Frage von OwlsAnswer, 88

Braucht man ein klares NEIN zur Organspende um es nicht zu machen oder reicht es auch einfach nicht zuzustimmen?

Hallo, ich will keine Organspende machen weil ich auch nach dem Tod noch "ganz" sein will und auch noch aus anderen Gründen. Wenn ich dazu nichts sage (kein Ja und kein Nein) bin ich dann trotzdem zur Organspende "verpflichtet"? Oder muss man da ganz klar nein sagen? (Ich hoffe man versteht was ich meine)

Antwort
von ManuTheMaiar, 34

Wenn du in Deutschland nicht Nein sagst, dann müssen die Ärzte versuchen zu ermitteln ob du das wolltest oder nicht, das heißt es werden deine Angehörigen gefragt und die müssen dann entscheiden, dabei muss man aber sagen das mitunter von Ärzten Druck gemacht wird mit gezielten Überredungsversuchen und moralischen Zwickmühlen (das sonst stirbt jemand Argument)

Du kannst aber auch jemanden bestimmtes bestimmen der das für entscheidet

In Österreicht reicht noch nichtmals ein Nein, da musst du dich in einem Register für Nichtspender eintragen, selbst wenn du dir dich und fett auf die Haut tätowieren lässt, "Finger weg von meinen Organen" würden sie dich auswaiden, dort entscheidet die Gesellschaft einfach mal so dreist über die Körper fremder Menschen, grausam oder ?

Ich finde diese ganze Organspender von angeblich Toten einfach nur schlimm, ich möchte weder angeblich "tot" ausgewaidet werden noch würde ich ein fremdes Organ annehmen (falls was ist können mein Zwillingsbruder und ich ja immernoch für uns gegenseitig lebend spenden)

Und man nach dem Hirntot nie wieder aufwachen kann war vielleicht einmal so, aber heute könnten die Forscher schon Ratten heilen, vielleicht klappt es schon in 10 Jahren bei Menschen und wir alle wissen das es durchaus möglich ist einen Hirntoten 10 Jahren an den Maschinen zu lassen (bis die Forscher soweit sind)

http://www.rp-online.de/leben/gesundheit/medizin/us-forscher-wollen-mit-stammzel...

Antwort

Organspenden in Deutschland sind "opt-in", d.h. ohne explizite Zustimmung darf nichts entnommen werden.

Antwort
von axoni, 35

Ohne deine Zustimmung darf nix gemacht werden, manche Politiker hätten das gerne anders rum

Kommentar von ManuTheMaiar ,

Da liegst du falsch, die Politiker haben es schon so weit gebracht, das deinen Angehören dann über dich entscheiden müssen

Antwort
von Colombo1999, 35

Eine Organspende bedarf Deiner Zustimmung. Die Krankenkassen geben Organspende-Ausweise aus. Wenn Du keinen bei Dir trägst und auch keiner gefunden wird, dann wird keine Spende - das Wort sagt es schon - erfolgen.

Siehe auch:

https://www.organspende-info.de/

Antwort
von DerTroll, 44

Es hängt vom Land ab. Hierzulande braucht man deine Zustimmung bzw. wenn du tot bist, werden deine Angehörigen gefragt. Leg dir doch sicherheitshalber einfach einen Organspendeausweis zu. Du kannst ja ankreuzen, was du willst. Wenn du ankreuzt, daß du keine Organspende willst, ist dein Wille klar bekundet. Allerdings ist deine Einstellung unlogisch und sehr egoistisch! Wenn du tot bist, brauchst du deine Organe doch nicht mehr. Du bist ja tot. Es gibt keinen logischen Grund, warum du die nicht anderen zur Verfügung stellen solltest, die damit vielleicht überleben können. Auch die Argumentation, daß "ganz" sein willst, finde ich nicht logisch. es setzen eh zersetzungsprozesse ein. Der Körper verwest. Da bleibt nichts von übrig.

Kommentar von ManuTheMaiar ,

Du bist ja tot.

