Frage von anka9999, 79

Wer kann mir bei der Erziehung meiner Schäferhündin helfen?

An alle Hundefreunde! Gequält und eineinhalb Jahre kein Tageslicht.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von michi57319, 76

Erziehung kannst du erst mal knicken. Viel wichtiger ist der Grundbaustein: Vertrauen! Dir das zu erarbeiten ist schon eine immense Aufgabe. Wenn du ihr Vertrauen hast, weißt du auch, welche Bewegungen, Gesten und Geräusche ihr Angst machen. Und auch, auf was sie positiv reagiert. Genau das kannst du dir dann zu Nutze machen.

Das arme Hascherl kennt nichts, außer Qual. So etwas dauert Jahre, oder heilt niemals. Dennoch kannst du einen einigermaßen funktionierenden Hund bekommen. Mit viel Geduld, viel Liebe, viel Verständnis.

Meine stammte von einem Bauernhofvermehrer und war nicht auf die Umwelt geprägt. Als Hundeneuling eine große Herausforderung. Sie hatte einen Knacks weg, der nie ausheilte. Bis zum Schluß hatte sie Angst vor fremden Menschen und Situationen und ging Ihnen aus dem Weg. Normal war sie nie, aber wir hatten trotzdem ein tolles Leben zusammen. Weil sie mir vertraute und sehr auf mich fixiert war. So ließ sie sich gut lenken und leiten. Wir haben uns ihren Fähigkeiten angepaßt und nichts gefordert, was sie eh nicht hätte leisten können.

Ich wünsche dir einen starken Willen, maximales Durchhaltevermögen, Mut und Kraft, sowie ganz großes Verständnis dafür, wenn dieser Hund mal wieder völlig unorthodoxe Reaktionen zeigt.

Such dir jemanden, der sich mit solch gescheiterten Existenzen auskennt. Jede normale Hundeschule ist mit solch einem Fall überfordert. Haben wir bei unserem Mädchen mehrfach erfahren müssen.

Kommentar von anka9999 ,

Hi Michi, endlich mal etwas tröstliches. Danke dafür. Das sie einen Dachschaden hat ist mir klar. Nur ist sie auch gefährlich (Schäferhund misshandelt). Ich habe Angst, das mir irgendwann jeder aus den Weg geht. Ich wohne in einer schönen Gegend in der viele Hunde sind, und das Verständnis für nicht der Norm endsprechenden (wie meine) Hunde gering ist.

Kommentar von michi57319 ,

Anka, auch ich wurde immer mißtrauisch beäugt. Aber eher so in der Richtung "Der Hund ist doch verprügelt worden, oder?" Nein, sie wurde gut behandelt, aber "nur" die Prägung wurde unterlassen. Die Folge war ein Angsthund. Zunächst einmal solltet ihr euch ganz vorsichtig an die anderen herantasten, dein Hund gibt das Tempo vor. Sie ist sicherlich nicht sozialisiert, was ein Aufeinandertreffen nicht gerade einfacher macht. Meine wurde im Alter immer fuchtiger mit Artgenossinen, Rüden waren nie ein Problem. Also sind unsere Runden auch ziemlich einsam gewesen. Aber mir hat das nichts ausemacht, wir haben die Zweisamkeit genossen. Wenn sie mal in der Tierpension meines Vertrauens war, gab es nie Streit, auch nicht mit den Mädels dort. Geschnitten hat uns niemand von den Hundeleuten. Auch die nicht, mit denen sie anfangs gut zurecht gekommen ist. Aber hier in der schönen Gegend auf dem Land hat man keine Probleme damit, wenn mal einer nicht mit den anderen kann. So lange der Mensch den Hund halten kann und niemand zu Schaden kommt, ist alles in bester Ordnung. Kümmer dich nicht um die, die es nicht verstehen wollen. 

Kommentar von brandon ,

@michi

Genauso geht es mir mit meiner Hündin. Als sie zu uns kam habe ich mir das zugegeben sehr viel leichter vorgestellt, sie von ihrer Angst zu befreien. Es hat auch etwas gedauert bis ich eingesehen habe das mein Hund niemals angstfrei sein wird. Vor allen Dingen die Angst vor fremden Menschen. Heute bin ich schon froh darüber das sie nicht mehr in Panik gerät wenn ein fremder Mensch an uns vorbei geht.

LG

Kommentar von michi57319 ,

Schön geschrieben brandon. Anfangs hat sie vor allem Angst gehabt, später dann "nur" noch vor Menschen. Sie war der Liebling aller Spaziergänger, die sofort gesehen haben, daß sie Angst hat. Sie wollten sie soooo gerne streicheln und ihr ausdrücken, daß sie doch gar keine Angst haben muß. Ich fand das ganz erstaunlich.

