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Box oder Offenstalll für Sportpony?

Frage von lleeaacchheenn lleeaacchheenn

Hallo,

Ich hab mal eine Frage.. Was findet ihr für ein junges Sportpony besser: Robustehaltung oder Boxenhaltung? Ich hab mir das mal so überlegt im Sommer das Pony rauszustellen und im Winter rein.,weil er im Winter ja eh geschoren wird und es meist Glatt ist aber ist die Umstellung für das Pony nicht ganz schön stressig? Wie seht ihr das?

LG

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Antworten (9)

  • 1
    Hilfreichste & RatgeberHelden Antwort
    Antwort von reiterhexe reiterhexe

    Solange ein Boxenpferd nicht mitten im Winter plötzlich ohne warmen Stall und Decke da stehen muß ist das kein Stress ;-)

    Wenn die Offenstallgruppe keinen Deckenzerstörer dabei hat kann man auch ein Pferd mit Teilschur + Decke in den Offenstall stellen.

    Vorteile sind überwiegend für das Pferd:

    Gesunde Luft

    Bewegung

    Verschiedene Untergründe sind gut für den Huf (Glätte? so lernt das Pferd auch auf seine Beine aufzupassen, Schlittschuhlaufen kann man nicht auf gut geplanten Paddocks)

    Sozialkontakte

    Das Pferd ist in der Regel besser sozialisiert und zufriedener, hat bei kleineren Reitpausen kein extremeres Bewegungsbedürfnis und wenn das Fütterungsmanagement stimmt wird auch ein rangniedrigeres Pferd satt.

    Das Pferd im Sommer in den Offenstall zu stellen und (meist aus eigener Bequemlichkeit) im Winter dann in eine Box sperren könnte schief gehen. Das Pferd wäre gewohnt dass es sich bewegen kann und darf. Ihm würden nicht nur seine Stallkollegen fehlen sondern auch die Bewegung.

    Manche Pferde (vor allem wenn schlecht aufgezogen) haben Stress im Offenstall. Ist dieser jedoch gut gemanagement, ist es meist kein Problem. Wichtig ist dass sich die Pferde aus dem Weg gehen können, ausreichend Rauhfutter vorhanden und dieses an mehreren Stellen zur Verfügung steht. Rangniedrigere Pferde brauchen ihren Platz an dem sie den Ranghöheren aus dem Weg gehen können.

    Stressig sind für Pferde nur die Menschen die sie aus Bequemlichkeit lieber in eine Box stellen. Da muß man selbst nicht durch Matsch waten, das Pferd noch eingedeckt dann muß man nicht so viel putzen etc.

  • 5
    RatgeberHelden Antwort von Plattschnacker Plattschnacker

    Also ich habe meine Sportpferde immer so artgerecht wie möglich gehalten - im Sommer Tag und Nacht draußen und im Winter tagsüber draußen und nachts in der Box.

    Trotz fetter Weide waren meine Pferde nie faul, sondern blieben temperamantvoll und engagiert, auch mit leichtem Weidebauch.

    Leider bieten die wenigsten Ställe eine Wahl - entweder Offenstall ohne Halle (also für sportliche Reiter ungeeignet weil im Winter nur reduzierte Arbeit möglich ist) ODER klassische Reitanlage mit Boxen und voller Trainingsmöglichkeit.

    So ist nun einmal die Realität - niemand baut für OS, die nur 200 € monatlich zahlen wollen, eine teure Reithalle - das ist einfach nicht wirtschaftlich für den SB.

    Kommentar von Baroque BaroqueBaroque

    Echt, bei Euch gibt's noch viele Offenställe ohne Halle? Bei uns hat mindestens jeder zweite eine. Und die Leute hier stellen ihre Pferde selten in Offenställe, um Geld zu sparen, sondern aus Überzeugung. Kosten tun die ziemlich ähnlich. Und meist sind es herkömmliche Ställe, die einen oder mehrere Aktiv- oder andere Offenställe anbieten, einfach weil es gut für die Pferde ist und auch oft, weil sich die Abläufe anders gestalten und so auch etwas günstiger anzubieten ist, was auch den Vorteil hat, dass sich mehr für den Offenstall entscheiden. Aber als mir klar wurde, mein Großer kommt raus in Offenstallhaltung hatte ich etwa 8 Ställe zur Auswahl, jeweils mit mindestens einer 20x60 Halle, manchmal noch zusätzlich einer alten 20x40 Halle und hab mich für den entschieden, der mir am meisten bot, nämlich Aktiv-, nicht nur Offenstall, Fahrtstrecke günstig, weil staufrei zu bewältigen, Gelände tolles Voralpenland und nicht platte Landschaft mit viel Reitverbot, freie Reitlehrerwahl (also auch externe), Haferfütterung, kein Mischkraftfutter, wo der Senior dasselbe bekommt wie der Jungspund... Diese Ställe hätte ich alle rund um 400 Euro haben können.

