Jemanden zu schlagen oder gar zu verprügeln ist immer ein Zeichen von kompletter Hilf- und Machtlosigkeit. In dieser Situation ist der Schlagende mit den vorangegangenen Umständen überfordert und hält das Schlagen der anderen Person(en) für angemessen. Durch diese niederste Art der „Kommunikation“ soll das erniedrigte Machtgefühl ausgelichen und dem „Gegner“ die vermeintliche Überlegenheit klargemacht werden. Das unbedingte Bedürfnis nach Überlegenheit ist ebenfalls ein eindeutiges Zeichen von totaler Hilflosigkeit, da scheinbar kein anderes Kommunikationsmittel das Gleichgewicht wiederherzustellen vermag.
Du (der Fragende) solltest Dir daher darüber im Klaren sein, daß Du im öffentlichen Leben neben viel Zustimmung auch Ablehnung erfahren kannst. Die Ablenhung in diesem Fall zeigt sich durch das Anpöbeln deiner Person, die Beleidigungen deiner Familie (die die Beleidigenden aller Voraussicht nach nicht einmal persönlich kennen) und das unverlangte Anfassen Deiner Freundin. Wer sich so verhält, erwartet Konfrontation. In unserer Gesellschaft werden die vorangegangenen Handlungen als Provokation aufgenommen und mit entsprechender Abneigung kommentiert. Du musst den physisch gewaltlosen und verbal deeskalierenden Umgang mit solchen Provokationen trainieren. Sie beleidigen Dich ohne dich zu kennen? Lass sie reden, alles nur Provokation. Sie fassen deine Freundin an? Haben sie keine eigene Freundin, die sie anfassen können? Nimm Deine Freundin an die Hand und geh einfach weg. Die Aggressoren müssen merken, daß Du Dich nicht provozieren lässt. Nur das wird Dir wahre Überlegenheit bringen. Der braune Gurt bringt Dir lediglich sportliche Erfolge, eine Anwendung der Kampftechniken im öffentlichen Leben ist unangebracht.
Was hat sein Sensei falsch gemacht? Er hat sich vertteidigt! Gut er ist übers Ziel hinaus geschossen! Aber er hat sich nur zur Wehr gesetzt! Und: er WEISS dass er zu heftig reagiert hat und hat deswegen Gewissensbisse! Ganz klar er muss zur Polizei und ein Gespräch mit dem Lehrer ist nötig.
Sein Meister hat ihm im übertragenen Sinne eine Waffe an die Hand gegeben, mit der er - der Schüler - offensichtlich nicht umzugehen weiß.
son mist.
Das ist das 1. Mal das ich jemanden vermöbelt habe! Und sooo unglaublich schlimm wars ja nicht.
Wenn es so schlimm nicht war (z.B.kein nachtreten, wenn Gegner schon am Boden liegt, keine unnötig gefährlichen Schläge, Stöße oder Tritte), dann musst du dir natürlich weniger Gedanken machen.
Nicht zu viel Pathos, Leute! Hier ist nicht Japan und die Gegner hätten sich wohl auch nicht unbedingt an Spielregeln oder Fairness gehalten!