Nein, nur das Gehirn ist tot, der Körper lebt weiter solange er beatmet wird

Allerdings ist deine Einstellungsehr egoistisch

Schön das es sofort als egoistisch abgetan wird, wenn jemand seinen eigenen Körper nicht dieser Organspenderei opfern will und nicht auf diese Art drauf gehen will

Kaum entscheidet man sich gegen eine Organspende wird man sofort von allen Seiten kritisiert und ganz viele Leute wollen einem Schuld einreden und werfen einem vor ein schlecher Mensch zu sein, was glaubst du wie mich das stört

Es gibt keinen logischen Grund

Hier hast du einen logischen Grund

http://www.rp-online.de/leben/gesundheit/medizin/us-forscher-wollen-mit-stammzel...

Mag sein das wirklich Hirntote (von den Fehldiagnosen ganz zu schweigen) bisher zu einem Dauerkomadasein verdammt waren, aber das könnte sich bald ändern

Kommentar von DerTroll ,

Wenn das Gehirn tot ist ist man tot. Klar werden die Körperfunktionen KÜNSTLICH aufrecht erhalten, bis die Organe entnommen sind. Aber das kann dir egal sein, wenn dein Gehirn tot ist. Du kriegst das nicht mehr mit, wenn man einen nicht mehr künstlich am Leben erhält verstirbt auch der Rest vom Körper, also warum sollte man das nicht einfach etwas hinauszögern, bis die Organe entnommen sind. Fakt ist, die Person, die hirntot ist ist tot (oder wird defintiv sterben, wenn man den Tod anhand von Vitalzeichen festmacht). Aber das ist nur eine Person. Eine andere Person, die weiterlegen könnte, muß dann doch nicht auch sterben. Deine Begründung mit dem Link könnte das natürlich ändern. Aber momentan ist es nicht so, daß Hirntote einer solchen Wiederbelebungsmaßnahme unterzogen werden. Das heißt, man schaltet die Geräte ab und sie sterben auch klinisch. Und unter diesem Aspekt gibt es keinen logischen Grund, die Organspende abzulehnen. Und ja, es ist egoistisch, wenn man funktionierende Organe mitsterben lassen will, obwohl einanderer damit überleben könnte. Das ist reine Logik.

Kommentar von ManuTheMaiar ,

also warum sollte man das nicht einfach etwas hinauszögern, bis die Organe entnommen sind.

Warum nicht einfach so lange wie möglich hinauszögern und demjenigen die Möglichkeit geben sein Leben komplett zu leben, das macht man ja bei Komapatienten auch, selbst bei welchen die überhaupt kein Bewusstsein mehr haben

Aber das kann dir egal sein, wenn dein Gehirn tot ist

Wenn ich die Chance hätte in 10 oder 20 Jahren wieder aufzuwachen dann ist mir das alles anderen als egal, denn ich lebe gerne

Aber momentan ist es nicht so, daß Hirntote einer solchen Wiederbelebungsmaßnahme unterzogen werden

Und deswegen würde ich solange an den Geräten bleiben wollen bis diese Maßnahme möglich ist, immerhin wird die schon entwickelt wird und wenn sogar jetzt schon bei Ratten funktioniert ist das wenn auch keine Garantie so doch zumindest ein kleiner Lichtblick irgendwann doch noch einmal zurückkehren zu können und seine Lieben wieder in die Arme schließen zu können

Kommentar von DerTroll ,

Das ist auch nicht logisch. Du kannst nicht jeden Hirntoten künstlich am Leben erhalten, nur weil es vielleicht einmal die Möglichkeit geben wird, daß man ihn wiederbeleben kann. Das verursacht nur kosten. Und die Krankenkassen sollten mit so etwas auf keinen Fall belastet werden! Die medizinischen Geräte braucht man dringend für akute Fälle und nicht für Leute, die man irgendwo parkend lagern will, bis das vielleicht mal erfolgreich möglich ist, ein totes Gehirn zu beleben. Andere Leute, die auf ein Organ angewiesen sind, haben hingegen eine realistische Chance damit wieder leben zu können.