    Kommentar von Plattschnacker PlattschnackerPlattschnacker

    Voralpenland...da haben wir es... - ich wohne mitten in Hamburg und auch der Stall befindet sich in Hamburg, hat trotzdem reichlich Weide - DAS ist eine Seltenheit und deshalb kann man das nicht miteinander vergleichen.

    Und es ist hier in der Tat so - in Hamburg und Umgebung gibt es sehr, sehr viele Reitställe, aber kaum OS mit Halle.

  • 2
    Antwort von kuckkuck kuckkuck

    wieso sollte diese umstellung stressig sein? wenn es geschoren wird, dann sollte es doch schon etwas kältegeschützt sein. wenn du es draußen lassen willst, dann würde ich mir das mit dem scheren noch mal überlegen.

    Kommentar von Baroque BaroqueBaroque

    Doch, die Umstellung ist stressig. Stell Dir vor, Du bist an Freiheit gewöhnt und wirst in ein Einzelzimmer gesperrt. Meiner nimmt jetzt schon, nach ein paar Monaten Aktivstall, Boxen auseinander, wenn er kann, rennt rastlos drin rum, schlägt gegen die Wand ... wenn er rein muss.

    Scheren würde ich auch nicht, wüsste nicht, wozu ;-)

  • 1
    RatgeberHelden Antwort von Baroque Baroque

    Also, meine Zusammenfassung aus all dem, was ich gelesen habe:

    Umstellen würde ich nicht. Ich würde entscheiden und es so lassen, zumindest, bis ich anders entscheide, aber nicht saisonweise. Eine Umstellung zwischen den Haltungsformen sehe ich immer begleitet von einer Umbemuskelung, die viel, viel Energie zieht, während der die Pferdchen auch anfälliger sind.

    Ich selbst würde, obwohl meiner mit der Umstellung noch nicht fertig ist, generell jederzeit wieder raus stellen in eine Haltung mit möglichst viel Bewegung, also je nachdem, was es in erreichbarer Nähe gibt, sind meine Prioritäten: 1. Aktivstall, 2. Offenstall, 3. Mehrfachbox mit riesigem Paddock (in der z.B. zwei oder drei Pferde leben), 4. Einzelbox mi riesigem Paddock, 5. Einzelbox mit kleinem Paddock, 6. Einzelbox ohne Paddock. Was Box heißt und nicht mindestens 8 Stunden täglich (bei jedem Wetter!) Weide hat, kommt überhaupt nicht in Frage. Scheidet aus. Denn ich habe gesehen, wie Pferde nach 16 Stunden Box laufen, das ist schlimm genug, ich musste auch sehen, wie sie sich nach 40 Stunden Box bewegen, weil ein Schlechtwettertag dazwischen ist. Grade für ein Sportpferd ist es doch wichtig, dass es sich bewegen kann und geschmeidig bleibt. Aktivstallpferde laufen täglich in 24 Stunden ca. 20 km, Steppenpferde 30 km, weil die ja auch nicht an einer Heuraufe stehen bleiben. Dieses Training kannst Du selbst Deinem Pferd nicht bieten, zumal verteilt auf diese Zeit, dass es ständig weich und locker bleibt.

    Und ob Du im Winter eh scherst, wird sich zeigen. Ich weiß nicht, was Dein Pferd für einen Sport macht. Aber ich kenne genug L- und M-Vileseitigkeitsreiter, die im Herbst zudem Jagden gehen, im Winter ein paar Hallenturniere Dressur und Springen, um "im Alltag zu bleiben", jedoch "abgespeckt" und deren Pferde nicht geschoren werden und mit Pelz uneingedeckt draußen stehen. Wart ab, wie es sich einspielt.

  • 1
    Antwort von magicheight magicheight

    robusthaltung ist auf jeden fall besser, im winter kannst du ihm ja eine decke auf ziehen! :-)

  • 1
    Antwort von Wildcatgirl Wildcatgirl

    meine Freundin macht das auch und ihrern zweien gehts super. Es is halt nur so, im offenstall stehts ja net alleine rum, es is immer schade wen ein pferd aus ner herde rausgerissen wird.Es muss wenn es wieder kommt erst seinen rang in der herde wieder "erkämpfen".Also es könnte sein das es wieder 1-3 wochen dauert bis sich dein Pferd an die neue haltung gewohnt aber so viel stress is das jetzt nicht. lg

