Braucht Deutschland so viele Flüchtlinge?

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17 Antworten

Du verwechselt, die Aufnahme von Geflüchteten, die im Grundgesetz steht mit der Migration von beispielsweise Arbeitsmigrant*innen, bei denen Kanada ein restriktives Einwanderungsgesetz hat.

Ob Deutschland so viele Geflüchteten "braucht" ist eine schwere Frage, im Prinzip braucht Deutschland früher oder später Zuwanderung, um den demographischen Wandel auszugleichen.

Bei der Frage nach der Aufnahme von Geflüchteten sollte aber in erster Linie Humanität im Vordergrund stehen. Und humanitär ist es eben Menschen in Not zu helfen, völlig egal, ob man die "braucht" oder nicht.

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Kommentar von willom
18.11.2016, 16:51

Und bei der " Humanität " ist es dann selbstverständlich auch egal, ob das eigene Sozialsystem dabei draufgeht, ob die eigene Gesellschaft zerrüttet wird und ob´s ein paar hundert oder tausend- Opfer in der eigenen Bevölkerung gibt......., nicht war...?

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Braucht die Welt so viel an Elend, Not und Leid, braucht Deutschland so billige Arbeitskräfte die für unter einem Dollar die Stunde dafür arbeiten, das "wir"  die Textilien billigst kaufen können. Brauchen wir eine geopolitische (Un)Ordnung die, die Bedingungen für die Flüchtlingsströme überhaupt erst geschaffen hat (Irakkrieg, Krieg in Afghanistan, dem die Unterstützung der Mudschaheddin - um es geschichtlich etwas grob zu formulieren vorausging - siehe: Operation Cyclone), brauchen wir die Dritte Welt nur als Rohstofflieferant (Stichwort: Seltene Erden die im Blutzoll der grausamen Gemetzel in Kongo-Zaire gewonnen werden, damit sich jeder alle zwei Jahre oder früher ein neues Smartphone kaufen kann) oder als billiger Produzent? Brauchen wir irgendwann einen neuen Planeten weil wir diesen in unserer Wachstums"religion" zerstört haben (siehe: http://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/WWF-LivingPlanetReport-2016-Kurzfassung.pdf) sind wir irgendwann selbst Flüchtlinge?

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Kommentar von boppa
18.11.2016, 11:08

Danke, Rosenblad, für diese Antwort. Man kann diese Zusammenhänge nicht oft genug den großen Vereinfachern (damit meine ich nicht den Fragesteller) vor die Nase halten. Ob's hilft?

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Du verwechselst hier das Thema "Migration" mit dem Thema "Asyl".

Das Einwanderungssystem in Kanada betrifft ganz klassisch die Migration. Da kann und soll ein Land gewisse Anforderungen daran stellen, wer in das Land kommen soll und welche Qualifikationen er mitbringt.

Beim Thema Asyl geht es um verfolgte Menschen. Personen, denen in ihren Heimatländern Verfolgung, Folter, der Tod oder sonst was droht, genießen das Recht auf Asyl. Das ist ein Menschenrecht.

Deswegen geht es auch nicht darum, dass Deutschalnd so viele Flüchtlinge "braucht", sondern dass diese Menschen schlichtweg ein Recht darauf haben, Asyl gewährt zu bekommen. Also jedenfalls die Leute, deren Asylantrag dann auch wirklich genehmigt wird.

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Es ist keine Frage, ob Deutschland Flüchtlinge braucht. Sie sind da und sie brauchen Hilfe. Und wenn alle anderen kneifen, muss Deutschland eben mehr tun - oder die Menschen verrecken lassen!

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Kommentar von SalutesVictoria
17.11.2016, 17:10

Wenn andere nicht helfen ist das nicht unsere Schuld dann haben die Menschen eben Pech gehabt in der Türkei würden sie auch nicht sterben können doch da bleiben !

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Wir " brauchen" ungefähr 200 tsd pro Jahr. Das ist die Zahl, die wirklich wirklich Sinn machen. Nun haben wir  aber mehr. Ob das nun ein Vorteil- oder Nachteil wirtschaftlich war, wird man erst in ein paar Jahren wissen.

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Deutschland braucht keine Flüchtlinge, aber die Regierung heißt sie gern willkommen, da man sie leicht 'ausnutzen' kann (wirtschaftlich).

Sie stehen quasi vor dem nichts und nehmen jede Arbeit an. Dadurch haben die Unternehmen billige Arbeitskräfte und sparen Geld. Wer da den kürzeren zieht, sind wir Bürger, die umso mehr zahlen.

Gerechterweise hätten die Flüchtlinge in allen Ländern der europäischen Union aufgeteilt werden müssen als nur in in einem Bruchteil der Länder (unseres mit eingeschlossen).

Ich befürworte es sehr, Menschen in der not zu helfen. Dass wir aber nicht alles stemmen können und die Regierung auch an die eigene Bevölkerung denken sollte, wäre ebenso wünschenswert gewesen. Genauso bedaure ich die mangelnde Zusammenarbeit mit den anderen eu Ländern, hätten die neusten Länder doch auch Flüchtlinge mit aufnehmen können, um uns etwas zu entlasten.

Kanada wird jetzt wahrscheinlich genug Einwanderer aus den usa zu tun haben, jetzt wo Trump gewonnen hat, wollen viele laut Medien ja nach Kanada auswandern.

