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Braucht der Mensch ein Feindbild? Wiederholt sich die Geschichte?

Frage von peterle1234 peterle1234

Der Islam ist ja in der gegenwärtigen Diskussion (Terroranschläge, Ehrenmorde, Menschenrechtsverletzungen etc.). Durch die Medien wird also eine gewisse "Angst" gegen diese Religion geschürt. Nun frage ich mich ob Methode dahinter steckt. Ich bin anfang der 80er Jahre geboren. Als die Wende kam, und somit auch eine wichtige Veränderung in der Welt, wurde ich gerade mal eingeschult. Mit Lego spielen war mir damals demzufolge wichtiger als der Wirtschafts- und Politikteil der FAZ. ;-) Daher möchte ich gerne von den Älteren wissen ob die "Angst" vor dem Islam vergleichbar ist mit der Angst der Kommunisten während des kalten Krieges. Ich habe grob recherchiert und mir sind durchaus einige Parallelen aufgefallen. Die Roten waren einfach DAS Feindbild in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Auch könnte man meinen, dass im 3. Reich nach dem selben Schema mit Juden verfahren wurde: Alles böse, ganz schlecht, mit denen wollen wir nichts zu tun haben. Und ich bin der felsenfesten Überzeugung, dass wenn man weiter zurückgehen würde sich ähnliches finden ließe.

Also: Braucht der Mensch ein Feindbild? Wiederholt sich die Geschichte?

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Antworten (20)

  • 11
    Hilfreichste Antwort ausgezeichnet vom Fragesteller
    Antwort von MojitoTom MojitoTom

    Ich möchte bei diesem Thema auf drei Fragen eingehen:


    1. Braucht der Mensch ein Feindbild?

    2. Ist der Islam eine Bedrohung?

    3. Steckt bei den Medien Methode dahinter?


    Um eines vorweg zu nehmen: Der Mensch braucht kein Feindbild. Das Feindbild wird ihm von außen suggeriert. Das von Dir beschriebene Feindbild entsteht aus Information, Informationen werden geliefert und beschafft, das Feindbild entsteht aus Ängsten. (Bei dieser These lasse ich die reale Bedrohung mal etwas außen vor).

    Die Medien befinden sich, wie andere Unternehmen auch, ein einer marktwirtschaftlichen Situation. Hierbei habe ich persönlich den Eindruck, dass seriöse und unabhängige Berichterstattung nicht mehr das Primärziel ist (sofern es das je war). Es geht um Zahlen und Umsätze: Also um Leser, Zuhörer und Zuschauer.

    Hierbei greifen die Medien das auf, was den Bürger interessiert. Interessiert sich der Deutsche mehrheitlich für den Islam als Religion? Nein! Er interessiert sich für den Terrorismus, für das Leid, das man durch Terroristen erfährt. Die meisten Bürger können Islam nicht von Islamismus unterscheiden. Behörden informieren. Doch wer mag sich schon den Verfassungsschutzbericht durchlesen. Die Boulevardpresse und die RTL-Samstagnacht Nachrichten sind kurzweilig und reißerisch.

    Und so war es auch in den 70er und 80er Jahren nicht anders. Die Ermordung von Hanns Marin Schleyer wurde zum Anlass genommen, um die RAF in den Mittelpunkt zu rücken und dabei die Ängste der Bürger zu erhöhen. Die Zeit um die RAF ist hierbei nicht schön zu reden. Der Terrorismus in Deutschland war gegenwärtig. Nur vermisse ich bei den Medien eine informative und vor allem all umfassend aufklärende Berichterstattung.

    Und so ist es auch heute. Schlechte Nachrichten verkaufen sich nun mal besser als gute. Hinzu kommt, dass sich die Bedrohungslage verändert. Vor 30 Jahren war es die RAF in Deutschland, heute werden wir vom internationalen Terrorismus bedroht. Wer weiß, wie sich die Lage in Afrika entwickelt? Natürliche Ressourcen (hier: Wasser) können später durchaus Kriege auslösen.

    Und damit ist die Frage: Brauchen wir ein Feindbild aus meiner Sicht nicht treffend. Wenn wir von einer realen Bedrohung sprechen (hier: aktuell der internationale Terrorismus), dann hat sich dies so entwickelt und nicht, weil wir es brauchen. In diese aktuelle Entwicklung hinein tritt die, teilweise Angst machende, Berichterstattung der Medien, die aus meiner Sicht zu wenig über den Islam aufklären. Auch die Politik mit ihrer ungeschickten Integrationsdiskussion haut in dieselbe Kerbe rein. Der Bürger beschränkt sich auf die einfache Berichterstattung, weil er von dem Gelabere der Politik genug hat. Ganz bestimmt nicht die Mehrheit der Bevölkerung setzt sich wirklich intensiv mit Terrorismus, dem Islam und der Integrationspolitik in Deutschland auseinander.

    Aus meiner Sicht müssten Medien und Politik viel offensiver informieren, aufklären und mit den Menschen diskutieren. Hier sollte der Begriff "Gemeinsamkeit" eine neue Bedeutung erhalten. Ich wünschte mir eine "gemeinsame Information und Aufklärung".

