Niklaus am 31.05.2007 um 19:28 Uhr
Ginge es nicht auch mit 5-6 Ländern. Wozu Stadtstaaten wie Bremen, Hamburg, Berlin. 16 Länderregierungen, Parlamente und Behörden. Das wird von unseren Steuergeldern finanziert.
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Nein, brauchen wir nicht! Ist nur mit UNNÖTIGEN Geldausgaben verbunden. Wenn's nach mir ginge, alle abschaffen, und nur noch 4 einrichten Nord, Süd, Ost, West. Und dann Finanzämter und Schulbehörden Länderübergreifend vereinigen, das es Keine Örtlichen und somit unfairen Unterschiede mehr gibt.
Die Diskussion hatten wir schon und zwar auf höchster politischer Ebene mit der Folge: Alles bleibt wie es ist (Status Quo).
Von mir aus könnte ich auch mit 5 - 6 Ländern leben, aber die Länder im Süden bleiben wie sie sind :-)

Natürlich brauchen wir keine 16 Bundesländer.
Das Problem ist nur, dass bei jeder Vereinigung mindestens eines sich über den Tisch gezogen fühlt und deshalb streikt - siehe Berlin und Brandenburg.
Natürlich wäre ein Nordverbund aus Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen und Bremen sinnvoll.
Aber Hamburg wäre sicher dagegen, die Schulden von Bremen auszugleichen, Niedersachsen wollte Hannover als Hauptstadt und Bremen geht es ja mit dem Finanzausgleich trotz mangelnder Sparsamkeit ganz gut - wird also wohl nix draus!

Ich glaube noch im letzten Jahr gab es das Bestreben, das Saarland mit Rheinland-Pfalz zu vereinigen. Es war wohl kaum überraschend, dass das misslang.
Aus der Bevölkerung kam weniger der Proteststurm, als von der Politik selbst. Da würden ja aller Ämter halbiert, und sowas kann ja nun nicht angehen...
Auch die Integration von Berlin in das Land Brandenburg ist gescheitert, die Brandenburger (Volk oder Staatsführung?) befürchteten, von Berlin völlig dominiert zu werden.
Aber prinzipiell gebe ich dir Recht, wir brauchen keine 16 Bundesländer, und deren Macht müsste endlich mal zurückgestutzt werden (Stichwort "Förderalismusdebatte"). Hierzu wäre eigentlich momentan die Chance, weil hierfür das Grundgesetz geändert werden müsste, was mit der großen Koalition machbar wäre (wegen der nötigen 2/3 Mehrheit). Aber (auch) das gehen sie nicht an, weil es zur Zeit zu viele CDU-Landesfürsten gibt, die sich da gar nicht drüber freuen würden und deutlich Stimmung machen gegen eine solche Beschneidung...
Richtig und allgemein bekannt, dass Regierungen nichts lieber tun, als zu regieren. Mehr Bereiche dafür, mehr Regierende. So erhalten jene, die Macht möchten, ihre Chance. Alles legitimiert durch 'die Wähler'. Ich bin für eine Regierung, für Terra, für globales Denken... aber bis dahin haben wir wohl noch mindestens eine Evolutionsstufe vor uns.
nein, brauchen wir nicht!
aber wer geht zu wem? das gibt mord und totschlag, jeder will seinen sessel retten!
von der sache her bestimmt machbar, aber das entscheiden die die auf den sesseln hocken.
Eigentlich nicht. Kleine Probleme löst man in kleinem Rahmen ( Bushaltestellen auf Gemeindeebene ), grosse in grossem Rahmen ( Aussenpolitik in staatlichem, besser europaweitem ), aber für welche Fragestellungen sind Bundesländer maßgeschneidert ??

