Ein junger Mann, 19, der beste Freund meines Sohnes, hat sich das Leben genommen. Erst fünf Tage vorher hat er sich geäußert, er wisse nicht für was er auf der Welt ist. Mein Sohn ist daraufhin mit ihm zusammen zum Arzt gefahren. Danach hat er das Haus nicht mehr verlassen und erst zwei Tage später kam er wieder nach draußen. Seelenruhig ging er an mir vorbei, grüßte freundlich und wartete noch einige Minuten an seinem Wagen, der auf dem Hof stand. Dann stieg er ein und nahm sich vermutlich einige Minuten später das Leben.
Kann denn jemand wirklich auf diese Art gehen? Er hat keinen Abschiedsbrief geschrieben, er hat erst fünf Tage vorher überhaupt jemanden was gesagt! Und er grüßt noch, setzt sich in seinen Wagen und springt danach vom Ratshausdach? Meint ihr vllt. er wollte nur seinen Mut testen und ob ihm sein Leben noch was wert ist? Und ist nur ausgerutscht? So geht man doch nicht.
Wenn er konkret so gefährdet war, dann hätte der Arzt ihn doch stationär behandeln lassen müssen. Daraus ist dann nur zu schließen, dass der Gang zum Arzt nicht geholfen hat, weil der junge Mann nicht alles gesagt hat (und einer Einweisung vielleicht auch nicht zugestimmt hat).