für unsere Bundesregierung zertifizieren darf, um damit Unterlagen der Kategorie "streng geheim" zu rechnen. Linux (Debian) ist als einziges Betriebssystem hierfür zertifiziert. Kein proprietäres Windows ist dafür zertifiziert und wird es auch niemals werden.

Es gibt keinen Virenscanner der Linux-Viren sucht; auch der Sophos Virenscanner für Linux sucht laut der Sohops Webseite nur Windows-Schädlinge.

Auch wenn Linux eine Verbreitung von 90% hat wird es dafür keine funktionierenden Schädlinge geben, dank mangelnden Rechten.

Eine Firewall wird nur für Windows benötigt, nur dort sind nicht benötigte Dienste vom Web aus erreichbar, unter Linux gibt es solchen Wildwuchs nicht.

Unlängst habe ich von einem Linux Banking Trojaner gelesen - das klang erst sehr bedrohlich. In der vorletzten Zeile stand dann: "Der Schädling muss manuell heruntergeladen werden, mit lokalen Rootrechten installiert werden und ausführbar gemacht werden." Ich kenne keinen geistig gesunden Menschen der das (unter Linux) machen würde.

Der Normalnutzer unter Linux hat niemals Rootrechte - das gibt es nur bei unsicheren Betriebssystemen.

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