engelhaar am 16.09.2007 um 19:09 Uhr
Unser Hund hat seit ca. 4 jahren ein Leckekzem am Hinterlauf. Er muß laufend einen großen Kragen tragen damit er die Stelle in Ruhe lässt. Hat er Konsequent seinen Kragen um, heilt die Stelle langsam ab. Lassen wir den Kragen weg und er steht nicht laufend unter Beobachtung fängt er wieder an sich die Stelle aufzulecken. Das geht oftmals so gründlich, das man das ganze rohe Fleisch sieht. Die Hunde lecken ja sogar bis zur selbstverstümmelung. Unser Hund tut mir Leid, immer dieser blöde schwere Kragen. Weiß von Euch jemand einen Rat was ich machen kann. Wenn ich die Stelle verbinde geht er erst recht dabei und hat in Null Komma Nix den Verband ab. Was gibt es noch für Möglichkeiten ohne Kra.?

es gibt ein medikament namens prurivet, das enthält mittel gegen juckreiz, schmerz, pilze, bakterien und was weiss ich nicht alles.
das zeug schmeckt wohl so scheußlich, dass mein hund sich nicht mehr geleckt hat und die stelle so abheilen konnte.
Der Labrador eines Bekannten hatte sich immer die Hinterpfote knapp über dem Ballen blutig geleckt. Durch einen Zufall hat man entdeckt, dass er einen eingeklemmten Nerv an der Wirbelsäule hatte, der wohl ein Kribbeln genau an dieser Stelle verursacht hat. Das wollte der Hund logischerweise wegbekommen und hat geleckt. Er hat Akkupunktur und igendwelche Mittel bekommen und schon kurze Zeit später hat es aufgehört. Laßt ihn besser noch mal richtig gründlich untersuchen. Es hat ja keinen Sinn, ihm da was bitteres draufzuschmieren, und die Ursachen nicht zu beseitigen. Solltet ihr schon alles durchgecheckt haben, solltet ihr euch mal an einen Therapeuten wenden. Wenn der Hund das nach 4 Jahren trotz Behandlung noch immer hat, wird es psychisch sein.

Sehr spontaner Laien-Einfall dazu: vielleicht die Stelle regelmäßig mit ziemlich eklig schmeckender Salbe oder Öl einreiben. Teebauöl z.B. schmeckt ziemlich scheußlich und desinfiziert außerdem. Ansonsten vielleicht einmal einen erfahrenen Hundetrainer fragen, wie ihm das abzugewöhnen ist. Bestimmt gibt es da Möglichkeiten und Tricks.
engelhaar am 16. September 2007 19:24 Danke schonmal für Deine schnelle Antwort, mit dem Teebaumoel teste ich aus, aber mit diversen ekligen Cremes hat es auch nicht geholfen. Tierärztin weiß auch keinen Rat.
holodeck am 16. September 2007 19:37 Jedenfalls viel Erfolg, dieses prurivet hört sich doch vielversprechend an ;-))

Tierheilpraktiker aufsuchen und mögliche Ursachen des Leckekzems eingrenzen/aufklären. Wenn Du immer nur die Symptome einer Krankheit behandelst, werden diese auch immer wiederkehren, da die Grunderkrankung nicht geheilt wurde. Warum leckt er sich an dieser Stelle? Hinterfrage das mal selbst! Ein physisch und psychisch gesunder Hund tut das nicht! Du musst also bei der Krankheitsursache ansetzen.Tierärzte gehen so meist nicht vor und deswegen können sie Dir hier auch nicht helfen (es sei denn Du findest einen sehr guten Tierarzt). Wenn Du ansatzweise wüsstest warum der Hund das tut, könnte ich Dir an dieser Stelle schon ein paar Mittel(nicht nur homöopathisch!) empfehlen. Grundsätzlich kannst Du bei Hautkarankheiten(egal welcher Ursache), mit oralen Ergänzungsmitteln,eine Linderung erzielen: Vitamin E (10-20 mg/kg täglich)und Distel- oder Leinsamenöl (ein halber Teelöffel/täglich) unter das Futter mischen. Öle können allerdings nur mit einem optimalen Kalziumhaushalt gut vom Körper umgesetzt werden und so den Juckreiz lindern.Die Behandlung eines Leckekzems ist sehr umfangreich und gehört eigentlich in professionelle Hände. Es gibt homöopathische Polycreste die bei Hautkrankheiten eingesetzt werden, aber auch hier sollte die Ursache geklärt werden.
Hallo, wurde beim TA schon die Ursache des Ekzems festgestellt und behandelt? Evtl. eine Hausprobe in Labor geschickt und festzustellen, ob Keime, Pilze oder Parasiten vorliegen? Hieraus kann den eine passende Therapie abgeleitet werden.
engelhaar am 17. September 2007 15:50 Ich sag mal an dieser Stelle Danke an Alle.
Unser Hund ist von einer sehr guten Tierärztin durchgescheckt worden, die auch auf Homöopathischer Basis arbeitet. Das Ekzem selbst ist abgeheilt und es wachsen spärlich Haare darüber. Nur sobald wir den Kragen ablassen fängt er über kurz oder Lang wieder das extreme Lecken an dieser Stelle an und hat es halt in kurzer Zeit blutig. Als Begründung sagte man uns das er an dieser Stelle mal eine Stelle hatte und es jetzt nur noch ein Reflex wäre dort einfach weiter zu lecken. Er ist gerade letztes Jahr in einer Tierklinik durchgecheckt worden und bis auf einen Herzklappenfehler der behandelt wird wurde nichts festgestellt. Unser Hund ist eh ein extremer Leckhund, warum auch immer. Dazu muß ich sagen, dass er sehr Verwöhnt wird vom Herrchen, bei ihm gehorcht er auch nicht richtig und verbellt sämmtliche Besucher. An dieser Situation kann ich leider nichts ändern und hätte ich das vorher gewußt, hätten wir mit Sicherheit keinen Hund.
Marah am 17. September 2007 19:30 Affinität zum Lecken an dieser Stelle-ja! Reflex ist ein unpassender Begriff...Also scheint es ja psychisch zu sein, eine Zwangshandlung? Das mit Herrchen ist ja wirklich nicht so schön und kann durchaus Probleme schaffen aber das konntest Du nicht ahnen, klar! Ich schau nochmal in meinen schlauen Büchern nach...
engelhaar am 18. September 2007 21:44 Nochmals schönen Dank, also das mit dem Teebaumoel hat leider nicht geklappt. Antidepressiva muß ich mal schauen ob es auch was homöopathisches gibt. Das mit der Hundeschule würde nur Sinn machen wenn mein Mann mitmachen würde, was eher nicht der Fall ist.
Danke, das hört sich ja gut an. Werde ich die nächsten Tage gleich besorgen und ausprobieren. Wäre ja suuper wenn das klappt, dieser ewige Kragen geht langsam der ganzen Familie auf den Geist.
Ich habe jetzt überall nochmal nachgesehen und die Tipps, die am meisten genannt wurden, sind: Hundeschule und Antidepressiva!