    Aber:
    Es geht den Medien um Zahlen, der Politik um Wähler! Haben Medien und Politik tatsächlich ein ernsthafters Interesse am Bürger? Ich lasse diese Frage mal so im Raum stehen (ein Diskussionsbedarf ist hieraus bitte nicht abzuleiten).

    Fazit:
    Die weltweite oder auch deutschlandweite Bedrohungslage verändert sich. Die Medien und auch die Politik lassen dadurch ein Feindbild entstehen, was wir gar nicht brauchen. Und der Islam ist keine Bedrohung, sondern eine Religion. Vielmehr sollte man sich mit dem Thema Islamisierung in negativer Hinsicht auseinander setzen. Hierbei meine ich die Indoktination des Islamismus in Deutschland. Eine bessere Aufklärung durch Medien/ Politik, aber auch ein höheres Interesse der deutschen Bürger, würde das angeblich vorhandene Feindbild wie ein Kartenhaus zum Einsturz bringen.

    Kommentar von MojitoTom MojitoTomMojitoTom

    Es freut mich, dass Dir meine Antwort gefällt. Vielen Dank für die Auszeichnung.

  • 17
    Antwort von Schuhu Schuhu

    Ein Mensch, der selber denken und entscheiden kann, braucht kein Feindbild. Er informiert sich und weiß dann, welches Risiko besteht (z. B. Opfer eines Anschlages zu werden). Wenn der Mensch aber sich nur verkürzte Informationen (à la Blöd-Zeitung) bekommt, kann er die Gefahr nicht wirklich einschätzen. Wenn er dann immer wieder eingehämmert bekommt, von einer bestimmten Menschengruppe ginge Gefahr aus, dann wird er ein dummes und unberechtigtes Feindbild entwickeln.

    Kommentar von Celtica CelticaCeltica

    Definitives Däumchen.

  • 7
    Antwort von lichtschatten lichtschatten

    Paul Newmann reflekte - ungefähr -: Wer keine Feinde kennt, hat keinen Charakter, kein Verständnis/ Überblick über das Weltgeschehen.

    Sicherlich brauchen wir keine Feindbilder, sollten uns allerdings bewusst sein, dass man nicht alle Einstellungen, v.a. im fanatischen, extremen Bereich der Religion oder Politik, tolerieren sollte. Es ist Tatsache, dass Ehrenmorde, Menschenrechtsverletzungen gegen Frauen in einigen Kulturen gelebt werden - darauf sollte man aufmerksam machen, mit Befürwortern dieses Lebensstils, nicht sympathisieren, gar tolerieren sollte man solche Menschenrechtsverletzungen nicht. Daher sind nicht alle Menschen, die dieser Religion angehören, Feinde, sondern die genannten Aspekte.

    Die Geschichte wiederholt sich immer, überträgt psychologische, machtpolitische Apekte auf weitere Generationen, übernimmt Schattierungen, färbt sie neu und verschiebt sie in anderere Bereiche. Dein Vergleich hinkt allerdings, meiner Meinung nach - v.a. im Umgang mit den Betroffenen.

  • 7
    RatgeberHelden Antwort von quopiam quopiam

    Ich kann Deine Feststellung nicht teilen. Die Medien schüren meiner Ansicht nach überhaupt keinen Islamhaß oder Angst vor den Muslimen. Nach meiner Wahrnehmung ist eher das Gegenteil der Fall, es wird auf breiter Front abgewiegelt. Man sehe sich nur mal die Diskussion um Sarrazins Buch an. Nach meinem Eindruck verhalten sich die Medien überaus vernünftig bei Nachrichten über Terroranschläge oder Islamhetze. Ich kann nicht nachvollziehen, woher Du Deine Beobachtungen nimmst, mir ist - außer Sarrazin - kein Beispiel griffbereit, bei dem sich das zeigen ließe, daß ein Feindbild aufgebaut würde. Hinzu kommt, daß die allermeisten unserer Medien den "arabischen Frühling" wohlwollend beobachten und es da offenbar gerade einen großen Wandel im europäischen Islambild gibt.

    Die Sache mit dem kalten Krieg war eine ganz andere, das Bedrohungspotential war real und die konkreten Drohungen hüben und drüben hatten Substanz. Das Potential ist immer noch da, aber die Raketen zeigen in andere Richtungen. Der Angst ist eigentlich der Boden entzogen. Angst muß man heute vor anderen Dingen haben, die eher nicht aus der Richtung aufzubauender Feindbilder kommen, dafür um so mehr anrichten können. So z. B. die Risiken, die Atomkraftwerke und die Lagerung des Mülls hervorbringen, die Ausbreitung von hochgefährlichen und gegen Antibiotika resistenten Keimen und vieles andere. Die Sache mit den Juden im Dritten Reich war wieder eine andere. Zwar wurden sie als Feindbild aufgebaut, aber jeder wußte, daß von den Juden keine wirkliche Gefahr ausging. An der "Judenfrage" arbeiteten die Nazis ihre innenpolitischen Probleme ab und ihre menschenverachtende Ideologie. Die traf nicht nur Juden, sondern auch eine ganze Reihe anderer nicht ins Schema passender Menschen, die der Vernichtung preisgegeben wurden. Jede solche diktatorische Ideologie tut das auf die gleiche Weise, schau Dir nur die Staaten an, in denen es solche Diktaturen gibt. Die Nazis, den Kalten Krieg und den Umgang mit dem Islam kannst Du beileibe nicht in einen Topf werfen. Das sind völlig verschiedene Dinge, die differenzierte Betrachtung brauchen. Gruß, q.

