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Brauchen wir Giga-Liner mit 60 t, wenn wir doch die Bundesbahn haben?

Frage von Niklaus Niklaus

Besteht durch die Giga-Liner die Gefaht, dass noch mehr Güter von der Bahn auf die Straße verlagert wird. Sind unsere Straßen dafür ausgelegt.

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Antworten (9)

  • 9
    Antwort von WolfRichter WolfRichter

    Es ist Sinn und Zweck der Giga-Liner, noch mehr Güter auf die Straße zu verlagern. Der Vorteil besteht darin, daß die Allgemeinheit die Infrastruktur, also die Straßen, bezahlt und Unternehmen - in Verbindung mit dem "Just-in-time" Verfahren - darüberhinaus Lagerkapazitäten sparen. Die Belastung für die Straßen durch den Güterverkehr ist eine erhebliche. Ich habe jetzt die genauen Zahlen nicht im Kopf, aber größenordnungsmäßig belastet ein (normaler) LKW Straßen wie 10.000 PKW. Der Schadstoffausstoß bewegt sich in ähnlichen Dimensionen.

    Die Bahn kann, da sie u.a. auch die Infrastruktur selbst bezahlen muß, hier nicht konkurrieren.

    Kommentar von DiscoStu DiscoStuDiscoStu

    Stimme voll zu, vorallem bezüglich der Lagerkapazitäten, es wird noch mehr "rollende Lager" geben.Die Belastung ist sogar noch größer als 10.000, und nochmals viel mehr durch die kommenden 60-tonner. Und das Argument der Befürworter, die Anzahl der LKW´s würde sich verringern ist Humbug.

    Kommentar von Kaldex KaldexKaldex

    Sie ist in der Tat höher: schon ein 40-Tonner nützt die Straße so ab, wie 16000 drüber fahrende VW Golf. Und wir alle müssen diesen Wahnsinn bezahlen, denn die Lkw-Maut is faktisch viel zu niedrig. Die Schweiz nimmt angeblich viel mehr ...

  • 7
    Antwort von Crack Crack

    Bin selbst LKW-Fahrer.

    Aktuell ist nur die 25 Meter-Variante mit max. 40Tonnen Gesamtgewicht im Gespräch. Eine stärkere Belastung der Strassen ist daher nicht zu befürchten da die Achslast auch bei 60Tonnen-Zügen weiterhin auf 8 Tonnen beschränkt bleibt. Bei Brücken kann das aber schon zum Problem werden, siehe die Untersuchungen des ADAC vom Sommer.

    Das Hauptproblem ist aber, wie schon angesprochen, das die Strasse immer mehr als Lager benutzt wird. Die Unternehmen sparen damit einen Haufen Kohle, die Speditionen zahlen dabei drauf, und die PKW-Fahrer leiden.

    Seit Jahren wird schon versucht das Sonntagsfahrverbot auszuhebeln, wie es schon in zahlreichen anderen Ländern üblich ist. Kein LKW-Fahrer sehnt sich danach, das könnt Ihr glauben.

    Auch werden keine LKW-Fahrten eingespart, nur noch mehr von der Bahn auf die Strasse verlagert.

    Und außer ein paar Industriegebieten die nahe der Autobahn liegen kann ein 25Meter-Zug sowieso nichts anderes erreichen weil er durch keinen Kreisverkehr kommt oder jede Kreuzung durch den nochmals erhöhten Platzbedarf beim Abbiegen dicht machen würde.

    Aber solange die Bahn weiterhin nicht in der Lage ist flexibler auf die Anforderungen zu reagieren werden die Unternehmen bestimmen wie die Politik zu entscheiden hat. Und da ist sehr viel Geld zu verdienen...

    Kommentar von neurodoc neurodocneurodoc

    Freut mich, als PKW Fahrer, diese Worte von einem LKW Fahrer zu hören!

    Kommentar von Kaldex KaldexKaldex

    Crack ist sicher auch mal mit dem Pkw unterwegs und er legt zu Recht den Finger in die offene Wunde ARBEITSBEDINGUNGEN der Fahrer. Da würde sich nix positiv ändern für ihn und seine Kollegen, eher noch verschlechtern!

