Hallo ihr da draußen! Ich bin echt am Ende mit meinen Nerven und auch mit meiner Kraft. Mein 20 jähriger Sohn ist am Borderline Syndrom erkrankt. Er scheint sich völlig auf seine Diagnose zu verlassen und sich auch ein stückweit darauf auszuruhen. Seit er 7 Jahre alt ist, wissen wir dass er auch an ADS leidet. Das war auch für mich nicht immer leicht, stellte aber im großen und ganzen kein allzu großes Problem dar. Ich dachte immer er wird irgendwann eine Ausbildung machen und versuchen auf eigenen Füßen zu stehen. Und dann wäre die Zeit gekommen, in der ich auch mal wieder an mich denken könnte. Aber weit gefehlt. Er hat eine Therapie in einer Tagesklinik angefangen, um sein Borderline behandeln zu lassen. Nach 3 Wochen wurde die Therapie mit der Begründung unterbrochen, dass er nicht gruppentherapiefähig sei und eine Einzeltherapie in dieser Klinik nicht geleistet werden kann. Mitte Februar soll die Therapie versuchsweise fortgesetzt werden. Uns wurde vorgeschlagen, dass er sich in eine stationäre Vollzeittherapie begeben soll, da er, wie viele Borderliner, auch eine Essstörung entwickelt hat. Diese Vollzeittherapie lehnt er strikt ab. (Das Problem ist, dass sich immer wieder mit Menschen umgibt, die seine Aggressionen regelrecht schüren) Er verlässt sich darauf, dass ich jederzeit für ihn da bin. Das kann ich allerdings im Moment nicht, da ich selbst an einer schwachen Form von Depression leide und mich ja auch noch um seine 9 Jahre alte Schwester kümmern muss. Seinen Vater kann ich nicht ins Boot holen, da er der Auslöser des Syndroms ist. Nun meine Frage: Kann ich ihn zur stationären Therapie (zwangs-)einweisen lassen, trotzdem er 20 Jahre alt ist.? Oder gibt es Wohngruppen für Borderliner die über 18 Jahre alt sind? Vielen Dank schon mal für eure Antworten...
Borderline Syndrom meines Sohnes
Antworten (7)
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4Antwort von
WolpertingerWolpertinger
Warum definierst Du Deinen Sohn so über diese Diagnose.
Ist dir klar, dass BPS eine Modediagnose ist, dass sie in den meisten Fällen einfach auf Verdacht hin gegeben wird, ohne sie in Testungen oder durch das BPS-Interview zu überprüfen?
Diese Diagnose bedeutet für Ärzte, Therapeuten und Kliniken, dass die Krankenkassen ersteinmal ohne große Gutachten zu verlangen zahlen.
Das ist der Grund, warum sie so häufig gestellt wird.
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So um deine Frage zu beantworten.
Nein, Du kannst deinen Sohn nicht Zwangseinweisen.
Das geht nur, wenn er sich selber oder andere gefährdet.
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Wohngruppen für psychiatrisch Kranke Menschen gibt es, wende dich am besten mal an den Sozailpsychiatrischen Dienst deiner Stadt.
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Paula53Paula53
Aus eigener Erfahrung sage ich, tu es ihn nicht an. Es wird ihm besser gehen, aber er wird nicht mehr der selbe sein. Ich war lange Zeit in einer Psychatirschen Klinik und mir ging es von Tag zu Tag nur schlechter, weil man dort soviel Zeit zum Nachdenken hat, alles kommt hoch und spielt sich im Kopf wieder ab, was auch immer deinem Sohn passiert ist. Vielleicht kommen da einige raus, weil es ihn wirklich besser geht, allerding sind sie meistens nicht mehr die selben und haben kein eigenes 'denken' mehr. Oder sie kommen einfach raus, weil sie sagen es geht ihnen besser, sie machen den Therapeuten also ständig was vor, in der Hoffnung sie kommen da irgendwann raus. Wodurch der Aufenthalt dort dann nicht grade positiv beigetragen hat.
Aber nun mal zu deiner Frage, das kannst du machen, wenn dein Sohn beispielsweise Suizidgedanken äußert oder er eine Gefahr für ihn selbst oder andere besteht. Also : Er kann auch 40 sein und zwangseingewiesen werden.
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nochnefragenochnefrage
Schwierige Situation. Rauswerfen geht nicht, erst ab 25. Und gut fände ich es auch nicht.