    Kommentar von halima2 halima2halima2

    Sie bezeichnen diejenigen die dem Islam folgen als radikale Islamisten z. B. P. Vogel.

    Anderes Beispiel: NDR ZAPP entlarvt RTL- Hetze gegen ISLAM alles Lüge und inszeniert http://www.youtube .com/watch?v=CPusUzlGdro

    Wenn Du es immer noch nicht nachvollziehen kannst, so schicke ich Dir gerne weitere Links.

    Kommentar von Dummie42 Dummie42Dummie42

    Vogel ist ja nun auch wirklich ein gefährlicher geistiger Brandstifter.

    Kommentar von halima2 halima2halima2

    Als gefährliche Islamisten werden gleichzeitig diejenigen bezeichnet die sich in die Luft jagen. Und dagegen spricht P. Vogel u. a. Was meinst Du mit geistigem Brandstifter? Klar ist es nicht erwünscht wenn dem Islam Aufmerksamkeit geschenkt wird, wenn wahres über diesen vorgetragen wird. Das ist das eigentliche Problem. Darum hetzt man gegen ihn. Über Art und Geschmack des vortragens läßt sich sicher streiten, da höre ich andere vielleicht sogar lieber. Aber es kommt auch drauf an ob jemand die Wahrheit sagt. Und das ist das Problem. Und denn noch die vielen die zum Islam konvertieren bei ihm, gaaaanz gefährlich. Wer nachforscht kommt auch so zum Islam, da können sie ihn noch so viel verbieten. Traurig wenn manche nicht mal nachfragen und prompt sogar Kinderfeste absagen weil P. Vogel dabei ist. Es könnte wohl jemand sehen wie Muslime mit ihren Kindern umgehen.

    Kommentar von Klaraaha KlaraahaKlaraaha

    Wir hatten schon mal so einen Brandstifter. Dieser hier fordert die Todesstrafe für Homosexuelle und der andere hatte das gleiche Gedankengut und hat sie als er an der Macht war auch noch ausgeführt. Wenn das der wahre Islam sein soll, so braucht sich niemand zu wundern, wenn solche Leute als gefährliche Brandstifter gelten und vom Verfassungsschutz überwacht werden.

    Kommentar von halima2 halima2halima2

    Vom Verfassungsschutz überwacht klingt schon mal ganz gefährlich nicht wahr. Da werden sich einige distanzieren, damit man ja nichts böses über sie denkt. Nach den vielen Jahren der Überwachung wurde aber scheinbar immer noch nichts gefunden. Oder hat er eine falsche Meinung geäußert? Macht Dich das nicht stutzig? Seine Vorträge sind für alle offen. Jeder kann suchen. Das einzigste was an ihm gefährlich ist das ist, weil Menschen von Drogen wegkommen hin zum Islam, Familien gründen und die vielen die konvertieren. Und dass er Vorträge hält und gegen Terrorismus spricht, ist so manchem ein Dorn im Auge. Könnte wohl jemand dahinter steigen was dies mit Islam zu tun hat bzw. nicht.

    Kommentar von Klaraaha KlaraahaKlaraaha

    Du hast Demokratie nicht begriffen. Alle unliebsamen Gestalten wie z.B. die Neonazis läßt man gewähren, solange sie keine Straftaten begehen. Dumm schwätzen ist nicht verboten was aber nicht heißt, dass sie nicht vom Verfassungschutz überwacht werden. In einer Diktatur würde man sie gleich wegsperren.

  • 6
    Antwort von halima2 halima2

    Ja, aber man würde es nicht brauchen wenn einem Frieden wichtig wäre. Leider gibt es selbst heutzutage viele Menschen die nicht nachdenken. Sie reagieren automatisch auf das was ihnen vorgesetzt wird ohne zu hinterfragen. Und Allah kennt am besten die Absichten derjenigen die Propaganda gegen Muslime betreiben. Es war schon zu Zeiten unseres Propheten so, Segen und Heil auf ihm.

    Das sind wirtschaftliche und Machtgründe. Guck von wem die Medien bezahlt werden. Jeder der sich mit Islam befasst steigt oft sehr schnell dahinter, dass er vorher belogen wurden. Aber diese ganzen Lügen gegen Islam nützen ihnen nichts. Denn ich habe schon von so vielen gehört die genau dadurch!!!! zum Islam kamen. Nämlich weil sie dann anfingen zu recherchieren. Und dabei waren sogar richtige Islamhasser. Sie haben einen Plan, aber Allah ist der beste Planer.

    Guck hier wie die Propaganda gegen Juden ablief: http://muslimtube.de/index.php?option=comhwdvideoshare&task=viewvideo&It...

    Ja die "Angst" ihre Macht zu verlieren ist vergleichbar.

    Kommentar von halima2 halima2halima2

    Und Du hast es gut beobachtet. Den Islam gibt es seit vielen Jahrhunderten. Erst nach der Wende war er plötzlich böse. Man brauchte ein neues Feindbild. Die Menschen sollen auch immer beschäftigt sein, sonst könnten sie ja darauf kommen, dass es etwas schönes geben könnte, man gut miteinander auskommen kann. Und sie sogar für sich selbst Ruhe finden könnten.