LG

Kommentar von anka9999 ,

ja, was denn jetzt? Schäferhund und Angst vor Menschen? Nur ist leider Fakt, das Schäferhunde immer nach vorne gehen, ob aus Angst und Langeweile! Sollen sie ja auch, aber dann bitte hören. Meine hat ein Problem mit hören, weil sie niemanden vertraut. Ja vertrauen ist wichtig. Aber sie hat lernen müssen alleine klar zu kommen, ohne jegliche Zuneigung. Jetzt so glaube ich müssen erstmal die Fronten geklärt werden. Nett aber eindringlich.

Kommentar von 1Paradise1 ,

Wie nett ist denn nett für Dich??

Kommentar von michi57319 ,

Wieso sollte ein Schäferhund IMMER nach vorne gehen? Stimmt doch gar nicht! Ich kannte einige, die sich lieber verkrochen haben vor lauter Angst und die in ein Mauseloch gepaßt hätten. Keiner von den Angsthasen ist jemals nach vorne gegangen und hat auf Angriff umgeschaltet. Vielleicht stimmt da deine Wahrnehmung der Rasse einfach nicht? Was denkst du, haben die aussortierten mit roten Papieren im Tierheim verloren? Das sind die Schißbuxen, die nicht als Sportgerät taugen.

Kommentar von michi57319 ,

Noch eine kleine Ergänzung dazu: Hochtriebig sind sie alle, ja. Aber Hunde haben mehr, als nur einen Trieb. Der Wachtrieb war bei meiner sehr ausgeprägt, ebenso der Jagdtrieb. Dafür hatte sie eben null Schutztrieb. Was mir sehr recht war.

Was auch immer deine für einen Trieb hervorkehrt: Erst mal braucht sie Sicherheit. Wenn sie die hat, wird sich alles weitere zeigen und weisen. Mach doch erst mal den ersten Schritt, ehe du im Wolkenkuckucksheim denkst.

Expertenantwort
von YarlungTsangpo, Community-Experte für Hund, 79

Hallo anka999,

Du bekommst von mir einen Link:

http://www.dog-inform.de

Guck Dir das Angebot ganz genau an! Es ist die erste Adresse mit sehr viel Sachverstand, Herz für den Hund und Erfahrung wenn es um traumatisierte und die Re-Sozialisierung von Hunden geht.

- Du kannst Seminare besuchen

- Du kannst anrufen und Dir für Deine Hündin fachlich gut geeignete Hundefachtrainer bei Euch in der Region empfehlen lassen.

- Du kannst dort auch für ein bis zwei Wochen vor Ort Dir beibringen lassen wie Du Deiner Hündin die Angst wieder abbauen helfen kannst.

In jedem Fall empfehlenswert für Dich ist zuallererst ein Besuch bei einem guten Tierarzt mit der Hündin, gucken ob sie nicht auch noch gesundheitliche oder schmerzbedjngte Probleme hat.

Das Buch: Ich halte dich - Ein Wegweiser für ungehaltene Hunde, Autor: Mirjam Cordt 

solltest Du dennoch unbedingt lesen.

Auf dem Weg viel Geduld, Durchhaltevermögen und Glück, wünscht ...

Antwort
von tanztrainer1, 32

Geh doch mal zu einem Tierarzt bei Dir in der Nähe. Der kann Dir sicher eine geeignete Hundeschule oder einen guten Hundeverein empfehlen. Das hatte ich damals bei meinem ersten Hund auch gemacht. Und bei dem Hundeverein, der mir damals empfohlen wurde, bin ich jetzt noch. Die Hundevereine sind meist sehr viel preiswerter als die Hundeschulen, aber vom Know How her, sind sie sicher gleichwertig.

Antwort
von MiraAnui, 76

Eine gute Hundeschule, viel Geduld und Erfahrung 

Kommentar von 1Paradise1 ,

Ach ,immer diese Hundeschulnummer., Man muss selber lernen ein guter und souferäner Hndeführer zu werden und seinem Hund Hilfe und Beistand leisten zu können,damit er ein selbstbewusster  sicherer Hund wird. Meine Güte-die Kinder werden auch nicht von Pädagogen aufgezogen,sondern da muss man auch lernen,sie mit selbstsicherer Hand durchs leben zu führen.....Und viele Hundeschulen sind der grösste Mist-Vor allem,wenn es da mit harten Drillbandagen zu sich geht......

Kommentar von MiraAnui ,

Wenn der jenige aber keine Ahnung hat hilft das einem Hund nicht sondern verschlimmert das ganze noch...und ein Hund ist kein Lebewesen wo man nicht rumprobieren kann bis es funktioniert.

