Frage von wauzicoco, 116

Borreliose impfung?

Hallo zusammen ich habe meinen Hund gegen Borreliose impfen lassen ,da er zecken magisch anzieht und weder spot noch irgendwelche Halsbänder was bringen riet mir mein TA zu einer impfung damit der die Krankheit nicht bekommt. ...Jetzt ist mein hund träge und mann merkt die einstich stelle und er scheint schmerzen zu haben .Hat jemand Erfahrung damit ???Wie lange dauert das?

Antwort
von adventuredog, 57

Durch die Impfung macht dein Hund die Krankheit "light" durch. Das dauert so ca 3 Tage, selten auch länger.  In dieser Zeit solltest du den Hund auf jeden Fall schonen und sich nicht körperlich anstrengen lassen!

Eigentlich impft man einen Hund nicht einfach mal so ohne vorher den serologischen Test auf Borreliose vorgenommen zu haben. Bei uns ist es jedenfalls so. Allerdings sind nicht alle Labors gleich zuverlässig in den Ergebnissen, aber das ist ein anderes Problem...

Auf jeden Fall solltest du den Tierarzt über diese Impfreaktion bei deinem Hund informieren - vor allem wenn sich sein Zustand verschlechtert oder länger als 3 Tage andauert!

Einstichstellen von Injektionen schmerzen schon mal, je nachdem wie sanft der TA spritzten kann und je nachdem um welche Art von Trägerstoff es sich handelt. Borreliose Impfungen sind schmerzhaft, das ist bekannt.

Zecken übertragen ausser Borreliose andere gefährliche Erkrankungen, lies auch:

http://www.svk-asmpa.ch/hund/impfung/impfung7.htm

"Beim momentanen Stand des (Un)Wissens muss man sich jedoch fragen, ob es nicht sinnvoller ist, anstelle einer Borrelioseimpfung eine rigorose und äusserst gewissenhafte Zeckenprophylaxe durchzuführen. Dies bringt den Vorteil, dass man dadurch den Hund auch vor den anderen Krankheiten, die durch Zecken übertragen werden (FSME, Ehrlichiose, Piroplamose) schützt."

Kommentar von Berni74 ,


Eigentlich impft man einen Hund nicht einfach mal so ohne vorher den serologischen Test auf Borreliose vorgenommen zu haben.

Ist leider häufig die Praxis. Viele Hunde werden ungetestet geimpft. Meine vorherige Hündin war geimpft, aber da hat der TA vorher auf eine Blutuntersuchung bestanden. Leider machen viele das nicht.


Zecken übertragen ausser Borreliose andere gefährliche Erkrankungen

Eben - Anaplasmose zum Beispiel. Hat meine Maus aktuell extra noch zur Borreliose...

Außerdem sollte man wissen, daß beispielsweise bei Labbi, Goldie oder Berner Sennenhunden durch die Borreliose immunbedingte Nierenentzündungen entstehen können, die dann für den Hund sehr schnell lebensbedrohlich werden.

Aus diesem Grund sollte man bei diesen Rassen mit Impfungen eher vorsichtig sein und auf wirksamen Zeckenschutz achten.

Kommentar von wauzicoco ,

Ich habe vorher mein hund auf sämtliche reisekrankheiten testen lassen .Die erste spritze war harmlos jetzt nach der nach impfung ist es so

Kommentar von adventuredog ,

Gut das er getestet wurde. Eine Sorge weniger.

 Ich würde das bis morgen (Freitag) noch beobachten und wenn er morgen immer noch nicht wieder "auf dem Damm" ist, vor dem Wochenende noch, den Tierarzt kontaktieren. Alles Gute!

Expertenantwort
von Berni74, Community-Experte für Hund, 46

Wurde vor der Impfung ein Bluttest gemacht und der Titer bestimmt? Was für eine Rasse ist Dein Hund?

Kommentar von wauzicoco ,

Hallo ja habe vor der Impfung mein hund auf reisekrankheiten sowie borreliose testen lassen da der Hund aus dem Ausland kommt.ich hab ein Dackel terrier mix.

Kommentar von Berni74 ,

Gut, daß er getestet wurde.

Ich an Deiner Stelle würde mich auf jeden Fall nochmal mit dem Tierarzt in Verbindung setzen und nicht länger abwarten. Vor allem vor dem Hintergrund, daß das Wochenende vor der Tür steht und viele Tierärzte dann geschlossen haben.

Antwort
von dasadi, 76

Die Mattigkeit, eine leichte Schwellung und Juckreiz dürfen 24 Stunden anhalten. Wen es dann nicht eindeutig besser ist, den Tierarzt anrufen. Leider kann es immer mal passieren, dass die Einstichstelle sich entzündet oder eine Allergie gegen den Impfstoff vorliegt.