Aber wenn die Situation nicht mehr tragbar ist, kann man auch junge Menschen vor die Tür setzen, idealerweise mit einem Wohnangebot. Eine Wohngruppe klingt gut. Der sozialpsychiatrische Dienst kann eine erste Anlaufstelle sein. Die kommen auch ins Haus.
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derSizilianer Hallo, da ich selbst schon mit Borderlinern zu tun hatte, weiß ich das dies nicht immer einfach ist. Doch möchte ich Ihnen ans Herzlegen sich hilfe in ihrem Umfeld zu suchen. Nach kurzer Recherche dürfte hierbei folgender Link für Sie relevant sein: http://www.diakonie-altenburg.de/cms/front_content.php?idcat=28
Setzen Sie sich doch bitte mit dieser Einrichtiung in Verbindung und schildern ihr Problem. Entweder werden Sie dort Hilfe erfahren oder es kann Ihnen dort gesagt werden wer Sie beraten kann.
Ich möchte Sie noch darauf hin weisen, dass die Informations suche im Internet, durch eine Frage wie Sie sie hier auf dieser Plattform stellen, zwar gute Tips beeinhalten kann, aber Sie nie wissen wer ihnen Antwortet und ob diese Person tatsächlich Fachkenntniss besitzt. Überprüfen Sie also gegebenfalls die Informationen welche sie hier erhalten immer auch noch durch Gespräche mit Fachpersonen.
MfG
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obiwanaobiwana
Du kannst deinen Sohn nicht zu einer Vollstationären Therapie zwingen. Eine Zwangseinweisung nach PsychKG wäre nur möglich wenn er eine Gefahr für sich selbst und andere darstellt. Selbst dann würde die Zwangseinweisung nur so lange dauern wie die Selbst- und/oder Fremdgefährdung andauert.
Du schreibst, dass dein Sohn sich darauf verlässt, dass du jederzeit für ihn da bist. Ich vermute mal das Funktioniert auch...und das ist EIN Problem. Wenn du ihm helfen willst, dann lass ihn los. Er muss zunächst vor eine imaginäre Mauer laufen und die Schmerzen spüren. Wenn er dann merkt, dass Mama nicht zum pusten da ist, übernimmt er vielleicht Verantwortung für sein Leben. Das geht soweit, dass ich denke du solltest ihn vor die Türe setzen (also er soll in eine eigene Wohnung ziehen).
Erkundige dich doch mal in der Psychiatrie ob es Wohnformen für Borderliner gibt.
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carina007carina007
wenn man die Borderliner so lassen würde wie sie sind..dann wäre einiges einfacher denke ich. Alles andere ist psychische Vergewaltigung und wird sich eines tages rächen kann ich dir versichern. Zwangseinweisen ist unter anderem das Allersletzte so mein empfinden und vielleicht brauchst du auch eine Therapie um mit dem Leben deines Sohnes zurecht zu kommen???
Das soll kein persönlicher Angriff sein, aber mir platzt da immer die Huzschnur wenn ich lese wie Eltern mit ihren Kindern umgehen und diese vollgestopft werden mit Psychopharmakas.
Kommentar von
lucyglory Mein Sohn nimmt keinerlei Medikamente. Hat er nie getan und wird er sicher auch nicht tun. Zumindest solange er das selbst entscheiden kann.
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liese05liese05
Du kannst Ihn nur zwangseinweisen lassen, wenn er für sich selbst und/ oder für andere eine Gefahr darstellt! Bezogen auf eine Wohngruppe würde ich mal googeln oder den zuständigen Arzt fragen! Alles Gute!
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noch etwas.
Ich bin gerade über eine Aussage in deiner Frage gestolpert,
Du schreibst dein Sohn sei erkrankt am Borderlin Syndrom.
An Borderline erkrankt man nicht, es ist eine Persönlichkeitsstruktur oder wenn Du es hart ausdrücken willst eine -störung.
Die Ursachen dieser Störung liegt im fehlen von Objektkonstanzen, diese werden im Säuglingsalter herausgebildet.
Ich an deiner Stelle wäre deswegen auch nicht so schnell deinem Mann/dem Vater die Schuld zu geben.
Wer von Schuld sprechen will muß diese auch immer bei sich selber suchen.
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Davon abgesehen, was hilft es deinem Sohn, wenn Du die Schuld für seine Persönlichkeit seinem Vater gibst?