Frage von bachforelle49, 114

Brauchen Kinder bei und nach Trennung ihren Vater (noch) oder wird der Verlust des Papas " billigend " in Kauf genommen?

wenn die örtlichen Gegebenheiten des neuen Wohnsitzes des Vaters es nicht zulassen oder die Mutter nicht " mitspielt ", dann gewöhnen (müssen..) sich auch die Kids über kurz oder lang an ihren sogenannten Lebensmittelpunkt ohne väterliche Betreuung... vielleicht kommt ein Neuer .. ins Spiel, aber das wäre ja nur ein spärlicher Ersatz... So verlieren also Kinder bei Trennung ihren Vater, oder nicht? Wie sieht das Jugendamt das oder läuft die Erziehung auch nur mit Mutter (ab), die dann natürlich gestresst ist...?

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von teafferman, 18

Hallo Wassertier:)))

Das Grundgesetz schreibt von Eltern, nicht von Müttern. 

Das Jugendrecht erklärt eindeutig, dass Väter ein Recht auf regelmäßigen Kontakt mit ihren Kindern haben. Dieser kann - schrittweise - rechtlich eingefordert werden. Bis hin zu dem Punkt, wo die Polizei bei der Kindsübergabe - furchtbare Formulierung - dabei ist. Oder von der Mutter die Herausgabe des Kindes einfordert. 

Mit 14 hat ein Kind ein Anhörungsrecht vor Gericht, aber die Richter sind nicht gesetzlich verpflichtet, die Wünsche der Kinder vollumfänglich zu berücksichtigen. Im Fall, dass Kinder von 14 - 16 gute Gründe vortragen und ein Gericht diesen keine Beachtung schenkt, steht der Rechtsweg offen. 

Ab dem Alter von 16 Jahren sind Familiengerichte gesetzlich verpflichtet, die Wünsche der Minderjährigen so weit zu berücksichtigen, wie sie dem Wohl des Kindes dienen und keinen Schaden anrichten. 

Ab diesem Alter sind Familiengerichte auch gesetzlich verpflichtet, auf Antrag der Minderjährigen einen Rechtsbeistand zur Seite zu stellen. 

Bis zu diesem Alter sind Väter durchaus nachlesbar oft erfolgreich, wenn sie einen Anwalt speziell für die Minderjährigen beauftragen. 

Ich darf noch Bettina Wegner zitieren:

KINDER SONGTEXT

Sind so kleine Hände

winzge Finger dran.

Darf man nie drauf schlagen

die zerbrechen dann.

Sind so kleine Füße

mit so kleinen Zehn.

Darf man nie drauf treten

könn sie sonst nicht gehn.

Sind so kleine Ohren

scharf, und ihr erlaubt.

Darf man nie zerbrüllen

werden davon taub.

Sind so kleine Münder

sprechen alles aus.

Darf man nie verbieten

kommt sonst nichts mehr raus.

Sind so klare Augen

die noch alles sehn.

Darf man nie verbinden

könn sie nichts verstehn.

Sind so kleine Seelen

offen und ganz frei.

Darf man niemals quälen

gehn kaputt dabei.

Ist son kleines Rückrat

sieht man fast noch nicht.

Darf man niemals beugen

weil es sonst zerbricht.

Grade, klare Menschen

wärn ein schönes Ziel.

Leute ohne Rückrat

hab'n wir schon zuviel.

Kommentar von bachforelle49 ,

.. gefällt mir, leider habe ich keinen Kontakt mehr zu Kindern, bin aber der Ansicht, daß sie mehr als nur (unsere) Zukunftsträger sind.. diese verlogene Kiste des Austrickens und die kapitalistischen Machenschaften des Raffens und zur Befriedigung selbiger (nach noch mehr Geld..) der alten und scheinbar klugen immer mehr werdenden Besserwisser stinken mir schon seit langem

Kommentar von teafferman ,

Danke für die Bewertung.

Ich stimme Dir vollumfänglich zu. Dennoch verwende ich diese Argumentation in den letzten Jahren. Denn viele Menschen sind anders nicht zu erreichen. Nach meiner Erfahrung. Ich unterstelle da einfach frühkindliche Schäden als Ursache. :)))

Antwort
von BarbaraAndree, 69

Ich bin immer wieder erschüttert, wenn Kinder als Waffe in einer Scheidung benutzt werden. Kinder haben an einer Trennung der Eltern und den vorhergehenden Streitigkeiten genug zu leiden. Zum Wohle der Kinder sollten sich die Eheleute IMMER verständigen, damit die Trennung für die Kinder etwas "milder" ausfällt. Wenn sie regelmässig Kontakt zu beiden Elternteilen haben, mit dem einen oder anderen sogar in Urlaub fahren, dann "gewöhnen" sich Kinder vielleicht an diesen Zustand. Obwohl ich immer im Freundeskreis gehört habe, dass Kinder die Hoffnung nicht aufgeben, dass Mama und Papa wieder zusammen finden.

Kommentar von bachforelle49 ,

warum spricht ein Jugendamt das denn nicht offen aus... (?!)schließlich rennen meist die Mütter als erstes dort hin... hier wird eine falsche, mißverständliche Strategie gewählt .. (mit Ausnahme, der Vater ist gewalttätig und hat Hausverbot + ä....)