  • 0
    Antwort von Clapra Clapra

    Also ich verstehe nicht warum man da überlegt. Es ist ja wohl klar, dass Offenstallhaltung viel artgerechter ist. In der Boxenhaltung nimmst du dem Pferd ja alles was es brauch Artgenossen, Bewegung, Freiheit,.... Und warum scherst du es???? Möchtest du bei -13 grad Celsius im Bikini rumlaufen? Auch wenn du mit deinem Pony im Winter trainierst kannst du es ja trocken reiten, das dauert halt länger, aber wir haben ja unsere Pferde, weil uns was an ihnen liegt und nicht, weil es unsere Sportgeräte sind. Oder? Ich zum Beispiel habe mein Pferd in einem Offenstall ohne Halle und kann deshalb im Winter, wenn es gefroren ist nicht wirklich reiten. Aber ich gehe trotzdem hin und putze hin oder gehe spazieren soweit dies möglich ist. Und es macht mir Spaß! Und wenn du unbedingt willst, dass es nicht so ein dolles Winterfell kriegt, dann lege ihm doch etwas früher als nötig eine Decke drauf, damit das Winterfell nicht so stark wird. Das ist nicht gut, aber wenigstens besser als scheren. Das Pony kann doch auch im Winter darußen bleiben, ich weiß gar nicht wo da ein Problem ist. Dann wird es wenigstens robuster, das ist auch für die Impfungen besser, da diese ja auch für den Körper anstrengend sind, gerade für Tunierpferde, die ja so oft geimpft werden müssen.

  • 0
    Antwort von Sammyx3 Sammyx3

    Wenn du deinem Pony etwas gutes tun willst dann stell es in einen offenstall! Du kannst dem Bewegungsdrang und dem Kontakt zu anderen in Boxenhaltung einfach nicht gerecht werden.

    in einem Stall wo ich mal war Standen tunierpferde geschoren und eingedeckt. Hat Super geklappt. Zudem ist das mit der verletzungs Gefahr im offenstall Quatsch. Die Pferde werden tritt sicherer und werden auch nicht so schnell krank. (sprich Erkältung beim kleinsten Wind)

    auch das umstellen ist viel leichter als sich die Menschen das vorstellen. Pferde sollten nicht vermenschlicht werden. Die Rangordnung wird geklärt und dann hat sich das ganze.

    allerdings musst du die das mit den Hufeisen im Winter gut überlegen . Normale Hufeisen sind zu rutschig . Entweder ohne oder mit Stollen etc. Gibt ja viele Möglichkeiten .

    viel Erfolg

  • 0
    Antwort von AppiPainti AppiPainti

    Bei der Robusthaltung mußt du halt Abstriche machen. Meine steht in Robusthaltung, im Winter aber Nachts drinnen und im Sommer tags bei extremer Hitze. Vorteil: Pferd kann auch bei windigen, stürmischem Wetter geritten werden, erschrickt nicht bei Windböen, ist es gewohnt, sehr trittsicher auch im Winter bei Glätte. Muß nicht täglich geritten werden, da sie genügend Bewegung unter Artgenossen hat (Koppel bis zu 15 hektar)haben. Allerdings ist sie oft klitschenaß bei Regenwetter oder jetzt bei den eisigen Temeraturen (-17 Grad) auf dem Rücken vereist, sodaß ich sie nicht reiten kann, geh halt dann spazieren o. BA. Wenn man regelmäßig reiten will mit einem Robustpferd, muß der Stallbesi bereit sein, Regendecke anziehen o. Pferd vorher reinstellen. Das ist bei uns leider nicht möglich, so muß ich dies selbst tun. Ein Wechsel zwischen Robust (Sommer) und Box (Winter) halte ich für äußerst schlecht. Viele Bekannte, deren Pferde nur im Sommer raus dürfen (leider ist das hier die Regel) und im Winter 23 h in Box stehen, fangen an zu spinnen. Besser Robusthaltung und im Winter tagsüber Koppelgang, dann halt mit Decke, wenn geschoren ist. Möchte selber grad Stall wechseln, aber hab noch keinen gefunden, wo die Pferde im Winter auf die Koppel dürfen, bin auch ganz frech angelogen worden. Fahr dann immer am Stall vorbei und schaue, und sehe daß die Koppeln schon seit Nov. 11 zu sind!!! Außerdem kommt es bei uns manchmal vor, daß die Pferde derart auf der Koppel rumtoben, daß sie nachher beim reiten etwas träge sind (meist im Frühjahr bei der ersten Rosse). Damit muß man halt dann leben, is ja nix schlimmes. Ich bin ein Robusthaltung/Offenstallfan, denn ich finde nichts anderes artgerechter!!!

    Kommentar von Baroque BaroqueBaroque

    Wieso reitest Du nicht, wenn das Tier nass ist? Sauber muss es sein. Wie nass es ist, ist egal. Den Rücken kann man mit einer Wärmflasche, Solarium o.ä. vorwärmen ... ich reite meine unabhängig vom Wetter und kann keine Nachteile feststellen. Im Gegenteil, durch die Bewegung draußen sind sie auch nass und kalt weit weniger steif, als es der Fall ist, wenn sie an solchen Tagen in der Box bleiben müssen, dann zwar einen oberflächlich trockenen und sauberen und warmen Rücken haben, aber keinen Schritt sinnvoll laufen können. Stehen ist für den Bewegungsapparat der Pferde das schlimmste. Wenn Boxenpferde an solchen Tagen auch raus gehen, werden sie genauso nass wie Offenstallpferde und dann werden sie auch geritten.

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