Antwort
von Bitterkraut, 44

Das kann ein paar Tage dauern. Im Zweifel, ruf deinen TA an. Das Borreliose-Serum gilt als unsicher und es ist bekannt, daß es oft und heftige Nebenwirkungen gibt.

Kommentar von Bitterkraut ,

Hat es denn eine Titerbestimmung vor der Impfung gegeben? Damit wird festgestellt, ob und welche Antikörper der Hund bereits gegen welche Borrelien (es gibt verschiedene Typen,nicht alle sind in De verbreitet oder weit verbreitet) hat. Hat er bereits ausreichend Antiköper, ist eine Impfung sinnlos und ggf. schädlich.

Antwort
von dandy100, 60

Sowas hätte ich im Leben nicht gemacht - Für Menschen ist die Lyme Borreliose gefährlich, Hunde erkranken so gut wie nie daran, die haben eine natürliche Resistenz.

Diese Impfung war eine völlig überflüssige Belastung des Organismus, ich würde den Tierarzt wechseln

http://www.drc.de/gesundheit/borreliose

Kommentar von Payson ,

Unser Hund hat Borreliose, ist zwar auf dem Weg der Besserung allerdings gab es auch eine Zeit wo wir dachten das er es nicht mehr lange schafft, da es total bergab mit ihm ging.

Kommentar von sabbelist ,

Eine Impfung, obwohl er an dieser Erkrankung leidet? Ist das denn wirklich richtig?

Kommentar von Payson ,

Wir hatten ihn nicht geimpft, wir hatten von der Impfung gehört und hatten uns da Gedanken drüber gemacht und aufeinmal ging es ihm sehr schlecht und dann stellte sich heraus das er Borreliose hat.

Kommentar von Bitterkraut ,

Eine Infektion ist sehr selten.

Kommentar von dandy100 ,

Das tut mir leid, aber das ist tatsächlich sehr selten, über 90% der Hunde tragen Borreliose Antikörper in sich und können diese Krankheit nicht bekommen - von einer Impfung kann man sie bekommen, denn die Dosierung des Serums ist bei Tieren ungleich schwierger als bei Menschen.

Bei einer derart seltenen Krankheit wüde ich das jedenfalls nicht riskieren

Kommentar von Berni74 ,

über 90% der Hunde tragen Borreliose Antikörper in sich und können diese Krankheit nicht bekommen

Das kann ich nicht recht glauben und deckt sich auch nicht mit der Aussage meines Tierarztes. Ich kenne sehr viele Hunde, die an Borreliose erkrankt sind - einschließlich meiner eigenen Hündin, die sich aktuell damit rumplagt.

Kommentar von Berni74 ,

Die können schreiben, was sie wollen. Das ändert nichts an der Tatsache, daß ich viele Hunde mit dieser Krankheit kannte und kenne. Die meisten haben es gut und ohne Spätfolgen weggesteckt, andere hingegen habe es leider nicht überlebt.

Kommentar von dandy100 ,

Tja, so ist das eben - ich kenne keinen und der Impfstoff ist nicht ungefährlich, das war für meine Entscheidung der ausschlaggebende Grund

Kommentar von Berni74 ,

Da gebe ich Dir recht - für manche Rassen kann der sogar schnell zu lebensbedrohlichen Situationen führen. Meine Hunde werden auch nicht geimpft.

Dennoch sollte man die Krankheit nicht bagatellisieren, um das "Nicht-Impfen" zu begründen.

Kommentar von KathimitKatze ,

Hallo Berni74, dandy100 liegt schon richtig. Die meisten Hunde haben mit Borreliose-Erreger Kontakt und erkranken nicht. Als Reaktion auf den Kontakt bildet der Hundeorganismus Antikörper. Darum weisen fast alle Hunde Antikörper auf. Die meisten Hunde besitzen eine angeborene Resitenz - wie übrigens alle Wildtieren, die ja häufig von Zecken gebissen werden und niemals an Borreliose erkranken. Aber beim Hund ist die 100%ige Borreliose-Resistenz durch die Domestikation teilweise verloren gegangen.  http://www.schlimmerkater.de/hunde/borreliose-beim-hund/

Kommentar von dasadi ,

Da gehen die Meinungen aber sehr auseinander. Bei Hunden ist die Erkrankung zwar seltener, aber sie kommt vor und verläuft dann oft sehr schlimm. Bei Pferden ebenfalls.

Kommentar von dandy100 ,

Sicher gehen die Meinungen da weit auseinander - das war ja auch nur meine eigene persönliche Meinung.

Über 90% der Hunde tragen Borreliose Antikörper in sich und können diese Krankheit nicht bekommen - von einer Impfung kann man sie bekommen, denn die Dosierung des Serums ist bei Tieren ungleich schwierger als bei Menschen.

Bei einer derart seltenen Krankheit wüde ich das jedenfalls nicht riskieren.

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