Borkenkäfer im bayrischen Wald?

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4 Antworten

Soweit ich weiß, wird im Nationalpark nur eingegriffen, wenn Gefahr besteht. Die besteht bei starkem Borkenkäferbefall durchaus, vor allem in den Gebieten des Nationalparks, die an Gebiete von Privateigentümern angrenzen. Denn im Nationalpark hat keiner Schaden am Lauf der Natur, ist ein Wald allerdings in Privatbesitz, dann müssen Borkenkäferbäume entfernt werden, und zwr so schnell es geht. Und den Bayerischen Wald wird es auch weiterhin geben, der ursprüngliche Wald ist keine Fichtenmonokultur, wie sie es jetzt großteils ist, sondern ein Mischwald mit Buchen, Eichen, Weißtannen etc. Und auf Buchen geht diese Borkenkäferart nicht, auf Eichen ebenfalls nicht. Und der Borkenkäfer wird im Winter durch Kälte ebenfalls dezimiert, auch Fressfeinde schaden ihm, also kann er sich nicht so stark vermehren, dass er alles wegfrisst. Es gibt natürlich Jahre, in denen  der Borkenkäferbefall besonders stark ist, aber von denen haben wir auch schon einige  überstanden. In Bogen (Niederbayern) findet seit dem 16. Jhd. jedes Jahr eine Wallfahrt statt, bei der eine 13 Meter lange Kerze, ein mit Wachs umwickelter Baumstamm, auf den Bogenberg, den heiligen Berg Niederbayerns, getragen wird. Die Menschen im 16. Jhd. haben wegen eines starken Borkenkäferbefalls der heiligen Maria versprochen, jedes Jahr eine Kerze auf den Bogenberg zu tragen, und zwar bis zum Berg waagrecht auf den Schultern und den letzten Teil bergauf abwechselnd immer ein Mann senkrecht. Das wird bis heute so gemacht.  Alles wegen den Borkenkäfern.

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Der Borkenkäfer ist ein einem natürlichen Wald überhaupt kein Problem. nur in den unnatürlichen Fichtenmonokulturen richtet er Schaden an. Diese Fichtenkulturen wurden künstlich angepflanzt weil Fichten schnell wachsen und schnell Holz und Gels bringen. Mit einem natürlichen Wald haben diese Kulturen fast nichts gemeinsam.  es sind reine Wirtschaftwälder sie schnell Geld bringen sollen. sie sind artenarm und für Krankheiten Schädlinge und Windbruch sehr anfällig Unsere natürliche Waldform waren lichte Mischwälder mit Wiesen, Heiden Wald und Mooren im Wechsel,  Wurde hier mal ein oder mehrer Fichten befallen war das nicht weiter schlimm da es bis zur nächsten ein weiter weg war. Hier wurden einzelne Bäume vernichtet aber nicht ganze Bestände. Dazu kommt noch das Fichten normalerweise in etwas höheren Lagen wachsen . Die Standorte vieler Fichten waren nicht natürlich was sie schon geschwächt hat. Dann wurden sie in Monokulturen gepflanzt und wie alle Monokulturen sind auch diese Anfällig für Schädlinge. Hier hatte der Borkenkäfer leichtes Spiel und konnte sich stark vermehren. So wurden ganze Bestände der Fichtenmonokulturen vernichtet. Für den natürlichen Wald aber war der Borkenkäfer sogar ein Glücksfall. Wo man die Flächen in Ruhe lies wuchs bald ein natürlicher Wald nach.

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Im Kernbereich des Nationalparks sind durch Sturm und Borkenkäfer viele ältere und nicht standortgemässe Fichten abgestorben.Jetzt wächst dort ein junger, sehr schöner und besser an den Standort angepasser Jungwald heran. 

Flächiges Absterben einer Baumart ist nicht unnatürlich. es macht Platz für neues. 

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Kommentar von Rheinflip
17.09.2016, 14:19

Du musst zwischen der Gegend Bayernwald, und den verschiedenen Zonen des Nationalparks unterscheiden. 

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Also befallene Bäume werden durchaus entfernt, da diese Käfer (eigentlich sind´s die Larven die dem Baum die Rinde schwer beschädigen) sich rasant ausbreiten, das ist auch den Forstämtern und Behörden bewusst.

Ich muss dazu sagen, dass ich vor einer Woche in Tschechien war mit meiner Familie und so viele kaputte Bäume habe ich nicht gesehen, weder in Niederbayern noch im Böhmerwald, um das als besorgniserregend einzustufen.

Ob das "Schmarrn" ist, was er dir/euch erzählt hat weiß ich nicht, Totholz braucht der Wald aber auch um sich selbst zu regenerieren. Dennoch, Borkenkäfer sind gerade bei den derzeitigen Temperaturen ohne Regen auf dem Vormarsch, da muss frühzeitig gehandelt werden.

Hat er denn mal so einen Baum gezeigt?

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Kommentar von cooleDame
16.09.2016, 16:10

Nein, wir haben ihn nur einmal getroffen und da waren wir nicht direkt im Nationalpark.

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