Frage von SunshineHorse, 52

Brauche ich wirklich ein Buch zum barfen?

Schönen Nachmittag an alle Hundefreunde !
Mein knapp dreijähriger Cavalier King Charles Spaniel Rüde , frisst einigermaßen gut Trockenfutter und Nassfutter dann , wenn es seine Standard rinti dosen sind . Seit einiger Zeit bin ich mit meiner Familie am überlegen , uns ein Buch übers Barfen anzuschaffen . Ist ein Buch nötig ? Man kann ja beim barfen ganz schön viele Fehler machen , oder ?
Wir haben schon vor gut einem Jahr versucht zu barfen , haben uns auch dort im Fressnapf beraten lassen . Es war Lammfleisch . Es stank extrem und zudem mochte mein Hund es überhaupt nicht . Aber es lag nur am Fleisch . Welches Fleisch empfehlt ihr ? Bitte kein Pferdefleisch da ich reite ! Er mag fast alles außer halt Lamm, Schaf und Pferd möchte ich ja nicht . Wie soll man mit Barf anfangen ? Und woher soll man das Fleisch kaufen ? Aus Fressnapf ? Oder aus dem Internet :/?
Danke meine Familie sowie mein Hündchen bedanken uns bei euch !

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von jww28, Community-Experte für Hund, 46

Hi, wäre schon besser mit Buch, weil man immer wieder mal nachschlagen kann, wenn einen was nicht klar ist und man da eben alles sehr umfangreich beschrieben hat. Viele sind auch nicht so teuer, zB Swanie Simon hats in Form von Broschüren, eine Übersicht zum Barf gibt es auf der Seite auch: 

http://www.barfers.de/barf_fuer_hunde.html

An Fleisch eignet sich Rind eigentlich gut zum Einstieg und man bekommt es halt unkompliziert Überall zu kaufen. Angefangen haben wir mit frischen Pansen :) Da ich es selber portioniere und es frisch mag holen wir jede Woche vom Barfladen, die haben uns auch einen Barfplan erstellt, manche Läden bieten da Beratungen an. 

Kommentar von Bitterkraut ,

Mit Pansen anzufangen macht auch Sinn, wegen den Enzymen, die der Hund da bekommt und die den Verdauungsapparat auf die Verdauung von Frischfleisch einstellen. Anfangs aber nur wenig Pansen geben.

Kommentar von friesennarr ,

Gerade Pansen verträgt meine z.B. alleine gar nicht und wenn es untergesmischt ist auch nur in kleineren Mengen - ich füttere daher viele Mägen von Huhn, Truthahn u.a.

Expertenantwort
von friesennarr, Community-Experte für Hund, 31

Für alles was man im Leben macht braucht man Erfahrung und Wissen. Dieses kann man sich durch drei Möglichkeiten aneignen.

1. Man liest Bücher.

2. Man geht in die Schule (auch hier lernt man mit aus Büchern)

3. Man lernt beim ausprobieren - wie soll man aber etwas ausprobieren, von dem man keinerlei Ahnung hat?

Beim Barfen macht man keine Fehler, wenn man sich ein Ernährungslehrebuch für Hunde durchgelesen und verstanden hat.

Ein Ernährungslehrebuch zeigt auf was ein Hund braucht, in welchen verhältnisen die Grundnährstoffe vorliegen müssen - in welchen Futtermitteln welche Nährstoffe enthalten sind und welche Mengen von welchen Närhstoffen vorhanden sein müssen.

Jetzt holt man sich mehrere Bücher die diese Nahrung erläutert und lernt auch diese.

Jetzt ist man ansatzmäßig fähig mal ein Menü zusammenzustellen. Dann kann man mit wachsender Erfahrung selbst entscheiden was, wann, wo und wieviel.

Ich Barfe und ich barfe nur mit Frischfleisch und ganzen Fleischstücken - ich mag das gewolfte aus Fressnapf und Online Barfladen nicht.

Ich hole mein Fleisch (Huhn, Rind, Ente, Gans, Kanninchen, Lamm und Truthahn) zu 70 % in der ganz normalen Fleischteke bei meinem Realmarkt, da ich hier auch Pansen (leider gewaschen) und Innereien bekomme.

Bei Metzger und bei einem Online - Barfladen hole ich Knochen und besondere Innereien usw.

Bei einem so kleinen Hund wie eurem sind schon die Portionen die man bei Fertigbarf kaufen kann viel zu groß. Schon deshalb würde ich es selber machen.

Nur als Beispiel. Hund 4 kg braucht ca. 80 g Futter.

30 g Huhn, 20 g Rind, 1 Hühnerhals, 1/4 Hühnerleber, 1 Hühnermagen, 15 g Apfel- Karotte-Aprikose Mix.

Wenn man dann jeweils immer für ein paar Wochen denkt, kann man ein paar Kg einkaufen und dann zurechtmachen und Einfrieren. Dann jeden Tag nur raus aus der TK und auftauen lassen und füttern.

Natürlich muß man immer kunterbund mixen. Ein Buch hilft da unendlich dabei, schon alleine deshalb weil man auf Ideen kommt was man noch so alles zusammenmischen kann.

Antwort
von Georg63, 37

Ich barfe ohne Buch und Wissenschaft und mein Hund ist gesund und glücklich.

Ich nehme einfach das billigste Fleisch aus dem Supermarkt. Da das fürs menschliche Essen gedacht ist, brauche ich mir um die Quälität keine Sorgen machen.

Hühnerschenkel, Schweinefüße und -schwänze nimmt sie gern - einfach so wie sie sind - roh mit Knochen - da bleibt nichts übrig.

Dazu frisches Gemüse was eben so anfällt.

Wenn grad kein Fleisch da ist, habe ich immer noch Trockenfutter in Reserve. Das taugt zwar nicht viel, dürfte aber so mit künstlichen Vitaminen und Mineralien angereichert sein, dass ich keine Mangelernährung befürchten muss.

Kommentar von Bitterkraut ,

Innereien, Pansen etc. bekommt dein Hund gar nicht?

Kommentar von Georg63 ,

Herz manchmal, Leber lässt er liegen. Pansen gibts im Supermarkt nicht.

Antwort
von Bitterkraut, 52

http://barfers.de/barf_info_start/BARF_futterplan_3schritt.html  Hier gibts Orientierung..

Ich hab nie einen Futterplan gehabt ich barfe aber schon viel länger als es diesen Begriff gibt. Im o.g Fütterungshinweis findest du die Verhältnisse von Fleisch (immer durchwachsen, nie reines Muskelfleisch) zu Pansen und Innereien etc. Du mußt den Hund aber langsam umstellen.

Ich füttere Metzgereiabfälle, Kopffleisch, Pansen, Knochen, Schlund, Bauch/Suppenfleisch(das ordentlich Fett/Talg haben darf) vom Rind, mitunter auch Wild, Kaninchen, Huhn, Lamm, Fisch.

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