 Gerade bei hunden mit solch einer Vergangenheit muss man wissen was man tut. Der Hund hat genug gelitten und muss nicht noch unter seinem Halter leiden.

Es gibt genug Hundeschule, die ohne Druck, Zwang und Drill arbeiten.

Und Kindererziehung kann man nicht mit Hundeerziehung gleich setzen. Kindern kann man Sachen erklären. Sie denken und sprechen die Selbe Sprache. Hunde tun das nicht.

Kommentar von 1Paradise1 ,

Deswegen müssen WIR lernen wie Hunde kommunizieren und uns so verhalten,das sie uns verstehen! Mit Drill hat das auch nichts zutun,sondern mit der richtigen Energie und vor allem Zeichensprache. Hunde kommunizieren über Sichtkontakt,nicht über lautes Getöse. Da muss man erstmal die richtigen Trainer finden..die nicht mit Drill und blöden Kommandos arbeiten. Man sollte sich selber mal Wissen aneignen,wie man mit einem Hund umgeht in Hundesprache und Gestikverhalten! Ich empfehle einem Neuling eher die Gestiken,Mimiken und Hundeverhalten zu erlesen/erlernen,als irgendeine -vielleicht bekloppte Hundeschule,von denen es mehr gibt als Sand am Strand!

Kommentar von spikecoco ,

ziemlich fragwürdige Aussage, schlecht wenn Besitzer dies tun sollen, die nicht mal annähernd  Wissen um Hundeverhalten, Erziehung etc haben. Die dann bei "Problemverhalten" an diesem Tier herum docktern. Die gerade bei Problemverhalten noch unsicherer werden , also von einem souveränen ,geduldigen und konsequenten Umgang meilenweit entfernt sind.

Antwort
von brandon, 64

Schade das Du nicht etwas mehr über die Hündin erzählst.

Ich nehme mal an das sie sehr verängstigt ist.

Ich habe selbst eine überängstliche Hündin und aus Erfahrung rate ich Dir Dich von der Vorstellung frei zu machen das dieser Hund irgendwann ein unbeschwertes Tier sein wird, denn das wird niemals so sein.😞

Natürlich kannst Du dem Hund mit sehr viel Fingerspitzengefühl und Einfühlungsvermögen helfen ein einigermaßen normales Leben zu führen. Um das fertig zu bringen brauchst außer Fachwissen sehr, sehr viel Geduld. 

Es gibt einige Bücher zu diesem Thema in denen ganz gut beschrieben wird wie man mit solchen Hunden umgeht. Vielleicht findest Du auch Hilfe bei einem guten Hundetrainer.

Du hast eine  schwierige Aufgabe übernommen dem Hund beizubringen das nicht alle Menschen schlecht sind und Du mußt ihn mit tausend Dingen bekanntmachen denn die arme Maus kennt ja gar nichts. Ihr alles beizubringen geht nur in winzig kleinen Schritten und wird sehr viel Zeit brauchen.

Es ist schön das es Menschen wie Dich gibt die bei einem Hund das ausbügeln wollen was andere Menschen grausam kaputt machen.

Ich wünsche Dir viel Kraft dazu und das der Hund Dir vertraut.

 Wenn Du glaubst das es zu viel für Dich ist, dann ist das keine Schande und kein Versagen. Gib den Hund dann lieber in erfahrene Hände falls Du so jemand findest.

LG

Kommentar von anka9999 ,

Es ist mir bestimmt zu viel Nur habe ich die Hündin aufgenommen und ich werde den Teufel tuen sie wieder wegzugeben!! Aber danke für die netten Worte und die Tipps. Ich bin felsenfest davon überzeugt, das aus  Anka ein fröhliches, lebensfrohes Tier wird. Ich werde alles versuchen.

Kommentar von brandon ,

Ich wünsche es Dir und Deinen Hund sehr.😃

LG

Kommentar von 1Paradise1 ,

Ich auch ;-)))

Antwort
von stoffband, 71

Da hilft nur viel Zeit und Geduld!

Antwort
von anka9999, 10

was jetzt???

meine kleine Anka, mittlerweile etwas groesser  geworden, kann noch immer nicht alleine!!!

ich habe mir erst mal ein neues bett gekauft, damit sie sich nicht mehr verstecken kann, will aus ihr nur einen guten Hund machen der selbstbewust ist. Ach und zu dir Schaeferhunde  sind wach und schutz Hunde. Die gehen nach vorne. Wenn Dein Hund anders ist machst du etwas falsch...

Kommentar von 1Paradise1 ,

Dümmster Kommie ever!!

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