Also, meine Zusammenfassung aus all dem, was ich gelesen habe:
Umstellen würde ich nicht. Ich würde entscheiden und es so lassen, zumindest, bis ich anders entscheide, aber nicht saisonweise. Eine Umstellung zwischen den Haltungsformen sehe ich immer begleitet von einer Umbemuskelung, die viel, viel Energie zieht, während der die Pferdchen auch anfälliger sind.
Ich selbst würde, obwohl meiner mit der Umstellung noch nicht fertig ist, generell jederzeit wieder raus stellen in eine Haltung mit möglichst viel Bewegung, also je nachdem, was es in erreichbarer Nähe gibt, sind meine Prioritäten: 1. Aktivstall, 2. Offenstall, 3. Mehrfachbox mit riesigem Paddock (in der z.B. zwei oder drei Pferde leben), 4. Einzelbox mi riesigem Paddock, 5. Einzelbox mit kleinem Paddock, 6. Einzelbox ohne Paddock. Was Box heißt und nicht mindestens 8 Stunden täglich (bei jedem Wetter!) Weide hat, kommt überhaupt nicht in Frage. Scheidet aus. Denn ich habe gesehen, wie Pferde nach 16 Stunden Box laufen, das ist schlimm genug, ich musste auch sehen, wie sie sich nach 40 Stunden Box bewegen, weil ein Schlechtwettertag dazwischen ist. Grade für ein Sportpferd ist es doch wichtig, dass es sich bewegen kann und geschmeidig bleibt. Aktivstallpferde laufen täglich in 24 Stunden ca. 20 km, Steppenpferde 30 km, weil die ja auch nicht an einer Heuraufe stehen bleiben. Dieses Training kannst Du selbst Deinem Pferd nicht bieten, zumal verteilt auf diese Zeit, dass es ständig weich und locker bleibt.
Und ob Du im Winter eh scherst, wird sich zeigen. Ich weiß nicht, was Dein Pferd für einen Sport macht. Aber ich kenne genug L- und M-Vileseitigkeitsreiter, die im Herbst zudem Jagden gehen, im Winter ein paar Hallenturniere Dressur und Springen, um "im Alltag zu bleiben", jedoch "abgespeckt" und deren Pferde nicht geschoren werden und mit Pelz uneingedeckt draußen stehen. Wart ab, wie es sich einspielt.
Echt, bei Euch gibt's noch viele Offenställe ohne Halle? Bei uns hat mindestens jeder zweite eine. Und die Leute hier stellen ihre Pferde selten in Offenställe, um Geld zu sparen, sondern aus Überzeugung. Kosten tun die ziemlich ähnlich. Und meist sind es herkömmliche Ställe, die einen oder mehrere Aktiv- oder andere Offenställe anbieten, einfach weil es gut für die Pferde ist und auch oft, weil sich die Abläufe anders gestalten und so auch etwas günstiger anzubieten ist, was auch den Vorteil hat, dass sich mehr für den Offenstall entscheiden. Aber als mir klar wurde, mein Großer kommt raus in Offenstallhaltung hatte ich etwa 8 Ställe zur Auswahl, jeweils mit mindestens einer 20x60 Halle, manchmal noch zusätzlich einer alten 20x40 Halle und hab mich für den entschieden, der mir am meisten bot, nämlich Aktiv-, nicht nur Offenstall, Fahrtstrecke günstig, weil staufrei zu bewältigen, Gelände tolles Voralpenland und nicht platte Landschaft mit viel Reitverbot, freie Reitlehrerwahl (also auch externe), Haferfütterung, kein Mischkraftfutter, wo der Senior dasselbe bekommt wie der Jungspund... Diese Ställe hätte ich alle rund um 400 Euro haben können.
Voralpenland...da haben wir es... - ich wohne mitten in Hamburg und auch der Stall befindet sich in Hamburg, hat trotzdem reichlich Weide - DAS ist eine Seltenheit und deshalb kann man das nicht miteinander vergleichen.
Und es ist hier in der Tat so - in Hamburg und Umgebung gibt es sehr, sehr viele Reitställe, aber kaum OS mit Halle.