Hallo ihr...
ich brauche eure Hilfe ! Wir müssen in Religion einen Text schreiben über Genesis 1 und 2 in dem wir erklären ob die Frau (Eva) ein Anhängsel des Mannes ist oder ein gleich gestellter Partner ist. Ich hoffe ihr könnt mir helfen, denn ich habe überhaupt kp wo ich sowas finden könnte...DANKE SCHON MAL =)

Liebe/r FliPPi,
sofern die Frage freundlich formuliert ist, hilft die Community bestimmt gerne oder leistet ein bisschen Starthilfe bei einem Problem mit Deinen Hausaufgaben. Bitte berücksichtige aber auch, dass gutefrage.net kein Hausaufgabendienst ist, sondern eine Ratgeberplattform.
Den Lerneffekt Deiner Hausaufgaben musst Du Dir schon selber erarbeiten!
Danke für Dein Verständnis und viele Grüße,
Tim vom gutefrage.net-Support
Hallo Du!
Kuckt dir den Schöpfungsbericht einfach genau an. Was fällt dir auf? Was findest du bemerkenswert? Entspricht das, was du liest, deiner Meinung/ der heutigen Meinung? Wo ja, wo nein, ...?
1Mo1,27: Gott erschafft den Menschen nach seinem Modell als Mann und Frau. -> Die Eigenschaften des Menschen, die Gott ähneln, sind vermutlich auf Mann und Frau aufgeteilt und/oder an beide vergeben. (-> Gleichheit bzw. genauer: Gleichwertigkeit, aber dennoch nicht gleich (sondern unterschiedlich))
Beide haben die gleichen Knochen (Bein) und das gleiche Blut (2,23) -> Gleichheit
Eva wurde u.a. geschaffen, um Adam bei seinen Aufgaben zu unterstützen (Gehilfin).
Eva wurde aus Adams Rippe gemacht, nicht umgekehrt (Gleichwertig, aber trotzdem eine gewisse Reihenfolge)
Nu ist folgendes zu beachten: in Kap. 1+2 ist alles in Ordnung und perfekt. Adam und Eva kommen mit Gott gut aus und auch untereinander.
Adam und Eva sind zu gewissen Teilen gleich, aber auch zu gewissen Teilen und Eigenschaften unterschiedlich. Die Unterschiedlichkeit ist kein Nachteil, sondern Ergänzung.
Ein Anhängsel Adams ist Eva somit nicht.
Dann allerdings kommt ein verhängnisvoller Zwischenfall. Adam und Eva verstoßen gegen Gottes Gebot. Dadurch gerät alles in Unordnung.
Das ist schon Kap. 3, spielt für die Beurteilung Anhängsel oder völlig gleichgestellt aber mit eine Rolle.
Eva macht den Anfang (isst die verbotene Frucht) und verleitet Adam auch zum Essen. Adam seinerseits hätte mindestens ablhenen können - vielleicht auch Eva vom Essen abhalten können?
Es ist also für beide kein Ruhmesblatt. Dennoch wirkt sich die Reihenfolge zumindest etwas aus. Als Strafe für die Sünde aht Eva fortan bei der Geburt Schmerzen (wäre vorher wohl nicht der Fall gewesen) - und ihr Mann wird ihr als Herr übergeordnet. Adam seinerseits wird dadurch bestraft, dass Gott den Acker verflucht. Die Arbeit bringt nu häufg Dornen und Disteln statt brauchbaren Ertrag. Vermutung: Außerdem müssen jetzt beide essen - vorher durften sie, wenn ich das richtig sehe, essen, wenn sie gerade Lust dazu hatten. (Damit wäre das Welternährungsproblem gelöst (gewesen).)
Beide müssen sterben (3,19) - was zuvor wohl auch nicht vorgesehen war.
-> Will sagen: Vor dem Sündenfall war alles in Harmonie. Damit kamen auch Mann und Frau (die gleichzeitig gleichwertig, teilweise gleich aber auch teilweise unterschiedlich (und mit unterschiedlichen Aufgaben betraut) waren - sehr gut miteinander aus.
Seit dem Sündenfall ist alles im Eimer. Nicht nur das Verhältnis von Mann und Frau. Aber auch. Seit diesem Zeitpunkt ist auch die Frau dem Mann untergeordent.
[Und dann solltest du unbedingt noch zu Paulus kommen, bevor du deine Lehrerin mit diesem Punkt alleinelässt ...] ;-)
Kuckt dir unbedingt noch folgenden Bibelabschnitt an,aus Epheser 5. Einige Erläuterungen dazu schreibe ich darunter.
"21 Ordnet euch einander unter in der Furcht Christi. 22 Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter wie dem Herrn. 23 Denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch Christus das Haupt der Gemeinde ist, die er als seinen Leib erlöst hat. 24 Aber wie nun die Gemeinde sich Christus unterordnet, so sollen sich auch die Frauen ihren Männern unterordnen in allen Dingen. 25 Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie auch Christus die Gemeinde geliebt hat und hat sich selbst für sie dahingegeben, 26 um sie zu heiligen. Er hat sie gereinigt durch das Wasserbad im Wort, damit er 27 sie vor sich stelle als eine Gemeinde, die herrlich sei und keinen Flecken oder Runzel oder etwas dergleichen habe, sondern die heilig und untadelig sei. 28 So sollen auch die Männer ihre Frauen lieben wie ihren eigenen Leib. Wer seine Frau liebt, der liebt sich selbst. 29 Denn niemand hat je sein eigenes Fleisch gehasst; sondern er nährt und pflegt es wie auch Christus die Gemeinde. 30 Denn wir sind Glieder seines Leibes. 31 »Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und an seiner Frau hängen, und die zwei werden "ein" Fleisch sein« (1.Mose 2,24). 32 Dies Geheimnis ist groß; ich deute es aber auf Christus und die Gemeinde. 33 Darum auch ihr: ein jeder habe lieb seine Frau wie sich selbst; die Frau aber ehre den Mann."