ob wir das aus ablaufoptimierten, kostoptimierten oder verwaltungsoptimierten Gründen besser beseitigen sollten kann ich nicht beurteilen, da ich mich damit nicht beschäfftigt habe. Ich lebe hier in Süddeutschland und da haben wir schon genug Schwierigkeiten mit Zusammenlegungen der Bundesländer nach dem 2ten Weltkrieg, da hat Grabenkämpfe bis heute bereitet. Ich glaube daß der Hang zur Individualität + Suche nach Identität gegen eine Zusammenlegung spricht. Aber das ist halt nur die Emotionale Seite....
Wenn die Bürger wirklich an einer Veränderung interessiert wären, hätten nicht über 69 % bei der letzten Wahl für die CDU/CSU und die SPD stimmen dürfen. Und der Trend zur Linken ist in meinen Augen auch nicht der richtige Weg... Ein typisches Phänomen in diesem Land ist: Alle jammern und am Ende wählen Sie wieder die Parteien aus den Vorjahren und wundern sich, dass nix besser wird.

Hallo Edgar.
Deine Frage wird auch in der Politik immer wieder gestellt. Sobald eine Regierung kein Geld mehr hat und Schulden macht, wirft ihr die jeweilige Opposition vor, sie würde das Zusammenschließen kleinerer Bundesländer blockieren -- und umgekehrt.
In den Gründerjahren dieser Republik war mal die Diskussion aufgekommen, ob Bayern nicht nur "Freistaat", sondern ein eigener Staat werden solle. Komischerweise fragt das jetzt niemand mehr aus Bayern -- weil sich dieses Bundesland nach Jahrzehnten der Subventionierung durch die anderen an die Spitze hochgeschnorrt hat. Ich hätte nichts dagegen, wenn Österreich Bayern annektiert.
Putzig fände ich das Gedankenspiel, Bundesländer, die keine gemeinsame Grenze haben, zusammenzulegen - wie Bremen und das Saarland. :-)
Niklaus am 1. Juni 2007 13:17 Als Zugereister in Bayern finde ich natürlich nicht nett was du schreibst. Bayern hat einen ausgeglichen Haushalt, die meisten DAX- Unternehmen und die wenigsten Arbeitslosen. Was gibt es da auszusetzen. Außerdem noch die einzigartige Biergartentradition und das Münchner Oktoberfest. Ich habe nichts gegen Österreich, bin mit einer Öin. liiert, aber ich fände es trotzdem nicht gut meine Staatsbürgerschaft wechseln zu müssen :-)
UlfDunkel am 1. Juni 2007 14:47 > Bayern hat einen ausgeglichen Haushalt, die meisten DAX- Unternehmen und die wenigsten Arbeitslosen. Was gibt es da auszusetzen.
Ja eben -- weil Bayern sich jahrzehntelang dick hat subventionieren lassen. Schau Dir mal die Zahlen aus 1950 an. :-)
Niklaus am 1. Juni 2007 20:11 Mann bist du nachtragend ---- 1950 das ist doch Schnee von gestern. lächel
Wir brauche 16 Bundesländer, da sich derzeit in keinem Land eine Mehrheit für eine Zusammenlegung findet. Also sind die Bürger der Überzeugung, dass die 16 Bundesländer erforderlich sind, daher sind sie jedenfalls auch demokratisch legitimiert. Ob es übrigens so viel billiger wäre Bundesländer zusammenzulegen kann dahingestellt bleiben. Immerhin sparen z.B. die Stadtstaaten die Kosten für die kommunale Ebene ein: Es gibt nur ein Landesparlament und nicht noch wie bei anderen Großstädten einen zusätzliche Stadtrat und eine eigene Stadtverwaltung.
Unnötig wie ein Kropf, aber glaub mir - die Damen und Herren Senatoren und Landtagsabgeordneten werden nicht das geringste Interesse haben, das eine oder andere Bundesland aufzulösen. Normalerweise reichen 5-6 Bundesländer aus. Wenn diese saaagenumwobene Förderalismudebatte endlich mal in die Gänge käme, dann hätten wir ene reelle Chance, dass sich die Anzahl der Länder durch Länderfusionen mal reduziert. Denn wenn der Einfluß der Länder schrumpft, läßt auch das Interesse nach. Aber bis dahin ists noch ein langer langer weg.