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Braucht ein kernkraftwerk einen kühlturm?

Frage von BlaueSeiten BlaueSeiten

Hallo ich wollte mal fragen ob ein Kernkraft werk einen kühlturm benötigt oder ob es auch nur durch einen fluss gekühltwerden kann thx

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Antworten (7)

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    Antwort von Kylee Kylee

    Natürlich muss ein Kernkraftwerk gekühlt werden, genau wie jedes andere thermische Kraftwerk, egal ob mit Luft / Verdunstung also Kühlturm, oder direkt Wäremetauscher im Flusswasser. Wobei letzteres ungern gemacht wird weil es den Fluss zu sehr erwärmt! Solche technischen Fragen kannst du übrigens auch hervorragend bei Wikipedia nachschlagen, das geht schneller als hier auf eine Antwort zu warten.

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    Antwort von stouni stouni

    sie müssen einen kühlturmhaben, die brennstäbe müssen ja gekühlt werden, ansonnst würde es ja zum supergau kommen

    Kommentar von Kylee KyleeKylee

    Supergau hat damit garnix zu tun!

    Kommentar von stouni stounistouni

    dann erklär mir was pasiert wenn die brennstäbe nicht mehr gekühlt werden

    Kommentar von trixieminze trixieminzetrixieminze

    Deine Ahnunug geht leider gegen Null.

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    Antwort von ginko74 ginko74

    alle kernkraftwerke die ich kenne haben einen oder mehrere kühltürme

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    Antwort von NuklearTV NuklearTV

    Kernkraftwerke brauchen in der Regel immer Kühlung, rund 98% nutzen Wasser, gibt auch luftgekühlte Reaktoren, die allerdings nur beim Militär oder zur Forschung zum Einsatz kommen, da Luft ein extrem schlechtes Medium ist, um die Wärme abzuführen. Zurück zum Kühlturm: Das zuständige Umweltamt oder in diesem Fall Ministerium gibt einen bestimmten Wert vor, in wieweit die Wasser erwärmt werden darf. Richtwert liegt in Deutschland zwischen zwei und acht grad. Wenn die Temperatur höher liegt, wie in einem heißen Sommermonat, müssen die Reaktoren allerdings abgefahren werden oder gar ganz vom Netz, was allerdings in einer Hitzeperiode sehr Kritisch ist, da der Stromverbrauch meist zu diesen Zeiten sehr hoch ist. Um also den Betrieb weiterhin aufrecht zu erhalten, oder auch um keinen Verlust durch Stillstände zu verursachen, plant man einfacher weise Kühltürme ein. Diese können die verschiedensten Formen haben, vom klassischen großen alten Kühlturm (bspl. Grundremmingen B & C) über die älteren Zellenkühlern (bspl. Neckarwestheim Block eins) bis hin zum modernsten Kühlturmtyp, dem Hybridkühlturm (bspl. Neckarwestheim Block zwei). Da modernere Rektoren meist relativ hohe thermische Leistungen besitzen, wird das Wasser seit der Baulinie '80 nicht mehr in den Fluss zurück geleitet. Es wird lediglich Wasser vom Fluss entnommen, durch die Kondensatoren getrieben und dabei erhitzt und anschließend im Kühlturm gekühlt. Anstatt es im Fluss zurück zu leiten, wird das Wasser dem Kreislauf wieder zugeführt. Der Wasserverlust wird durch Abpumpen von Wasser aus dem anliegendem Gewässer wieder ausgeglichen. Der Nachteil von Kühltürmen ist, dass es in einem Umkreis von rund zwei Kilometern oder mehr zu leichten klimatischen Veränderungen kommt (sofern Nasskühlturm), da die Luftfeuchtigkeit zunimmt und es öfter zu Regenschauern dadurch kommen kann.

    Fazit: Letztlich ist es egal, ob ein Kernkraftwerk einen Kühlturm besitzt oder nicht, durch Kühltürme kann lediglich eine effizientere Wärmesenke gewährleistet werden und ist daher eine betriebstechnische bzw. wirtschaftliche Entscheidung, ob eine Anlage mit Kühltürmen ausgestattet wird oder nicht. Sofern die Vorgaben der Behörden erfüllt werden, muss nicht unbedingt ein Kühlturm errichtet werden, es tut der Umwelt allerdings gut, da dadurch biologische Veränderungen in den anliegenden Gewässern verhindert oder gemindert werden können.