Quelle: http://www.dbg.de/channel.php?channel=35&INPUT=eph+5%2C+21
Durch den Sündenfall ist das gute Verhältnis uwischen Mann und Frau in Unordnung geraten - der Mann herrscht über die Frau).
Durch Jesus wird dieses Verhältnis teilweise wieder in Ordnung gebracht.(Teilweise, weil jeder Mensch, auch wenn er Jesus gehört, vor Gott zwar gerecht gesproche ist, aber immer noch böse Dinge tut, die er nicht tun sollte oder wollte.)
> 21 Ordnet euch einander unter in der Furcht Christi.
Hier erklärt Paulus, wie es jetzt - um Jesu willen - sein soll: Mann und Frau sollen sich gegenseitig einander unterordnen. Weder soll der Mann seine Frau unterdrücken oder gar schlagen, noch soll die Frau ihrerseits die Nudelholzung (Herrschaft mit dem schwingenden Nudelholz) einrichten und den Mann drangsalieren (soll ja alles vorkommen) ...
... sondern beide sollen aufeinander Rücksicht nehmen und liebevoll miteinander umgehen.
Warum? Weil beide wissen, dass sie Jesus gegenüber Rede und Antwort stehen müssen.Weil beide wissen, dass das, was sie böses tun, von Jesus vergeben wird - und es daher unhaltbar wäre, dem anderen (Mann,Frau) nicht auch zu vergeben. Und weil beide auch von Jesus die Geduld und Liebe für den jeweils anderen von Jesus erbitten können.
(Perfekt wird das trotzdem nicht laufen, weil: wir sind ja noch nicht im Himmel. (Und dort gibt die Ehe gar nicht mehr.))
Ich glaub, dieser Vers 21 mit dem "einander unterordnen" wird häufig überlesen.
>> 22 Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter wie dem Herrn. 23 Denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch Christus das Haupt der Gemeinde ist, die er als seinen Leib erlöst hat. 24 Aber wie nun die Gemeinde sich Christus unterordnet, so sollen sich auch die Frauen ihren Männern unterordnen in allen Dingen.
Kuck mal da. Das mit der Unterordnung der Frau unter den Ehemann (seit dem Sündenfall so)bleibt bestehen. (Ich weiß nicht ob deine Lehrerin das so hören möchte, aber es geht ja noch weiter).
Nun ist es aber keine Strafe mehr, sondern einfach ein Platzanweisung, eine bestimmte Aufgabe, die die Frau erhält. Dass etwas Positives gemeint ist, zeigt sich am Vergleich: Die christliche Gemeinde (die übrigens oft mit einer "Braut" verglichen wird) soll sich Jesus, dem Sohn Gottes (und Bräutigam der Gemeinde) unterordnen.
Und genauso soll sich die Frau ihren Mann unterordnen. (Die Gemeinde darf sich nicht übr Gott bzw. Jesus stellen - und dementsprechend sollte die Frau das auch nicht gegenüber ihrem Mann tun.)
Von Anhängsel kann aber keine Rede sein. Sag mal, wer von beiden, Braut oder Bräutigam, ein Anhängsel ist? Das Wort geht gar nicht, auf Braut und Bräutigam bezogen. Das unterordnen bedeutet also keinerlei Abwertung, sondern Gleichwertigkeit.
Mann und Frau sind übrigens in ihrer Beziehung in vielerlei Hinsicht eine Art Modell im Kleinen oder ein Veranschauungs"objekt" und zeigen (im Idealfall), wie es zwischen Jesus und seiner Gemeidne aussieht (s. oben)
> 25 Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie auch Christus die Gemeinde geliebt hat und hat sich selbst für sie dahingegeben, 26 um sie zu heiligen. Er hat sie gereinigt durch das Wasserbad im Wort, damit er 27 sie vor sich stelle als eine Gemeinde, die herrlich sei und keinen Flecken oder Runzel oder etwas dergleichen habe, sondern die heilig und untadelig sei. 28 So sollen auch die Männer ihre Frauen lieben wie ihren eigenen Leib. Wer seine Frau liebt, der liebt sich selbst. 29 Denn niemand hat je sein eigenes Fleisch gehasst; sondern er nährt und pflegt es wie auch Christus die Gemeinde. 30 Denn wir sind Glieder seines Leibes.
Genauso zu beachten sind aber auch diese Verse. Ein Teil geht nicht ohne den anderen.
Die Frau soll beispielsweise also nciht das Nudelholz schwingen, ihren Mann verachten oder sich über ihn stellen.
Umkehrt soll der Mann aber für seine Frau liebevoll sorgen. Er ist bzw. bleibt zwar der Herr, der Scheff seiner Frau. Das ist nicht aufgehoben. Aber hier ist ausgeführt, was das Herrsein und auch das Herrschen eigentlich bedeutet.
Es bedeutet nicht, sich als tüpischer Herrscher aufzuführen und die Frau zu drangsalieren - das wäre das negative Zerrbild.
Sondern Herr oder Scheff sein bedeutet, für die "unterstellten" Leute, in diesem Fall für die Frau - liebevoll zu sorgen, sich um sie zu kümmern, sie genauso lieb zu haben, wie sich selbst. Das ist - von Gott aus - sie eigentliche Aufgabe eines Herr(schers). (Das es viele Herrscher und Herrn anders machen, ist wieder etwas anderes.)
Als positiven Vergleich sieht man auch hier Jesus Christus selber. Er ist Gott und er ist Herr und Herrscher. Er setzt sich aber für seine Gemeinde liebevoll ein, dient ihr und opfert sogar sein eigenes Leben für die christliche Gemeinde.
Wenn du dir das durch den Kopf gehen lässt und das dann, wie im Bibeltext ja gesagt, auf das Verhältnis vom Mann zur Ehefrau überträgst ...
> 33 Darum auch ihr: ein jeder habe lieb seine Frau wie sich selbst; die Frau aber ehre den Mann."
Kurz und gut:
Es gibt - im Schöpfungsbericht und auch im NT - viele Gemeinsamkeiten zwischen Mann und Frau und auch viele Unterschiede.
