Frage von sportyLB98, 236

Brauche ich eine Tripleosteotomie wegen meiner Hüftdysplasie?

Hallo, ich bin 17 und weiblich. Im Oktober 2013 wurde bei mir durch ein MRT eine beidseitige Hüftdysplasie daignostiziert. Recht ist diese nur leicht, links jedoch in der "Grauzone" zu einer OP (Tripleosteotomie). Eingentlich hätte ich im Herbst ein Kontroll-MRT machen lassen sollen, jedoch hatte meine Mutter zeitlich und nervlich keine Möglichkeit, mit mir dort hin zu gehen (private und gesundheitliche Probleme). Vor zwei Jahren gab es noch keine Anzeichen für Arthrose. Physiotherapie bekomme ich keine (aus mehreren Gründen) und Einlagen trage ich schon seit ca. 5 Jahren.

Seit 2 Jahren habe ich unregelmäßig leichte Schmerzen, die bei stärkerer Belastung und nach längerem Stehen, Sitzen und Gehen auftreten. Seit ca. einem halben Jahr, werden diese jedoch regelmäßiger und etwas stärker. Dazu kommen noch linksseitige Knieschmerzen (Patellasehne), die ich jedoch mit einer Bandage gut im Griff habe.

Nun wollte ich wissen, ob jemand schon Erfahrung mit einer Hüftdysplasie hat und wann diese OP bei demjenigen gemacht wurde. Vielleicht könnt ihr mir auch Tipps geben, dass ich noch nächstes Schuljahr mein Sportabitur machen kann (4-stündig in der Schule), wie ich die Schmerzen "im Griff halten" kann. Ich habe nämlich Angst, dass sich diese so sehr verschlimmern, dass ich kein Sport mehr machen kannn und umwählen muss. Gesundheit geht natürlich vor, aber ich kann bzw. will das nicht auch noch meiner Familie zumuten, da meine Schwester schon sehr krank ist und sie deshlab sehr oft zu Ärzten muss. Ist eine OP jetzt schon nötig oder kann ich noch abwarten. Ich weiß, dass Ferndiagnosen nicht sinnvoll sind, aber ich bräuchte trotzdem euern Rat. Außerdem kann niemand vorhersagen, wann bzw. ob meine Schmerzen sich verschlimmern, aber vielleicht könnt ihr das doch mit meinen Krankheitsverlaufbeschreibungen. Ich weiß, dass ich unbedingt das Kontroll-MRT machen lassen sollte, aber vorher frage ich hier. Ich hoffe, ihr könnt mir helfen. LG, sportyLB98

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo sportyLB98,

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Arzt Operation

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von babsk88, 140

Hallo sportyLB98,

bei mir wurde mit ca. 22 beidseitige schwere HD festgestellt, mittlerweile wurde beide Seiten bei mir operiert.
Deine Symptome klingen sehr ahnlich wie bei mir damals.

Wenn du schon solche Schmerzen hast, würde ich dir auf jeden Fall empfehlen, nochmal zu einem Orthopäden (oder auch zu mehreren) zu gehen und dich beraten zu lassen. Denn dann hast du wirklich eine schwere Form, der Knorpel und das komplette Gelenk wird unterversogt und du könntest in wenigen Jahren eine Arthrose entwicklen, dagegen kann man dann nicht mehr unternehmen...

Das einzige was du vorher versuchen kannst, sind geielte Muskelübungen für LWS, Bauch, Rumpf usw. Wenn die Muskeln dort stark sind könnten sie die HÜfte besser stabilisieren und deine Schmerzen könnten etwas nachlassen, ist aber bei so einer schweren Form unwahrscheinlich...

Du kannst mir gerne eine Anfrage schicken, wenn du gerne genauer darüber reden würdest. Viel Glück und LG

Kommentar von sportyLB98 ,

Ich habe durch turnen bereits starke Oberschenkel- bzw. Hüftmuskluatur, sowie Rücken-und Bauchmuskulatur. Leider habe ich immer noch unregelmäßig leichte bis mittelschwere Schmerzen. Vor ca. 7/8 Wochen hatte ich den letzten schwereren Schmerzschub, und hatte seitdem nur wenige und relativ leichte Schmerzen. Oft abends, sodass ich ewig zum Einschlafen brauche. Diese ziehen dann in den Oberschenkel und werden nur bei sehr leichter Bewegung kurz (ca. 1-2 min) gelindert. Das heiß, wenn die Schmerzen ca. 1 Stunde anhalten, laufe ich alle 5 min für 1-2 min rum. Das größte Problem für mich aber ist, dass ich manchmal ein Ziehen im Knie beim normalen Gehen spüre. Ich kann ja schlecht im Alltag meine Bandage anziehen, und deshalb ist es schon recht nervig.

Hast du eventuell Tipps, was ich dagegen machen könnte? Gegen die Leistenschmerzen hilft manchmal Wärme, aber was könnte ich gegen die nervigen Schmerzen abends machen? Ich kann nicht jedes Mal 1-2 h warten bis ich endlich einschlafe... Dann schlafe ich immer erst um 0 Uhr ein!

Kommentar von babsk88 ,

Also wenn du trotz sehr gut aufgebauter Muskulatur noch Schmerzen hast, wirst du um eine OP nicht herum kommen...

Wärme hilft meist sehr gut bei Muskel- und Gliederschmerzen, kannst du also ruhig weiter machen, wenn du das Gefühl hast, dass es dir gut tut.

Die "Ruhe-Schmerzen" die du so passend beschreibst (in Bewegung besser, in Ruhe, also beim hinlegen am Abend, schlechter) sind ein typisches Anzeichen für eine mittlere bis schwere HD. So lange dein Gelenk leicht in Bewegung bleibt, merkst du nicht aber wenn es in Ruhelage ist kommen die Schmerzen und oft, ich spreche da auch aus Erfahrung, sehr schlimme Schmerzen.

Das einzige was du tun kannst sind Schmerzmittel. Die nehmen zwar den Schmerz kurzeitig, aber deine Hüftgelenke leiden trotzdem.

Ich würde an deiner Stelle zu einem Orthopäden gehen, ihm alles schildern, auch das mit deiner Schule usw. Er wird dich sicher gut beraten und dir evtl zusammen mit dem Hausarzt vorerst eine Schmerzmedikation geben, denn Schmerzen leiden sollte heut zu Tage niemand mehr.

Antwort
von josi83, 147

Hallo. Ich hatte vor 2 Jahren die 3fach op, na ja, die op ansich ist bei einem spezialisiertem doc kein Problem, das nervige ist die Heilung danach, 6 Wochen nur liegen, ich bin ca 5monate bis zur vollbelastung an Krücken gegangen, es gibt eine lange und eine kurze Nachbehandlung, ich hatte die lange da mein doc das nur so macht( ich weiss ehrlich gesagt nicht wo der Unterschied bei der op ist), wichtig ist das du dir einen Orthopäden suchst der das oft macht, lg

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