Aber über dieses Argument brauchen wir doch sowie so nicht zu diskutieren. Darum ging es den Fragensteller doch nicht. Er hat gesagt, daß es ihm darum geht, vollständig mit allen Organen begraben zu werden. Es ging nicht darum, ob er vielleicht doch noch weiter leben kann. Und diese Sichtweise ist nun einmal nicht logisch!

Kommentar von ManuTheMaiar ,

Das verursacht nur kosten

Ich finde nicht das man ein Menschenleben mit Geld aufwiegen kann oder einen Menschen wegen kosten die Chance auf Rettung nehmen wollte

Die medizinischen Geräte braucht man dringend für akute Fälle / Andere Leute, die auf ein Organ angewiesen sind

Falls mir etwas passieren sollte, würde ich wollen das getan wird was möglich ist, hier geht es nicht um ein paar Kinokarten wo man von Ressourcenaufteilung reden darf, sondern um etwas so essentielles wie das Leben, ich hab nur dieses Leben, falls ich zustimmen würde mich abzuschalten nur um Maschinen freizugeben oder um anderen mit meinen Organen zu helfen, dann wäre ich weg und würde verrotten, dann gäbe es mich nicht mehr

Außerdem ich finde schon das ich ein Vorrecht auf meine Organe habe ich also hier egoistisch sein darf und zusätzlich bin ich ja noch nichtmals komplett egoistisch, es gibt Menschen denen ich sehr sehr viel bedeute und die mich auf keinen Fall verlieren wollen würden, wenn ich mich "parken" lasse, dann denke ich damit genauso an diese Menschen

ihm darum geht, vollständig mit allen Organen begraben zu werden

Vielleicht ging es ihm ja nur darum, weil er noch nichts von dieser der dritten Alternative wusste und außerdem sprach er noch von weiteren Gründen, dazu könnten durchaus Zweifel am Hirntod gehören und er hat dies vielleicht nur nicht in die Frage geschrieben weil er einem Belehrungsansturm entgehen wollte

Kommentar von DerTroll ,

Ich finde nicht das man ein Menschenleben mit Geld aufwiegen kann

Das kann man sogar sehr gut. Z.B. BIP durch Anzahl der Bevölkerung gibt einen guten Durchschnittswert oder man guckt, welchen wirtschaftlichen Beitrag der Mensch liefern kann. Fakt ist, zu der Zeit, wo man durch Maschienen am Leben erhalten wird, verursacht man nur kosten!

Außerdem ich finde schon das ich ein Vorrecht auf meine Organe habe

Na dann ist es also doch eine egoistische Sichtweise. Sich ein Vorrecht einräumen wollen ist genau das, was man Egoismus nennt

Vielleicht ging es ihm ja nur darum, weil [...]

Du solltest nicht einfach etwas interpretieren. Er hat sich ganz klar ausgedrückt, worum es ihm ging. Und das war das er auch im Tod vollständig ist. Wenn er weitere Gründe hat, die ich nicht berücksichtigt habe, kann er die doch selber anführen. Du kannst nicht wissen, was er meint. Aber wie gesagt, man muß einfach mal logisch und rational denken. Wie ist der wirtschaftliche Nutzen (und möglichst nicht nur für einen selbst) am größten. Es besteht eine geringe Wahrscheinlichkeit, daß man irgendwann mal ein Gehirn wiederbeleben kann. Man weiß nicht, ob man danach so leben kann wie früher usw. Selbst wenn das Gehirn dann wieder lebt, sind ja alle Muskeln erschlafft usw. Während man diese Kosten verursacht für vieleicht nichts, könnten MEHRERE andere Personen von den Organen profitieren. Allein von einer Leber können mindestens 2 Leute ein Transplantat bekommen usw. das rechnet sich auf jeden Fall!

Kommentar von ManuTheMaiar ,

durch Maschienen am Leben erhaltenverursacht man nur kosten!