Es gibt eine gewisse Reihenfolge - der Ehemann ist der Ehefrau übergeordnet - aber beide sollen sich einander unterordnen.
Beide sind gleich viel wert - aber nicht gleich (schon von der Biologie her nicht, aber auch vom ganzen Wesen her)
Jeder hat eine etwas andere Aufgabe von Gott bekommen - was aber den einen nicht besser und die andere nicht schlechter macht.
Und im Übrigen dürfte gelten, was für Christen untereinander auch gelten sollte:
Ein jeder sei, was ihn selbst betrifft, bescheiden, und zolle dem anderen mehr Respekt als sich selbst. (steht auch irgendwo im NT)
Sprich: unterschiedlich: ja, gleichzeitig:gleichwertig, Anhängsel: nein
>>> Hallo ihr...
über Genesis 1 und 2 in dem wir erklären ob die Frau (Eva) ein Anhängsel des Mannes ist oder ein gleich gestellter Partner ist.
Laut der Bibelaussage würde ich hier sagen, daß es gleich gestellte Partner sind. Sie werden zu einem Fleisch. Na, ansonsten ist die Aussage über Adam und Eva in diesem Teil ja nur wirklich sehr kurz....

Dann lies mal in der Bibel nach und mach Deine Hausaufgaben schön selber.
Das habe ich gestern schon erledigt !!! Aber danke an alle die mir helfen wollten =)

Hallo FliPPi,
also, natürlich sollst Du Dich nicht auf die Suche nach einem Text darüber machen, sondern selbst etwas schreiben. Überleg Dir also erstmal, wie du selbst die entsprechenden Genesis-Kapitel verstehst.
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Das der Lehrer gern hören möchte, dass beide gleichgestellt sind, ist vermutlich klar - also überleg Dir selbst ein paar gute Argumente dafür.
Eva wurde von Gott aus der Rippe von Adam gemacht, was bedeutet, dass sie gemeinsame "Bestandteile" hatten. Gott schuf Eva für Adam, weil ER gesehen hatte, dass es für Adam nicht gut war allein zu sein. Außer im Geschlecht gab es aber keine Unterschiede in ihrer Stellung Gott gegenüber, also ist sie eine gleichgestellte Partnerin.

Mir hat eine Predigt viel geholfen, in dem einer, der hebräisch gut konnte, den Vers erklärt hat, wo es heißt, der Mann "soll" über die Frau herrschen. In Wahrheit steht dieses "Soll" nicht im Urtext. Es ist vielmehr eine Warnung an die Eva: Pass auf, wenn Du Dich von Gott abwendest, und Deinem Mann zuwendest (das ist mit dem Verb gemeint), dann wird er Dich beherrschen. Das ist ja dann auch so passiert in der Menschheitsgeschichte. Es wurde von Männern aber gerne so übersetzt, wie es heute steht, um die Machtstellung der Männer zu zementieren. Gott wollte eine Gleichstellung von Mann und Frau mit lediglich verschiedenen - biologisch bedingten - Aufgaben. Deshalb schuf Gott die Eva ja auch nicht aus einer Rippe, sondern aus der "Seite". 1. Mose 3, 16 b. Die Einheitsübersetzung hat das "Soll" vor dem Herrschen rausgelassen, da steht es wie eine Prophezeiung: "Du hast Verlangen nach deinem Mann; er aber wird über dich herschen. Dieses Verlangen steht als Verb im Urtext und meint ein Abwenden von Gott und ein Hinwenden zum Mann. Ich hoffe, ich habe es verständlich ausgedrückt!

Die Schöpfung 1 Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. 2 Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser. 3 Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht. 4 Und Gott sah, dass das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis 5 und nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag. 6 Und Gott sprach: Es werde eine Feste zwischen den Wassern, die da scheide zwischen den Wassern. 7 Da machte Gott die Feste und schied das Wasser unter der Feste von dem Wasser über der Feste. Und es geschah so. 8 Und Gott nannte die Feste Himmel. Da ward aus Abend und Morgen der zweite Tag. 9 Und Gott sprach: Es sammle sich das Wasser unter dem Himmel an besondere Orte, dass man das Trockene sehe. Und es geschah so. 10 Und Gott nannte das Trockene Erde, und die Sammlung der Wasser nannte er Meer. Und Gott sah, dass es gut war. 11 Und Gott sprach: Es lasse die Erde aufgehen Gras und Kraut, das Samen bringe, und fruchtbare Bäume auf Erden, die ein jeder nach seiner Art Früchte tragen, in denen ihr Same ist. Und es geschah so. 12 Und die Erde ließ aufgehen Gras und Kraut, das Samen bringt, ein jedes nach seiner Art, und Bäume, die da Früchte tragen, in denen ihr Same ist, ein jeder nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war. 13 Da ward aus Abend und Morgen der dritte Tag. 14 Und Gott sprach: Es werden Lichter an der Feste des Himmels, die da scheiden Tag und Nacht und geben Zeichen, Zeiten, Tage und Jahre 15 und seien Lichter an der Feste des Himmels, dass sie scheinen auf die Erde. Und es geschah so. 16 Und Gott machte zwei große Lichter: ein großes Licht, das den Tag regiere, und ein kleines Licht, das die Nacht regiere, dazu auch die Sterne. 17 Und Gott setzte sie an die Feste des Himmels, dass sie schienen auf die Erde 18 und den Tag und die Nacht regierten und schieden Licht und Finsternis. Und Gott sah, dass es gut war. 19 Da ward aus Abend und Morgen der vierte Tag. 20 Und Gott sprach: Es wimmle das Wasser von lebendigem Getier, und Vögel sollen fliegen auf Erden unter der Feste des Himmels. 21 Und Gott schuf große Walfische und alles Getier, das da lebt und webt, davon das Wasser wimmelt, ein jedes nach seiner Art, und alle gefiederten Vögel, einen jeden nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war. 22 Und Gott segnete sie und sprach: Seid fruchtbar und mehret euch und erfüllet das Wasser im Meer, und die Vögel sollen sich mehren auf Erden. 23 Da ward aus Abend und Morgen der fünfte Tag. 24 Und Gott sprach: Die Erde bringe hervor lebendiges Getier, ein jedes nach seiner Art: Vieh, Gewürm und Tiere des Feldes, ein jedes nach seiner Art. Und es geschah so. 25 Und Gott machte die Tiere des Feldes, ein jedes nach seiner Art, und das Vieh nach seiner Art und alles Gewürm des Erdbodens nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war. 26 Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alle Tiere des Feldes und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht. 27 Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau. 28 Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan und herrschet über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alles Getier, das auf Erden kriecht. 29 Und Gott sprach: Sehet da, ich habe euch gegeben alle Pflanzen, die Samen bringen, auf der ganzen Erde, und alle Bäume mit Früchten, die Samen bringen, zu eurer Speise. 30 Aber allen Tieren auf Erden und allen Vögeln unter dem Himmel und allem Gewürm, das auf Erden lebt, habe ich alles grüne Kraut zur Nahrung gegeben. Und es geschah so. 31 Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut. Da ward aus Abend und Morgen der sechste Tag.
