Ich wurde in den 90er Jahren gegen "Zeckenbisse" (Borreliose) geimpft; allerdings habe ich von den 3 Spritzen nur 2 bekommen. 1.) War ich dann eigentlich überhaupt jemals richtig immun dagegen? 2.) Wenn ja, muss ich die Impfung nochmal irgendwann wiederholen? 3.) Trägt jede Zecke diese Bakterien in sich?
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LaredoLaredo
Gegen Borreliose gibt es keinen Impfstoff. Der Impfstoff gegen Zeckenbisse ist ein Impfstoff gegen die Frühsommermeningitis (Hirnhautentzündung). Diese Impfung macht jedoch nur Sinn, wenn du wirklich beruflich exponiert bist (Straßenbau, Forstwirtschaft, Landwirtschaft, Gartenbau usw.). Allerdings kannst du eine Borrelliose trotzdem mit jedem Zeckenbiss bekommen (Wanderröte). Bester Schutz gegen solche Erkrankungen ist die möglichst baldige Entfernung einer Zecke, wobei man darauf achten sollte, ihren Körper nicht zu zerquetschen, denn genau durch dieses Zerquetschen steigt das Risiko für eine Borreliose um das Mehrfache.
Bist du nur kurzzeitig exponiert genügt auch ein Repellentium (Abwehrmittel gegen Zecken).
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4Antwort von
auchmamaauchmama
Gegen Borreliose gibt es keine Impfung!!!
Die Impfung die Du bekommen hast ist gegen Hirnhautentzündung!
Bitte informiere Dich zu dem Thema noch mal ausführlich!
Kommentar von
auchmamaauchmama -
1Antwort von
Borrelius Leider gibt es eine Impfung gegen Borreliose nicht. Die "Zeckenimpfungen" wurden/werden oft für hilfreich propagiert. Bei diesen Impfungen handelt es sich um die FSME-Impfung, die gegen die "Früh-Sommer-Meningo-Encephalitis" also die durch Viren hervorgerufene Entzündung der Hirnhäute oder auch des Gehirns. Diese Erkrankung ist - bedingt durch einen Virus als Erreger - nicht mit Antibiotika zu behandeln. Das Risiko, nach einem Zeckenstich an FSME zu erkranken, ist regional sehr unterschiedlich. Wer sich nicht in einem derartigen Endemiegebiet befindet, hat ein nahezu nicht vorhandenes Infektionsrisiko. Auch bei 2 von 3 Spritzen ist eine Impfung aus den 90er Jahren mehr als veraltet... Borreliose wird durch Bakterien hervorgerufen, hier ist schulmedizinisch eine Antibiotikabehandlung das Mittel der Wahl. Die Dauer und Dosierung wird von verschiedenen Ärzten sehr unterschiedlich empfohlen. Oft kommt es zu "Koinfektionen" also Infektionen mit anderen Erregern bei dem gleichen Zeckenstich. Bei Unterdosierung, zu kurzer Behandlungsdauer oder Wahl eines nicht passenden Antibiotikums kann die Borreliose dann chronisch werden. Dann haben die PatientInnen oft einen langen Weg meist über viele Ärzte, oft auch Gerichte wegen Renten- oder Unfallversicherungsfragen vor sich. Informationen zu beiden Erkrankungen, insbesondere zur Borreliose, die sich zur Volksseuche entwickelt hat, finden sich auf der Homepage des Borreliose- und FSME-Bundes Deutschland (www.bfbd.de). Die Deutsche Borreliosegesellschaft ist ein Zusammenschluss von Ärzten, die sich besonders mit Diagnose und stadiengerechter Behandlung der Borreliose befassen. Dort sind Leitlinien hinterlegt, die über Diagnose, Behandlungsschemata und wieles andere Auskunft geben. Zusammenfassend ist zu sagen, dass das Risiko, bei einem Zeckenstich Borreliose übertragen zu bekommen, überall in der Republik und darüber hinaus existiert, die Krankheit sehr oft nicht richtig diagnostiziert und noch häufiger nicht ausreichend behandelt wird. Die Zahl der chronischen Fälle steigt ständig, oft ist Berufsunfähigkeit die Folge. Vorbeugung: Nach Aufenthalt im Freien den Körper nach Zecken absuchen, falls eine entdeckt wird, diese mit Zeckenkarte oder einer feinen gebogenen Pinzette so entfernen, dass das Tier keinesfalls gedrückt wird. Ursula
