Braucht der Mensch Dinge/Tätigkeiten die er eigentlich nicht will (z.B Arbeit)?

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4 Antworten

Einem Menschen tun zwei Dinge tatsächlich gut, die mit dem, was du beschreibst, zusammenhängen: einerseits eine Aufgabe zu haben, andererseits das Gefühl "wenn der Schmerz nachlässt". 

Wer es nicht besser weiß, glaubt in der Beendigung des Leids das höchste Glück zu erkennen, weil die Erleichterung so stark ist. Noch besser ist es allerdings, wenn man sich bereits an seiner Arbeit freut, und ja, das geht. Wenn man das Gefühl hat, etwas Sinnvolles zu tun, etwas Erfüllendes, dann geht es einem schon so viel besser, weil man nicht mit den Folgen des Leids zu kämpfen hat. 

Die generelle Wertschätzung des eigenen Lebens wird oft erst durch erkanntes Leid ausgelöst, erreichen kann man sie aber genausogut auch ohne dieses Leid, man muss sich halt bewusst machen, wie viel schlechter es einem gehen könnte bzw. auch schon positiv: wie gut es einem geht! 

Es stimmt, wenn ich gerade am Verhungern war, kommt mir der nächste Imbiss wie Ambrosia vor, und es ist gut, sich so etwas bewusst zu machen. Allerdings kann sich jemand, der ständig ans Essen denkt, nicht auf anderes konzentrieren. Einzelne Aspekte mögen so große Wertschätzung entfalten, aber ein erfülltes Leben besteht aus mehr als einem Aspekt. Wer so glücklich ist, dass er aus der Arbeit kommt, weiß zwar seinen Feierabend zu schätzen, erfährt aber z.B. nicht die Freude aktiven Engagements, weil er sich ja ausruhen "muss".

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Hey :)

Ich glaube das das unter die Menschen kommen Spaß macht, aber nicht das Verrichten von ungewollter Arbeit.

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Ich denke nicht, das erzählt man den Leuten nur damit sie sich besser fühlen

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Kommentar von Lumpazi77
14.11.2016, 18:20

gez. H4 ?

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Im Prinzip hast du recht, aber nicht auf Dauer. So schön es ist, wenn der Schmerz nachlässt, es wird nicht schöner, wenn die Schmerzen lange gedauert haben.

Auch schlechte Erfahrungen können zu guten Erfahrungen werden, die man nicht missen möchte. Dadurch zeigt sich, was man alles überstehen kann, und das gibt Zuversicht für kommende Probleme.

Meine Konsequenz daraus ist, nicht zu viel zu wollen und nicht alles durchzuplanen, sondern sich von der Welt überraschen zu lassen. Ich kann mir sowieso nichts langweiligeres vorstellen als ein Leben, das sich nur nach dem eigenen Willen richtet.

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