    Ein Link zur DDR Propaganda Sendung: http://www.ddr-wissen.de/wiki/ddr.pl?DerschwarzeKanal-dieletzteSendung Mit dem Kapitalismus hat er nicht mal Unrecht. Im Osten brauchten die Frauen keine Angst haben Kinder zu bekommen und dann arbeitslos zu werden.

    Jedoch was jetzt gegen Islam versucht wird ist kaum noch zu überbieten.

    Kommentar von hndrk hndrkhndrk

    Ich finde es immer amüsant, wenn mich ausgerechnet ein Moslem über Antisemitismus belehren will. Wie tief dieser im Islam selbst verwurzelt ist weißt du aber sicher oder?

    Kommentar von halima2 halima2halima2

    Ist finde es eher traurig als amüsant! Vergleich die Propaganda gegen Juden mit der gegen Muslime. Das gleiche Schema. Und die gleiche Reaktion einiger. Das Video hast Du wohl nicht angeguckt? Hier noch ein Buch: Antisemitismus und Islamophobie: Ein Vergleich http://www.amazon.de/Antisemitismus-Islamophobie-Vergleich-Sabine-Schiffer/dp/3937245057

    Kommentar von hndrk hndrkhndrk

    Das ist doch lächerlich die Hetze gegen Juden mit angeblicher medialer Propaganda gegen den Islam zu vergleichen. Ein Hohn für alle Opfer des Holocaust.

    Kommentar von halima2 halima2halima2

    genauso fing es an gegen die Juden. Im Video siehst Du was man früher schrieb und was man heute gegen Muslime schreibt. Und dann guck Dir Oslo, Dresden u. a. an. Und nicht zu vergessen Srebrenice.

    Kommentar von halima2 halima2halima2

    genauso fing es an gegen die Juden. Im Video siehst Du was man früher schrieb und was man heute gegen Muslime schreibt. Und dann guck Dir Oslo, Dresden u. a. an. Und nicht zu vergessen Srebrenice.

    Kommentar von Aleyna27 Aleyna27Aleyna27

    Ein minimaler vergleich ist immer da, auch wenn einige hinwegschaun. Fragen wir den praktizierenden moslem mal wie er sich fühlt( änlich wie ein jude damals, unerwünscht, wird die antwort sein) . Sala(t)fisten, wahabisten, islamisten, terroristen..... blablabla (alles nur mediale gehirnwäsche sage ich nur).Die juden damals konnten sich vllt nicht wehren aber die moslems sind da anders ;) Man braucht ein Feindbild (minderheiten leiden meist dadrunter) und asi tv braucht man auch, unterhaltung und ablenkung ist hier gefragt.

    Kommentar von riara riarariara

    Dieses Video ist pure Propaganda...leider!

    Die Juden wurden nicht als Religionsgemeinschaft verfolgt sondern als Rasse, deswegen hiess es auch Rassen- und Religionsgesetz, dass merkt man schon daran, dass auch Juden in die Konzentrationslager und Ghettos kamen, die mit deutschen Ehepartnern verheiratet waren, den christlichen Glauben angenommen hatten, oder nur einen jüdischen Elternteil hatten. Auch Sinti & Roma wurden verfolgt und ermordet, die waren aber i.d.R. alle römisch katholisch...

    Dann zeigt man Zitate aus dem Internet, die denen von islamischen Hassbeiträgen in nichts nachstehen, eine überwiegende Mehrheit in diesem Land interessiert sich aber weder für Religion noch gehören sie rassistischen Parteien an. Die Wahrheit ist eine ganz andere, denn wenn ich mich mit meinem türkischen Frisör unterhalte oder mit einem iranischen Unternehmer, dann höre ich nichts von Hass oder Ausgrenzung, im Gegenteil, die meisten Moslems beschweren sich über die lasche Politik und die liberalen Gesetze...

    Das gleiche gilt für die stetigen Anklagen, vor allem wenn man selber den Salafisten nah steht. Der Mummenschanz den man wochenlang in Mönchengladbach abgezogen hat, zeigt deutlich was man mit der Aktion bewirken will, nämlich Aufmerksamkeit erzeugen, nur darf man dann nicht agressiv werden und mit der Scharia oder irgendwelchen othodoxen Forderungen kommen und sich wundern, dass die Anwohner das befremdlich finden, Freiheit ist nämlich auch die Freiheit des Andersdenkenden...

    Kommentar von riara riarariara

    und nicht Religionsgesetz muss es heissen...:-)

  • 6
    Antwort von sugarmay13 sugarmay13

    Boah...Peterle...sehr sehr gute Frage

    ... entspreche jetzt zwar nicht dem Alter der "Befragten", möchte mich aber trotzdem kurz äußern.

    Persönl. brauche ich kein Feindbild und habe auch keine "Angst" vor anderen Kulturen u. ihren "Gepflogenheiten", habe aber das Gefühl, das der Großteil der Bevölkerung da anders eingestellt ist u. sich "gerne aufhetzen" läßt durch Medien etc.. Die "Sensationsgeilheit" wird in ihrer "Hemmschwelle" immer weiter gedrosselt, und (fast) Jeder macht mit. Wegschauen und mit der "Masse mitziehen", ist nun mal der bequemere Weg, in der "Masse" muß man halt nicht soviel Eigeninitiative aufbringen. Und so passiert es dann, das es "einen Spinner" gibt, und wenn der laut genug schreit, folgen ihm alle. Und wenn man weiter auf die Geschichte zurückschaut, findet man immer irgendwen, der gerne Minderheiten etc. ausrotten wollte also, würde ich beide Fragen definitiv mit nem fetten JA beantworten.