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Lexi123Lexi123 Vielen lieben Dank auch Dir für deine Antwort! Die war echt super!!!!!!!! Ich werde in Zukunft auf jeden Fall nochmal abwarten, bevor ich eine Antwort auszeichne!!! :-) Danke nochmals! Und zu deinen Ausführungen: Ja, ich hatte nämlich im Internet bei einer Radiosendung von einer Frau gehört, die zu spät behandelt worden war. Aber ich wusste nicht, dass es da einen Unterschied zwischen der Borreliose und der Hirnhautentzündung gab. Und ich hatte daher fälschlicher Weise gedacht, dass die Impfung gegen die Borreliose gewesen wäre. Aber, jetzt weiß ich zusätzlich ja auch, dass meine Impfung schon lange nicht mehr gegen die Hirnhautentzündung vorbeugt - ich sie also, wenn nötig auffrischen lassen sollte. Ich hatte meine Impfung nämlich damals bekommen als ich in den Bayerischen Wald gefahren bin! :-) Eine ganz herzlichen Dank noch einmal für deine ausführliche Antwort, Ursula!! :-) Viele Grüße, Lexi
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1Antwort von
usberlinusberlin
Die "Zeckenimpfung" ist eine Impfung gegen die Frühsommermeningoenzephalitis (FSME), welches eine Virusinfektion ist. Cirka 3% der Zecken hierzulande und zwar fast ausschließlich in der südlichen Landeshälfte tragen das Virus. Die FSME ist eine Hirnhautentzündung, die lebensgefährlich sein kann oder auch bleibende Gehirnschädigungen hinterlassen kann. Gegen diese kann man impfen. Dazu braucht es eine Erstimpfung, eine Zweitimpfung etwa einen Monat danach und eine weitere nach einem Jahr.
Danach sollte die Impfung alle drei bis fünf Jahre aufgefrischt werden.
Gegen Borreliose gibt es keine Impfung. Es sind zwar bereits Tests durchgeführt worden mit einem Impfstoff, der die Borrelien in den Körpern der Zecken beim Biß bereits abtöten soll, jedoch waren die Tests noch nicht allzu erfolgreich bzw. mit Nebenwirkungen behaftet.
Borrelien (das sind übrigens keine Viren sondern Spirochäten, eine Sonderform von Bakterien) tragen ca. 20% aller Zecken in sich. Bei einer Infektion - die übrigens auch bei infizierten Zecken nicht bei jedem Stich passiert, sondern nur, wenn die Zecke längere Zeit gesaugt hat bzw. beim Entfernen gequetscht wurde hilft nur eine Behandlung mit Antibiotika, die möglichst rasch begonnen werden sollte, da sie unmittelbar nach der Infektion noch gut wirksam ist.
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Lexi123Lexi123 Oh, das war die beste Antwort! :-) !!!!! Ganz vielen Dank für deine ausführliche Antwort. Ich hatte leider schon eine andere Antwort als die Beste ausgezeichnet, aber ich will mich zumindest noch einmal ganz herzlich für deine ausführliche Antwort bedanken!!!! Ganz großen Dank!!! :-) Lexi
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usberlinusberlin gerne doch :)
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usberlinusberlin Noch ein kleiner Nachtrag:
Du kannst mal beim Robert Koch Institut die aktuelle Karte Dir anschauen, wo in Deutschland Risikogebiete sind für FSME (Baden Wüttenberg, Bayern und südliches Thüringen). Wenn Du Dich in keinem Risikogebiet aufhältst, dann kannst Du Dir die Impfung auch getrost sparen:
Hier der aktuelle Bericht vom Institut als PDF - links auf Karte klicken:
http://www.rki.de/cln_226/nn_467538/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2011/17__11,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/17_11.pdf
bitte mit copy & paste den ganzen Link kopieren - gutefrage verlinkt das Ding nicht richtig
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1Antwort von
SternbildWidderSternbildWidder
Dann solltest du die Impfung auf jeden Fall auffrischen lassen.
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Lexi123Lexi123 Vielen Dank, die werde ich dann auf jeden Fall nochmal auffrischen lassen! :-)
Vielen Dank :-) !