Frage von Keen1990, 66

Brauche euren Rat, um einen neuen Lebensabschnitt zu realisieren?

Hi @all,

ich will dieses Jahr noch mit meiner Freundin zusammenziehen. Bin 23 - sie 19. Sind bereits ein Jahr zusammen. Die Entscheidung fiel für mich, da ich mich ohne sie nicht mehr wohlfühle - sie wohnt ca. 45km entfernt von mir. Sie gibt mir Kraft und Geborgenheit und hier hält mich nichts mehr, da ich hier kaum Leute habe, denen ich vertraue bzw. die ich sehr mag...

Fragen, die ich habe sind Folgende: Ich werde meinen Vollzeitjob hier kündigen müssen, dazu müssen wir noch eine Wohnung finden, was sich als sehr schwer herausstellt, da wir nach Harburg ziehen wollen, wo Wohnungen rar sind. (Wir wollen unbedingt noch dieses Jahr zusammenziehen!) Ich habe Angst, dass wir keine Wohnung finden bzw. ich auch keine Arbeit! Um die Miete bezahlen zu können brauche ich zumindest einen Nebenjob werde dann aber kaum Geld für mich - geschweige denn für meine Freundin haben (sie ist Schülerin und hat nicht viel Geld) Habe ich eine Möglichkeit staatliche Unterstützung zu beantragen, wenn ich nur einen Minijob finde, der mich/uns kaum "über Wasser hält"? (Werde natürlich nach Vollzeit suchen bis zu meiner Ausbildung...) Oder muss ich auf meine Eltern zurückkommen (habe keinen Kontakt zu meinem Erzeuger)? Wie würdet ihr solch einen Umbruch angehen? Habe große Sorgen, schnell eine Wohnung/Arbeit zu bekommen. Für eine vierstellige Kaution habe ich bereits ausgesorgt und zwei Monatsmieten werde ich wohl mit nach HH nehmen, damit ich nicht mit leeren Händen dorthin gehe. Klar, ich muss nicht alles alleine bewältigen, weil meine Freundin jobbt und BaföG bekommt (beide auch KiGE) dennoch möchte ich ihr mehr bieten können!

Was meint ihr?

Antwort
von Piadora, 37

Zum 1. Absatz - alles nachvollziehbar. Ich verstehe Dich voll und ganz und würde das auch unterstützen.

Zum 2. Absatz - nun kommt aber zum Wunsch des Zusammenlebens noch das wahre Leben in Form von Job, Geld, Wohnung dazu. Und hier ist bedachtes Vorgehen angesagt. Was nützt ein überstürztes Zusammenziehen (wohl nur, wenn man überhaupt eine Wohnung findet), wenn am Ende das Geld ausbleibt. Ich sag Dir jetzt schon, dass man sich als Paar am meisten in die Haare kriegt wegen Geld. Das war so und wird immer so sein. Da muss man nichts schönreden.

Stimme meinem Vorredner insofern zu: Zuerst Arbeit finden! Dann kannst Du Deine ordentlich kündigen. Wenn Du Arbeit hast - vielleicht unterstützt Dich auch der neue AG - dann eine Wohnung suchen. Ohne das eine wird's mit dem anderen sowieso nichts. Und schon gar nicht, wenn Wohnungen Mangelware sind.

Staatliche Unterstützung ... sorry mein Guter, aber nur um des Zusammenlebens Willen willst Du Dich doch nicht wirklich ins Unglück stürzen. Mach das mal ordnungsgemäß nach der Reihe. Und wenn Du jetzt keinen Job findest, findest Du den auch nicht, wenn Du ein halbes Jahr arbeitslos in Deiner neuen Wohnung rumsitzt (so Du arbeitslos überhaupt eine bekommst).

45 km sind jetzt nicht der Hammer, ich bin früher genauso weit zur Arbeit gefahren. Warum zieht sie denn nicht zu Dir? Oder wohnst Du noch bei Deinen Eltern? Oder sucht euch doch in Deiner Nähe eine Wohnung, dann ist es nicht so weit zur Arbeit und Du kannst Deinen Job behalten.

Ich verstehe gerade nicht, warum Du schreibst "werde Vollzeitjob suchen bis zu meiner Ausbildung" - Du bist 23, arbeitest im Vollzeitjob und hast aber noch gar keine Ausbildung? Das heißt, Du musst erst noch eine Ausbildung machen? Und dann wollt ihr - beide in Ausbildung - eine Wohnung finanzieren? Und Du willst ihr dann auch noch MEHR bieten als das? Ich glaube, da ist eher der Wunsch der Vater des Gedanken.

Ein bisschen ist mir das grad konfus ... vielleicht kannst Du hier nochmal aufklärend wirken.

Kommentar von Keen1990 ,

Hab mir schon gedacht, dass es hier zu Unverständlichkeiten kommen würden, da ich den Text recht schnell & trocken aufgesetzt habe.

