Brauche Hilfe in Religion/ Glaubensbekenntnisse?

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4 Antworten

Hallo Schlaufuchs1999,

die Frage lässt sich nur beantworten, wenn du zunächst einmal Beispiele nennst, inwiefern sich Glaubensbekenntnisse von heute vom Nizäno-konstantinopolitanischen Glaubensbekenntnis unterscheiden.

Bitte nenne also mindestens ein Beispiel.

Natürlich kannst du nicht das Nizäno-konstantinopolitanischen Glaubensbekenntnis mit irgendwelchen Glaubensbekenntnissen irgendwelcher Leute gleichsetzen, sondern du müsstest schon ein heutiges geändertes Glaubensbekenntnis der Kirche nennen.

Bei uns im Gotteslob (kath.) steht nämlich immer noch unverändert das Nizäno-konstantinopolitanische Glaubensbekenntnis.

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Kommentar von RudolfFischer
03.11.2015, 08:28

Ja, aber aus "die eine heilige katholische Kirche" wird der Begriff "katholisch" wieder wie ursprünglich als "allumfassende" gedeutet und nicht "römisch-katholische", wie wir es früher gelernt haben. Die evangelische Version "christliche" trifft's schon besser.

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Kommentar von Schlaufuchs1999
03.11.2015, 17:21

Ich habe vergessen zu sagen, dass es hierbei um Freikirchen geht, auch um Glaubensbekenntnisse aus den USA und Afrika.

Bei wesentlichen Unterschieden habe ich jetzt erstmal gefunden:

Modern:

- Schwerpunkt liegt auf der Liebe zu den Menschen
- als Sohn von Gott gesandt/ Hülle Gottes 
- Mensch aus Fleisch und Blut
- Aufgabe: Menschen zur Einsicht bringen, anderen zu helfen/ neue Wege zu gehen, Lebenssinn zu erkennen     

Nizäa:

- Schwerpunkt liegt darauf, dass Christus für uns gelitten hat
- Christus ist eins mit dem Wesen Gottes 
- Mensch geworden durch Heiligen Geist von Maria
- auf natürlichem Wege gezeugt (geboren)
-> Mensch aus Fleisch und Blut 
- Aufgabe: Heil der Menschen, Richter der Lebenden und Toten

Zugegebenermaßen alles andere als perfekt, aber ich bin weder christlich noch Theologe.

Vielen Dank für deine Antwort

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Nun, die Antwort steht buchstäblich in der Bibel. Lies mal, was in 2. Timotheus 4,3 und 4 so steht:

Denn es wird eine Zeit kommen, da sie die heilsame Lehre nicht ertragen werden; sondern nach ihren eigenen Gelüsten werden sie sich selbst Lehrer aufladen, nach denen ihnen die Ohren jucken, und werden die Ohren von der Wahrheit abwenden und sich den Fabeln zukehren...

Kein Wunder also, daß sich moderne Glaubensbekenntnisse mehr nach dem Zeitgeist richten statt nach Gottes Willen.

Und viele Menschen machen solche Bekenntnisse, ohne sich damit zu identifizieren... Auch das steht in gewissem Rahmen schon in der Bibel. In 2.Timotheus 3 ab Vers 1 findest Du den Text, den ich meine...

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Kommentar von Schlaufuchs1999
03.11.2015, 17:28

Vielen Dank für deine Antwort. Ich werde den Bibelvers lesen.

Allerdings sehe ich es persönlich nicht so, dass sich die heutige Kirche nicht mehr nach Gottes Willen richtet, wenn sie es denn überhaupt jemals getan hat. Die Lehre wird heutzutage einfach anders aufgefasst. Aber was sind gute Gründe dafür? Eventuell, dass die Christen den Glauben an einen richtenden Gott zu (in Ermangelung eines passenderen Wortes) "anstrengend" fanden?

In meiner Frage geht es aber auch vor allem um die Christusvorstellungen. Warum änderten die sich?

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Wie wäre es einfach damit, dass das Christentum eine lebendige Religion ist, die nicht in der Vergangenheit behaftet ist, sondern sich auch nach vorne bewegt.

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Kommentar von RudolfFischer
03.11.2015, 08:37

Ja, schön wär's. Aber leider merke ich davon viel zu wenig. Der Aufbruch durch das 2. Vatikanum ist ja praktisch wieder gestoppt worden. Als Neustes wird "Barmherzigkeit für Wiederverheiratete" als Fortschritt verkauft. Kommentar überflüssig.

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Warum entwicken sich religiöse Vorstellungen fort?

Jedes religiöse Lehrgebäude hat auch Inhalte, die unverständlich sind, oder widersprüchlich, oder unlogisch.

Die Theologie befasst sich jahrhundertelang mit der Bibeldeutung und der christlichen Glaubenslehre. Da ist es kein Wunder, dass es hier zu Änderunge kommt. So müssen haarsträubende Dogmen wie die Unfehlbarkeit des Papstes bis hin zur völligen Entleerung verwässert interpretiert werden.

Positiv und glaubensmäßig ausgedrückt kann man auch sagen, dass Veränderungen eintreten, weil der Heilige Geist die Menschheit (nicht nur ene Kirche) nicht verlässt.

Obwohl die Welt zurzeit mal wieder von allen guten Geistern verlassen zu sein scheint.

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