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Brauche Rat bzgl. Krankschreibung (BFD)

Frage von WyverBerlin WyverBerlin

Guten Abend zusammen,

ich bin jetzt seit gut 2 1/2 Monaten im Rahmen des BFD beschäftigt und nutze das Ganze um die Zeit bis zum nächsten Semester zu überbrücken, dass kommenden Monat beginnt. An sich arbeite ich gerne in meinem Betrieb und habe dort, aufgrund meines Alters und meiner Erfahrung durch den Zivildienst auch einiges an Verantwortung übertragen bekommen. (Ich betreue zusammen mit einer Angestellten eine Gruppe von 12 - 16 Beschäftigten, teilweise auch alleine)

Jetzt ist es allerdings so, dass sich über die letzten Wochen ein "innerer Druck" aufgebaut hat. Ich schlafe recht wenig, liege teilweise lange wach, bin schnell gereizt und muss mich morgens regelrecht dazu zwingen zur Arbeit zu gehen. Wenn ich dort bin warte ich eigentlich nur noch darauf das es endlich vorbei ist. Dazu kommen Konzentrationsschwierigkeiten, ein geplanter Umzug, das übliche Zeug mit den Ämtern (Bafög ab nächsten Monat und zur Zeit unterstützend Hartz IV) und andere Probleme die ich jetzt nicht öffentlich im Forum kund tun möchte.

Letzten Donnerstag hat mich also meine Ärztin wegen "Ermüdungssyndrom" sprich Burn Out krankgeschrieben, mir ein paar pflanzliche Tabletten verschrieben damit ich besser schlafen kann und mich halt für zwei Tage (Do. und Fr.) krankgeschrieben. Jetzt merke ich, dass es irgendwie nicht besser sondern gefühlt schlimmer geworden ist. Ich bin zwar ausgeruht, aber die anderen "Symptome" sind geblieben.

Ich bin jetzt etwas ratlos was ich machen soll. Morgen erneut zur Ärztin gehen und um Rat fragen oder einfach zur Arbeit gehen und so tun als wäre nichts. seufz Vielleicht weis von euch jemand was jetzt das sinnigste wäre.

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Antworten (3)

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    Antwort von DerRumpelrudi DerRumpelrudi

    Wie Du schon richtig erkannt hast, haben sich mit der Zeit sehr viele kleine Problemchen zu einer drohenden Lawine entwickelt. Jedes kleine Krümelchen was jetzt noch dazu kommt, bringt Dich in eine innerliche Panik. Trotzdem hast Du selbst den Eindruck, dass Du das um Dich angesammelte Chaos noch beherrschst.

    Dem ist aber nicht so. Nur darauf aufzupassen, wo sich ein Teil der Lawine lösen könnte zwingt Dich eigentlich zum abwartenden Nichtstun... zum eventuellen Reagieren.

    Jetzt ist aber etwas anderes angesagt, was Dir vielleicht jemand zeigen könnte. Nämlich agieren und proaktiv werden. Bedeutet, dass Du anfangen musst die Lawine wegzuschaufeln, damit Platz geschaffen wird für weitere Probleme, die bestimmt kommen werden. Nur so hast Du den Freiraum etwas lockerer in die Zukunft zu schauen.

    Fange einfach spontan bei den Dingen an, die Dich aktuell in Deinem direkten Umfeld stören. Nervte Dich, dass Dein Blick ständig auf bestimmte Stellen gerichtet ist, die Du eigentlich gestern schon erledigt haben wolltest ? Dann mache es jetzt sofort und suche keine Ausrede.

    Nervt Dich ein User im Internet ? Der kennt Dich doch gar nicht, also sollte es Dich nicht berühren, weil kein Schaden entstehen kann.

    Oft sind es viele Kleinigkeiten, die sich zu einem großen drohenden Ganzen zusammenfinden. Genau diese Kleinigkeiten immer neu zu erkennen und zu beseitigen ist der Schlüssel um aus dieser Situation raus zu kommen. Ich nenne diese Kleinigkeiten Nadelstiche. Ein einzelner Stich ist harmlos, aber wenn tausende auf Dich einstechen fühlst Du Dich im wahrsten Sinne des Wortes in Deiner Haut nicht mehr wohl.

    Beseitige also eine Nadel nach der anderen und suche nicht nach einem dickeren Fell.

    Sicherlich sind meine Sätze bewusst bildlich geschrieben, aber Du wirst Dich darin erkennen.

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    Antwort von lamarle lamarle

    Es scheint mir normal zu sein, dass Du Dich jetzt erst mal schlechter fühlst. Die Tage bis jetzt hast Du wahrscheinlich erstmal gebraucht, um überhaupt abzuschalten und bist jetzt erst mal an dem Punkt, wo Du bemerkst, wie schlecht es Dir wirklich geht. Bis dahin hat die Anspannung wahrscheinlich dein Körpergefühl unterdrückt.

    Geh morgen nochmal zur Ärztin, erkläre, wie Du Dich fühlst und bitte sie, Dich noch 2 - 3 Tage erstmal krank zu schreiben. in der Zeit solltest Du versuchen dich zu entspannen und festzustellen, ob sich an Deinem Gefühl was ändert, und dann weitersehen. Einen Burnout kuriert man nicht in 3 Tagen aus.

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    Antwort von blondie1705 blondie1705

    Das ist eine schwierige Frage und das kannst eigentlich nur Du selbst beantworten. Du solltest selbst entscheiden können, ob Du morgen arbeiten gehen kannst oder nicht. Allerdings frage ich mich, wie Du einige Monate arbeiten willst, wenn Du schon nach 2 1/2 Monaten burn out bekommst. Wie willst Du das bis zu Deiner Rente schaffen?

    Kommentar von WyverBerlin WyverBerlin

    Das hat leider nicht nur mit der Arbeit zu tun, aber das ist halt der momentan wichtige Punkt, da ich dort ja Verpflichtungen habe.

    Wie gesagt, ich arbeite dort eigentlich gerne, auch weil ich dort, im Vergleich mit anderen "Bufdis" mehr Verantwortung übertragen bekommen habe und relativ selbstständig arbeiten kann. Aus dem Grund mache ich mir ja gerade nen Kopf und sage nicht einfach: "Joa, leckt mich halt, ich komme nicht".

    Es liegt halt hauptsächlich an anderen Dingen weswegen ich mich ausgelaugt und erschöpft fühle.

    Kommentar von blondie1705 blondie1705blondie1705

    Dann solltest Du mal diese "anderen Dinge" regeln.

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