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    Antwort von echimal echimal

    Ein Kernkraftwerk kann auch direkt mit Flusswasser gekühlt werden. (siehe Kernkraftwerk Neckarwestheim Block I)

    Dennoch ist das nicht die Regel, da die KKWs die Leistung drosseln müssen, dass das Wasser sich nicht zu stark erwärmt. Um eine ausreichende Kühlung des Reaktors zu erreichen, wird das aber wenn dann nur im Winter gemacht. Ausserdem "verseucht" das Kühlwasser nicht, sondern es ist danach viel sauberer als vorher, da dass Wasser vorher gereinigt wird. Das Wasser wird also aus dem Fluss genommen, gereinigt, am Wärmetauscher vorbeigeleitet und wieder in den Fluss abgegeben. Im Sommer wird es ähnlich gemacht, nur wird das Wasser nach dem Wärmetauscher durch den Kühlturm abgekühlt und wird danach ins Wasser abgegeben. Das ist auch gut für das Ökosystem im Fluss, da dadurch auch eine große Menge Sauerstoff ins Wasser abgegeben wird.

    @Stouni: Es kommt da zu keinem Supergau, weil es vorher zu einer Schnellabschaltung des Reaktors kommt und somit die Kernspaltung unterbrochen wird. Dadurch kühlt sich der Reaktor ab und alles ist wieder iO. Dafür gibt es ja die sog. Steuerstäbe.

    @Ginko74: Jeder Block besitzt ein Kühlturm. Es gibt aber verschiedene Arten. Beispielsweise werden im Kernkraftwerk Neckarwestheim Kühlzellen und ein Hybridkühlturm, der besonders niedrig ist. Üblicherweise werden aber die Naturzugkühltürme eingesetzt, die die meisten anderen KKWs besitzen, siehe Philippsburg.

    Und @Jorgfried: Ich glaube nicht, dass ein Waärmetauscher in einem Kühlturm verbaut ist:) Da das Wasser aus dem Reaktor strahlenbelastet ist und dadurch im Sicherheitsbereich ist, in dem kein Kühlturm steht.

    Kommentar von NuklearTV NuklearTVNuklearTV

    Bei einer Schnellabschaltung des Reaktors, ist die Lage noch lange nicht im Griff. Die Brennelemente bleiben durch die Nachzerfallswärme weiterhin auf Temperatur die zwar langsam abnimmt, jedoch nicht ganz verschindet. Rund 24 Stunden benötigt man mindestens, um die Nachwärme abzuführen. In dieser Zeit muss die Kühlung weiterhin gewährleistet werden, danach ist die Gefahr einer Kernschmelze ausgeschlossen. Aber selbst danach darf die Kühlung nicht ausfallen, da die Brennelemente weiterhin eine Temperatur von 500 bis 400 °C halten und das Wasser das sie umgibt zum Kochen bringen könnte. Nach fünf Jahre abklingen haben die Elemente weiterhin eine Temperatur von 200 °C. Sie können zwar nicht schmelzen, jedoch muss eine Kühlung weiterhin erfolgen.

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    Antwort von Schnulli00 Schnulli00

    Wie sonst soll denn das Kühlwasser wieder abgekühlt werden. Meinsst du etwa sinngemäß "Frischwasser aus Fluss holen und warmes Wasser dahin abgeben"? Das hätte durch den Temperaturanstieg im Fluss gravierende ökologische Folgen.

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    Antwort von Jorgfried Jorgfried

    Du brauchst einen Wärmetauscher, durch den das verseuchte Kühlwasser gekühlt wird. Wo man den hinbaut ist letztlich egal - kann man auch eingraben, aber das Aggregat ist sperrig und schutzbedürftig - daher haben sich Betontürme bewährt.

    Kommentar von Kylee KyleeKylee

    verseucht? Wozu soll das verseucht sein?? Schreib doch bitte fundiert!

    Kommentar von NuklearTV NuklearTVNuklearTV

    Gemeint ist wohl das Speisewasser des Primärkreislaufes. Das ist ja das Primärmedium, das gekühlt werden muss. Dadurch es durch den Kern des Reaktors fließt steigt die Strahlung leicht an, wird allerdings im Kernkraftwerk wieder aufbereitet, weshalb die Strahlung niedrig bleibt. Außerdem befinden sich noch einige andere Stoffe im Wasser, die normal nicht enthalten sind, so ist es mit Borsäure versetzt und einigen anderen Flüssigkeiten, die zum Betrieb es Reaktors notwendig sind. Wenn man es genau nimmt ist das Wasser trotzdem nicht verseucht, sondern verunreinigt oder zumindest mit anderen Stoffen versetzt.

    Kommentar von Schnulli00 Schnulli00Schnulli00

    Das Wasser welches in den Kühltürmen abkühlt ist nicht "verseucht"

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