Antwort
von amdros, 59

oder die Mutter nicht " mitspielt "

..das nennt sich dann Mutter?

Dann sollte sich tatsächlich das Jugendamt einschalten lassen denn DAS Recht hat keine Mutter, den Kindern aus persönlichen Gründen den Vater entziehen zu dürfen!

Notfalls wäre sicher auch das Gericht dafür ansprechbar!

Kommentar von bachforelle49 ,

.. beim Nachdenken über diverse `Fälle ` beschleicht sich mir der Eindruck, daß Mütter (alleinerziehend..) sich gerne ein `Hintertürchen ` offen halten (wollen), weil Kinder im Alter dann auch eine Art `Altersvorsorge ` darstellen, im Kontext mit Dankbarkeit, sozusagen als Entlohnung für `stressige alleinerziehende Stunden... `

und Papa eben auf der Strecke bleibt, weil der Kontakt flöten geht... gemeinhin damit auch die Vorsorge - später mal... denn Kinder verarbeiten das ja auf ihre Art...

Antwort
von Kitharea, 33

Kinder brauchen immer beide Eltern (die Echten) - davon kann man ausgehen. Wenn ein Teil davon fehlt, schlechtgeredet oder ausgeschlossen wird bleiben IMMER Wunden. "Ein Neuer" ist kein Ersatz.
Gehen tut alles - natürlich - die Kinder werden es überleben. Je nach Situation besser oder schlechter.
ABER es ist besser sich zu trennen wenn es nicht mehr passt als zu tun als ob... Aber man sollte wenn es irgendwie geht dabei trotzdem die Kinder im Mittelpunkt stehen lassen und jeden der beiden Elternteile vollen Zugang geben UND nach wie vor auch auf den Ex achten. Zum Wohle der Kinder sich zusammenraufen egal wie groß die Enttäuschung ist. Die Kinder müssen schliesslich ein Leben lang damit leben.

Antwort
von bumbettyboo, 41

Natürlich brauchen Kinder ihre Papas.
Oft sind es aber eben diese, die den Kontakt schleifen lassen.
Solange beide Elternteile liebevoll mit ihren Kindern umgehen, wird auch das Jugendamt dafür sorgen, dass ein regelmäßiger Kontakt besteht, den auch die Mutter nicht einfach unterbinden KANN, wenn kein triftiger Grund vorliegt. Soviel zu der Frage. ☺
Generell finde ich es eine riesen Schweinerei, auf dem Kindesrücken irgendwelche Machtkämpfchen und hirnlose Streitigkeiten auszutragen.
Sowas schadet einem Kind enorm, weil es sich bei beiden einfach nicht mehr wohl fühlen kann und im schlimmsten Fall, sich auch noch die Schuld für dieses Verhalten gibt, obwohl ein Kind NIE etwas dafür kann. Egal in welchem Alter!

Antwort
von Volkerfant, 33

Kinder leiden immer sehr unter einer Trennung. Sie können sich nur nicht so gut darüber äussern und so gut argumentieren.

Wenn sie bei der Mutter bleiben, vermissen sie ihren Vater, wenn sie beim Vater bleiben, vermissen sie die Mutter.

Selbst wenn das andere Elternteil als "schlecht" oder als "negativ" dargestellt wird, sie vermissen es trotzdem.

Kinder empfinden anders als Ehepartner, sie wurden nicht betrogen, sonders es wurde ihnen einfach ein Elternteil weggenommen. Sie fühlen sich auch schuldig und dafür verantwortlich, obwohl sie am wenigsten dafür können.

Wenn Elterenteile behaupten, dass ihrem Kind die Trennung nichts ausmacht und sagen "mein Kind verkraftet die Trennung gut", beweisen doch spätere Befragungen das Gegenteil.

Antwort
von valvaris, 45

Das kommt drauf an.
Für die Kinder muss der Kontakt sinnvoll sein.
Wenn der Vater oder die Mutter die Kinder gegen den andern aufstacheln und nur Mist beibringen statt Verantwortung, dann ist es besser, den Kontakt zu reduzieren.

Man kann aber erstaunlich gut mit Kindern sprechen und ihnen erklären was los ist.
Dann können sie auch etwas mit entscheiden.

Ist aber immer ein Einzelfall. Bei Gefahr für die Kinder hat der Gefährdende Part keinen Anspruch.

Antwort
von SerenaEvans, 52

Menschen, die gemeinsame Kinder haben, sollten Erwachsen genug sein, um eine Trennung nicht an den Kindern auszulassen. Natürlich können Kinder ohne ein Elternteil klar kommen (es gibt NICHT nur alleinerziehunde Mütter!!), aber an sich wäre es besser für die Kinder, wenn der Kontakt zu beiden bestehen bleibt.

Antwort
von CohibaLikesU2, 11

Die Sache ist die entweder der Vater bleibt oder er geht. Der Rest bringt das durcheinander vor allem wenn es schon ein job hat und seine grenzen aufgestellt hat. Ich kann aus Erfahrung berichten.

Kommentar von bachforelle49 ,

wenns ans `Eingemachte.. `geht, erinnert Frau und Mutter sich gern ans althergebrachte traditionelle Rollenspiel, in der Mama für die Erziehung der Kinder zuständig ist - sonst umstritten, weil ja absolute Gleichschaltung angesagt ist - das ist das Verwerfliche bei diesem ganzen Trennungsszenario...

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