Der größte Minuspunkte wäre die eingeschränkte Privatspähre: das eigene Zimmer kann man wohl noch einrichten, wie man möchte; aber im Flur, im gemeinschaftlichen Wohnzimmer, in der Küche und im Bad muß man wohl oder übel sowohl bei der Einrichtung als auch in der Nutzung Kompromisse machen.
Zudem bekommt jeder Mitbewohner mit, welchen Besuch Sie wann und wie häufig empfangen.
Zudem ist der eigene Platz, der eigene Raum stark eingeschränkt: man hat nämlich nur einen eigenen Raum, in dem man sich so bewegen kann, wie man möchte. In der eigenen Wohnung hat man häufig mindestens 1,5 Zimmer (meist allerdings etwas mehr) zusammen mit Küche und Bad; man kann also auch mal nackt vom Schlafzimmer ins Bad laufen, ohne dass man mit diesem Anblick irgendjemanden verärgern oder verschrecken könnte! :-)))
Ein Problem könnte auch entstehen, wenn man umziehen möchte (warum auch immer). Häufig entstehen dabei mehr Konflikte als in der ganzen Zeit vorher: Kündigung, Nebenkostenabrechnung oder Renovierung sind dabei nur ein paar "Knackpunkte":
Bei jungen Menschen mögen Wohngemeinschaften noch klappen, weil sich bestimmte Gewohnheiten noch nicht so tief eingegraben haben. Aber bei alten Menschen, die an ihren liebgewonnen Gewohnheiten festhalten möchten (Frühaufsteher, Langschläfer, Tierhaltung, viel oder wenig Besuch empfangen, Musik hören und machen, Pflanzen in der Wohnung etc.), dürften Konflikte meist unausweichlich sein. Stellen Sie sich mal, Sie wären ein eher ruhiger Vertreter und Ihre Mitbwohner machten jeden Tag "big party", so daß Sie Ihren "heißgeliebten" Mozart nicht mehr genüßlich hören könnten, weil aus der Küche, den Nebenzimmern und dem Flur zu viel Lärm dringen würde ... vermutlich käme bei Ihnen auf Dauer bestimmt keine Begeisterung hoch!
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