So wurden vollendet Himmel und Erde mit ihrem ganzen Heer. 2 Und so vollendete Gott am siebenten Tage seine Werke, die er machte, und ruhte am siebenten Tage von allen seinen Werken, die er gemacht hatte. 3 Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, weil er an ihm ruhte von allen seinen Werken, die Gott geschaffen und gemacht hatte. 4 So sind Himmel und Erde geworden, als sie geschaffen wurden. Es war zu der Zeit, da Gott der HERR Erde und Himmel machte.
Das Paradies 5 Und alle die Sträucher auf dem Felde waren noch nicht auf Erden, und all das Kraut auf dem Felde war noch nicht gewachsen; denn Gott der HERR hatte noch nicht regnen lassen auf Erden, und kein Mensch war da, der das Land bebaute; 6 aber ein Nebel stieg auf von der Erde und feuchtete alles Land. 7 Da machte Gott der HERR den Menschen aus Erde vom Acker und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase. Und so ward der Mensch ein lebendiges Wesen. 8 Und Gott der HERR pflanzte einen Garten in Eden gegen Osten hin und setzte den Menschen hinein, den er gemacht hatte. 9 Und Gott der HERR ließ aufwachsen aus der Erde allerlei Bäume, verlockend anzusehen und gut zu essen, und den Baum des Lebens mitten im Garten und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen. 10 Und es ging aus von Eden ein Strom, den Garten zu bewässern, und teilte sich von da in vier Hauptarme. 11 Der erste heißt Pischon, der fließt um das ganze Land Hawila und dort findet man Gold; 12 und das Gold des Landes ist kostbar. Auch findet man da Bedolachharz und den Edelstein Schoham. 13 Der zweite Strom heißt Gihon, der fließt um das ganze Land Kusch. 14 Der dritte Strom heißt Tigris, der fließt östlich von Assyrien. Der vierte Strom ist der Euphrat. 15 Und Gott der HERR nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaute und bewahrte. 16 Und Gott der HERR gebot dem Menschen und sprach: Du darfst essen von allen Bäumen im Garten, 17 aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen sollst du nicht essen; denn an dem Tage, da du von ihm isst, musst du des Todes sterben. 18 Und Gott der HERR sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Gehilfin machen, die um ihn sei.1 19 Und Gott der HERR machte aus Erde alle die Tiere auf dem Felde und alle die Vögel unter dem Himmel und brachte sie zu dem Menschen, dass er sähe, wie er sie nennte; denn wie der Mensch jedes Tier nennen würde, so sollte es heißen. 20 Und der Mensch gab einem jeden Vieh und Vogel unter dem Himmel und Tier auf dem Felde seinen Namen; aber für den Menschen ward keine Gehilfin gefunden, die um ihn wäre. 21 Da ließ Gott der HERR einen tiefen Schlaf fallen auf den Menschen, und er schlief ein. Und er nahm eine seiner Rippen und schloss die Stelle mit Fleisch. 22 Und Gott der HERR baute eine Frau aus der Rippe, die er von dem Menschen nahm, und brachte sie zu ihm. 23 Da sprach der Mensch: Das ist doch Bein von meinem Bein und Fleisch von meinem Fleisch; man wird sie Männin nennen, weil sie vom Manne genommen ist.2 24 Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhangen, und sie werden sein "ein" Fleisch. 25 Und sie waren beide nackt, der Mensch und seine Frau, und schämten sich nicht.
