Josephine1986 am 16.04.2009 um 23:53 Uhr
Mein Freund ist 28 Jahre und ist Alkeholiker. Er weiß das und akzeptiert das. Unternimmt aber nichts dagegen. Aber er sieht es ein. Was kann ich tun um ihn zu unterstützen? Das Bier verstecken oder so?

Schnapp ihn Dir und dann zu einer Selbsthilfegruppe. Sonst hilft nix.

Du kannst nichts tun. Er muss es wollen.
DasKaugummi am 16. April 2009 23:57 Und da darf sie doch wohl bisschen mithelfen oder? <.<
Schnuffduff am 17. April 2009 00:00 Klar kann sie helfen...aber wenn er nicht will bringt ihre ganze Liebesmüh nichts.
Nachtflug am 17. April 2009 00:05 Sie kann sich auch selbst dabei jeglicher Kraft berauben.
talano am 17. April 2009 00:07 Darf sie. Kann sie aber zum jetzigen Zeitpunkt nicht wirklich. Ein Alkoholiker wird erst etwas ändern, wenn er selber eine dringende Notwendigkeit dazu sieht - nicht weil seine liebe Freundin ihn darum bittet.
heureka47 am 17. April 2009 01:12 Als Mensch, der das miterlebt und - als Freund, Angehöriger oder so - helfen möchte, sollte man sich vor allem kundig machen über die Problematik und Hilfsmöglichkeiten UND, wie man "psychologisch" klug und hilfreich mit dem Betroffenen umgeht.

Alkoholismus ist eine Krankheit, die man nicht einfach überwinden kann. Er braucht ärztliche Hilfe. Wenn er sich allerdings nicht helfen lassen will, ist es sehr schwierig. Den Stoff verstecken dürfte ihn nur gegen Dich aufbringen, heilen wird es ihn nicht.

Gar nichts kannst du tun. Solange er dazu steht und nicht selber die Flasche an die Seite stellt und sich nicht um Hilfe bemüht wird das nichts. Dir rate ich sich von ihm zurück zuziehen. Denn die meisten Alkoholiker merken es erst richtig wenn sie im Stich gelassen werden. Bier verstecken ist keine Lösung...da kann es dir passieren...dass er sehr ungemütlich zu dir wird.
heureka47 am 17. April 2009 01:14 Für den Fall des Rückzuges würde ich, der ich mich als bedingungslos liebender Mitmensch verhalten möchte, folgendes zum Ausdruck bringen: Daß ich gehe, weil ich den gegenwärtigen Zustand nicht aushalten kann, aber dass ich bereit bin, Hilfestellung zu geben, wenn der Betroffene die Lösung seines Problems angehen will.

Ich habe das mit meinem Partner acht Jahre lang durchgemacht. Jetzt sind wir 18 Jahre zusammen und er ist seit 10 Jahren trocken. Das kann man hier nicht in ein paar Sätzen behandeln. Eines aber schon: Ohne ärztliche Hilfe geht gar nichts. Deine Hilfe besteht ausschließlich im Für-Ihn-Dasein und viel Kraft.

Geh mit Ihm zur Suchtberatungsstelle, ist ja schonmal wirklich ein riesenschritt wenn er das Aktzeptiert.
Finde ich sogar sehr gut von ihm, nun müsst ihr 2 nurnoch einen gemeinsamen weg finden das zu bekämpfen und statt bier wird er dich wieder vorziehn^^
Bier verstecken hilft nicht - keins haben.
Aber auch keinen anderen Alkohol.
Solange der Freund nichts dagegen unternimmt, ist es sowieso egal, was Du machst...
Das Bier selber trinken^^ Ne ein Entzug wäre gut aalso ein therapeutisch begleiteter
Sei froh das er es schonmal einsieht, das ist ein riesengroßer Schritt! jetzt nur noch zur Beratungstelle und paar harte Wochen durchstehen, mit viel Glück, Erfolg und Ehrgeiz schafft ihr beide das schon, ihr wird vorallem auch Unterstützung aus dem Freundeskreis benötigen!
verstecken bringt nix dann kauft er neues. geh du zu einer beratung von caritas oder so und lass dir dort helfen mit dem thema umzugehen wenn er sieht wie es dir dabei geht vielleicht ist er dann ja bereit den schritt mit dir zusammen zu gehen aber du kannst ihm nicht helfen so lange er das nicht will.

