Zuerst einmal sollte festgestellt werden, dass dieser Artikel nur so vor Fehlern strotzt - ein Indikator dafür, dass dieser Text nicht einmal Korrektur gelesen wurde.
Dann ist festzustellen, dass mehrfach Beispiele aus "Studien" genannt werden, deren Resultat auf den ersten Blick und erst recht für Laien eindeutig wirken, die im Folgenden allerdings bereits wieder revidiert werden mussten, da sie keineswegs den Wert einer empirischen Studie haben und darum auch keine weitreichenden Schlussfolgerungen zulassen. Verheerend bei derartigen Artikeln ist der psychologische Effekt: Hängen bleiben die dramatischen Informationen, nicht aber die Relativierung dieser.
Abschließend dürfte jedem der Ursprung der Quelle aufgefallen sein: Ein Marketingunternehmen. Hier handelt es sich also um Werbung und nicht um Wissenschaft.
So, nachdem das geklärt wäre, bleibt eigentlich nicht mehr viel übrig. Darum fasse ich mich relativ kurz. ;)
Richtig ist: In Fleisch stecken tatsächlich Stoffe, die für die gesunde Hirnentwicklung notwendig sind, allerdings finden sich diese Stoffe ausnahmslos alle ebenso in Pflanzen. In unserer stark auf Hygiene bedachten Gegend ist lediglich die Versorgung mit Vitamin B12 bei rein pflanzlicher Ernährung ein Knackpunkt, wobei vegetarische Ernährung im Normalfall ausreichend mit diesem Vitamin versorgt.
Die These, tierliches Protein sei höherwertiges Protein und pflanzliches demzufolge minderwertig wird demnächst stattliche einhundert Jahre alt, beruht allerdings auf einer vorschnellen Schlussfolgerung:
"Studien des amerikanischen Biochemikers Thomas Osborne und Lafayette Mendel, Professor für Physiologische Chemie in Yale, von 1914 zeigten, dass Ratten, die tierisches Eiweiß erhielten, schneller an Gewicht zunahmen, als Ratten, die nur pflanzliches Eiweiß erhielten. Daraus wurde voreilig geschlossen, dass tierisches Eiweiß „hochwertiger“ als pflanzliches Eiweiß sei. Tatsächlich kann man aber mit wenigen hochwertigen Pflanzenproteinen (Kartoffel, Soja) eine gleichwertige Ernährung erreichen. Es kommt bei Protein als Nahrung allein auf den Anteil an deren Bausteinen, den Aminosäuren, an." (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Protein#Proteinlieferanten )
Tierliches Protein verfügt über alle essentiellen Aminosäuren (die Bausteine der Proteine) gleichzeitig, jedoch finden sich diese Aminosäuren ebenso in Pflanzen. Vereinfacht gesagt: Solange du alle essentiellen Aminosäuren zu dir nimmst, ist alles okay, egal woher sie stammen.
Wer sich also ausgewogen und abwechslungsreich vegetarisch oder vegan ernährt, braucht sich keine Sorgen um die Versorgung mit Proteinen zu machen.
Ferner wird bei vegetarischer/veganer Ernährung nichts ersetzt, vielmehr ist diese Art der Ernährung die Basis für jede gesunde Ernährung. So empfiehlt jede Gesellschaft für Ernährung, nur eine begrenzte Menge an Fleisch und Fisch pro Woche zu verzehren, der Rest der Ernährung sollte demnach vegetarisch oder gar vegan gestaltet sein.
Was den Fleischkonsum und dessen Folgen in der Evolution auf unser Gehirn betrifft, sehe ich auch diese These äusserst skeptisch. Im vergangenen Jahrhundert ist der Fleischkonsum in unvorstellbare Höhe geschnellt, dennoch wächst das menschliche Gehirn nicht - wie naheliegend wäre - in vergleichbarer Größe weiter, es hat sogar "den Rückwärtsgang eingelegt" und schrumpft.
Das evolutionär bedingte Wachstum des menschlichen Gehirns dürfte viel eher mit der Entdeckung des Feuers (und damit des Garens der Nahrung) zu tun gehabt haben, denn erst dadurch wurden zahlreiche Nahrungsmittel überhaupt erst für den Menschen verträglich (sprich: ungiftig) und durch diesen Garungsprozess wurden viele Nährstoffe erst aufgeschlüsselt und für den Menschen verwertbar gemacht, sodass er sich eine Fülle neu verfügbarer Energie zu Nutzen machen konnte.
Fernab der Ethik und aus rein gesundheitlicher Sicht ist also nichts gegen jede Ernährung einzuwenden, die ausgewogen und abwechslungsreich gestaltet ist, das beinhaltet auch eine Ernährung, die wenig Milchprodukte und Eier, sowie eine sehr reduzierte Menge an Fleisch beinhaltet, ebenso wie komplett vegetarische und vegane Ernährung.
und 6 tage kein fleisch?
keine wurst, kein schinken, kein döner, burger, currywurst, gar nichts?
nicht mal son bissel hack in bolongnese?
Gerade die finde ich auch besonders widerlich. Tomatensoße geht hervorragend ohne.
für einige auf dauer aber zu eintönig, einige menschen brauchen hin und wieder etwas fleisch, daran ist doch nichts verwerfliches. ob es nun allein an den gelüsten oder am bedarf der nährstoffe liegt, darf sich jeder selbst beantworten, bei mir würde es nicht gehen, obwohl ich mich verdammt gesund ernähre.
kenne selten jemanden, der soviel gesundes in sich reinstopft wie ich, deshalb hab ich auch so gute blutwerte, bin sehr kräftig ( nicht übergewichtig!!!) und kann meinen tagesablauf gut bewältigen :-) ich bin der meinung, dass sich ein gesunder körper holt was er braucht, hab auch nicht täglich lust auf gurkensalat, aber hin und wieder schon ;-)
Du kennst nicht meine Veggiebolognese. Mir haben schon 3 Fleischies gesagt, dass sie besser als die herkömmliche ist ;)