1Wörtlich: ich will ihm eine Hilfe schaffen als sein Gegenüber (d.h. die zu ihm passt). 2Luther versucht mit »Männin« und »Mann« ein hebräisches Wortspiel wiederzugeben. Der Sündenfall 1 Aber die Schlange war listiger als alle Tiere auf dem Felde, die Gott der HERR gemacht hatte, und sprach zu der Frau: Ja, sollte Gott gesagt haben: Ihr sollt nicht essen von allen Bäumen im Garten? 2 Da sprach die Frau zu der Schlange: Wir essen von den Früchten der Bäume im Garten; 3 aber von den Früchten des Baumes mitten im Garten hat Gott gesagt: Esset nicht davon, rühret sie auch nicht an, dass ihr nicht sterbet! 4 Da sprach die Schlange zur Frau: Ihr werdet keineswegs des Todes sterben, 5 sondern Gott weiß: an dem Tage, da ihr davon esst, werden eure Augen aufgetan, und ihr werdet sein wie Gott und wissen, was gut und böse ist. 6 Und die Frau sah, dass von dem Baum gut zu essen wäre und dass er eine Lust für die Augen wäre und verlockend, weil er klug machte. Und sie nahm von der Frucht und aß und gab ihrem Mann, der bei ihr war, auch davon und er aß. 7 Da wurden ihnen beiden die Augen aufgetan und sie wurden gewahr, dass sie nackt waren, und flochten Feigenblätter zusammen und machten sich Schurze. 8 Und sie hörten Gott den HERRN, wie er im Garten ging, als der Tag kühl geworden war. Und Adam versteckte sich mit seiner Frau vor dem Angesicht Gottes des HERRN unter den Bäumen im Garten. 9 Und Gott der HERR rief Adam und sprach zu ihm: Wo bist du? 10 Und er sprach: Ich hörte dich im Garten und fürchtete mich; denn ich bin nackt, darum versteckte ich mich. 11 Und er sprach: Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist? Hast du nicht gegessen von dem Baum, von dem ich dir gebot, du solltest nicht davon essen? 12 Da sprach Adam: Die Frau, die du mir zugesellt hast, gab mir von dem Baum und ich aß. 13 Da sprach Gott der HERR zur Frau: Warum hast du das getan? Die Frau sprach: Die Schlange betrog mich, sodass ich aß. 14 Da sprach Gott der HERR zu der Schlange: Weil du das getan hast, seist du verflucht, verstoßen aus allem Vieh und allen Tieren auf dem Felde. Auf deinem Bauche sollst du kriechen und Erde fressen dein Leben lang. 15 Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau und zwischen deinem Nachkommen und ihrem Nachkommen; der soll dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen. 16 Und zur Frau sprach er: Ich will dir viel Mühsal schaffen, wenn du schwanger wirst; unter Mühen sollst du Kinder gebären. Und dein Verlangen soll nach deinem Mann sein, aber er soll dein Herr sein. 17 Und zum Mann sprach er: Weil du gehorcht hast der Stimme deiner Frau und gegessen von dem Baum, von dem ich dir gebot und sprach: Du sollst nicht davon essen -, verflucht sei der Acker um deinetwillen! Mit Mühsal sollst du dich von ihm nähren dein Leben lang. 18 Dornen und Disteln soll er dir tragen, und du sollst das Kraut auf dem Felde essen. 19 Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du wieder zu Erde werdest, davon du genommen bist. Denn du bist Erde und sollst zu Erde werden. 20 Und Adam nannte seine Frau Eva; denn sie wurde die Mutter aller, die da leben. 21 Und Gott der HERR machte Adam und seiner Frau Röcke von Fellen und zog sie ihnen an. 22 Und Gott der HERR sprach: Siehe, der Mensch ist geworden wie unsereiner und weiß, was gut und böse ist. Nun aber, dass er nur nicht ausstrecke seine Hand und breche auch von dem Baum des Lebens und esse und lebe ewiglich! 23 Da wies ihn Gott der HERR aus dem Garten Eden, dass er die Erde bebaute, von der er genommen war. 24 Und er trieb den Menschen hinaus und ließ lagern vor dem Garten Eden die Cherubim mit dem flammenden, blitzenden Schwert, zu bewachen den Weg zu dem Baum des Lebens.
Kains Brudermord 1 Und Adam erkannte seine Frau Eva, und sie ward schwanger und gebar den Kain und sprach: Ich habe einen Mann gewonnen mit Hilfe des HERRN. 2 Danach gebar sie Abel, seinen Bruder. Und Abel wurde ein Schäfer, Kain aber wurde ein Ackermann. 3 Es begab sich aber nach etlicher Zeit, dass Kain dem HERRN Opfer brachte von den Früchten des Feldes. 4 Und auch Abel brachte von den Erstlingen seiner Herde und von ihrem Fett. Und der HERR sah gnädig an Abel und sein Opfer, 5 aber Kain und sein Opfer sah er nicht gnädig an. Da ergrimmte Kain sehr und senkte finster seinen Blick. 6 Da sprach der HERR zu Kain: Warum ergrimmst du? Und warum senkst du deinen Blick? 7 Ist's nicht also? Wenn du fromm bist, so kannst du frei den Blick erheben. Bist du aber nicht fromm, so lauert die Sünde vor der Tür, und nach dir hat sie Verlangen; du aber herrsche über sie. 8 Da sprach Kain zu seinem Bruder Abel: Lass uns aufs Feld gehen! Und es begab sich, als sie auf dem Felde waren, erhob sich Kain wider seinen Bruder Abel und schlug ihn tot. 9 Da sprach der HERR zu Kain: Wo ist dein Bruder Abel? Er sprach: Ich weiß nicht; soll ich meines Bruders Hüter sein? 10 Er aber sprach: Was hast du getan? Die Stimme des Blutes deines Bruders schreit zu mir von der Erde. 11 Und nun: Verflucht seist du auf der Erde, die ihr Maul hat aufgetan und deines Bruders Blut von deinen Händen empfangen. 12 Wenn du den Acker bebauen wirst, soll er dir hinfort seinen Ertrag nicht geben. Unstet und flüchtig sollst du sein auf Erden. 13 Kain aber sprach zu dem HERRN: Meine Strafe ist zu schwer, als dass ich sie tragen könnte.1 14 Siehe, du treibst mich heute vom Acker, und ich muss mich vor deinem Angesicht verbergen und muss unstet und flüchtig sein auf Erden. So wird mir's gehen, dass mich totschlägt, wer mich findet. 15 Aber der HERR sprach zu ihm: Nein, sondern wer Kain totschlägt, das soll siebenfältig gerächt werden. Und der HERR machte ein Zeichen an Kain, dass ihn niemand erschlüge, der ihn fände. 16 So ging Kain hinweg von dem Angesicht des HERRN und wohnte im Lande Nod, jenseits von Eden, gegen Osten.
Kains Nachkommen 17 Und Kain erkannte seine Frau; die ward schwanger und gebar den Henoch. Und er baute eine Stadt, die nannte er nach seines Sohnes Namen Henoch. 18 Henoch aber zeugte Irad, Irad zeugte Mehujaël, Mehujaël zeugte Metuschaël, Metuschaël zeugte Lamech. 19 Lamech aber nahm zwei Frauen, eine hieß Ada, die andere Zilla. 20 Und Ada gebar Jabal; von dem sind hergekommen, die in Zelten wohnen und Vieh halten. 21 Und sein Bruder hieß Jubal; von dem sind hergekommen alle Zither- und Flötenspieler. 22 Zilla aber gebar auch, nämlich den Tubal-Kain; von dem sind hergekommen alle Erz- und Eisenschmiede. Und die Schwester des Tubal-Kain war Naama. 23 Und Lamech sprach zu seinen Frauen: Ada und Zilla, höret meine Rede, ihr Frauen Lamechs, merkt auf, was ich sage: Einen Mann erschlug ich für meine Wunde und einen Jüngling für meine Beule. 24 Kain soll siebenmal gerächt werden, aber Lamech siebenundsiebzigmal.