überreden zu einer entziehungskur...
sex minimieren...Druckmittel
maspick am 16. April 2009 23:59 Das hilft nicht.
Nachtflug am 17. April 2009 00:04 Sex- und sogar Liebesentzug hilft wirklich nichts, denn der Alk ist viel wichtiger
Schnuffduff am 17. April 2009 00:10 Druckmittel ist falsch...weil es dann noch schlimmer wird und dann hat man wieder einen Grund mehr warum man trinken kann
heureka47 am 17. April 2009 00:59 Schade, holsch, wenn du das so in deiner Erziehung - wie ich z.B. - vermittelt bekommen hast, aber DRUCK ist keine Hilfe, keine Förderung, keine Liebe. Und aus Mangel an Liebe werden Menschen zu Alkohol- und Drogenabhängigen...

Wende Dich an die "Anons" Dort bekommst Du mit Sicherheit Unterstützung. Auch für Dich persönlich.

Du kannst absolut nichts für ihn tun. Er muss etwas für sich tun. Such dir Hilfe bei einer Beratungsstelle.

Hallo Josephine1986
da brauchst du viel Geduld. Möchtest Du das? Kannst Du das? Denn auch Du musst etwas für Dich tun und kannst nicht immer die Starke sein.
Wegschütten oder verstecken bringt nichts. Er muss von allein aufhören wollen. Einsicht ist schon mal gut, aber einen Schritt weiter gehen und zum Arzt, das ist für manche Menschen mit dem Problem eine große Überwindung. Vielleicht magst Du ihn auf den Weg dorthin begleiten?
Es gibt, wie hier schon angesprochen, Selbsthilfegruppen, für den Alkoholkranken und auch extra für Angehörige.
Ich selber bin allerdings nie in einer solchen Angehörigengruppe gewesen, daher kann ich nicht sagen, wie das ist, aber ich höre oft viel Gutes.
Ja, auch ich war Freundin eines Alkoholikers, habe 14 Jahre meines Lebens verschenkt, bis ich nicht mehr konnte. Immer wieder Versprechungen, die nur einige Tage - wenn überhaupt - eingehalten wurden, es ging einfach nicht mehr. Aber es spielten noch andere Faktoren eine Rolle.
Wenn Du Dich stark fühlst, den Weg mit ihm zu gehen, dann mach das. Setz ihn nicht unter Druck, aber lass Dir nicht so viel Zeit, so wie ich es getan habe. Denn manche Menschen ändern sich nie, weil es so bequem ist. Aber wenn Du nichts sagst, dann ist das ja ein Zeichen für ihn, dass er es so bequem lassen kann. So sollte das natürlich nicht sein.
Er braucht Motivation und vielleicht auch Liebe, damit er den Schritt in eine Therapie wagt. Jeder Tag zählt, aber wenn es nicht geht, dann geht es nicht, denn unter Druck setzen bringt gar nichts.
Solltest du aber merken, dass es einfach nicht mehr geht, dann musst Du eben Deinen Weg wählen.
Aber noch ist es nicht soweit und ich wünsche Dir alles Gute, dass er gesund wird und Euch beiden einen guten gemeinsamen Weg.
Viel Glück, Bea26

trinkt er "nur" Bier? Schlag ihm mal vor, zu einer Therapiegruppe zu gehen.
Schnuffduff am 17. April 2009 00:11 Was heißt hier "nur" Bier.Wenn er Alkoholiker ist...dann ist es egal ob er Bier oder Schnaps trinkt.
Seltsam am 17. April 2009 00:16 Unsinn, es gibt solche und solche.
Alkoholiker die jeden Tag 20 Bier trinken oder die, die jeden Tag 3 Flaschen Korn trinken.
Schnuffduff am 17. April 2009 00:46 LOL du bist witzig...ist doch egal was getrunken wird und wenn er oder sie jeden Tag Wodka trinkt.Ein Raucher ist auch ein Raucher ob er nun jeden Tag normale oder die leichten oder mit Menthol raucht...
Entweder du nimmst es hin....oder wenn er keine Therapie macht - gehst du .....oder du gehst gleich...
versuch die sache mit der Therapie...

versuch doch mal, mit ihm über die negativen seiten davon zu reden. vielleicht auch erwähnen, dass du doch möchtest, dass er so lange wie möglich lebt und dass viel alkohol nicht gerade dazu beiträgt. erzähl ihm die ganze schöne geschichte von den vielen zerstörten gehirnzellen usw. und arbeite auch etwas mit seiner liebe zu dir. ist vielleicht hinterhältig, aber was sein muss muss sein. wenn er einsieht, dass es so nicht bleiben kann, zur therapei bringen. ihn zwingen bringt nichts, wenn er nicht will.
du kannst nur eins tun wenn er sich ned helfen lassen will ich würde sagen du musst ihm androhen ihn zu verlassen wenn er nicht aufhölrt klingt hart aber manchmal muss man erst auf der erde liegen um zu sehen was man damit wegschmeißen würde mach ihm klar endweder du oder der alk...
viel glück
mjhfan22

also ich bin alkohol und drogen abhängig aber was soll daran so schlimm sein
Schnuffduff am 17. April 2009 00:48 Wenn du jetzt noch damit angeben kannst und jetzt noch nichts merkst...spätestens in ein paar Jahren wirst du es merken was da so schlimm dran ist...