Zu deinen offenen Fragen (Danke auch für die bisherigen Antworten):

Habe auch schon gemerkt, das Geld ein wichtiger Faktor in einer Beziehung für mich spielt - wir uns auch am meisten wegen des Geldes streiten. (Meist fahre ich zu ihr, da sie momentan nur eingeschränkt zu mir kommen könnte, denn ich wohne vorübergehend bei meiner Mutter - das Spritgeld werde ich auch nicht wieder sehen, da sie eine schulische Ausbildung macht (in HH - deswegen kann sie nicht zu mir, nur ich zu ihr) und daher nicht bezahlt wird. Denke aber momentan das man solche Opfer in einer Beziehung bringen muss - erstrecht, weil ich sie auch sehen möchte...)

Überstürzt würde ich unseren baldigen Wunsch vom Zusammenschluss nicht nennen - eher spontan. Bin momentan total unzufrieden mit meinem Job, da er mich nicht befriedigt - sitze viel vor dem PC / arbeite zwischendurch im Lager... (bin zu diesem Job gekommen, weil ich vieles im letzten Jahr vermasselt habe - lange Geschichte, wie man sich denken kann) und sie würde auch liebend gerne aus ihrer überteuerten WG raus und mit mir zusammenziehen.

Zu einer Wohnung: hatten letzten Sonntag einen Besichtigungstermin, der sehr vielsprechend endete. Über eine Finanzierung mache ich mir momentan keine Gedanken, da die Miete locker zu zweit (350,- jeder) finanzierbar scheint! Außerdem bürgen meine Mutter, sowie ihre Eltern für uns...

Zur Arbeit: ich frage mich, wie ich nach einer Arbeit in HH suchen soll, wenn ich doch noch nicht einmal weiß, wann ich dorthin ziehen kann?! Ich kann ja nicht zum 1.09.16 dort einen Arbeitsvertrag unterschreiben, obwohl ich noch keine Wohnung habe! Pendeln käme nicht in Frage, da mein Auto ein wandelndes Ersatzteillager ist. Für mich ergäbe es mehr Sinn, erst eine Wohnung zu suchen, die man locker mit einen vorübergehenden Mini-Job finanzieren kann und sich währenddessen eine Ausbildung oder um eine Vollzeitstelle bemüht, oder liege ich da falsch?! (Es geht mir um genau diese Überlegungen, zu denen ich Feedback brauche! Habe ich denn eine so verdrehte Vorstellung - ergibt es gar keinen Sinn?)

Zur Ausbildung: während der Ausbildung mache ich mir gar keine Gedanken, eine Wohnung finanzieren zu können. Da meine Eltern Geringverdiener sind und ich nicht bei ihnen wohne, stünde mir (wahrscheinlich) das volle BaFöG zu (sic!). Außerdem kämen noch max. 450,- aus einem Minijob hinzu, sowie KiGe! (Nicht?!)

Bitte mehr input von dir - sollten weitere Fragen aufkommen, werde ich sie zügig beantworten; gerne auch Weiteres per PN! =)

Kommentar von Gronka123 ,

Wenn du glaubst das alles packen zu können ohne festen Vollzeitjob, nur zu. Ich würde es eher umgekehrt machen (erst Job, dann Wohnung) aber musst du selber wissen. Zu einer Wohnung gehören ja nicht nur die Mietkosten sondern auch Haushaltsgeld für Essen und so... (du wohnst ja noch bei deinen Eltern, die dich vermutlich bekochen, etc.). Also mir persönlich wäre das zu riskant. Was passiert wenn du mal länger krank bist in deinem Mini-Job? Bekommst du trotzdem noch Kohle? 

Kommentar von Keen1990 ,

Ich werde genug Geld zurücklegen, dass ich min. drei bis vier Monate einen Minijob ausüben kann und genug zu essen auf dem Tisch habe. In diesen Monaten wird wohl ein Job oder eine Ausbildung zu finden sein, erstrecht, da ich zu meiner Schade gestehen muss, Abitur zu haben =)

Antwort
von Gronka123, 34

Bei der finanziellen Frage, würde ich dir raten, dich erst mal nach einem Job umzusehen bevor du auf Wohnungssuche gehst. 

Wenn du eine Zusage hast, kannst du immer noch eine Wohnung mieten. 45km sind in dieser Übergangszeit sicherlich ja noch machbar (ich gehe davon aus dass deine neue Arbeit ja ähnlich weit entfernt sein wird). 

Auch wenn der Wunsch des Zusammenlebens groß ist, bringt es dir nichts, wenn du nach ein paar Wochen feststellst, dass du dir die Bude aufgrund fehlender Arbeit nicht leisten kannst. Dann steigt der Druck und das Zusammenleben kann dann zum Stress werden. 

Kommentar von N3kr0One ,

Würde ich so unterschreiben. So schön der Gedanke auch sein mag mit deiner Freundin zusammen zu ziehen...wenn das finanzielle nicht steht bzw. job-technisch noch nichts geregelt ist macht das nicht viel Sinn. Das schlägt irgendwann um...ihr werdet euch mehr streiten und es wird euch beiden an die Substanz gehen.
Ich rate auch, kümmere dich erst einmal um einen Job...erst dann kann man weitere Schritte planen.

Antwort
von lesterb42, 4

Die Frage wird hier zweimal am Tag gestellt. Gibt kein Geld vom Staat.

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