Frage von sommerpaula 27.07.2009

Braucht man für eine wirksame Patientenverfügung eine Beglaubigung vom Notar?

  • Hilfreichste Antwort von tanni67 28.07.2009
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Irgendwie haben alle ein bisschen Recht, die Ihr bisher geantwortet habt: Seit diesem Juni (Bundestag) bzw. Juli (Bundesrat) hat der Gestzgeber nach sechsjähriger Diskussion ein 'Patientenverfügungsgesetz' beschlossen. Danach haben alle bisherigen PatVerf. weiterhin Gültigkeit, ob sie aber von Ärzten umgesetzt werden, wie es der Wille des Patienten ausdrückt, hängt vom Inhalt und von den Formulierungen ab. Daher ist es auch hier ratsam eine Überprüfung im Sinne des neuen Gesetzes vorzunehmen. Und dieses bestimmt:

    1. eine ärtztliche Beratungspflicht!!! über die modernen Möglichkeiten der Medizin im Hinblick auf Heilung, Rehabilitation etc. Die Ärzte rechnen diese Beratung mit den Krankenkassen ab.(bereits gesetzlich geregelt!) Daraufhin stellt der Arzt eine Beratungsbescheinigung aus.

    2. eine notarielle Beratung ist vorgeschrieben, um mit der PatVerf. nicht gegen anderslautende Gesetze zu verstoßen. Z.B. von Pflegekräften darf nicht verlangt werden, die Nahrungszufuhr abzubrechen. Die Verfügung wird beim Notar hinterlegt.

    3. alle fünf Jahre muss die Verfügung erneuert, bzw. überprüft werden.

  • Antwort von ingridshaus 27.07.2009
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ja sie hat Recht.

  • Antwort von mialena 27.07.2009
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    noch ist kein Notar erforderlich , ein zeuge ist nicht schlecht

  • Antwort von RuleBritannia 27.07.2009
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Nein! Diese Willenserklärung ist genauso gültig und rechtsverbindlich wie ein handschriftliches Testament ohne notarielle Beurkundung. Die Deutsche Hospiz Stiftung rät aber, die Verfügung im Beisein eines Zeugen zu verfassen und auch vom Zeugen unterschreiben zu lassen. Und, was noch wichtiger ist, sich vorher zumindest medizinischen Rat einzuholen. Denn nicht jede Idee ist praktisch umsetzbar...

  • Antwort von firstguardian 27.07.2009
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich
  • Antwort von hoffnungsglueck 27.07.2009
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Sicher ist sicher. Aber das ist ggf. auch keine Garantie, dass sich die behandelnden Ärzte danach richten. Ich habe jahrelang im Altenheim gearbeitet, und die Ärzte sind immer auf Nummer sicher gegangen, und haben lebensverlängernde Maßnahmen eingeleitet, auch wenn in der Patientenverfügung was anderes stand. Es muss halt ein starker Angehöriger greifbar sein, der sich in so einer Situation mit den Ärzten auseinander setzen kann.

  • Antwort von brunhilde45 27.07.2009
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    sie hat Recht,ja.

    Es ist eine letztwillige Verfügung schwer kranker oder verunfallter Menschen jeglichen Lebensalters,die außerstande sind,sich nicht mehr selber äußern zu können.

    Da muss man das Unterlassen der Maßnahmen schon fundiert belegen,..um es durchsetzen zu können.

    IN Bayern sind dafür NOTARE zuständig -u.a. Die quatschen einem gern eine Vermögensvorsorgevollmacht aus..die ist aber oft NICHT notwendig,denn es gibt gesetzliche REgelungen und Erbfolgen...findet man alles beim Bundesjustizministerium.

    Da ist mehr dran verdient,da sich die Notargebühren nach dem im "Testament"bzw.der "Verfügung"erwähnte Werte richten.

    Gute Geschäfte sind möglich-für den Notar vor allem. Die Vorsorgevollmacht kann man ca.ab 60-80Euro erhalten.

    Es gibt seit längerem eine Broschüre für rd.6Euro vom Bundesjustizministerium, in der alles drin steht. Gibts im Buchhandel-inzwischen. "Vorsorge für Alter,Krankheit....".usw...

  • Antwort von tomsmama 27.07.2009
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Das ist richtig. Eine Patientenverfügung muss vom Notar beglaubigt werden und soweit ich weiß (kann mich auch irren) einmal im Jahr. Haben meine Eltern auch gemacht.

  • Antwort von SchnuBee 27.07.2009
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Nein, soweit ich weß gibts dazu noch keine gestzliche Vorschrift, aber es wird in der Regel so gehandhabt um nachweisen zu können, dass die betroffene Person die Patientenverfügung auch tatsächlich so wollte.

  • Antwort von verwackelts 28.01.2011

    Das hat sich geändert. Eine Patientenverfügung muss nur noch schriftlich vorliegen. Nur wenn man nicht mehr selbst unterschreiben kann ist ein Notar nötig um ein Handzeichen, Augenzwinkern etc. zu bestätigen. Es gibt übrigens verschiedenste Vorlagen für Patientenverfügungen. Eine habe ich hier beschrieben: http://verwackelts.wordpress.com/2011/01/26/patientenverfugung-neu-jetzt-auch-fu...

  • Antwort von macro 28.07.2009

    Hier auch noch ein ganz spannender Artikel zu dem Thema inkl. einer Vorlage für eine Patientenverfügung:

    http://www.purovivo.de/gesundheit/vorsorge/0906195213/patientenverfuegung-verabs...

  • Antwort von cyclomethicone 27.07.2009

    Meine Mutter hat diese in meinem Beisein ausgfeüllt und ich war der zeuge, dass sie bei voller Geistesfähigkeit war. So ist sie nun auch wirksam, da ich dies unterschieb. Wichtig ist ein Zeuge.

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