Set und Enosch 25 Adam erkannte abermals seine Frau, und sie gebar einen Sohn, den nannte sie Set; denn Gott hat mir, sprach sie, einen andern Sohn gegeben für Abel, den Kain erschlagen hat. 26 Und Set zeugte auch einen Sohn und nannte ihn Enosch. Zu der Zeit fing man an, den Namen des HERRN anzurufen.
1Luther übersetzte: »Meine Sünde ist größer, denn dass sie mir vergeben werden möge.« Geschlechtsregister von Adam bis Noah 1 Dies ist das Buch von Adams Geschlecht. Als Gott den Menschen schuf, machte er ihn nach dem Bilde Gottes 2 und schuf sie als Mann und Frau und segnete sie und gab ihnen den Namen »Mensch«1 zur Zeit, da sie geschaffen wurden. 3 Und Adam war 130 Jahre alt und zeugte einen Sohn, ihm gleich und nach seinem Bilde, und nannte ihn Set; 4 und lebte danach 800 Jahre und zeugte Söhne und Töchter, 5 dass sein ganzes Alter ward 930 Jahre, und starb. 6 Set war 105 Jahre alt und zeugte Enosch 7 und lebte danach 807 Jahre und zeugte Söhne und Töchter, 8 dass sein ganzes Alter ward 912 Jahre, und starb. 9 Enosch war 90 Jahre alt und zeugte Kenan 10 und lebte danach 815 Jahre und zeugte Söhne und Töchter, 11 dass sein ganzes Alter ward 905 Jahre, und starb. 12 Kenan war 70 Jahre alt und zeugte Mahalalel 13 und lebte danach 840 Jahre und zeugte Söhne und Töchter, 14 dass sein ganzes Alter ward 910 Jahre, und starb. 15 Mahalalel war 65 Jahre alt und zeugte Jered 16 und lebte danach 830 Jahre und zeugte Söhne und Töchter, 17 dass sein ganzes Alter ward 895 Jahre, und starb. 18 Jered war 162 Jahre alt und zeugte Henoch 19 und lebte danach 800 Jahre und zeugte Söhne und Töchter, 20 dass sein ganzes Alter ward 962 Jahre, und starb. 21 Henoch war 65 Jahre alt und zeugte Metuschelach. 22 Und Henoch wandelte mit Gott. Und nachdem er Metuschelach gezeugt hatte, lebte er 300 Jahre und zeugte Söhne und Töchter, 23 dass sein ganzes Alter ward 365 Jahre. 24 Und weil er mit Gott wandelte, nahm ihn Gott hinweg und er ward nicht mehr gesehen. 25 Metuschelach war 187 Jahre alt und zeugte Lamech 26 und lebte danach 782 Jahre und zeugte Söhne und Töchter, 27 dass sein ganzes Alter ward 969 Jahre, und starb. 28 Lamech war 182 Jahre alt und zeugte einen Sohn 29 und nannte ihn Noah und sprach: Der wird uns trösten in unserer Mühe und Arbeit auf dem Acker, den der HERR verflucht hat. 30 Danach lebte er 595 Jahre und zeugte Söhne und Töchter, 31 dass sein ganzes Alter ward 777 Jahre, und starb. 32 Noah war 500 Jahre alt und zeugte Sem, Ham und Jafet.
1Mensch heißt auf Hebräisch Adam und wird teils als Eigenname, teils als Gattungsname gebraucht. Gottessöhne und Menschentöchter 1 Als aber die Menschen sich zu mehren begannen auf Erden und ihnen Töchter geboren wurden, 2 da sahen die Gottessöhne1, wie schön die Töchter der Menschen waren, und nahmen sich zu Frauen, welche sie wollten. 3 Da sprach der HERR: Mein Geist soll nicht immerdar im Menschen walten, denn auch der Mensch ist Fleisch. Ich will ihm als Lebenszeit geben hundertundzwanzig Jahre. 4 Zu der Zeit und auch später noch, als die Gottessöhne zu den Töchtern der Menschen eingingen und sie ihnen Kinder gebaren, wurden daraus die Riesen auf Erden. Das sind die Helden der Vorzeit, die hochberühmten.