  • 6
    Antwort von Celtica Celtica

    Meinungsmache.

    Immer auf Schwarz gedruckt. Suggeriert Angst und Gefahr.

    Man weiß schon, wie man uns kleine Bürger so manipuliert, dass wir alles glauben und dieses Feindbild aufrecht erhalten.

    Jeder, der im Namen einer Religion (egal welcher) Scheiße baut - Mord, Folter, Brandstiftung, Verleumdung.. der missbraucht diese für egoistische Zwecke.

    Widerstand wird immer sympathischer. Die da oben sollen mal aufpassen. ;)

  • 5
    Antwort von riara riara

    Sicher ist die vergleichbar, obwohl man damals das Gefühl hatte man würde irgendwann aufwachen und die Russen stünden in Westberlin. Selbst die Bedrohung durch Atomwaffen war eigentlich nach ein paar Jahren nicht mehr so schlimm, denn irgendwie wusste man, dass selbst die Russen nicht unbedingt Ihre Körperzellen in die Stratosphäre sprengen wollten...

    Der Terror begann für mich am 7. August 1998, als in Nairobi die US-Botschaft in die Luft flog und sich meine damalige Verlobte gerade dort aufhielt. Es hat Stunden gedauert bis ich sie ans Telefon bekam, die Angst die ich damals ausstand mischte sich bald mit dem Schrecken der 213 getöteten Menschen, viele hundert wurden schwer verletzt und sind bis heute gezeichnet...

    Selbst am 9. September 2001 war ich direkt beteiligt, da sich die Server eines von uns betriebenen Call-back-Service im WTC befand, nicht nur verloren wir eine Menge Geld, sondern die Szenen aus den brennenden Zwillingstürmen haben sich unauslöschlich in meinem Kopf eingebrannt. Aber es hörte ja nicht auf, es folgten die Anschläge in London und in Spanien, unzählige Angriffe auf Moscheen und öffentliche Plätze im Irak, Pakistan, Afghanistan, Tschetschenien, Russland, Deutschland, Holland, Dänemark....

    Für Jahre war es ein komplett anderes Gefühl ein Flugzeug zu besteigen, das ging bereits mit dem Einsteigen los und setzte sich mit einem mulmigen Gefühl in den ersten 30 Minuten des Fluges fort. Selbst letztes Jahr, als ich nach 7 Jahren aus Nairobi zurückkehrte erwischte mich die alte Angst erneut, kurz vor dem Takeoff der Egypt-Air Maschine erklang eine Sure des Korans in arabisch, für einen Moment dachte ich an eine Flugzeugentführung...

    Das gleiche gilt für Salafisten und alle ähnlich veranlagten Extremisten, mir ist es egal ob sie mit Ihrem Mummenschanz eine friedliche Religion vertreten oder nicht. Es wirkt jedenfalls nicht authentisch, selbst in Kenias Gebieten mit überwiegend moslemischer Bevölkerung habe ich so etwas noch nie gesehen. Das gleiche gilt für die meisten Emirate und den Nahen Osten, wobei ich letzteren seit mehr als 15 Jahren nicht mehr besucht habe. Ich bin allerdings zuversichtlich, dass wir die letzten Jahre der Islamisten erleben, sofern wir uns nicht wieder provozieren lassen und keinen 2. George W. Bush ins Weisse Haus lassen. Irgendwie hat die Jugend begonnen die alten Regimes von innen aufzufressen, dabei gefällt mir Ihre Forderung, sie wollen verdammt noch mal eine Chance bekommen, mehr Ausbildung, weniger Gewalt und Willkürlichkeiten, die alten Männer sollen nach Hause gehen...

    Mir machen die Proteste in Nordafrika und dem Nahen Osten Mut, weil ich glaube, dass irgendwann Freiheit viel wichtiger ist als Religion. Liebe den Hass besiegt. Willkür und Unterdrückung Demokratie und Freiheit weichen müssen. Ich bin da vielleicht hoffnungslos romantisch, aber etwas anderes bleibt mir nicht übrig, denn ich habe gute alte Freunde in Damaskus und Beirut, die sich auch nichts sehnlicher wünschen als dass Ihre Kinder und Enkelkinder in einer Welt aufwachsen die frei ist von Hass und Gewalt...Inshallah

  • 4
    Antwort von JohannesGold JohannesGold

    Ich bin ja auch zu jung, gehöre also nicht in dein Bild eines möglichen "Antworters", aber ja, der Mensch braucht ein Feindbild.

    Ich meine, meine Freundin wohnt in einer Siedlung, untereinander kann sich diese Siedlung nicht leiden, aber sie halten alle gegen eine Familie zusammen, die ihnen "sonderbar" erscheint. Verstehst du, was ich meine?

