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Borreliose Frühstadium beim 11-jährigen Kind = Antibiotikum??

Frage von Inge74 Inge74

Hallo zusammen, mein Sohn hatte letzten Sonntag eine Zecke, diese haben wir nun untersuchen lassen und sie ist leider Borrelia positiv. An der Einstichstelle direkt sieht man gar nichts mehr, es gab keine Entzündung, keine Rötung. Nun meine Frage: Welches Antibiotikum ist hier das Mittel der Wahl bei einem 11-jährigem Kind? Auf der Seite der Gesellschaft für Borreliose steht für Kinder ab 9 Jahren 400mg/täglich Doxycyclin, das Rober Koch Institut rät davon ab. Von vielen Erwachsenen ließt man, das sie Doxycyclin bekommen, allerdings nur in der Dosis von 2x100mg. Wer hat hier Erfahrungen und kann mir Tipps geben??

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Antworten (8)

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    Antwort von Albatroesser Albatroesser

    Dein Arzt hat Erfahrungen! Antibiotika verabreicht man doch nicht selbst nach Lust und Laune! wenn es heute dringend ist, dann fahr ins Krankenhaus.

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    Antwort von brummhummel brummhummel

    Ab zum arzt - Das muss auf jeden Fall antibiotisch behandelt werden (mit speziellem antibiotikum!) wegen der spätfolgen . Mit Der Dosis allerdings lieber noch mal Absprechen .

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    Antwort von autsch31 autsch31

    " Das Mittel der Wahl" muss vom Arzt entschieden und verordnet werden. Im besten Fall braucht es keine Behandlung, weil die Zecke zwar Borrelien im Magen hatte, diese aber noch nicht übertragen konnte.

    Bei der Entwicklung einer Borreliose gilt es zu beachten, dass ein grosser Teil der Betroffenen keine typischen Zeichen wie Wanderröte oder fieberhafte Erkrankungen hatten.

    Deshalb werden eine Blutentnahme und ein Labortest auf Borrelien genau zeigen, ob eine Infektion stattgefunden hat oder ob sogar schon eine ältere bisher unbemerkt gebliebene Borreliose vorliegt. Also auf zum Arzt oder zur Ärztin!

    Hier noch ein paar Infos: http://www.zecken.de/gefahr-durch-zecken/krankheit-borreliose/

    Kommentar von usberlin usberlinusberlin

    Der Labortest (Elisa/Westernblot) zeigt erst einige Wochen nach der Infektion ein sinnvolles Ergebnis an, weil das Immunsystem erst einmal Antikörper bilden muß - nur diese sind durch einen Test nachweisbar. Da aber eine Borreliose kurz nach der Infektion noch gut zu behandeln ist, später aber nur noch schwer wird ein erfahrener Arzt nach Beurteilung der Bißstelle im Zweifelsfall auf Verdacht für einige Tage ein Antibiotikum geben. Infizierte Bißstellen sind übrigens fast immer deutlich gerötet, wenn auch nicht immer mit dem typischen Ring drumherum. Die Wanderröte ist etwas anderes: Das sind Rötungen die später an anderen Stellen des Körpers auftreten können (aber nicht unbedingt müssen).

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    Antwort von usberlin usberlin

    Also zunächst einmal zur Beruhigung: Eine Borreliose wird bei einem Zeckenbiß meist nicht sofort übertragen, sondern üblicherweise erst, wenn die Zecke etliche Stunden (ca. 20) bereits am Saugen war und dann vollgesogen sich "erbricht" und dadurch die in ihrem Darm lebenden Borrelien sich in die Bißwunde ergießen. Wenn keinerlei Rötung zu sehen war hat mit größter Wahrscheinlichkeit keine Borrelienübertragung stattgefunden.

    Achtet lediglich auf frühe Symptome einer Borrelieninfektion, die neben Rötungen in Form einer Art Sommergrippe (Fieber, Kopfschmerzen) auftreten können.

    Wenn bekannt ist, daß die Zecke kurz nach dem Biß bereits entdeckt wurde und keine weiteren Anzeichen auftreten, würde ich nichts weiter unternehmen.

    Bei Unsicherheit oder auf Verdacht hin könnte man sonst direkt für einige Tage Doxycyclin geben (bei einem 11-jährigen sind 200 mg am Tag in jedem Fall ausreichend). Die Nebenwirkungen von Doxy sind relativ harmlos im Verhältnis zu den möglichen Spätfolgen einer nicht behandeten Infektion.

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    Antwort von Kristall08 Kristall08

    In meinem Bekanntenkreis gibt es ein paar Menschen, die Borreliose haben. Darum rate ich Euch, auf jeden Fall ein Antibiotikum zu geben. Ob dieses und in welcher Dosierung, fragt Ihr besser einen Kinderarzt, der sich damit auskennt. ;-)

    P.S. Ich bin wahrlich kein Freund davon, bei jeder Kleinigkeit gleich ein Antibiiotikum zu verabreichen. In dem Fall allerdings schon.

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    Antwort von Lily76 Lily76

    Geh zum Arzt. Der kann dir sagen, was für dein Kind das richtige Medikament ist. Das kann man gar nicht so pauschal sagen. Das Medikament wird individuell für dein Kind ausgewählt. Ich würde nicht mehr mit der Behandlung warten, sondern noch heute zum Arzt gehen. Es ist immer gut, sich zusätzlich zu informieren. Aber jetzt ist das doch verschwendete Zeit, wenn du noch gar nicht weißt, welches Medikament er verschrieben bekommt. Der Arzt kann dir erklären, warum und wieso gerade dieses Mittel. Wenn du hingehst und sagst, du möchtest ein bestimmtes Medikament, weil du davon gelesen hast, fühlt er sich wahrscheinlich veräppelt. Er wird dir doch nur das geben, von dem er überzeugt ist. Schließlich hat er es ja studiert. Lg und alles Gute für deinen Sohn

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    Antwort von Socat5 Socat5

    Was nützen dir denn Tipps von Laien? Das muss ein Arzt entscheiden, oder macht ihr das alles im Alleingang? Hört sich fast so an.

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    Antwort von Libetas234 Libetas234

    Naja sein Arzt muss es wissen.

    Kommentar von Libetas234 Libetas234Libetas234

    Antibiotika sollte man nie unterschätzen.

    Kommentar von Lily76 Lily76Lily76

    Das stimmt schon, aber wenn sie sein müssen, müssen sie eben sein. Manchmal gibt es da kein für und wider.

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