Frage von Superpony, 25

Brauche Hilfe beim Businessplan!?

Hallo! Ich möchte/ muss einen Businessplan erstellen, jedoch sind mir 2 bzw. 4 punkte unklar.... Also bitte erklärt mir den Unterschied zwischen

  1. Plan-Gewinn-und Verlustrechnung & Liquiditätsplanung- > für mich ist beides einfach Einzahlungen minus Auszahlungen ????
  2. Markteintritt & Marketing-Absatzkonzept -> bei Markteintritt steht bei mir noch in klammer :Wie kommen die Kunden auf mein Produkt und bei dem 2ten hab ich selber (ich glaube der lehrer hats gesagt, "nicht nur Homepage, flyer,...." dazugeschrieben -> also auch irgendwie das gleiche ??????

Bitte um Hilfe! Und vielleicht beispiele?!

Antwort
von marvelousmarkus, 14

Zu Deinen Punkten:

1. Gewinn-Verlust Rechnung (GuV) und Liquiditätsplanung unterscheiden sich hinsichtlich sogenannter ‚Non-cash bzw. Cash Positionen‘. Typisches Beispiel ist die Anschaffung einer Maschine, sagen wir im Wert von 100.000 EUR. In der GuV schreibst Du Jahr-für-Jahr einen Betrag ab, z.B. wenn Du die Maschine über 5 Jahre abschreibst, 20.000 EUR pro Jahr (Non-Cash). In der Liquidität sieht das aber anders aus. Gehen wir davon aus, dass Du die Maschine bezahlst und nicht least, dann gibst Du im ersten Jahr 100.000 EUR (Cash) aus und in den Folgejahren nichts. Beide Berechnungen haben verschiedene Ziele: die GuV Betrachtung erlaubt bessere Profitabilitäts-Analysen und ist notwendig zur Kalkulation der Steuerlast. Die Liquiditäts-Analyse ist notwendig um zu wissen wieviel Kapital wirklich benötigt wird. Im o.g. Beispiel brauchst Du mindestens 100.000 EUR im ersten Jahr und nicht nur 20.000 wie die GuV Dir sagen würde.
Ein weiteres Beispiel: Nehmen wir an Du verkaufst ein Produkt, sagen wir Räder. Jedes kostet Dich 100 EUR und Du verkaufst sie für 150 EUR. Wenn Du ein Rad kaufst, musst Du 100 EUR sofort an Deinen Zulieferer bezahlen (Vorkasse). Deine Kunden zahlen die 150 EUR jedoch erst auf Rechnung in 4 Wochen. Folglich musst Du erst 100 EUR vorstrecken und bekommst sie (im Idealfall) in 4 Wochen wieder. In der GuV ist so ein Fall irrelevant, dort steht: 150 (Einnahmen) – 100 (Kosten) = +50 EUR. In der Liquidität steht aber zumindest vorrübergehend ein Fehlbetrag von 100 EUR. Das ist eine sehr wichtige Betrachtung – stell Dir vor Du musst 100, 1000 oder 10000 Räder kaufen – da muss schon klar sein wo das Geld herkommt, dass sind sehr reale Probleme.
Praktisch ist die Unterscheidung nicht einfach, da musst Du Deinen Plan individuell betrachten – was ist Cash bzw. Non-Cash – was musst Du wann bezahlen und wann wird es ausgegeben.

2. Markteintritt vs. Marketing. Markteintritt ist Marketing. Ich nehme an, ohne es zu wissen, dass folgendes gemeint ist:
Markteintritt: Was benötige ich um in den Markt zu gehen (z.B. Produkte, Mitarbeiter, Geschäftsräume, Verkaufskanäle/Website, etc.) und was muss ich tun, damit (potentielle) Kunden auf mich aufmerksam werden. In dieser Phase gibt man i.d.R. deutlich mehr für Marketing aus als man tatsächlich einnimmt.
Marketing: Dies ist lediglich die Fortführung der Marketingaktivitäten – natürlich auf einem Niveau das mehr Geld verdient als für Marketing ausgegeben wird. Die Kanäle und Ziele können sich durchaus unterscheiden. Beispielsweise kann man beim Markteintritt für ein neues Geschäft großflächige Anzeigen in Zeitungen schalten, welche ggf. nicht mehr notwendig sind, wenn die Leute einmal das Geschäft kennen. Im letzteren Fall kann man z.B. einfach direkt im Laden Werbung machen, welches deutlich günstiger ist.

Antwort
von palzbu, 17

Das geht so nicht. Um die Fragen befriedigend beantworten zu können, dass der Leser sich auch ein Bild davon machen kann, braucht man Infos über die Geschäftsidee. Gewinn- und Verlustrechnung ist ne einfache Sache. Wie sind die Kosten? Wie ist der Erlös? Liquiditätsplanung: wieviel brauche ich bis die Sache läuft? Wieviel habe ich? Markteintritt: Wie mache ich meine Idee bekannt? Was kostet das? Marketing: Wie sieht auf Dauer meine Werbung aus? Wie bekomme ich Kunden? Ist ein Bedarf für mein Angebot da? ----Und das wichtigste: Bin ich bereit die ersten Jahre bis die Sache läuft auf vieles zu verzichten? 16-18 Stunden täglich zu arbeiten? Bin ich bereit mich mit , Finanzamt, Gewerbeaufsicht, Abmahnrechtsanwälten und anderen Strolchen zu streiten die unbedingt an mein sauer verdientes Geld wollen? Überlegs dir genau. Ich habe festgestellt und selbst erlebt, dass in unserem Land der Kleinunternehmer der A**sch ist, in den alle reintreten wollen.

 

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