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Kommentar von Yuurie
17.11.2016, 17:18

*neusten=meisten

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Wir sind ein dichtbevölkertes Land, haben 2,5 Millionen Arbeitslose und genug Probleme. Was für "Flüchtlinge"? Die Leute gehen in das Land mit den höchsten Sozialleistungen und den wenigsten Abschiebungen. Daran ist nichts zu romantisieren.

Natürlich gibt es leider viele Kriege und wirtschaftliche Ungerechtigkeiten auf der Erde, aber so wenig die Leute, die sich hier so human geben, alle Notleidende des Landes aufnehmen können, sowenig kann das Deutschland.

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Deutschland braucht gar keine Flüchtlinge, die Flüchtlinge brauchen Deutschland.

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Bei Flüchtlingen geht es nicht ums "Brauchen". Hier geht es um ein reines Gebot der Menschlichkeit.
Du verwechselst normale Einwanderer, an die man gestimmte Maßstäbe ansetzen kann, mit Flüchtlingen und Asylbewerbern.

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Kommentar von paulklaus
18.11.2016, 20:00

Ich fürchte - ohne Ironie - , dass der / die Fragende nichts verwechselt, sondern schlicht - mit Verlaub - keine Ahnung von der neuen erzwungenen Völkerwanderung hat. Siehe auch meine Antwort und Kommentare innerhalb dieses thread...

pk

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BRD "braucht" keine Flüchtlinge....

BRD "braucht" allenfalls erwünschte, qualifizierte Zuwanderung, die entsprechend der freien Arbeitsplätze -- die nicht durch ALG1-H4-oder EU-Arbeitslose-- besetzt werden können.

Diese Kräfte können weltweit beworben werden, und evtl. mag auch dann jemand in die BRD kommen...natürlich dann auch bevorzugt bei Wohnung und sozialem Umfeld ( sonst würde wohl kaum jemand her kommen wollen )

Längerfristige Alternative könnte sein, es den hiesigen Bewohnern es wieder etwas zu erleichtern, mehr Kids zu bekommen.

Derzeit ist es eher so, dass Frauen und Männer schnellstmöglich arbeiten sollen, und evtl. Kids in Kitas zu stecken, damit ein (Über)Leben als gesichert erscheint.

Das ist eigentlich keine gute Lösung, oder ?

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Völlig falscher Ansatz!

Die Flüchtlinge brauchen Deutschland und ihre Aufnahme ist ein selbstverständlicher Akt der Menschlichkeit.

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Deutschland braucht eine gescheite Regierung.

Deutschland braucht einen gescheiten Mindestlohn.

Deutschland hat schon genug eigene Fachkräfte.

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Deutschland braucht gewiß keine Flüchtlinge, es ist indes ein Akt der Menschlichkeit Hilfesuchenden Hilfe angedeihen zu lassen. Nur darum geht es bei der Aufnahme von Asylsuchenden.

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D braucht gar keine Merkel-Einreisenden. Was nicht schlecht wäre, das sind qualifizierte Einwanderer, die sich integrieren wollen, Berufsausbildung haben und gut Deutsch sprechen. Aber Qualifizierte gehen lieber nach USA, AUS, Kanada, Neuseeland. Die anderen bleiben uns. So schaut's aus. 

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Kommentar von boppa
18.11.2016, 11:20

Aha. Also bevor ich z. B. einen Ertrinkenden rette, prüfe ich erst mal, ob er nützlich für unsere Gesellschaft ist.

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"Brauchen"... schwierig.
Sagen wir mal so, sie tun dem Land an sich gut. Die Bevölkerung hier wird immer älter und Flüchtlinge sind zu 50% minderjährig. Von daher ist es definitiv sehr positiv.
Und ja, man könnte... man könnte viel! Aber dies ist eine Frage die im Konjunktiv bleiben wird.;)

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Nein.

Niemand braucht Flüchtlinge, am wenigsten die Flüchtlinge selber. Denn hinter jedem Flüchtlimg stehen Fluchtursachen, die das direkte Gegenteil sind von "schön & angenehm".

Was macht den Kanada anders? Auch die nehmen Flüchtlinge auf und haben ansonsten ein weit liberaleres und weit weniger strenges Zuwanderungsgesetz als wir. Würde man dies bei uns einführen, bekämen wir zusätzlich zu Flüchtlingen und Asylbewerbern sowie EU-Arbeitsmigranten aus dem Handgelenk geschätzt 500.000 bis 1 Million Zuwanderer jährlich dazu. :-)

Vielleicht informierst du dich erstmal ein wenig über das Thema und seine Zusammenhänge...



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Kommentar von kuechentiger
18.11.2016, 00:43

 ein weit liberaleres und weit weniger strenges Zuwanderungsgesetz als wir.

Seit wann denn? Ich hab mir vor ein paar Monaten mal die Antragsmodalitäten angekuckt, die da herrschen. Da fragt man sich, wie es überhaupt jemand schafft, aufgenommen zu werden.

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Es geht nicht um "brauchen", sondern um Menschlichkeit ! PUNKT !

pk

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Kommentar von latricolore
18.11.2016, 21:18

Stimmt.
Aber ab und an sollte man auch mal aufs Profil schauen ;-)

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