    Um ein Kollektiv zu schaffen, welches erfolgreich lange Jahre halten soll, muss es einen gemeinsamen Feind geben, damit das Kollektiv sich nicht selbst betrachtet und die eigenen Fehler bemerkt.

    Die Zaren führten ab und an Kriege gegen die Osmanen - Oft taten sie dies, um von den inneren Spannungen abzulenken --> Angriff ist auch hier die beste Verteidigung.

    Diese Existenz der Feindbilder ist notwendig, wenn man die Masse dazu bringen will, dass sie zusammenhält. Denn letztendlich denkt die Mehrheit der Menschen schubladenartig, darum sind solche Feindbilder erforderlich!

    Meine Meinung also: Es war in der Geschichte nie anders: Ein großes Kollektiv braucht einen Feindbild, damit man schematisch zwischen Freund und Feind unterscheiden kann. So entsteht Nationalismus und dabei fällt dann nicht auf, dass auch Deutsche nicht arbeiten wollen (etc.).

  • 3
    Antwort von Julschen89 Julschen89

    Wer große Macht hat, hat Angst diese zu verlieren. Macht kann es auch nur geben, wenn ein anderer beherrscht wird oder dagegen steht. Solange die Menschen versuchen, immer mehr Macht (über andere) zu erlangen, wird es auch immer ein Feindbild geben.

    Man kann es sich auch so vorstellen: Was wäre Gott ihne den Teufel? Was ist Macht ohne Gegenpol? Nichts, die Macht würde sich in Nichts auflösen, denn ihr steht nichts entgegen.

    Kommentar von dergutekoenig dergutekoenigdergutekoenig

    Richtig. Der Mensch an sich braucht keine Feindbilder - das kann man zum Beispiel bei Kindern ganz gut beobachten. Aber die Macht braucht Feindbilder.

    Kommentar von peterle1234 peterle1234peterle1234

    "Aber die Macht braucht Feindbilder." - Dieser Satz ist so wahr und doch so traurig zugleich. Kluge Worte!

  • 2
    Antwort von aptem aptem

    Der Mensch braucht nicht. Aber es ist sehr einfach die Menschen mit Hilfe von Feindbildern zu steuern. Deswegen haben sich Politiker zu allen Zeiten sich diese Mittels bedient. Geht ja übrigens in beide Richtungen. In der islamischen Welt stilisieren ja gerade solche Manipulatoren den Westen zu DEM Feind.

  • 2
    Antwort von Zorro1969 Zorro1969

    Das ist die alte biblische Geschichte mit dem Sündenbock. Dinge bzw. Eigenschaften, die der Mensch an sich selber nicht wahr haben will, projiziert er nach Außen und bekämpft sie dort. Anstatt sich mit sich selber auseinanderzusetzen (was Selbstkritik erfordern würde) wählt der Mensch den vermeintlich leichteren Weg und bekämpft diese Dinge im Außen. Grundidee dieser Überzeugung ist: Ich bin vollkommen in Ordnung, der Fehler liegt beim anderen. - Eine Ausweichhaltung, die es ermöglicht, das eigene Schuldgefühl, den Schmerz der Trennung nicht spüren zu müssen.

    Die Medien sind lediglich ein Abbild, aber nicht Ursache, dieser Einstellung. Die Zeitungen werden deswegen gekauft, weil sie dem Menschen eine Möglichkeit geben, sich selber in seinem stillen Kämmerchen als der "Gute" zu sehen und aus sicherer Distanz "das Böse" in der Welt beobachten zu können. Der Zeitungsleser freut sich: "Nein, so bin ich nicht." - Leider täuscht er sich damit selber. :(

    Zu deiner Frage: Nein, der Mensch braucht kein Feindbild, aber das Ego braucht es um sich selber als "gut" erkennen zu können. Und bekanntermaßen hat ja der Mensch vom Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen genascht und wurde dadurch aus dem Paradies (einem Geisteszustand des inneren Friedens) vertrieben. Der Weg zurück dorthin besteht darin, dem "Bösen" zu verzeihen, weil es lediglich ein Abbild der eigenen Schuldprojektion ist.

  • 2
    Antwort von dgerdi dgerdi

    Nach meiner bescheidenen Meinung trägt der Mensch den Schlüssel zu seinem eigenen Untergang bereits tief verwurzelt in seinen grundätzlichsten Instinkten mit sich herum. Perfiderweise sind genau die beiden Verhaltensweisen, die unser Überleben in grauer Vorzeit sicherten jetzt verantwortlich für unseren Untergang. Die beiden Instinkte sind soziales Verhalten und die Angst. Der Mensch hat ein ureigenes Interesse daran, Gruppen zu bilden. In der Gruppe ist man stärker und man hat größere Überlebenschancen. Das Problem an dieser Stategie ist nur - wenn es "uns" gibt, dann gibt es auch "die". Nämlich die, die nicht zu der Gruppe gehören. Und da kommt die zweite große Gefahr. Die Angst. Und was mit zwei unterschiedlichen Menschengruppen passieren kann, kann man in diversen Geschichtsbüchern nachlesen. In Europa war dies über die Jahrhunderte ganz super zu beobachten. Die verschiedenen europäischen Völker gleichen sich in fast allen Belangen, wie ein Ei dem anderen. Ein Aboriginal wird zwischen einem Engländer, einem Niederländer und einem Deutschen wahrscheinlich keinen nennenswerten Unterschied erkennen. Doch heiße Du einen Engländer mal "You are just like a german". Das ist für den fast eine Beleidigung. Man müsste einen Soziologen fragen, in wie weit jetzt für eine Gruppe ein Feindbild essentiell ist. Und, wie weit die Gruppenidentifizierung des einzelnen geht. Im Deutschen Reich der Gründerjahre bestand seitens der Bayern zum Beispiel großes Misstrauen gegen die preussische Übermacht im Reich. Das konnte nur mit der Feindschaft gegen die Entente (besonders gegen Frankreich) überwunden oder überdeckt werden. Es ist also möglich, mit einem externen Feindbild innere Spannungen zu verringern. Insofern hast Du wahrscheinlich mit Deiner Vermutung Recht. Aber ohne unsere (zum großen Teil irrationale) Angst kann man uns kein Feindbild eintrichtern. Der Islam ist nicht unser Feind. Genausowenig, wie das Christentum der Feind des Islam ist. Wir mussen nur mit einander sprechen und einander respektieren. Das ist schon alles. Zum Glück hat das heutzutage in Deutschland jeder selbst in der Hand.

