Frage von Filou2110, 68

Borderline Unterstützung für Mütter?

So, ich stelle die Frage jetzt nochmal. :)

Weiß jemand genau, um was ich mich kümmern sollte, um die bestmögliche Unterstützung zu bekommen, wenn der Wurm da ist? Habe zwar in eineinhalb Wochen nen Termin zur stationären Aufnahme ( dbt therapie), und dort gibt es eine gute Sozialarbeiterin, aber habe die ganze Zeit angst, das ich zu spät dran bin. Möchte natürlich alles versuchen so gut wie möglich zu meistern und habe schon mit der Krankenkasse gesprochen, bezüglich einer Haushaltshilfe, möchte aber gerne wissen was ich noch machen kann. Jugendamt? Mein Verlobter hat ein bißchen Angst, das mir das Sorgerecht entzogen wird? Ist diese Angst begründet? Nur zur Info, ich bin stabil und hatte schon lange keine Krise mehr. Ich möchte keine Kommentare, in der Form, die psychisch kranken keine Kinder zugestehen.
Es mag Menschen geben, bei denen das Sinnvoll ist, aber ein erkrankter gleicht nie nem anderen. Vielen Dank :)

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Dahika, 46

red mal mit dem Jugendamt bezüglich einer Familienhelferin.

Ansonsten würde ich dir den Rat geben, dich einer guten Erziehungsberatungsstelle anzuschließen, um dort regelmäßige Beratungstermine zu bekommen. Diese Beratungsstellen, aber auch das Jugendamt bieten oft Elternkurse an, die hilfreich sein können (wenn die Eltern da regelmäßig hingehen.)

und dann:

www.bke-elternberatung.de

Warum sollte dir das Jugendamt das Sorgerecht entziehen. Dein Schreiben zeigt doch, wie wichtig dir das Kind ist, wie wichtig es dir ist, dass es ihm gut geht und dass du was dafür tun willst. Da nimmt dir keiner das Sorgerecht weg.

Antwort
von Sanja2, 19

gut ist doch schon mal, dass du offensichtlich ein Bewusstsein dafür hast, dass du krank bist. Psychisch kranke Eltern sind für Kinder immer schwierig und belastend. Je nach Krankheit sehr unterschiedlich. Aber du suchst dir frühzeitig Hilfe. Lass dich in der Therapie du die gerade beginnst beraten, dort kenn man sich aus.

Antwort
von schloh80, 23

Sofern dir deine Hebamme keine Adressen nennen kann, sind Ansprechpartner tatsächlich erstmal die Klinikärzte und -sozialarbeiter, dann würde ich auch bei der zuständigen Kinderklinik des Einzugsgebietes nachfragen.

Antwort
von ApfelTea, 27

Warte doch erst einmal ab, wie du dich dann fühlst. Vielleicht wird alles gut sein und du brauchst keine Hilfe. Sinnvoll wäre es natürlich, trotzdem einen Ansprechpartner zu haben für den Fall der Fälle.

Antwort
von Caila, 19

Ich kann dir nicht ganz folgen. Ist das Kind jetzt da und du gehst in die Klinik.  Ist das Kind noch nicht da und du bekommst es während des Klinik Aufenhaltes oder kommt es wenn du wieder daheim bist?

Während du in der Klinik bist kann sich dein Verlobter doch um das Kind kümmern?  
Haushaltshilfe...wenn du eine bekommst hast du ne gute Krankenkase. 
Ansonsten kannst du mit dem Jugendamt sprechen und eine Familienhilfe bekommen. 

Und nein so schnell wird einem das Sorgerecht nicht entzogen.  Das Jugendamt wird allerhöstens mehr ein Auge auf euch haben eben wegen deiner Erkrankung, aber nur bis sie sicher sind das das auch so gut klappt und wenn nicht du bzw ihr euch dann Hilfe holt.

Kommentar von Filou2110 ,

Zur Erklärung, ich habe die Therapie bereits begonnen (noch nicht schwanger), da diese aber in Etappen durchgeführt wird, weil du nicht nen halbes jahr stationär am Stück bleiben sollst, gehe ich jetzt zum nächsten Therapieteil ich bin jetzt im 5. Monat und entbinde natürlich nicht in der Klinik. Mit der Krankenkasse ist es natürlich bereits abgeklärt. Ich muss ein Attest vorlegen, und die schicken daraufhin ne Haushaltshilfe. Ich bin übrigens bei der AOK Rheinland/Hamburg. ;) 

Antwort
von Eulenfeder66, 11

Hi Du, also ich wuerde Dir aus dem ersten Impuls heraus abraten, mit dem Jugendamt Kontakt aufzunehmen. Da ich selbst dort gearbeitet habe, bin ich fast sicher, dass man Dir aufgrund Deiner Krankengeschichte Probleme machen wird, die Du zur Zeit gar nicht brauchen kannst. Sobald Du Dich mit dem Kind eingerichtet hast in einer "vorzeigbaren" Wohnung und Du klar kommst und trotzdem noch glaubst, Du brauchst Hilfe vom Jugendamt, dann wende Dich an diese. Ich wuerde aber vermeiden zu sagen, dass Du psychisch krank bist. Das kannst Du ueberall sagen, aber nicht beim Jugendamt. Tip von mir. 

Kommentar von Filou2110 ,

Okay, was glaubst du wie diese Probleme aussehen könnten? Wenn es nur um engmaschige Kontrollen und Familienhilfe geht, könnte ich das verkraften. Alles was weiter geht, wäre natürlich schlecht. Ich hab bereits schlechte Erfahrungen mit dem Straßenverkehrsamt gemacht. Die haben mir völlig Grundlos den Führerschein entzogen. Jemand war sauer auf mich und hat das Amt über meine Erkrankung informiert, und nach nem Gutachten war der Führerschein dann weg, weil angeblich ALLE mit dieser Erkrankung Substanzmissbrauch begehen und zu risikoreich fahren. (Ich hatte nicht einen Punkt und bin noch nie betrunken gefahren etc.) Müsste ich beim Jugendamt mit ähnlichen Vorgehensweisen rechnen?

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