Ankündigung der Sintflut. Noahs Erwählung. Bau der Arche 5 Als aber der HERR sah, dass der Menschen Bosheit groß war auf Erden und alles Dichten und Trachten ihres Herzens nur böse war immerdar, 6 da reute es ihn, dass er die Menschen gemacht hatte auf Erden, und es bekümmerte ihn in seinem Herzen 7 und er sprach: Ich will die Menschen, die ich geschaffen habe, vertilgen von der Erde, vom Menschen an bis hin zum Vieh und bis zum Gewürm und bis zu den Vögeln unter dem Himmel; denn es reut mich, dass ich sie gemacht habe. 8 Aber Noah fand Gnade vor dem HERRN. 9 Dies ist die Geschichte von Noahs Geschlecht. Noah war ein frommer Mann und ohne Tadel zu seinen Zeiten; er wandelte mit Gott. 10 Und er zeugte drei Söhne: Sem, Ham und Jafet. 11 Aber die Erde war verderbt vor Gottes Augen und voller Frevel. 12 Da sah Gott auf die Erde, und siehe, sie war verderbt; denn alles Fleisch hatte seinen Weg verderbt auf Erden. 13 Da sprach Gott zu Noah: Das Ende allen Fleisches ist bei mir beschlossen, denn die Erde ist voller Frevel von ihnen; und siehe, ich will sie verderben mit der Erde. 14 Mache dir einen Kasten von Tannenholz und mache Kammern darin und verpiche ihn mit Pech innen und außen. 15 Und mache ihn so: Dreihundert Ellen sei die Länge, fünfzig Ellen die Breite und dreißig Ellen die Höhe. 16 Ein Fenster sollst du daran machen obenan, eine Elle groß. Die Tür sollst du mitten in seine Seite setzen. Und er soll drei Stockwerke haben, eines unten, das zweite in der Mitte, das dritte oben. 17 Denn siehe, ich will eine Sintflut kommen lassen auf Erden, zu verderben alles Fleisch, darin Odem des Lebens ist, unter dem Himmel. Alles, was auf Erden ist, soll untergehen. 18 Aber mit dir will ich meinen Bund aufrichten, und du sollst in die Arche gehen mit deinen Söhnen, mit deiner Frau und mit den Frauen deiner Söhne. 19 Und du sollst in die Arche bringen von allen Tieren, von allem Fleisch, je ein Paar, Männchen und Weibchen, dass sie leben bleiben mit dir. 20 Von den Vögeln nach ihrer Art, von dem Vieh nach seiner Art und von allem Gewürm auf Erden nach seiner Art: von den allen soll je ein Paar zu dir hineingehen, dass sie leben bleiben. 21 Und du sollst dir von jeder Speise nehmen, die gegessen wird, und sollst sie bei dir sammeln, dass sie dir und ihnen zur Nahrung diene. 22 Und Noah tat alles, was ihm Gott gebot.
1Gottessöhne sind keine leiblichen Söhne Gottes, sondern gehören zur Umgebung Gottes (vgl. Hiob 1,6), wie das Gefolge zu einem König gehört. Die Sintflut 1 Und der HERR sprach zu Noah: Geh in die Arche, du und dein ganzes Haus; denn dich habe ich gerecht erfunden vor mir zu dieser Zeit. 2 Von allen reinen Tieren nimm zu dir je sieben, das Männchen und sein Weibchen, von den unreinen Tieren aber je ein Paar, das Männchen und sein Weibchen. 3 Desgleichen von den Vögeln unter dem Himmel je sieben, das Männchen und sein Weibchen, um das Leben zu erhalten auf dem ganzen Erdboden. 4 Denn von heute an in sieben Tagen will ich regnen lassen auf Erden vierzig Tage und vierzig Nächte und vertilgen von dem Erdboden alles Lebendige, das ich gemacht habe. 5 Und Noah tat alles, was ihm der HERR gebot. 6 Er war aber sechshundert Jahre alt, als die Sintflut auf Erden kam. 7 Und er ging in die Arche mit seinen Söhnen, seiner Frau und den Frauen seiner Söhne vor den Wassern der Sintflut. 8 Von den reinen Tieren und von den unreinen, von den Vögeln und von allem Gewürm auf Erden 9 gingen sie zu ihm in die Arche paarweise, je ein Männchen und Weibchen, wie ihm Gott geboten hatte. 10 Und als die sieben Tage vergangen waren, kamen die Wasser der Sintflut auf Erden. 11 In dem sechshundertsten Lebensjahr Noahs am siebzehnten Tag des zweiten Monats, an diesem Tag brachen alle Brunnen der großen Tiefe auf und taten sich die Fenster des Himmels auf, 12 und ein Regen kam auf Erden vierzig Tage und vierzig Nächte. 13 An eben diesem Tage ging Noah in die Arche mit Sem, Ham und Jafet, seinen Söhnen, und mit seiner Frau und den drei Frauen seiner Söhne; 14 dazu alles wilde Getier nach seiner Art, alles Vieh nach seiner Art, alles Gewürm, das auf Erden kriecht, nach seiner Art und alle Vögel nach ihrer Art, alles, was fliegen konnte, alles, was Fittiche hatte; 15 das ging alles zu Noah in die Arche paarweise, von allem Fleisch, darin Odem des Lebens war. 16 Und das waren Männchen und Weibchen von allem Fleisch, und sie gingen hinein, wie denn Gott ihm geboten hatte. Und der HERR schloss hinter ihm zu. 17 Und die Sintflut war vierzig Tage auf Erden, und die Wasser wuchsen und hoben die Arche auf und trugen sie empor über die Erde. 18 Und die Wasser nahmen überhand und wuchsen sehr auf Erden, und die Arche fuhr auf den Wassern. 19 Und die Wasser nahmen überhand und wuchsen so sehr auf Erden, dass alle hohen Berge unter dem ganzen Himmel bedeckt wurden. 20 Fünfzehn Ellen hoch gingen die Wasser über die Berge, sodass sie ganz bedeckt wurden. 21 Da ging alles Fleisch unter, das sich auf Erden regte, an Vögeln, an Vieh, an wildem Getier und an allem, was da wimmelte auf Erden, und alle Menschen. 22 Alles, was Odem des Lebens hatte auf dem Trockenen, das starb. 23 So wurde vertilgt alles, was auf dem Erdboden war, vom Menschen an bis hin zum Vieh und zum Gewürm und zu den Vögeln unter dem Himmel; das wurde alles von der Erde vertilgt. Allein Noah blieb übrig und was mit ihm in der Arche war. 24 Und die Wasser wuchsen gewaltig auf Erden hundertundfünfzig Tage.