  • 1
    Antwort von rolfmengert rolfmengert

    Das ist eine überaus interessante Fragestellung. Deine Parallelen ausgehend vom Islam zur Bedrohung durch den Kommunismus sind sicher gegeben, aber ich denke, dass die Unterschiede überwiegen. Ich hatte von den Militäreinsätzen in der DDR, in Ungarn und Prag gehört und Filme darüber gesehen. Es gab zwei riesige Militärblöcke, und ich denke, dass die reale Bedrohung mit gewaltigen Militäreinsätzen und Nuklearwaffen durchaus eine ganz andere Qualität hatte. Jetzt erlebe ich durch den Islam viel mehr eine drohende kulturelle Metamorphose. Es wird ganz klar zu einem Identitätsverlust kommen. In dem Vielparteienhaus, in dem ich hier in Berlin wohne, gibt es vielleicht noch drei deutsche Familien, alle anderen kommen aus dem Libanon, der Türkei, aus noch anderen arabisch sprechenden Ländern und irgendwoher aus Ländern des asiatischen Raums. Mit stammelnden Worten und viel Zeichensprache verständigen wir uns über die zerstörten Briefkästen und die Mülltrennung. Gut, an der Uni wird noch Deutsch gesprochen, aber auch da wird die Hälfte aller studentischen Vorträge in einem kaum rekonstruierbaren Deutsch qualvoll langsam und unverständlich abgelesen. Von 25 Leuten im Seminar diskutieren dann ohnehin nur fünf, und die beherrschen die Sprache in der Regel gut. Ich glaube, dass wir heute nicht so sehr ein Feindbild haben, sondern wir leben in einer Bedrückung, in einer Art Trauer um den Verlust der eigenen Nation. Die wirre kulturelle Gemengelage lässt einen nur noch die Schultern zucken. Leitkultur als Terminus ist doch nur noch ein nostalgischer Begriff. Wir werden nur noch sorgen, dass es irgendwie weiter geht. Jeder wurschtelt sich durch und versucht möglichst nicht anzuecken. Alle hoffen, dass keine der fremden Kulturen den Hoheitsanspruch anmelden wird. Auch wenn das Läuten der Kirchenglocken in 20 Jahren verboten sein wird, weil das eine unzulässige Bevorzugung einer Minderheitenreligion ist, werden hoffentlich unsere Politiker dafür gesorgt haben, dass so viele Parallelkulturen präsent sein werden, dass wir nicht von Erdogan oder seinem Nachfolger als Provinz der Türkei mitregiert werden. Bilanz: Wir brauchen keine Feindbilder und haben keine, wie es seinerzeit die 'Kommunisten' waren. Dass die Deutschen um ihren heraufziehenden Kulturverlust wissen, ist aber weit mehr eine schmerzliche Erkenntnis, wogegen wir uns eigentlich nur noch gedanklich ein wenig auflehnen - man kann das nicht als Feindbild bezeichnen.

  • 1
    Antwort von Mariekele Mariekele

    nein ..... aber ein Vorbild oder auch mehrere, die fehlen nämlich in unserer Gesellschaft -.-

  • 1
    Antwort von Dummie42 Dummie42

    So sieht es aus. Früher hatten wir "den Russen", davor "den Juden" und "der Moslem" war auch schon ein paar Mal da. Immerhin stand er schon in Spanien, vor Wien und was viele nicht recht wissen, dank Dschingis Khan, fasst an der östlichen Grenze des ehemaligen Reiches, wäre der damals nicht plötzlich verstorben, riefe uns hier schon seit vielen Jahrhunderten der Muezzin um 5.00 zum ersten Gebet, und heute ist es eben wieder der Islam. Der Mensch kann nicht ohne Feindbild. Erst dann hat der Tag Struktur. Das gilt allerdings für alle Menschen, nicht nur für den westlichen. Und wenn du dir ansiehst, wie hoch die Wellen schlagen, wenn es hier um Fragen zum Islam geht, die meistens schon in einer extrem provozierenden Weise gestellt werden, um hier die gf-mitglieder aufeinanderzuhetzen, dann siehst du, dass es funktioniert.