Keinen Alk im Haus haben. Du riskierst, dass er nicht lange bleibt. Aber zeige ihm auf, dass das Leben auch ohne Alkohol einen Riesenspaß machen kann. Aber es ist ein verflucht harter Job und darum beneide ich Dich echt nicht.
wieviel energie kannst du noch aufbringen? du bist jung... denke auch an dich! hast du auch rückhalt sprich freunde? wünsche dir kraft!

Meine Erfahrung: Der Kranke braucht - möglichst eigene - Argumente für seine Entscheidung, aufzuhören. Das kann z.B. Leidensdruck sein - oder auch Angst vor Leid. Hilfreich ist, wenn er glauben kann, daß es ihm nach dem Entzug BESSER geht als vorher. Die Anfälligkeit für die Sucht / Abhängigkeit wird stark beeinflußt von dem Mangel, sich nicht verbunden, nicht zugehörig, nicht "in Ordnung" zu glauben, sich nicht geliebt zu fühlen. Alkohol bzw. Drogen sind das Betäubungsmittel, diesen Mangel nicht fühlen bzw. nicht wahrnehmen, nicht daran denken zu müssen.
Jeder Mensch aber trägt das Potenzial in sich, sich mit der Urquelle der Liebe verbinden zu können, im eigenen Bewußtsein mit der universellen Liebe in Kontakt treten zu können.
Sucht führt vom Wesen her zur Vernichtung. Man kann das immer wieder beobachten, dass ein Suchtkranker immer weiter in einen Strudel gerät, der immer gefährlicher und letztlich oft auch lebensbedrohlicher wird. Auch wenn man es anfänglich nicht wahrnehmen will, vieles als leib gewonnen Gewohnheit deklariert usw., ist Sucht (egal welche) ein "Tod auf Raten". Die Schwierigkeit für jemanden, der einen alkohol- oder drogenkranken Partner hat, ist, dass er unbewußt Suchtmuster mit übernimmt (bzw. pflegt), die es ihm unmöglich machen, sich aus dem ganzen Schlamassel zu lösen. Mein Tipp deshalb: 1) Lektüre von "Co-Abhängigkeit" von Anne-Wilson-Schaef lesen. 2) zu einer Angehörigen-Gruppe der anonymen Alkoholiker gehen, 3.) sich mit dem eigenen Suchtprozess auseinandersetzen und erst mal sehen, wie weit man die ganze Sucht mitträgt, ohne es zu wollen. Maßnahmen wie Alkohol oder Drogen verstecken oder wegschütten(unbedingt auf Vorankündigung, nach dem Motto: ich trage es nicht weiter mit und wenn ich etwas finde, tut ich das Meine) wegwerfen usw. sind hilfreiche, wenn auch nur Make-Up-Korrekturen, falls sonst nichts passiert. Je klarer aber die Haltung ist, desto wirkungsvoller. Leider realisieren Suchtkranke erst, dass ihre Sucht zerstörerisch ist, wenn alles kaputt gegangen ist. Ein paradoxes Mittel für den Liebenden: den Kranken "fallen"lassen (d.h. ganz klare Bedingungen diktieren, unter denen Beziehung möglich ist. Braucht viel Mut und Geduld und manchmal ist es auch nicht zu schaffen. Viel Glück und Mut!

Du kannst nix machen leider muss immmer erst was passieren bevor jemand der diese Krankheit hat merkt was zu machen mein vater war sehr alkohol krank und hatt erst was für sich getan wo meine mutter sich getrennt hat aber jetzt ist er seid neun jahren trocken geht regel mäsig zu selbsthilfe gruppe! was er sagt ist nicht wa wenn er es ein sehen würde hätte er schon mal denn schritt gemacht zum arzt zu gehen dein freund!
jo dh
Das hilft aber nichts wenn er gar nicht will.
Schon das "Schnappen" ist falsch. Die Initiative muß vom Kranken ausgehen. Wenn er nicht offen, nicht bereit, ist, geht das eher nach hinten los - und verfestigt evtl. die Störung / Krankheit!
"Und sonst hilft nix" ist ein Zeugnis relativer Unkenntnis. Unterlasse zukünftig solche "Ratschläge" - es sind mehr "Schläge" als "Rat"!