Ende der Sintflut. Noahs Opfer. Verheißung des HERRN 1 Da gedachte Gott an Noah und an alles wilde Getier und an alles Vieh, das mit ihm in der Arche war, und ließ Wind auf Erden kommen und die Wasser fielen. 2 Und die Brunnen der Tiefe wurden verstopft samt den Fenstern des Himmels, und dem Regen vom Himmel wurde gewehrt. 3 Da verliefen sich die Wasser von der Erde und nahmen ab nach hundertundfünfzig Tagen. 4 Am siebzehnten Tag des siebenten Monats ließ sich die Arche nieder auf das Gebirge Ararat. 5 Es nahmen aber die Wasser immer mehr ab bis auf den zehnten Monat. Am ersten Tage des zehnten Monats sahen die Spitzen der Berge hervor. 6 Nach vierzig Tagen tat Noah an der Arche das Fenster auf, das er gemacht hatte, 7 und ließ einen Raben ausfliegen; der flog immer hin und her, bis die Wasser vertrockneten auf Erden. 8 Danach ließ er eine Taube ausfliegen, um zu erfahren, ob die Wasser sich verlaufen hätten auf Erden. 9 Da aber die Taube nichts fand, wo ihr Fuß ruhen konnte, kam sie wieder zu ihm in die Arche; denn noch war Wasser auf dem ganzen Erdboden. Da tat er die Hand heraus und nahm sie zu sich in die Arche. 10 Da harrte er noch weitere sieben Tage und ließ abermals eine Taube fliegen aus der Arche. 11 Die kam zu ihm um die Abendzeit, und siehe, ein Ölblatt hatte sie abgebrochen und trug's in ihrem Schnabel. Da merkte Noah, dass die Wasser sich verlaufen hätten auf Erden. 12 Aber er harrte noch weitere sieben Tage und ließ eine Taube ausfliegen; die kam nicht wieder zu ihm. 13 Im sechshundertundersten Lebensjahr Noahs am ersten Tage des ersten Monats waren die Wasser vertrocknet auf Erden. Da tat Noah das Dach von der Arche und sah, dass der Erdboden trocken war. 14 Und am siebenundzwanzigsten Tage des zweiten Monats war die Erde ganz trocken. 15 Da redete Gott mit Noah und sprach: 16 Geh aus der Arche, du und deine Frau, deine Söhne und die Frauen deiner Söhne mit dir. 17 Alles Getier, das bei dir ist, von allem Fleisch, an Vögeln, an Vieh und allem Gewürm, das auf Erden kriecht, das gehe heraus mit dir, dass sie sich regen auf Erden und fruchtbar seien und sich mehren auf Erden. 18 So ging Noah heraus mit seinen Söhnen und mit seiner Frau und den Frauen seiner Söhne, 19 dazu alle wilden Tiere, alles Vieh, alle Vögel und alles Gewürm, das auf Erden kriecht; das ging aus der Arche, ein jedes mit seinesgleichen. 20 Noah aber baute dem HERRN einen Altar und nahm von allem reinen Vieh und von allen reinen Vögeln und opferte Brandopfer auf dem Altar. 21 Und der HERR roch den lieblichen Geruch und sprach in seinem Herzen: Ich will hinfort nicht mehr die Erde verfluchen um der Menschen willen; denn das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf. Und ich will hinfort nicht mehr schlagen alles, was da lebt, wie ich getan habe. 22 Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.
Gottes Bund mit Noah 1 Und Gott segnete Noah und seine Söhne und sprach: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde. 2 Furcht und Schrecken vor euch sei über allen Tieren auf Erden und über allen Vögeln unter dem Himmel, über allem, was auf dem Erdboden wimmelt, und über allen Fischen im Meer; in eure Hände seien sie gegeben. 3 Alles, was sich regt und lebt, das sei eure Speise; wie das grüne Kraut habe ich's euch alles gegeben. 4 Allein esst das Fleisch nicht mit seinem Blut, in dem sein Leben ist! 5 Auch will ich euer eigen Blut, das ist das Leben eines jeden unter euch, rächen und will es von allen Tieren fordern und will des Menschen Leben fordern von einem jeden Menschen. 6 Wer Menschenblut vergießt, dessen Blut soll auch durch Menschen vergossen werden; denn Gott hat den Menschen zu seinem Bilde gemacht. 7 Seid fruchtbar und mehret euch und reget euch auf Erden, dass euer viel darauf werden. 8 Und Gott sagte zu Noah und seinen Söhnen mit ihm: 9 Siehe, ich richte mit euch einen Bund auf und mit euren Nachkommen 10 und mit allem lebendigen Getier bei euch, an Vögeln, an Vieh und an allen Tieren des Feldes bei euch, von allem, was aus der Arche gegangen ist, was für Tiere es sind auf Erden. 11 Und ich richte meinen Bund so mit euch auf, dass hinfort nicht mehr alles Fleisch verderbt werden soll durch die Wasser der Sintflut und hinfort keine Sintflut mehr kommen soll, die die Erde verderbe. 12 Und Gott sprach: Das ist das Zeichen des Bundes, den ich geschlossen habe zwischen mir und euch und allem lebendigen Getier bei euch auf ewig: 13 Meinen Bogen habe ich in die Wolken gesetzt; der soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und der Erde. 14 Und wenn es kommt, dass ich Wetterwolken über die Erde führe, so soll man meinen Bogen sehen in den Wolken. 15 Alsdann will ich gedenken an meinen Bund zwischen mir und euch und allem lebendigen Getier unter allem Fleisch, dass hinfort keine Sintflut mehr komme, die alles Fleisch verderbe. 16 Darum soll mein Bogen in den Wolken sein, dass ich ihn ansehe und gedenke an den ewigen Bund zwischen Gott und allem lebendigen Getier unter allem Fleisch, das auf Erden ist. 17 Und Gott sagte zu Noah: Das sei das Zeichen des Bundes, den ich aufgerichtet habe zwischen mir und allem Fleisch auf Erden.
Zander1961 am 20. September 2008 09:57 Da ich mir nicht vorstellen kann das du das alles erfunden und geschrieben hast solltest du zumindest eine Quellenangabe machen. Es gibt so was wie Urheberrechte. ;-)
yenaro am 20. September 2008 12:22 http://www.bibleserver.com/index.php Entschuldigung!

Religion ist immer so eine Sache ... Da keiner nachweisen kann, wie es wirklich war, kannst du deiner Fantasie (wenn auch nicht allzu) freien Lauf lassen.
Daumen runter, wenn Du die Frage richtig gelesen hättest, wüsstest Du, dass es sich um Schulunterricht handelt. Besser antwortest Du in Zukunft solch eine Frage gar nicht!
philz95 am 20. September 2008 10:07 Sorry, mir war schon klar, dass es sich um Schulunterricht handelt.