  • 6
    Antwort von Knowledge Knowledge

    Die Deutsche Bahn (nicht "Bundes"-Bahn) würde sicher keine Änderungen im Transport-Verhalten bemerken; diese Alternative würde sicher von keiner Spedition bei der Flexibilität des Strassentransports in Rechnung gezogen. Aber man könnte dann noch mehr Güter "just in Time" auf der Strasse lagern. Auf den Autobahnen würde sich das so auswirken, dass permanent die rechte Spur durch eine durchgehende Wand von LKWs ohne Möglichkeit des Einscherens blockiert ist (mit wesentlich vergrösserter Stau-Wahrscheinlichkeit auf den verbleibenden Spuren). Die Strassen sind (bis auf enge Kurven in Innenstädten) wegen der identischen Flächenbelastung sicher darauf ausgelegt. Aber man stelle sich mal einen "Giga-Liner" mit eingeschlafenem Fahrer vor, der von hinten auf einen Stau zukommt (immerhin ist die Masse um 50 % höher).

  • 5
    Antwort von DiscoStu DiscoStu

    Fürchten brauchen wir uns nicht davor. Auch werden keine Brücken einstürzen. Aber die Kosten durch den beschleunigten Verschleiß des Straßennetzes (mit den Brücken) werden enorm sein. Der Vergleich, oder das Schiene zu Autobahn-Prinzip ist eigentlich Äpfel mit Birnen verglichen. Die Schiene wird die Autobahn niemals ersetzen und umgekehrt.

  • 4
    Antwort von polarfuchs polarfuchs

    Nach meinem Dafürhalten, wären die Gigaliner überflüssig, wenn die Deutsche Bahn AG sich mehr um den Gütertransport kümmern würde, bzw. den privaten Bahnunternehmen die Zugangsvoraussetzungen zur Nutzung des Schienennetzes erleichtern würde. Aber genau das Gegenteil ist der Fall. Bei einem zukünftigen bundesweiten Einsatz der Gigaliner wird der Strassenbelag der Bundesautobahnen noch stärker belastet, die Gefahr durch übermüdete, unter Druck stehende Fahrer für andere Verkehrsteilnehmer grösser. Ob dann tatsächlich "kleinere" LKW eingespart werden, glaube ich persönlich nicht.

  • 4
    Antwort von Qetan Qetan

    Ich habe eine Mega- Angst vor diesen Monstern auf unseren Straßen. Gar nicht auszudenken, was bei einem Unfall mit diesen Fahrzeugen passieren kann und zu denen wird es kommen, da sich an den Arbeitsbedingungen für die Fahrer (z.B extremer Zeitdruck), ja wohl nichts ändern wird. Sicher werden immer mehr Gütertransporte auf die Straße verlegt werden, dafür sind die Dinger doch gedacht. H O R R O R !!!!

  • 3
    Antwort von tieftag88 tieftag88

    Wenn der LKW-Verkehr nur 10 % seines Volumens auf die Bahn verlagern würde, hätte diese ein Riesenproblem. Es gäbe nicht genug Containerwaggons und auch nicht genug freie Kapzitäten auf den Transportwegen des Schienennetzes. Wahrscheinlich würde es Jahre dauern, bis ein Bahntransport mit dieser Menge fertig würde.

  • 2
    Antwort von Bergfeuer Bergfeuer

    Wir haben keine Bundesbahn mehr und die Deutsche Bahn hat wohl zu wenig Lobby ...

  • 0
    Antwort von Benjy Benjy

    Das stimmt nicht. Wie die Meisten vergessen ist die Bahn der größte LKW-Spediteur Deutschlands.

    Gigaliner sind keine Gefahr. Mit den bisherigen bestimmungen war das eine feine Sache. Weniger Verkehr, CO2 und weniger Belastung für Straßen und Brücken.Aber der Tiefensee ist eben ein Mitläufer...

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  • Truckonline.de

    Die Wahrheit über Gigaliner

    Was sind eigentlich “Gigaliner”, “Monstertrucks”, “Ökoliner” oder “Eurocombi”? Der Begriff “Gigaliner” ist eine Erfindung der Krone - Fahrzeugwerke zur IAA 2004 und bezeichnet Megatrailer mit angehängtem Volumen-Tandemachsanhänger.

    Als “Monstertruck” werden diese Megatrailer von Kritikern bezeichnet, so z.B. von Automobilverbänden, Umweltorganisationen und Lobbyverbänden, die der Bahn nahe stehen. Nur ist denen entgangen, dass ein “Monstertruck” eigentlich ein mit Tracktorreifen aufgemotzter 3,5 t - Pickup ist.

    Bitte lesen Sie hier weiter: "Die Wahrheit über Gigaliner"

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