Ich würde ein Pferd nie mehr beschlagen lassen nach den Erfahrungen, die ich in 30 Jahren gemacht habe. Noch vor wenigen Monaten trug mein Wallach Beschlag und ich dachte, das sie notwendig bei seiner Hornqualität. Erst, als es damit gar nicht mehr anders ging, fing ich an, mich damit nochmal auseinanderzusetzen und stellte fest, dass die verschiedenen Huforthopädiepraktiken, die er hierzulande gibt, fast alle besser Barhuf bearbeiten als die Schmied-Hufpflegelinie und dass es damit wirklich möglich ist, die Pferde barhuf laufen zu lassen. Eine Huforthopädieschule möchte ich ausnehmen, da sie aus Tierschutzgründen in anderen Ländern bereits verboten ist und auch hier sehr zweifelhafte Ergebnisse hervorbringt bis zu Fällen für die Hufklinik.
Wenn die Hufqualität schlecht ist, ist das sehr, sehr oft durch nicht so tolle Bearbeitung bedingt, dann würde ich tatsächlich mal den Bearbeiter wechseln oder zumindest eine zweite Meinung einholen. Selbst bevorzuge ich Biernath-Orthopäden, wobei es da auch eine Streuung gibt zwischen denen, die mal die Prüfung gemacht haben und nun halt so vor sich hin arbeiten und denen, die sich permanent fortbilden, immer auf das beste Ergebnis aus sind, den Ehrgeiz haben, jedes einzelne Pferd wirklich seinen Beinen entsprechend mit top Hufen auszurüsten. Aber ich kenne auch einige Pferde, die nach NHC bearbeitet werden und auch sehr gut laufen, auf jedem Untergrund.
Grade der Abrieb von Asphaltböden und dem Betonpflaster in unserem Aktivstall ist meiner Orthopädin wichtig, damit genug Wachstumsreize gegeben sind und grade auf harten Böden finde ich Beschlag noch unglücklicher als auf weichen, weil das Eisen eh einen zusätzlichen Schlag auf den Huf gibt, zu dem, dass es den Hufmechanismus blockiert und damit wird es für die Gelenke des Pferdes schwierig beim Fahren.
Danke für den Stern Anfalas! Warte nächstes Mal noch etwas mit der Vergabe - das erhöht die Wahrscheinlichkeit auf weitere gute Antworten!