Das tut ein Koma Patient (dem diese Technologie dann übrigens auch helfen würde) auch und keiner kommt auf die Idee ihn abzuschalten

Na dann ist es also doch eine egoistische Sichtweise. Sich ein Vorrecht einräumen wollen ist genau das, was man Egoismus nennt

Wo ist das egoistisch, mein Körper ist mein Körper, mein Körper bin ich und ich habe ein Vorrecht darauf über mich zu bestimmen, egoistisch wird es erst wenn ich versuchen würde über andere zu bestimmen oder etwas für alle auszubeuten um mir einen Vorteil zu verschaffen

Außerdem geht es mir explizit nicht nur um mich, ich habe einen (eineiigen) Zwillingsbruder dem ich sehr viel bedeute, der mich über alles liebt (und ich ihn auch) und für den ich nicht ersetzbar bin (und er ist das für mich auch nicht), allein für ihn würde ich das schon tun und ihm dadurch eine Hoffnung lassen mich eines Tages vielleicht wiederzubekommen

könnten MEHRERE andere Personen von den Organen profitieren

Ich bin jemand der gerne (solange nicht dazu gezwungen) hilft aber meine Organe brauche ich und die gebe ich nicht so einfach her über ein bisschen Knochenmark von mir können wir aber gerne reden, das wächst nach und die Schmerzen bei der Entnahme vergehen auch wieder, dafür kann jemand weiterleben, deswegen würde ich das (sobald ich alt genug bin) ohne Probleme machen

Transplantat bekommen

Ich bin gegen Organspende, ich würde aber auch im Gegenzug keine fremden Organe haben wollen, gerade vor dem Hintergrund einer eventuellen Chance für den Spender würde ich mich als Mörder fühlen und Immununterdrückung und ewig krank sein ist auch nichts für mich und allein der Gedanke etwas fremdes von einer fremden Person in mir zu haben ekelt mich an

Mein Bruder und ich, wir haben uns das sehr genau überlegt, falls einer von uns ein Organ brauchen sollte könnten wir bestenfalls (also bei Leber, Niere, Darm, Bauchspeicheldrüse) immernoch füreinander spenden und falls einer von uns einen schweren Unfall hat (was hoffendlich nie passiert) dann besteht vielleicht die Chance das wir uns einestages doch wiederhaben können

Kommentar von DerTroll ,

Ich werde jetzt nicht weiter diskutieren. Daß deine Aussage nicht logisch ist, habe ich dir verdeutlich. Du schaffst es nicht saglich zu argumentieren. Du nennst keine Fakten, aufgrund der man sagen kann, daß das wirklich logische Aspekte sind. Und noch einmal. Die Organe gibt man erst, wenn man sie nach aktuellem Stand der Medizin nicht braucht. Und kein Arzt wird das mitmachen, daß er nach deinem Hirntod sagt, daß er dich proforma am Leben erhält, nur weil man vielleicht in ein paar Jahren das Gehirn wiederbelben kann. Ich finde das auch nicht gut von dir, wie du diskutierst. Ich bin immer auf deine Arugemente eingegangen und habe klar gesagt, warum die nicht logisch sind. Du zitierst zwar auch meine Worte, aber sagst danach nichts, was sich explizit darauf bezieht. So bringt es nichts.

Antwort
von Ursusmaritimus, 34

In D muss man aktiv der Organspende zustimmen, keine Antwort ist ein Nein.

In Österreich gilt die Widerspruchsregel, du musst aktiv Nein sagen sonst gilt es als Ja.....

Kommentar von ManuTheMaiar ,

Aber wenn du garnichts sagt dann fragen sie deine Angehörigen

Kommentar von Ursusmaritimus ,

Der fakultative Organspender kann nichts mehr sagen, als fragt an seine Angehörigen nach dem (mutmaßlichen) Willen.

Antwort
von Michipo245, 52

Hol dir einen Organspenderausweis und kreuze "nein ich will meine Organe nicht spenden" an. Den hast du dann immer im Geldbeutel dabei. So hat es mein Freund gemacht. 

Antwort
von Almalexian, 41

Nur wenn du als Spender ausdrücklich zu erkennen bist ist die Organentnahme erlaubt. Also zb wenn du einen Spendeausweis mit dir führst oder dies in deinem Testament erwähnst.

Antwort
von Paule13579, 32

Du brauchst einen Organspendeausweis, sonst wird nichts entnommen.

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