Frage von Everflow, 55

Brauche akut Rat, mein Baby will nachts überhaupt nicht mehr schlafen und weint?

Sie ist 6 Monate alt und seit drei Wochen sind die Nächte ungewöhnlich kompliziert. Heute Nacht ist es extrem. Erst brauchte sie drei Stunden und sehr viel Tamtam, um überhaupt abends (23 Uhr) einzuschlafen, jetzt ist sie seit geschlagenen zwei Stunden wach und meckert, egal was ich mache. Ich darf nicht mal dran denken, die Bettkante zu verlassen, schon weint sie wieder. Sie schläft nicht mehr neben mir im Bett, da weint sie auch. Tagsüber schläft sie mittlerweile fast den ganzen Tag lang! Sie schläft bis zu 4 Stunden am Stück und ist dann nach einer Stunde Wachsein wieder müde. Kein Wunder, bei solchen Nächten. Leider weckt sie mit ihrem Weinen nachts das ganze Haus auf. Ich habe wirklich alles probiert, Schmerzen kann ich ausschließen, weil sie sich ja noch beruhigen lässt. Nur eben nicht dauerhaft, sodass an Schlaf zu denken wäre. Ich bin mit meinem Latein am Ende, sie liegt gerade in meinem Arm und spuckt ständig den Schnuller wieder aus, windet sich (sie ist gepuckt) und ist kurz davor, wieder zu weinen. Sie gähnt, wird aber nicht schlafen. Was soll ich tun?!

Antwort
von hourriyah29, 27

Hallo Everflow,

beim Kinderarzt wart ihr vermulich schon? Ersteinmal sollte man diesen sehen lassen, ob es vielleicht einen körperlichen Grund gibt.

Schlafprobleme in diesem Alter sind wohl etwas typisches. In dem Alter ist sehr viel Entwicklung und das ist für Babies und Eltern anstrengend.

Uns ging es um den 5. Monat ganz ähnlich. Es war auch die Zeit, in der wir vom Pucken entwöhnt haben, weil deutlich wurde, dass unsere Tochter es nicht mehr will. Wir hatten dazu im Übergang einen lockeren, elastischen Pucksack, der etwas begrenzt, aber nicht so eng ist, wie ein echter Pucksack. Danach sind wir auf Schlafsack umgestiegen.

Wir haben alle möglichen Tricks ausprobiert. Gut fand ich warmen Tee mit Honig vor dem Schlafen, ein Schlaftier von Cloud B, ein Schlaflicht von Fisherprice mit Rauschen, Licht oder Musik (das ist noch immer im Einsatz - inzwischen fast 5 Jahre), Kind ins Elternbett - erleichtert allen das Wiedereinschlafen nach dem Aufwachen.

In Euerem Fall wäre es wichtig sie langsam wieder an einen Tag-Nacht-Rhytmus zu gewöhnen. Dazu solltest Du sie versuchen an nur einen Mittagsschlaf zu gewöhnen und nicht mehr nach 16:00 Uhr schlafen lassen. Bei Müdigkeit eine ruhige Aktivität anbieten oder raus gehen. Die Umstellung solltest Du schrittweise machen, indem Du erst die Wach-Zeit am Vormittag schrittweise ausdehnst, bis nach dem Mittagessen. Dann ist nach dem Essen eine gute Zeit um zu schlafen, erst so lange wie nötig, dann auch diese Zeit langsam begrenzen, so dass sie spätestens ab 16:00 Uhr wieder wach ist. Und dann versuchen abends eine feste Bettgehezeit einzuführen, diese dem Bedarf des Kindes anpassen.

Gut wäre auch deutlich zu machen, dass Mittagsschlaf und Nachtschlaf unterschiedlich sind. Das macht man, indem die Rituale anders sind (z.B. Mittags nach dem Essen, ohne Zähneputzen, ohne Schlafkleider mit gedämpften Licht, falls möglich an einem anderen Ort als das eigene Bett und Abends nach Zähneputzen, mit Schlafkleidern und Abendritual im Dunklen Zimmer und im eigenen Bett) So merkt das Baby  nach einer Weile, welche Art des Schlafes angesagt ist.

Als bei uns alles nicht mehr geholfen hat waren wir bei einer sehr guten Homeopathin. Diese konnte uns sehr gut helfen, aber ich fand es auch wichtig erst einmal das zu versuchen, was in unserer eigenen Hand liegt.

LG und ruhige Nächte wünscht

Hourriyah

Antwort
von EmilyErdebeer, 24

Dreh den rythmus komplett um! Wecke sie am Tag auf und lass sie nur kurz schlafen, wird zwar ein paar Tage dauern, bis sich das alles einpendelt aber das war der top von meinem Kinderarzt!
Gutes Gelingen!

Kommentar von EmilyErdebeer ,

*Tipp

Antwort
von kiniro, 15

Dann würde ich mich sooft es geht, mit dem Baby hinlegen und schlafen.

Haushalt kann aufs absolute Minimum beschränkt werden oder schau, dass du dort Unterstützung bekommst.

Der Schlafrhythmus deines Babys wird sich in den nächsten Jahren eh paar mal ändern.

Wie ernährst du dein Baby denn?

Antwort
von Omara, 37

Hallo und guten Morgen, vielleicht erscheint er dir gerade nicht so gut. Als erstes möchte ich dir sagen , dass du nicht alleine bist.

Antwort
von Akecheta, 55

Durchhalten und mal außerordentlich zum Kinderarzt gehen. Ein Baby/Kind welches noch nicht sprechen kann, kann nur über Schreien sein Wehklagen rüber geben, sollte es ein Leiden haben.

Natürlich gibt es auch Babys/Kinder die das dann irgenwann ausnutzen wollen und schreien, weil sie nur noch auf dem Arm sein wollen.

Im Internet kann das aber niemand beantworten, was wohl los sein wird. Normalerweise regelt sich das von selbst - eines Tages. Mal früher mal später.

Wünsche viel Kraft, und das was da schreit, ist doch eh dein ein und alles ;-)


Antwort
von TheAllisons, 36

Geh mal zum Kinderarzt, der soll dein Baby untersuchen.

Antwort
von Healzlolrofl, 39

Haben gerade genau die gleiche Situation. Sie ist 18 Monate alt, allerdings hat sie einen wunden Popo und jammert jetzt.

Ich denke die Nacht ist für uns gelaufen :(

*gähn*

Kommentar von Everflow ,

Wund ist meine nicht. Zähne brechen aktuell auch nicht durch, sie scheint damit etwas spät dran zu sein. Gibt nicht mal Anzeichen (zb viel Sabbern) auf baldige Zähne. Sie verwechselt offenbar einfach Tag mit Nacht. Aber soll ich ihr wirklich den Schlaf tagsüber kürzen?

Kommentar von Omara ,

Gut , Zähne sind es etl. Nicht. Wenn du den Schlaf tagsüber nicht kürzt wird sie dich weiterhin zu Bespannung Nachts benötigen. Die Umstellung auf einen Tages- Nachtrythmus ist sicherlich sinnvoll.

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