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Brauchen wir Esperanto, Ido, Plansprachen, Hilfssprachen, konstruierte Sprachen oder Ähnliches?

Frage von Euyazik Euyazik

Was meinen Sie ? - Ich selbst denke

Wir brauchen das NICHT !

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Meine Überlegung: Vielleicht erinnern Sie sich, vor 25 Jahren hatte niemand ein Handy. Wichtig ist, niemand hatte das Gefühl, solch ein Handy zu benötigen.

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Wir blicken zurück auf die Altsteinzeit: Unsere Vorfahren lebten als Sammler und Jäger. Sie hatten keine Häuser, keine Betten und sicherlich kein Fernsehgerät. Und sie vermißten all das nicht. Viele tausend Jahre lang lebte der Mensch ohne Haus und Bett.

Was beweist das? Der Mensch braucht kein Fernsehen oder Telefon, nicht einmal ein Haus oder Bett benötigen wir. Ein wichtiger Gesichtspunkt hierzu: Dinge, die zum gegebenen Zeitpunkt nicht im allgemeinen Gebrauch sind, die vermißt der Mensch auch nicht. Erst recht vermißte er Dinge nicht, welche noch völlig unbekannt sind.

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Viele tausend Jahre lang lebte der Mensch auch ohne internationale Plansprache. Wir vermissen das Fehlen einer gemeinsamen, einer internationalen Sprache nicht.

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Würden Sie gerne ohne Ihr Heim, ohne Ihr Bett leben wollen? Würden Sie auf den Gebrauch Ihres Telefons, Ihres Handys oder Ihres Fernsehers verzichten wollen? Nein! - Warum? Weil Sie die Annehmlichkeiten dieser Dinge zu schätzen gelernt haben.

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Warum sollten Sie auf eine internationalen, gemeinsamen, leicht erlernbare Sprache verzichten wollen?

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Antworten (6)

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    Antwort von Skeletor Skeletor

    Stimmt. Brauchen wir nicht!

    Solange wir genügend große Waffen und politische Druckmittel haben, dass wir unsere Partner zwingen können unsere Sprache zu sprechen ist sowas wirklich unnütz. (Siehe Hawaii und USA wo nun glücklicherweise nur noch Englisch gesprochen wird und die letzten Sprecher des Hawaiischen bald endlich ausgestorben sind)

    Schade das Deutschland den Krieg verloren hat, sonst würde ganz Europa jetzt Deutsch sprechen.

    Plansprachen sind doch nur was für Warmduscher, die die armen benachteiligten Fremden verhätscheln wollen. Wer internationalen Kontakt will soll gefälligst die Sprache der Mächtigen lernen. So war das schon zu Zeiten der Römer. So bleibt es auch. Basta!

    In 20 Jahren lernen eh alle Mandarin!

    Warum soll sich China anders verhalten als die USA, die Engländer, die Franzosen, die Römer, usw. vor ihnen? Kommt gar nicht in die Tüte!

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    Antwort von WBohr WBohr

    Ob du Esperanto brauchst ist eine Frage deiner Lebenseinstellung. Ich spreche Esperanto und bereue es nicht, dass ich es gelernt habe. Gute internationale Kontakte in viele Länder, nicht nur in angelsächsische, sind bisher dabei heraus gekommen. Die Kommunikation funktioniert dabei gleichberechtigt. Esperanto ist eben eine ideale Brückensprache.

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    Antwort von RudolfFischer RudolfFischer

    Auch wenn etwas noch nicht allgemein verbreitet ist, kann sein Mangel empfunden werden.

    Ich bin fast regelmäßig in Spanien als Jakobspilger unterwegs. Sowohl mit den Einheimischen als auch bei den Pilgern untereinander kommt es zu heftigen Verständigungsproblemen, die nicht selten in Unmut und Streitereien ausarten.

    In der heutigen Zeit gibt es - vor allem im Netz - häufiger die Situation, dass Menschen mit verschiedenen Muttersprachen einen unbehinderten Gedankenaustausch brauchen. Daher ist also durchaus ein Bedarf an einer gemeinsamen Verständigungssprache festzustellen.

    In der Regel wird heute dafür Englisch eingesetzt, mit den bekannten Nachteilen:

    1) Es gibt keine Verständigung auf gleicher Augenhöhe: Muttersprachler sind privilegiert, Nichtmuttersprachler benachteiligt. Letztere können ihre Gedanken nur umständlich äußern und werden durch ihre Fremdsprachenkenntnisse gegängelt. Dadurch sind sie bei einer argumentativen Auseinandersetzung von vorneherein im Nachteil.

    2) Aussprache, Schreibweise und Ausdrucksweise (Idiomatik) des Englischen sind für weite Teile der Bevölkerung nicht hinreichend gut erlernbar. Bei Spaniern erlebt man das sehr deutlich.

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    Antwort von Rudy2101 Rudy2101

    Natuerlich brauchen "wir" keine dieser Plansprachen - aber "ich" gebrauche sie zum Spass!

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    Antwort von esocom esocom

    Brauchen tun wir Esperanto nicht. Es ist aber ganz erleichternd, wenn man im Ausland Freunde finden möchte.

    Esperanto möchte keine Nationalsprachen ersetzen, sondern eventuell eine Hochsprache für die Welt werden, so wie die von Martin Luther geschaffene Hochsprache Hochdeutsch für Deutschland. Ketzerisch könnte man sogar fragen: Brauchen wir Hochdeutsch?

    Esperanto ist leichter zu lernen als jede Nationalsprache und man kann in ihr fast Muttersprachfähigkeit erreichen. Das ist bei Kontakt mit Ausländern sehr angenehm.

    Esperanto hat eine internationale Kultur und Infrastruktur um Esperantosprecher in aller Welt (und nicht nur in den Ländern, in denen Englisch gesprochen wird) finden zu können. Ich möchte die Internationale Sprache nicht mehr missen, sie hat meinen geistigen Horizont außerordentlich erweitert. Dieser Sprachschatz gehört zu meiner Identität.

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    Antwort von EStrano EStrano

    Die soziale Situation des Menschen hat sich seither jedoch stark verändert. Die Beziehungen der Menschen zueinander sind anders geworden, die Arbeitsweisen etc... haben sich verändert. Daher glaube ich, daß der Mensch in der heutigen Gesellschaft andere Dinge braucht als sein Vorfahr. Es wäre zum Beispiel auch völlig unmöglich für die 82Millionen Menschen in Deutschland wieder so zu leben wie in der Steinzeit. Ohne moderne Technik ließen sich diese Menschen gar nicht ernähren. Will sagen: Der moderne Mensch braucht tatsächlich andere Güter als sein Vorfahr, weil seine Lebenswelt sich verändert hat.

    Kommentar von Euyazik Euyazik

    Ja, so sehe ich das auch! - Wir wollen auf die Annehmlichkeiten nicht verzichen; zum großen Teil könnten wir es auch gar nicht.

    Mit Esperanto oder sonst einer Plansprache ist es genau das Gleiche. Man kann die Vorteile einer solchen Sprache nicht entdecken, solange sie noch nicht in Gebrauch ist. Und wenn man ihre Vorteile kennen gelernt hat, so wird man nie mehr darauf verzichten wollen.

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