    Für dieses irrationale Feindbild ist zu einem großen Teil die Rüstungsindustrie der Amis verantwortlich, die quasi vor der Pleite stand, als sich mit Ende des Kalten Krieges der Feind schlicht auflöste und wir machen alle freiwillig mit. Ich hänge nicht solchen Verschwörungstheorien an, wie der, dass die Amis ihre eigenen Bürger 2001 in die Luft gejagt hätten, aber die Rüstungsbonzen sind bestimmt alle auf die Knie gefallen und haben Allah gedankt für dieses Geschenk, das ihnen dank Bin Laden teilhaftig wurde und sie achten sehr darauf, dass der neue Feind jetzt erhalten bleibt und das quer durch alle westlichen Länder. Die Fronten verhärten sich immer mehr. Dazu dann noch ein paar geistige Brandstifter und schon hat man einen Terroristen wie Breivig, der sich einbildet, er würde der schweigenden Mehrheit zu ihrem Recht verhelfen. Da ist der Westen, was die Gehirnwäsche junger Menschen betrifft, anscheinend mittlerweile auf demselben Niveau angekommen, wie muslimische Hassprediger, die naive Jugendliche mit Sprengstoffgürteln in den Tod schicken. Bei uns passiert diese Indoktrination vorzugsweise im Internet z.B. über youtube, wo unglaublicher Hass aus den Kommentaren zu vielen rassistischen, religionsfeindlichen und faschistischen Filmen quillt. Nichtsdestotrotz werden wir nicht von muslimischen Armeen bedroht, sondern wir haben inzwischen Angst vor unseren friedlichen muslimischen Mitbürgern. Unsere total überzogene Panik erzeugt hingegen wieder in vielen jungen Männern mit muslimischem Hintergrund Hass, da sie sich zu Recht aber ungerechterweise abgelehnt fühlen und die dann ihrerseits ablehnend auf dieses Land regieren, bis hin zum Hass. So schließt sich dann der Kreis. Eine schöne neue Welt, die wir uns da selbst erschaffen.

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    Antwort von Klaraaha Klaraaha

    Gibt es Parallelen? Kann man nicht so einfach beantworten. Die Situation damals war schon sehr dubios. Man wußte, dass die Menschen in den roten Ländern unterdrückt wurden, und die meisten gar nicht kommunistisch sein wollten, hatte also Mitleid mit der Bevölkerung. Man wußte, dass es sich um Diktaturen handelte und die "Bösen" nicht das Volk sondern die Regierungen waren. Das Feindbild waren also die roten Regierungen, nicht zuletzt auch, weil sie die Terroristen, siehe RAF mit Geld, Waffen und militärischer Ausbildung unterstützt haben und diese dann hier im Westen Politiker ermordet haben.

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    Antwort von Gregorianer Gregorianer

    Das Feindbild des Kommunismus wurde von (fast) allen Politikern bis in die 80er Jahre geteilt. Die Bevölkerung hatte wohl am meisten Angst, dass es tatsächlich zu einer Konfrontation kommt, das Vernichtungspotential beider Seiten war ja auch gigantisch.

    Heute sind die Ängste in der Bevölkerung größer als in der Politik. Wenn es auch einzelne Politiker gibt, die diese Ängste gerne ausschlachten. Das "Vernichtungspotential" von einigen wenigen Terroristen dürfte ja auch geringer sein.

    Ich glaube nicht, dass Geschichte sich wiederholt. In der Politik sind rechtsextreme Parteien in Deutschland gerade wegen unserer Geschichte schwächer als in den meisten Nachbarländern. Solche Strömungen sind aber in der Bevölkerung ziemlich stark. Was ich durchaus für gefährlich halte.

    Die Angst vor Fremden scheint aber eine Konstante der menschlichen Natur zu sein. Die "Verlierer" unserer Gesellschaft und eine vom Abstieg bedrohte Mittelschicht stellen da durchaus eine Gefahr dar.

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    Antwort von FalkTauberle FalkTauberle

    Menschliche Gesellschaften neigen tatsächlich dazu, ein Feindbild aufzubauen. Dabei wird der Feind meist greulicher dargestellt, als er ist. Allerdings kann dieser Feind dennoch existieren und gefährlich sein.

    Die Parallelen zur weiland Kommunistenfurcht sind sichtbar - aber es gibt schon Unterschiede. Antwort eines Taktiklehrers in meiner Reserveoffizierausbildung auf entsprechende Frage: "Wir gehen davon aus, daß die Russen sich ans Kriegsvölkerrecht halten."

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    Antwort von 397kg 397kg

    Vor der Religion braucht kein Mensch Angst zu haben.

    Angst ist hingegen eher angebracht gegenüber solchen Verbrechern, die sich eine Religion, ein Weltbild etc. wie ein Fähnchen vor sich her tragen um ihre Verbrechen zu rechtfertigen.

    Das siehst du an den Gangstern, die Flugzeuge in das WTC gesteuert haben, an Leuten, die unbescholtene Menschen geköpft haben, Kirchen oder Moscheen anzünden - aber eben auch an den Wirrköpfen in Nordirland oder jüngst dem Massenmörder in Oslo.

    Also, Religion an sich ist völlig ok.

    Nicht ok sind hingegen die Vernbrecher, die sich dahinter verstecken.

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